Das Geheimnis meines Erfolges (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Gemeinwesen

Das Erfolgsgeheimnis des Films heißt Michael J. Fox

Pro:

Der Film ist ganz nett

Kontra:

Die DVD bietet nicht mehr als VHS-Qualität

Empfehlung:

Ja

In dem Jahr, in dem die unter der Regie von Herbert Ross („Footlooes“, „Magnolien aus Stahl“) entstandene Filmkomödie in den Kinos zu sehen war, bezeichnete man Typen wie die Hauptfigur Brantley Foster als „Yuppie“. Gut 20 Jahre später wirken beide, Film und Begriff, reichlich angejahrt.

Aufgewachsen ist Brantley Foster (Michael J. Fox) in Kansas. Anders gesagt: dort, wo die Staaten noch vom einen Ende des Horizonts bis zum anderen aus Landschaft bestehen. Wer hier Karriere macht, baut keine Wolkenkratzer, sondern höchstens Silos. Und trägt natürlich auch nicht Nadelstreifen, sondern eher Overall. Für Brantleys Eltern mag das gut genug sein, doch Brantley selbst zieht es hinaus in die weite Welt bzw. in die große Stadt. Die heißt, wie sollte es wohl anders sein, auch in diesem Film New York.

Eine Absteige ist schnell gefunden, den Arbeitsvertrag hat Brantley bereits in der Tasche. Als der zielstrebige junge Mann zur Arbeit antritt, rollt ihm das Schicksal aber erst einmal einen Stein in den Weg: Das Unternehmen, das Brantley eingestellt hat, ist in der Zwischenzeit Opfer einer feindlichen Übernahme geworden, und der Großteil der Belegschaft muss seinen Hut nehmen. Brantleys Karriere scheint beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat, aber natürlich lässt sich der junge Mann mit dem ungewöhnlichen Vornamen nicht ins Bockshorn jagen. An Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft mangelt es ihm nicht, dafür aber leider an beruflicher Erfahrung – und genau die machen sämtliche der prospektiven Arbeitgeber zur Einstellungsvoraussetzung.

Nur gut, dass Brantley wenigstens die Adresse eines entfernten Verwandten in der Tasche hat: Nenn-Onkel Howard (Richard Jordan) ist zwar eigentlich nur um sieben Ecken herum mit Brantley verwandt, aber Blut ist, so Brantleys Hoffnung, auch stark verdünnt noch immer dicker als Wasser.

Howard Prescott ist geschäftlich überaus erfolgreich, darüber hinaus ein echter Unsympath und möchte offensichtlich nicht einmal um sieben Ecken jemandes Onkel sein. Für Neffe Brantley jedenfalls ist er Mister Prescott, und eigentlich wäre er den Jungspund wohl auch gern schnellstmöglich wieder quitt. Der lässt allerdings nicht locker, bis Prescott ihm eine Chance gibt und Brantley in der Poststelle des Unternehmens anfangen darf. Als in der Führungsetage ein Büro frei wird, fasst Brantley einen abenteuerlichen Plan: Von Stund an führt der junge Mann ein Doppelleben – als Brantley Foster mimt er weiterhin den Botenjungen, als erfolgreicher Jungmanager Carlton Whitfield greift er schon bald in die Firmengeschicke ein. Der Aufzug wird zur Umkleidekabine, in der aus der Postler-Tracht in den feinen Zwirn und wieder zurück gewechselt wird, und ein Mädchen kommt in Brantleys Erfolgsgeschichte natürlich auch vor: Christy Wills („Supergirl“ Helen Slater) heißt die Auserwählte. Bevor der smarte Brantley bei dem Karrieremädel landen kann, muss er allerdings erst einmal ein Techtelmechtel mit „Onkel“ Howards Frau beenden, die ebenfalls ein Auge auf ihn geworfen hat …

„Das Geheimnis meines Erfolges“ ist ein Kind seiner Zeit. Die Frisuren atmen ebenso den Geist der 80er wie das Sujet des Films, und Hauptdarsteller Michael J. Fox, der zwei Jahre zuvor den Durchbruch als Zeitreisender Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ erlebt hatte, dürfte in den Augen der Produzenten ein absoluter Kassengarant gewesen sein. Tatsächlich ist „Das Geheimnis meines Erfolges“ nicht viel mehr als ein Starvehikel – in den späten 80er Jahren hätte der Sonnyboy vom Dienst Fox wahrscheinlich auch jeden anderen Film zum sicheren Erfolg gemacht. Der Rest der Besetzung macht seine Sache zwar auch gut, entstammt aber – ohne jemandem zu nahe treten zu wollen – wohl eher Hollywoods B-Riege. Selbst Michael J. Foxs „love interest“ Helen Slater ist mir nur deshalb ein Begriff, weil Slater dereinst in der reichlich konfusen Comic-Verfilmung „Supergirl“ die Titelrolle übernommen hat.

Der DVD-Transfer der 80er Jahre „From rags to riches“-Geschichte ist reichlich mau geraten. Mit Blick auf die Qualität unterscheidet sich der Silberling nicht wesentlich von einer VHS-Kassette – die Farben wirken blass und wenig strahlend, insgesamt ist das Bild wenig detailreich. Auch der Ton entspricht keineswegs heutigen Hörgewohnheiten: Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich – mehr als dieses Minimum sollte man nicht erwarten. Angesichts der Tatsache, dass „Das Geheimnis meines Erfolges“ zwar ein leidlich netter Film, aber beileibe kein Meilenstein des 80er-Kinos ist, kann ich die Defizite aber gut verschmerzen.

R e s ü m e e

Das 1987 eigens für Michael J. Fox montierte Star-Vehikel, in dem eine Landpomeranze bis an die Spitze eines großen Konzerns aufsteigt, präsentiert sich auch auf DVD als mittelprächtiges Vergnügen. 80er Jahre-Nostalgiker und erklärte Fans von Michael J. Fox dürfen zugreifen, sollten ihre Erwartungen an die DVD aber herunterschrauben: Bild und Ton sind leider unterdurchschnittlich – mehr als VHS-Qualität bietet die Auswertung des Films auf DVD nicht.

49 Bewertungen, 12 Kommentare

  • struppitoeter

    29.03.2010, 16:39 Uhr von struppitoeter
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Sehr schön!

  • cleo1

    28.12.2009, 11:48 Uhr von cleo1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh Bericht. Würde mich über Gegenlesung sehr freuen. Einen guten Rutsch und LG cleo1

  • katrinj83

    28.12.2009, 09:46 Uhr von katrinj83
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen guten Start in die neue Woche.... Katrin

  • Lale

    28.12.2009, 00:27 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß

  • xphinx

    27.12.2009, 22:18 Uhr von xphinx
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche nen guten Rutsch ins neue Jahr. LG xphinx

  • Zzaldo

    27.12.2009, 22:16 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße sendet dir Stephan

  • bettie47

    27.12.2009, 21:45 Uhr von bettie47
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut. berichtet Gruß Bettie47

  • Music-King

    27.12.2009, 21:18 Uhr von Music-King
    Bewertung: sehr hilfreich

    Michael J. Fox's Filme sind auch in VHS-Qualität nett zum Ansehen finde ich. Kein großes Kino, aber unterhaltsam allemal, lol. Schönen Gruß, Roland

  • Bunny84

    27.12.2009, 20:56 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr. Liebe Grüße sendet dir BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen

  • Lakisha_1

    27.12.2009, 20:55 Uhr von Lakisha_1
    Bewertung: sehr hilfreich

    toll berichtet. lg

  • Clarinetta2

    27.12.2009, 20:25 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut vorgestellt

  • Mondlicht1957

    27.12.2009, 20:05 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und guten Rutsch