D-Tox - Im Auge der Angst (DVD) Testbericht

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ab 8,55
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Erfahrungsbericht von VicJustice

Im Auge des Copkillers

Pro:

Story, Umfeld

Kontra:

Der nichtssagende Titel

Empfehlung:

Ja

Unlängst sah ich mir, nach einem Tip meines Bruders, den Film \"D-Tox\" an auf Premiere, wo man ihn auch jetzt mit einem bisschen Glück noch ansehen kann. Hauptgrund warum ich den Film sehen wollte, war ganz klar Sylvester Stallone. Ich mag seine Bumm Bumm Filme, auch wenn sie nicht das widerspiegeln was er wirklich ist. Die meisten denken doch, dass er der Primitivling unter den Schauspielern ist. Was er aber auf keinen Fall ist.
Doch nun gehts los mit der Inhaltsangabe zu dem Film in dem Sly es mit einem Psychopathen zu tun bekommt: \"D-Tox- Im Auge der Angst\"

Die Polizei hat mal wieder einen gefährlichen Feind bekommen. Einen Psychopathen der es liebt Polizisten zu ermorden. Und dabei geht er ziemlich brutal zu Werke. Sein Markenzeichen bzw. seine Unterschrift sind 3 Buchstaben. I C U, bedeutet I see you, also Ich sehe dich.
Ich sehe dich, aber du siehst mich nicht... Wie man merkt, der Copkiller ist ein Freund von psychologischen Spielchen.
FBI Agent Jake Malloy ist der Jäger des Copkillers. Obwohl er ziemlich ratlos ist, denn der Copkiller hinterlässt niemals eine richtige Spur. Nur seine brutal zugerichteten Leichen die er in den unmöglichsten Positionen aufknüpft. Leider merkt Malloy zu spät, daß der Killer lieber den Jäger spielt als den Gejagten. Denn er sucht seine neuen Opfer im direkten Umfeld von Malloy. Zuerst einem Copfreund, und dann Malloys Verlobte. Der Copkiller hat gewonnen.
Monate später ist Malloy abgestürzt. Alles was für ihn noch zählt, ist der Alkohol um zu vergessen dass er das Wichtigste was er besessen hatte, verloren hat. Seine Tage bestehen nur mehr aus trinken, Frust, und trinken.
Sein Chef will aber nicht dass sein bester Mann völlig vor die Hunde geht, und so schickt er ihn in eine spezielle Klinik die ein Cop leitet für Cops. Polizisten die vom Alkohol zerfressen werden oder anderweitig ihr Leben nicht mehr unter Kontrolle haben.
Im verschneiten Wyoming, wo sich die Klinik befindet, sieht sich Malloy einem Haufen von gescheiterten Persönlichkeiten, harmlosen Alkoholikern und aggressiven Gesellen gegenüber.
Noch nicht einmal richtig eingewöhnt, und schon hat einer der Polizisten sich das Leben genommen. Der Entzug war wohl zu viel für ihn. Als dann aber der Doc eines nicht natürlichen Todes stirbt, sieht die Bande aus Cops ein dass etwas getan werden muss. Sie statten sich wieder mit ihren zuvor abgegebenen Waffen aus, und versuchen zu verhindern dass noch einmal etwas passiert.
Dann kommt Malloy ein ganz ganz übler Gedanke, und er untersucht die Leiche des Selbstmörders noch einmal. Unter den Augenlidern findet er das, was er am wenigsten sehen wollte.
3 Buchstaben.
I C U.
Der Copkiller ist wieder da. Und für Malloy ist die Zeit gekommen: Tag der Abrechnung

Nun zu den Darstellern:
Sylvester Sallone spielt FBI Agent Jake Malloy. Eine für seine Ansprüche tadellose Leistung. Er spielte den gescheiterten Cop ziemlich gut und glaubwürdig. Seine Hollywoodkarriere begann er auf die andere Art. Die Art die zb. auch Matt Damon und Ben Affleck vorgezogen haben. Stallone schrieb ein Drehbuch, damals sogar noch handgeschrieben, und sicherte sich die Hauptrolle. Der Film wurde ein Megaerfolg, und steht heute noch immer dafür dass man alles erreichen kann wenn man es nur will. Klar, die Rede ist von \"Rocky\". Das Drehbuch von Stallone wurde auch für den Oscar nominiert. Natürlich war er zb. auch \"Rambo\", \"Judge Dredd\" oder der \"Demolition Man\". Filme die über seinen enorm hohen Intelligenzquotienten hinwegtäuschen. Sein IQ soll bei ca. 150 liegen.

Kris Kristofferson dürfte bekannt sein bei den fleissigen TV Junkies. Er spielt den ehemaligen Cop der danach die Klinik aufbaute. Nur wie schon in der Inhaltsbeschreibung erwähnt: Allzulange darf er nicht leben. Er hatte Auftritte in \"Planet der Affen\", \"Blade\" und dem Klassiker \"Convoy\"

Robert Patrick ist ebenfalls mit von der Partie. Er spielt den harten Supercop mit leichtem Dachschaden Noah. Ihn könnte man aus Akte X kennen. Seine berüchtigste Rolle spielte er sicher in Polizeiuniform. Und er war ziemlich flüssig. Genau, er war der T1000 in \"Terminator II\"

Weiters ist auch Tom Berenger dabei. Er hatte in den 80er jahren sein Karrierehoch. Aber das ist jetzt auch schon wieder vorbei. Er war in \"Platoon\", \"Tod im Spiegel\" und \"Mörderischer Vorsprung\" zu sehen.

Als Regisseur war Jim Gillespie tätig. Er drehte auch den beliebten Teenieschocker \"ich weiss was du letzten Sommer getan hast\"

Normalerweise schafft es wirklich jeder Schrott ins Kino. Und was passiert mit einem exzellenten Psychothriller wie \"D-Tox\"? Er wandert schnurstracks in die Videothek. Das finde ich sehr bedauerlich, weil dadurch auch sehr wenige den Film kennen. Und dieser Film hätte die Kinochance mehr als verdient gehabt.

Ihr werdet euch sicher fragen, was der Titel zu bedeuten hat. Was heisst \"D-Tox\"? Im Film bekam man keine Antwort auf diese Frage. Um ehrlich zu sein, bis vor kurzem hatte ich keine Ahnung. \"D-Tox\" bedeutet Detox. Das ist eine Therapie für Alkohol, Nikotin oder Drogengeschädigte. Oder von was man immer auch abhängig ist.
Der Titel ist übrigens das einzig schlechte an dem Film. Ich konnte mir rein garnichts unter \"D-Tox\" vorstellen. Und ich denke dass ich da nicht der einzige bin. Nur dass sich viele andere denken: Versteh ich nicht was das sein soll. Will ich nicht sehen.

Die Geschichte die hier präsentiert wurde, ist sehr interessant. Es wird schnell klar, dass der Copkiller einer der Leute ist die sich dort befinden. Und nicht irgendwie aussenstehend ist. Es stellt sich nur die Frage, wer ist es? Man weiss nur eines sicher: Er sieht dich, aber du siehst ihn nicht.
Dadurch kommt es zu der interessanten Entwicklung dass die Cops zusammenhalten müssen um jeden Preis, aber sich auch um keinen Preis der Welt vertrauen dürfen weil ja jeder es sein kann.

Das berühmte Spiel Mörder erraten kann in diesem Streifen sehr gut gespielt werden. Die Identität des Mörders wird spät, aber auch nicht zu spät gelüftet. Kleine Hilfe: Auf Stallone würde ich nicht setzen.

Diese Klinik in der die Cops untergebracht sind, gleicht niemals einer Klinik. Sie ist mehr eine Art Bunker. Und dieser \"Klinikbunker\" entpuppt sich zu einem idealen Ort um Spannung zu erzeugen. Natürlich trägt die Filmmusik ihren Teil dazu bei. Aber vor allem ist es die Umgebung, die dafür sorgt dass ein genialer Kampf von Gut und Böse stattfinden kann.

Psychologische Spielchen. Diese Eigenschaft muss heutzutage jeder Psychothriller mitbringen um Erfolg zu haben. \" Das Schweigen der Lämmer\" war hierbei ein Stoff den man als Lehrmaterial bezeichnen kann. Obwohl es das früher genauso gab, davon abgesehen. \"Sieben\" war mit den Psychospielchen vielleicht sogar besser als \"Das Schweigen der Lämmer\". Und \"D-Tox\" ist in diesem Bereich nicht weit abgeschlagen, sondern dicht dahinter. Trotz der Tatsache dass der Killer nicht so hochintelligent ist wie Hannibal Lecter oder John Doe (Killer aus Sieben).

Brutalität kommt in diesem Film vor, sonst wäre es ja kein richtiger Thriller. Obwohl man sagen muss, der Beginn ist schon das schlimmste vom Film. Wie Malloys Freund umgebracht wird, ist abartig und brutal. Auf jeden Fall werden einige eine Riesenangst vor Türspionen entwickeln.
Aber wenn ich mich Recht erinnere, die letzte Tötung war auch nicht gerade die feine englische Art.
Dennoch: Wer sich Hoffnung auf ganz viel Blut und Messerstechereien macht... Nö. nix für euch. Hierbei handelt es sich um einen sehr intelligenten Psychothriller.

Zum Humor gibt es nicht viel zu sagen. Ausser dass es keinen gibt. Mit Ausnahme von Noah, dem Supercop. Gespielt vom ehemaligen T1000. Der war schon so dämlich in der Birne, dass ich mir ein Grinsen nicht ersparen konnte. In diesem Punkt war für mich vorhersehbar dass Noah niemals der Killer sein könnte. Er war Verrückt. Und das genügt um in einem Psychothriller nicht der Killer zu sein. Offensichtlich Verrückte, sind es doch nie.

Als mir mein Bruder damals den Film empfahl sagte er einen banalen Satz und der hat mir die Story schmackhaft gemacht. Ich glaube der sollte auch zu schreiben anfangen. Sein Satz war: \"Ein Killer ermordet Stallones Freundin und der hat danach einen Defekt in der Zentrale\"
Ähmm. Tja. Ist eine perfekte Beschreibung, auf einen Satz gesehen.

Leider hatte ich etwas Probleme den richtigen Titel für meinen Bericht zu finden. Ich wollte ja das Beste Zitat aus dem Film verwerten. Doch das musste ich aufgeben als ich die Titel der anderen \"D-Tox\" Schreiber las. \"Ich sehe dich\" oder ähliches war geplant. Aber diesen oder ähnliche Titel haben zu viele auserwählt. Schade. Pech für mich.

Interessante Wortspielchen haben die Leute da ausgepackt, das muss ich schon sagen. I C U bedeutet I see you. Und der Originaltitel bedeutet minimal etwas anderes, ist aber dennoch das Selbe. Nämlich \"Eye see you\". Witzige Kerle...
Gedreht wurde der Film im Jahre 2002 in Amerika. Die Dauer des Filmes beträgt 96 Minuten. In Deutschland ist er freigegeben ab 16 Jahre. Wenn der wirklich ab 16 ist, dann frage ich mich wirklich warum andere Filme extrem verstümmelt werden.

Seht euch den Film an, ihr werdet es nich bereuen.
Und wenn ihr es nicht tut.... Ich sehe euch. Aber ihr seht mich nicht *g*

Danke für die Lesungen, Bewertungen und die hoffentlich zahlreichen Kommentare.
Cy@
Erstmals veröffentlicht: 24.7.2003

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