Das Leben ist schön (DVD) Testbericht




Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von pischti1982
Verdiente Auszeichnung mit dem Oscar!
Pro:
Die Art und Weise mit der das Thema behandelt wurde, Benignis schauspielerische Performance
Kontra:
Haupthandlungsplot beginnt erst nach 60 Minuten
Empfehlung:
Ja
Aufgrund dieser bei mir im Hinterstübchen abgespeicherten Erinnerungen, mußte ich mir den Film irgendwann anschauen, auch wenn dies erst viele Jahre nach der Veröffentlich von "Das Leben ist schön" der Fall war, nämlich vor genau einem Monat.
Ich bin großer Fan von verfilmten ernsten Themen, weil es gerade bei diesen Produktionen interessant ist, in wiefern diese den Zuschauer erreichen, ihn eventuell in seiner bisherigen Meinung verändern, oder generell beeindrucken und zum nachdenken anregen.
Ein ernstes Thema mit hoher Priorität zu verfilmen und der Welt zu zeigen/ zu präsentieren, ist für mich große Filmkunst. Viele Filme handeln zum Beispiel mit dem Thema des 2. Weltkrieges mit Hauptaugenmerk auf den Antisemitismus in der damaligen schrecklichen Zeit. Für mich sind solche Filme unausweichlich und somit Pflichtliteratur, da jedem klar sein muß, daß ähnliche Geschehnisse nie wieder in einer Welt von vielen vernünftigen Menschen passieren dürfen.
Wie kann man das besser übermitteln, als mit einem Film, der real, echt ist. Es sind Filme wie Schindlers Liste (ein Meisterwerk), oder auch Polanskis "Der Pianist", die einem auf grauenvolle Weise die unmenschlichen Methoden und Maßnahmen der Nazis näherbringen und uns berühren sollen.
Dabei wären wir auch schon beim Thema, nämlich bei Benigni´s "Das Leben ist schön".
Auch "Das Leben ist schön" beschäftigt sich mit dem Thema des Antisemitismus allerdings in einer anderen Art und Weise als seine Vorgänger (siehe oben). Benigni hat hier im Gegensatz zu Spielberg oder Polanski auf brutale Szenen verzichtet, daher auch eine FSK ab 6 (Schindlers Liste und Pianist beide FSK 12).
Anfangs hat mir der Film überhaupt nicht gefallen, als dann aber der ernste Teil und zeitgleich der Haupthandlungsplot anfängt, mit dem die DVD wirbt, wird er richtig gut.
Man kann sagen, daß sich dieses Drama in 2 Teile spalten läßt, welche jeweils eine Stunde dauern:
Im ersten Teil (c.a. in den ersten 60 Minuten) sieht man die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen Dora (Nicoletta Braschi) und dem lebenslustigen Guido (Roberto Benigni). Durch etliche zufällige Begegnungen der beiden beginnen sie echte Gefühle für den anderen aufzubauen. Schließlich verlieben sich beide ineinander und bekommen zusammen einen Sohn namens Eliseo (Giustino Durano) eine weitere Hauptfigur im Film.
Der Grund, daß mir die erste Stunde des Filmes nicht gefallen hat ist ganz einfach der, daß das eigentliche Thema des Films, nämlich da Schauspiel zwischen Vater und Sohn im Arbeitslager (siehe DVD Packung) erst jetzt beginnt. In den vergangenen 60 Minuten sah man bisher eine Art Theatestück mit, ich nenne es mal, "Theaterhumor" der mich absolut nicht erreicht hat. Meinungen gehen auseinander, den einen oder anderen sollten auch die ersten 60 Minuten in positiver Art unterhalten. Für mich war es nichts, worüber ich besonders lachen konnte, obwohl der erste Teil des Filmes komplett darauf zielt. Diese große Durststrecke des Filmes ist ein negativer Kritikpunkt, der in meinem Gesamteindruck weiter unten miteinfließt.
Der 2te und wesentlich interessanter Teil beginnt mit einem Zeitsprung von c.a. 5 oder 6 Jahren, der filmtechnisch hervorragend gemacht wurde. Die Szene sieht wie folgt aus:
Beide Verliebte gehen bei Nacht zusammen in ein Haus, es wird wieder hell, ein kleiner Junge und somit sein Sohn kommt heraus und wird von Guido (Benigni) mit dem Fahrrad mitgenommen. Nun fängt Guido an, seinem Sohn das Leben schön zu reden, da nebenbei schon die ersten Angriffe auf die jüdischen Menschen in Form von Haßschriften in der Stadt erfolgen.Wenig später folgt der Abtransport von Guido und seinem Sohn in ein Arbeitslager, da beide jüdischer Abstammung sind. Seine Frau Dora, die nicht jüdisch ist, geht freiwillig mit, damit sie bei ihrer Familie bleibt.
Von nun an beginnt das Verfolgen des Filmes Spaß zu machen. Auf der einen Seite betrachtet man die lustige Seite, die der Film dem Zuschauer weitergeben möchte, allerdings driftet man desöfteren auch wieder in die Ernsthaftigkeit aufgrund einiger Szenen ab, die zwar nicht so offen gezeigt werden wie z.B. bei Schindlers Liste, die aber durch eigene Überlegungen und die Dialoge aufs gleiche hinauszielen, nämlich auf die schrecklichen Maßnahmen der Nazis bzw. dikrekter gesagt, auf das Töten der Juden. Wie schon oben erwähnt sind diese Szenen nur angedeutet. Die restliche Zeit ist einfach ein hervorragendes Schauspiel. Guido versucht seinem Sohn die grässliche Realität ein wenig zu verschönern, indem er ihm klar macht, daß alles nur ein Spiel ist und es hier um Punkte geht. Der Gewinner bekäme einen echten Panzer.
Davon ist Eliseo natürlich total begeistert und macht zur Freude des Vaters, der natürlich manchmal in die Ernshaftigkeit versinkt, das Spiel mit. Eliseo soll weiterhin daran glauben, daß das Leben schön ist...
Mehr möchte ich inhaltlich nicht vorwegnehmen.
zu den Hauptcharakteren:
Roberto Benigni: (Guido)
Benigni zeigte durch diesen Film, daß er sowohl hinter der Kamera, als auch davor agieren kann. Sein Schauspiel ist hervorragend, was unter anderem an seiner symphatischen Art liegt, die sein Charakter übermittelt durch seine Spielweise.
Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr passende deutsche Synchronstimme von Guido (Benigni) in diesem Film. Ich kenne den deutschen Sprecher nicht vom Namen, weiß aber, daß er unter anderem die Feststimme von z.B. Jeff Bridges oder John Malkovich ist. Jedem Filmfreund wird die Stimme bekannt sein.
Giustino Durano: (Eliseo)
Erstaunlich, wie selbst Kinder ihren Charakter dem Publikum vermitteln können. Sicherlich erfordert dies viel Fingerspitzengefühl vom Regisseur (Benigni war gleichzeitig auch Regisseur des Filmes), da man manche Szenen auf eine spielerische und lustige Art und Weise dem kleinen Schauspielnachwuchs beibringen muß. Der Gesamteindruck von Giustino Durano ist sehr positiv. Meiner Meinung nach spielt er sich selbst, ein Kind und wer kann ein Kind besser spielen als eben ein Kind ;) Kindlich naiv, sehr neugierig und spielbegeistert ist sein Charakter einfach echt.
Nicoletta Braschi (Dora)
Sie spielt Guidos Freundin und spätere Frau. Nicoletta Braschi besitzt eher eine Nebenrolle, sie ist sicherlich wichtig, allerdings sind ihre Auftritte vorallem im 2ten Teil der Handlung sehr kurz. Auch an ihrer Darstellungsweise kann ich nichts negatives finden, sie macht ihre Sache gut.
Ich mag die Art, mit der sich Benigni mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Es ist irgendwie erstaunlich, wie er es schafft den Film erheiternd, gleichzeitig aber traurig erscheinen zu lassen und somit ist "Das Leben ist schön" etwas ganz besonderes, weil es keinen vergleichbaren Film gibt, thematisch ja, filmtechnisch nein.
Am Ende passt einfach alles zusammen, wer den Film gesehen hat , weiß was ich meine.
Trotz der langatmigen ersten Stunde (für mich persönlich langatmig, manche werden selbst den ersten 60 Minuten viel abgewinnen können, es ist nunmal eine Geschmackssache) hat der Film mich letzendlich noch erreicht und sehr beeindruckt. Zurecht gab es die Auszeichnung mit 3 Oskars für "Das Leben ist schön" Trotz Abzüge bleibt mein Gesamteindruck 8/10 Bewertungspunkte für diesen Film.
53 Bewertungen, 23 Kommentare
-
18.04.2006, 22:08 Uhr von 2Bee
Bewertung: sehr hilfreichhey! Super Bericht --> dafür nen <b>>{((((((((°></b> gruß Tim
-
18.04.2006, 14:09 Uhr von Annabell234
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut LG und auf wiederlesen! :-)
-
16.04.2006, 23:12 Uhr von sindimindi
Bewertung: sehr hilfreichGelungene Filmbesprechung einer nicht ganz einfach zu erfassenden Gesamthandlung.
-
15.04.2006, 19:48 Uhr von Binich
Bewertung: sehr hilfreich"SH" toll
-
15.04.2006, 17:09 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichSh…...‹(•¿•)›…..LG Ela
-
14.04.2006, 19:06 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichDen FIlm habe ich mit meiner Klasse im Kino gesehen, den fand ich richtig schlimm :(
-
09.04.2006, 02:44 Uhr von sparklefairy
Bewertung: sehr hilfreichlg Katja <br/> <br/>freue mich auch auf gegenlesung
-
09.04.2006, 00:49 Uhr von sokinai
Bewertung: sehr hilfreichLg Sonja
-
09.04.2006, 00:43 Uhr von miko1960
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht. Viele Grüße, Michael
-
08.04.2006, 21:20 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichS u p er geschrieben!!! .. LG, Manuela :o))
-
08.04.2006, 19:23 Uhr von Kira123
Bewertung: sehr hilfreichschoener bericht, und ein richtig klasse film! lg :)
-
08.04.2006, 17:39 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
08.04.2006, 16:26 Uhr von AnkeL
Bewertung: sehr hilfreichsh # lg, anke#
-
08.04.2006, 16:11 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich~~~~~~~~~ Lieben Gruß, sunnyburst ~~~~~~~~~
-
08.04.2006, 15:52 Uhr von Doro1975
Bewertung: sehr hilfreichsh+LG Doro
-
08.04.2006, 15:25 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG Sandy :-)))
-
08.04.2006, 15:11 Uhr von PublicEnemy
Bewertung: sehr hilfreichSH! Gruß, Konrad
-
08.04.2006, 15:04 Uhr von Smooly
Bewertung: sehr hilfreichsh. Gruß Smooly
-
08.04.2006, 15:04 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b> <br/>
-
08.04.2006, 15:03 Uhr von luna1011
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Informativer Bericht! Meiner Meinung nach ist alles wichtige in ihm enthalten! Gruß Luna1011
-
08.04.2006, 15:03 Uhr von Venezianerin_2005
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG :-) Ina
-
08.04.2006, 15:03 Uhr von Schmunzelchen
Bewertung: sehr hilfreichEinwandfreier Bericht! sh Freu mich auch über Gegenlesung von dir! LG
-
08.04.2006, 15:01 Uhr von Kranich
Bewertung: sehr hilfreichsh - * lg & thx 4 re * ;-))



Bewerten / Kommentar schreiben