Dark City (DVD) Testbericht

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ab 9,11
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Erfahrungsbericht von Tom_Araya

Dunkelheit verschlingt die Gedanken

Pro:

originell, beeindruckende Atmosphäre und Optik, tiefgründig, gute Darsteller

Kontra:

absolut nichts

Empfehlung:

Ja

Originaltitel: Dark City, 1998
Regie: Alex Proyas
Genre: Science Fiction Thriller
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: 16
IMDB Rating: 7.6


Story
******
John Murdoch (Rufus Sewell) scheint wie aus einem Alptraum zu erwachen: Er liegt nackt in einer Badewanne, und erinnert sich nicht wie er dort hinein gekommen ist oder was er vorher getan hat.
Eine tote Prostituirte liegt in seiner Wohnung, doch bevor er sich so richtig bewusst werden kann was das heisst klingelt das Telefon.
Ein Mann der sich als Doktor ausgibt warnt ihn das er schnellstens verschwinden muss, und trotz seines verwirrten Zustandes gelingt es Murdoch einer Gruppe merkwürdiger Männer zu entkommen, die kurz nachdem er die Wohnung verlassen hat auf dem Gang erscheinen.

Murdoch entdeckt einige Zeitungsartikel, ein brutaler Killer der es auf Prostituirte abgesehn hat geht in der Stadt um.
Er erinnert sich an die tote Nutte in seiner Wohnung...nein, das kann doch nicht sein oder?
Die Männer denen er dank dem Anruf des Doktors knapp entkommen ist fangen an Murdoch zu jagen, der sich während er auf der Flucht ist auf die Suche nach seiner Vergangenheit begiebt.

Emma Murdoch (Jennifer Connell) sucht zeitgleich verzweifelt nach John, ihr Anhaltspunkt dabei ist der mysteriöse Doktor Schreber (Kiefer Sutherland).
Er weiss was mit ihrem Mann passiert ist, das man seine Erinnerungen gelöscht hat und mit denen eines Serienkillers austauscht hat.
Aus Testzwecken, doch etwas ist anders gelaufen als jene Männer die ihn nun verfolgen geplant hatten.
John verfügt über spezielle Fähigkeiten, die es ihm ermöglichen sich zu widersetzen, deshalb wird er zu einer Gefahr die beseitigt werden muss...

Aber der Doktor weiss noch viel mehr, Ausserirdische haben die Stadt (Dark City) und all ihre Bewohner unter ihre Kontrolle gebracht. Sie sind eine vom Aussterben bedrohte Rasse, die Wege sucht zu überleben, und die Menschen auf der Erde erscheinen ihnen als positives Beispiel hierfür.
Deshalb führen sie Untersuchungen mit ihnen durch, und das im ganz grossen Stil:
Punkt Mitternacht wird die Zeit dank irgendwelchen hochentwickelten Maschinen komplett angehalten, und die Erinnerungen aller Menschen ausgetauscht.
Auch wird die Umgebung verändert, die Ausserirdischen erhoffen sich dadurch mehr über das Verhalten der Menschen zu lernen.

John Murdoch ist einer der wenigen die dem nicht willenlos ausgeliefert sind, und zusammen mit Emma, dem Polizisten Frank (William Hurt) und dem Professor versucht er seine besonderen Kräfte gegen die Ausserirdischen einzusetzen.
Aber wem kann er dabei vertrauen, und was ist wirklich so wie es scheint?


Kritik
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Dark City erzählt eine für mich ziemlich faszinierende Geschichte überaus fliessend und kurzweilig, die Handlung kommt selten bis gar nicht zur Ruhe und gegen Ende wünscht man sich das der Film doch noch etwas länger hätte dauern können.
Von Beginn an wird man in das Geschehen quasi hinein geworfen, so steigt der Film sofort und ohne sich mit irgendwelchem Schnickschnack aufzuhalten mit der Szene ein bei der John in der Badewanne aufwacht.
Damit beginnt auch für den Zuseher die faszinierende Reise durch die Fantasy Welt Dark City, also ich kann sagen das ich mich fast wie ein wirklich Beteiligter gefühlt hab.
Die Sache mit den Ausserirdischen begreifend hab ich mich dann irgendwann gefragt: ob die Handlung wohl noch mehr zu bieten hat? Und ja, das hat sie wirklich, stellenweise wird es sogar richtig tiefgründig und mitdenken ist durchaus angesagt.

Was Regisseur Alex Proyas optisch in Dark City zeigt ist irgendwie genial, so fliessend wie die Handlung gehen auch die Bilder ineinander über, und die Effekte dabei sind stelleinweise einfach nur klasse.
Tricktechnisch auf höchstem Niveau, so werden ganze Stadtteile binnen Sekunden einfach verändert, die Ausserirdischen passen die Kulissen ja der Gehirnmanipulation an.
Die fantastischen Weltraumbilder oder das gelungene Finale sind sicherlich die Krönung dabei, entscheidend ist aber das Dark City wie aus einem Guss wirkt und fast pausenlos mit interessanten und kameratechnisch beeindruckenden Szenen glänzen kann.

Ähnlich wie in \"The Crow\" gelingt es Proyas eine düstere und leicht beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die von der ersten bis zur letzten Minute bestimmend für den Film ist.
Dark City, der Filmtitel ist wirklich überaus passend, denn die Handlung spielt sich komplett im dunklen oder bei Nacht ab, die Umgebung wird mit rötlichen oder bräunlichen Farbtönen gerade so weit erhellt das man etwas sieht.
Warum das so ist erfährt man am Ende noch genauer, wer the Crow kennt und mag der wird Dark City für diese Atmosphäre genauso schnell zu seinen Lieblingsfilmen zählen..

Die Darsteller agieren so wie das Ambiente des Films es verlangt: ernst, verwirrt, entschlossen oder angsterfüllt.
Eigentlich zeigen alle eine ansprechende Leistung, und Rufus Sewell ist ein guter Hauptdarsteller, hervorstechend ist aber (nicht unbedingt eine Überraschung) Kiefer Sutherland als irgendwie merkwürdig redender Doktor der sich in einer grossen Zwickmühle befindet.


Fazit
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Ich will meine Begeisterung für Dark City gar nicht verstecken, für mich ist der Film ein Meisterwerk, vor allem optisch gesehn.
Die Story ist originell und beeindruckt einen von Minute zu Minute mehr, ich kann hier nirgens auch nur den kleinsten Kritikpunkt finden.

Wer Filme wie The Crow oder Total Recall mag der müsste Dark City eigentlich lieben, der Streifen ist für die Klasse die er hat noch viel zu unbekannt.

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • gacblu

    28.03.2005, 10:46 Uhr von gacblu
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter Bericht, guter Film :)