Dahmer (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von klukklukkluk
Hier wird der Interessierte verarscht!
Pro:
Darsteller, Bild, Ton
Kontra:
Der ganze Film, die Extras
Empfehlung:
Nein
Dieser Bericht bezieht sich auf die DVD Version des E-M-S Label
Story :
Jeffrey Dahmer ist auf den ersten Blick ein ziemlich normaler Typ. Allerdings weiss niemand aus seinem Bekannten- und Verwandtenkreis, dass Jeffrey im Laufe seines Lebens zu einem grausamen Massenmörder geworden ist, der es vornehmlich auf junge Männer abgesehen hat.
Jeffrey arbeitet tagsüber als Arbeiter in einer Schokoladenfabrik und geht abends seinem Hobby nach. Er besucht Tanzlokale und versucht dort junge Männer abzuschleppen, was ihm, zum Nachteil seiner Opfer, auch ziemlich oft gelingt. Wenn er mit dem Opfer alleine ist verabreicht er ihm meist einen Drink, mit einer betäubenden Chemikalie und vergewaltigt es, bevor es dann umgebracht wird. Jeffrey nutzt sogar einige Male eine Elektrobohrmaschine beim unfreiwilligen Akt und bohrt dem Betäubten Löcher in den Kopf.
Eines Tages lernt Jeffrey allerdings den jungen Rodney kennen, der sein Leben nachhaltig verändern soll...
Technische Daten :
Originaltitel : Dahmer
Darsteller : Jeremy Renner, Bruce Davison, Artel Kayaru
Regie : David Jacobson
Tonformat : DD 5.1 und DD 2.0
Bildformat : 16:9 Widescreen (anamorph)
Sprachen : Deutsch und Englisch (Englisch nur im DD 2.0 Format)
Untertitel : Keine
FSK : 18
Ländercode : 2
Drehland und Jahr : USA 2002
Filmlänge : ca. 97 Minuten
Bild- und Tonqualität :
Sowohl die Bild- als auch die Tonqualität gehen bei dieser E-M-S Scheibe völlig in Ordnung und erfüllen die Erwartungen des Betrachters. Die Farben sind zwar nicht ganz so ausdruckstark, allerdings hat dies mit der düsteren Atmosphäre des Streifens zu tun und ist nicht sonderlich störend. Bei Ton braucht man keine hohen Erwartungen in das Dolby Format zu legen, da es zu so gut wie keinem akustischen Effekt kommt, aber auch dies ist natürlich filmisch bedingt.
Features der DVD :
Wenn man sich im Hauptmenü der DVD befindet, dass minimal animiert ist und über eine düstere Musik verfügt, kann man sich zum einen Trailer zu weiteren DVDs des E-M-S Label angucken, oder sich im Untermenü „Specials“ weitere Informationen zum Film einholen. Diese sind allerdings etwas dürftig, da man lediglich einen Trailer einsehen darf, Texttafeln, welche die Biografie des Serienmörders beinhalten, studieren kann oder man nutzt die Option, sich einige Bilder in der Bildergalerie zu Gemüte zu führen. Mehr gibt es leider nicht.
Meine Meinung :
Massenmörderverfilmungen sind mittlerweile ja keine Seltenheit mehr, was wohl daran liegt, dass es durchaus ein Publikum gibt, welches sich für die Thematik und die Denkweise der Killer interessiert. Auch die Geschichte des Jeffrey Dahmer, der den Beinamen „Kannibale von Milwaukee“ abbekam wurde mit zwei filmischen Beiträgen bedacht, wovon der aktuellere, dieser hier, eine wahre Zumutung für Interessierte ist!
Zu Begin kann man zwar durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Film ein guter werden könnte, da die Atmosphäre stimmig ist. Es breitet sich ein düsteres Bild aus, welches mit dunklen Schauplätzen untermauert wird. Man empfindet durchaus Angstgefühle, diese legen sich dann aber, da man irgendetwas vermisst.
Denn es wird gar nicht grossartig auf die Person Jeffrey Dahmer eingegangen. Man kann sich zwar in etwa denken, was in seinem Hirn abgeht, doch leider erfährt man rein gar nichts von seiner Psyche und das trotzdem es zahlreiche Fakten und Untersuchungen seiner Person gab. Es ist wirklich ärgerlich, dass diese Komponente völlig verdrängt wurde und stattdessen eine Art Unterhaltungsfilm gedreht wurde, der eventuell für unwissende und uninteressierte Menschen unterhaltsam sein könnte, dem Interessierten aber keinerlei Grundlage bietet. Überall findet man mehr Informationen über Jeffrey, nur in einem Film über ihn werden die Fakten weggelassen.
Es gab da zum Beispiel einige Schlüsselszenen in seinem Leben, die sein späteres Handeln und seine grausamen Taten beeinflusst haben, wie zum Beispiel die Scheidung seiner Eltern oder sein Militäraufenthalt in Deutschland, wo er mit seiner Homosexualität und den daraus resultierenden Problemen konfrontiert wurde. Dass alles wird einem in „Dahmer“ aber vorenthalten und somit kann man nie einen wirklichen Eindruck über Jeffreys Denkweise bekommen. Wenn man dies so verarbeitet hat, ist es auch durchaus störend, dass im Film Sachen dazuerfunden wurden. Es tauchen dort Personen, Schauplätze und Ereignisse auf, die frei erfunden sind. Aufgrund dieser Tatsachen ist es schwierig in die Gedanken der Verantwortlichen einzudringen. Was haben sie sich bei der Umsetzung des Scripts gedacht? Wollten sie nur Kohle abzocken oder wollten sie die Welt informieren?
Diese Fragen werden wohl kaum beantwortet werden können, fest steht aber, dass es sich bei „Dahmer“ um eine grauenhafte Biografie des „Kannibalen von Milwaukee“ handelt, die man getrost im Filmregal verrotten lassen sollte!
Die Darsteller, im besonderen der Protagonist, spielen zwar durchweg gut, dass kann den Film aber bei weitem nicht retten. Wer sich über Dahmer informieren möchte sollte sich den Film „The Secret Life: Jeffrey Dahmer“ von 1993 angucken, sich das Konzeptalbum „Dahmer“ von der Grindcoreband „Macabre“ anhören oder sich der Literatur widmen. Aber man sollte sich auf gar keinen Fall diesen Schund antun, denn der ist durchaus als Verarschung abzustempeln! Das FSK 18 ist im übrigen sehr hart, aber wohl vertretbar.
Gruss Kluk
Story :
Jeffrey Dahmer ist auf den ersten Blick ein ziemlich normaler Typ. Allerdings weiss niemand aus seinem Bekannten- und Verwandtenkreis, dass Jeffrey im Laufe seines Lebens zu einem grausamen Massenmörder geworden ist, der es vornehmlich auf junge Männer abgesehen hat.
Jeffrey arbeitet tagsüber als Arbeiter in einer Schokoladenfabrik und geht abends seinem Hobby nach. Er besucht Tanzlokale und versucht dort junge Männer abzuschleppen, was ihm, zum Nachteil seiner Opfer, auch ziemlich oft gelingt. Wenn er mit dem Opfer alleine ist verabreicht er ihm meist einen Drink, mit einer betäubenden Chemikalie und vergewaltigt es, bevor es dann umgebracht wird. Jeffrey nutzt sogar einige Male eine Elektrobohrmaschine beim unfreiwilligen Akt und bohrt dem Betäubten Löcher in den Kopf.
Eines Tages lernt Jeffrey allerdings den jungen Rodney kennen, der sein Leben nachhaltig verändern soll...
Technische Daten :
Originaltitel : Dahmer
Darsteller : Jeremy Renner, Bruce Davison, Artel Kayaru
Regie : David Jacobson
Tonformat : DD 5.1 und DD 2.0
Bildformat : 16:9 Widescreen (anamorph)
Sprachen : Deutsch und Englisch (Englisch nur im DD 2.0 Format)
Untertitel : Keine
FSK : 18
Ländercode : 2
Drehland und Jahr : USA 2002
Filmlänge : ca. 97 Minuten
Bild- und Tonqualität :
Sowohl die Bild- als auch die Tonqualität gehen bei dieser E-M-S Scheibe völlig in Ordnung und erfüllen die Erwartungen des Betrachters. Die Farben sind zwar nicht ganz so ausdruckstark, allerdings hat dies mit der düsteren Atmosphäre des Streifens zu tun und ist nicht sonderlich störend. Bei Ton braucht man keine hohen Erwartungen in das Dolby Format zu legen, da es zu so gut wie keinem akustischen Effekt kommt, aber auch dies ist natürlich filmisch bedingt.
Features der DVD :
Wenn man sich im Hauptmenü der DVD befindet, dass minimal animiert ist und über eine düstere Musik verfügt, kann man sich zum einen Trailer zu weiteren DVDs des E-M-S Label angucken, oder sich im Untermenü „Specials“ weitere Informationen zum Film einholen. Diese sind allerdings etwas dürftig, da man lediglich einen Trailer einsehen darf, Texttafeln, welche die Biografie des Serienmörders beinhalten, studieren kann oder man nutzt die Option, sich einige Bilder in der Bildergalerie zu Gemüte zu führen. Mehr gibt es leider nicht.
Meine Meinung :
Massenmörderverfilmungen sind mittlerweile ja keine Seltenheit mehr, was wohl daran liegt, dass es durchaus ein Publikum gibt, welches sich für die Thematik und die Denkweise der Killer interessiert. Auch die Geschichte des Jeffrey Dahmer, der den Beinamen „Kannibale von Milwaukee“ abbekam wurde mit zwei filmischen Beiträgen bedacht, wovon der aktuellere, dieser hier, eine wahre Zumutung für Interessierte ist!
Zu Begin kann man zwar durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Film ein guter werden könnte, da die Atmosphäre stimmig ist. Es breitet sich ein düsteres Bild aus, welches mit dunklen Schauplätzen untermauert wird. Man empfindet durchaus Angstgefühle, diese legen sich dann aber, da man irgendetwas vermisst.
Denn es wird gar nicht grossartig auf die Person Jeffrey Dahmer eingegangen. Man kann sich zwar in etwa denken, was in seinem Hirn abgeht, doch leider erfährt man rein gar nichts von seiner Psyche und das trotzdem es zahlreiche Fakten und Untersuchungen seiner Person gab. Es ist wirklich ärgerlich, dass diese Komponente völlig verdrängt wurde und stattdessen eine Art Unterhaltungsfilm gedreht wurde, der eventuell für unwissende und uninteressierte Menschen unterhaltsam sein könnte, dem Interessierten aber keinerlei Grundlage bietet. Überall findet man mehr Informationen über Jeffrey, nur in einem Film über ihn werden die Fakten weggelassen.
Es gab da zum Beispiel einige Schlüsselszenen in seinem Leben, die sein späteres Handeln und seine grausamen Taten beeinflusst haben, wie zum Beispiel die Scheidung seiner Eltern oder sein Militäraufenthalt in Deutschland, wo er mit seiner Homosexualität und den daraus resultierenden Problemen konfrontiert wurde. Dass alles wird einem in „Dahmer“ aber vorenthalten und somit kann man nie einen wirklichen Eindruck über Jeffreys Denkweise bekommen. Wenn man dies so verarbeitet hat, ist es auch durchaus störend, dass im Film Sachen dazuerfunden wurden. Es tauchen dort Personen, Schauplätze und Ereignisse auf, die frei erfunden sind. Aufgrund dieser Tatsachen ist es schwierig in die Gedanken der Verantwortlichen einzudringen. Was haben sie sich bei der Umsetzung des Scripts gedacht? Wollten sie nur Kohle abzocken oder wollten sie die Welt informieren?
Diese Fragen werden wohl kaum beantwortet werden können, fest steht aber, dass es sich bei „Dahmer“ um eine grauenhafte Biografie des „Kannibalen von Milwaukee“ handelt, die man getrost im Filmregal verrotten lassen sollte!
Die Darsteller, im besonderen der Protagonist, spielen zwar durchweg gut, dass kann den Film aber bei weitem nicht retten. Wer sich über Dahmer informieren möchte sollte sich den Film „The Secret Life: Jeffrey Dahmer“ von 1993 angucken, sich das Konzeptalbum „Dahmer“ von der Grindcoreband „Macabre“ anhören oder sich der Literatur widmen. Aber man sollte sich auf gar keinen Fall diesen Schund antun, denn der ist durchaus als Verarschung abzustempeln! Das FSK 18 ist im übrigen sehr hart, aber wohl vertretbar.
Gruss Kluk
38 Bewertungen, 1 Kommentar
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11.06.2004, 18:14 Uhr von Robocop2.
Bewertung: sehr hilfreichDas muss wohl dieser ultramiese Film sein, über den du auch vor garnicht all zu langer Zeit bei ciao berichtet hast, oder?! :-). MfG Dominic
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