Crazy (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von melanie81

Total Crazy

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo,

nachdem ich nun lange nichts mehr auf dieser Seite geschrieben habe, möchte ich dieses nun nachholen. Nun kommt wieder die Zeit, in der es oft zu Gewittern kommt. Was soll man machen wenn es draussen in strömen regnet? Na da hilft oft ein schöner Film, also werde ich Euch mal ein paar Filme vorstellen. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen etwas dabei....

Zum Inhalt:

Benjamin (Robert Stadlober) ist halbseitig gelähmt. Durch erneute schlechte Noten muss er die Schule das vierte Mal wechseln. Diesmal ist es eine Privat Schule irgendwo in den Bergen. Er hat etwas Eingewöhnungszeit gebraucht, bis er Freunde gefunden hat, die ihn (fast) normal behandeln, mit denen er gemeinsam über Mädchen philosophiert, heimlich eine Peepshow besucht, und den Schulalltag erlebt. Seine Freundschaft mit dem \"Cliquenanführer\" Janosch wird auf eine harte Probe gestellt, als sich beide in dasselbe Mädchen verlieben.... Dazu kommt, dass er immer noch große Probleme in Mathe hat, er muss jeden Nachmittag zur Nachhilfe.
\"Crazy\" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Benjamin Lebert, der im Buch seine eigene Jugend erzählt. Beide, Film und Buch, sind stark autobiographisch angehaucht, lebensnah, schmerzhaft realistisch. Abseits der Genreklischees zeigt der Film all das, was Heranwachsende so durchleben: das Ringen um Anerkennung in der Clique, Saufen, Parties, die Schmerzen der Liebe, die ernüchternde Erfahrung vom \"ersten Mal\", Sinnkrisen und so weiter, und so fort.
Hier erzählt ein Betroffener, wie er diese Zeit erlebt hat, ohne die üblichen Verklärungen - und ohne peinliche, betroffenheitsheischende Überdramatisierungen. Die Geschichte wurde von einer ganzen Reihe hervorragender Jungschauspieler kongenial umgesetzt und mit ein paar filmischen Ausflügen in Benjamins Phantasiewelten angereichert - mal blättert er in einem Pornoheft und träumt eine wilde Story zusammen, mal sieht er sich und seine Umwelt als Bravo-Foto-Love-Story.
Auch wenn die Details variieren, ist der Wiedererkennungswert im Vergleich zur Jugend vieler Leute im heutigen Zeitalter erstaunlich hoch... Der Film wurde schön und mit guten Schuaspielern umgesetzt, er spiegelt den Alltag vieler Jugendlicher wider. So schmerzhaft die Wahrheit auch ist, wie merkwürdig es einem vorkommen mag wenn man das ganze auf der Leinwand sieht, in dem Film wurde absolut nichts, auch wirklich gar nichts Falsches widergegeben.

Ich persönlich fand den Film streckenweise etwas langweilig aber für verregnete Nachmittage genau das richtige. Der Film ist leicht zu verstehen, also kein grosser Anspruch an seine Zuschauer, trotzdem keine niveaulose Geschichte.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht
Mel

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