Dangerous Minds - Wilde Gedanken (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von SpaceCow

Bestnoten für \"La belle\" Michelle

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In Joe Johnstons erfolgreichem High-School-Drama bringt Michelle Pfeiffer Ghetto-Kids die Floetentöne, aber auch Poesie bei.

Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir. Aber oft genug lernen Kinder und Jugendliche ihre Lektionen nicht in den Klassenzimmern, sondern auf dem Schulhof.

Stichwort: Prügeleien, Diebstahl, Drogen und Schikanen. Trauriger Alltag - aber auch wunderbarer Filmstoff!

Oft genug ist die Schule in Jugendfilmen nur der Ort, wo man flirtet (\"Clueless\"), und der Lehrer ist der Depp (\"Ferris macht blau\"), die harte Realität mit Drogen, Gewalt und Rassenkonflikten bleibt meist außen vor. Dennoch hat es immer wieder Filme gegeben, die sich dessen annahmen. In Richard Brooks\' kompromißlosem Drama \"Die Saat der Gewalt\" (1954) muß sich Glenn Ford als Berufsschullehrer gegen kriminelle Elemente an einer Schule in den New Yorker Slums durchsetzen. Dafür gilt es, das Vertrauen der Klasse zu gewinnen. Das geht nur, wenn man den Wortführer erobert.

Nach demselben Prinzip funktioniert \"Dangerous Minds - Wilde Gedanken\". Louanne Johnson (Michelle Pfeiffer) wird erst aktzeptiert, nachdem sie die Ghettokinder mit Karatetricks und Candybars bestochen hat (ähnlich wie Robin Williams im \"Club der toten Dichter\"), und Wortführer Emilio (Wade Dominguez) nicht länger gegen sie opponiert.

Brooks\' Film hatte die aktuellen Jugendprobleme der 50er zum Thema und wurde heiß diskutiert. Bill Haleys \"Rock Around The Clock\" als Titelsong war eine Revolution und wurde zur Hymne der James-Dean-Generation. So wie 40 Jahre später, in \"Dangerous Minds\", Coolios \"Gangsta\'s Paradise\"!

Die Saat der Gewalt zumindest nicht im Klassenzimmer aufgehen zu lassen, ist das dringliche Anliegen. Schüler werden nicht als Täter, sondern als Opfer der Gesellschaft dargestellt, und der Lehrer mit Herz und Seele seiner Pflicht als Pädagoge und lehr t die Jugend nicht nur Algebra sondern auch Selbstbewußtsein, Ehrlichkeit und verständnisvolles Miteinander.

Ob sich Heinz Rühmann als \"Der Pauker\" (1958) mit Halbstarken wie Peter Krauss auseinandersetzt, oder James Belushi als tatkräftiger Direktor in \"Der Prinzipal - Einer gegen alle\" (1987) gegen den Ghettoalltag kämpft, die Lehrperson wird zum Freund und Ersatzvater der Schüler, Erziehung wird ernstgenommen, unorthodox und oft im Streit mit der Bürokratie. Stets nach dem Prinzip: Zuerst ist die Horde gegen dich, aber mit Tricks, Verständnis und im Verlauf der Handlung bist du bald der Held am Pult. Das ist nicht zynisch gemeint.
Produzent Jerry Bruckheimer sagte: \"Wir wollen demonstrieren, daß diese Lehrer eine bedeutende Rolle spielen\".

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