Das Leben ist schön (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von speedmaeuschen
Rührender als \
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich hatte schon öfter davon gehört, dass Roberto Begninis Film „Das Leben ist schön“ ein wundervoller Film sein sollte, doch wusste ich nie, worum es in dem Film ging... Bis vor zwei Tagen, als der Film im Fernsehen ausgestrahlt wurde (Südwestfunk). Endlich konnte ich mir den Film einmal ansehen!
Ich saß also mit meinen Eltern vor der Röhre und sah mir den Film an. Anfangs war mir gar nicht bewusst, um was es in dem Film eigentlich ging, bis ich in der Werbepause mal schnell im Videotext nachlas, was mich aber noch mehr verwirrte... Am besten schreib ich also erst mal was zur Handlung:
Der Halbjude Guido kommt mit einem guten Freund nach Italien, um dort einen Buchladen zu eröffnen. Sie ziehen zusammen in das Haus von Guidos Onkel ein. Bevor die beiden überhaupt in dem kleinen Dorf ankommen, lernt Guido eine junge, hübsche Frau kennen, die er ab sofort mit „Buongiorno, geliebte Prinzessin!“ begrüßt (er trifft sie in der Stadt einige Male ganz „zufällig“ wieder...). Sie ist Lehrerin an der Schule und muss sich dank ihrer Mutter mit einem Beamten vom Rathaus verloben, den sie aber nicht wirklich ausstehen kann. Da hat sich Guido einen tollen Rivalen ausgesucht, denn mit dem Typ vom Rathaus hat er es sich schon verscherzt, da er ihm zuerst einen Blumentopf auf den Kopf geschmissen hat und dann auch noch ein paar Eier in dessen Hut gelegt hat, den dieser sich dann natürlich aufzieht... Guido arbeitet vorübergehend bei seinem Onkel im Restaurant als Kellner, wo er den deutschen Arzt Lessing kennenlernt. Die beiden geben sich gegenseitig Rätsel auf und werden gute Freunde. In genau diesem Restaurant soll auch die Verlobung von Dora (die „Prinzessin“) und dem Typ vom Rathaus stattfinden. Doch erst bei der Feier erfährt Guido, dass Dora die Verlobte des Beamten werden soll... Er entführt sie kurzerhand auf einem grünen Pferd (schon allein deshalb sollte man den Film anschauen) und heiratet sie. Die beiden bekommen einen kleinen Sohn namens Giosepo.
Nun folgt der traurige Teil des Filmes: Guido, sein Onkel und Giosepo werden von deutschen Soldaten in ein KZ verfrachtet. Um dem kleinen Giosepo keine Angst zu machen, erzählt ihm sein Vater, das ganze wäre ein Spiel und der Gewinner (der, der zuerst 1000 Punkte hat) bekommt als Hauptpreis einen echten Panzer. Giosepo ist hellauf begeistert, auch wenn es ihm im Lager nicht gefällt und er hungrig ist. Doch Guido schafft es mit geschickten Tricksereien, seinen Sohn auf Trab zu halten und ihn vor den Soldaten zu verstecken.
Guidos Frau Dora ist auch im KZ, denn sie ist freiwillig mitgekommen (sie ist schließlich keine Jüdin), da sie nicht ohne ihre Familie zurückbleiben wollte. Doch Frauen und Männer sind getrennt untergebracht... Guido schafft es aber immer wieder, ihr zum Beispiel durch eine Durchsage per Funk mitzuteilen, dass es ihm und ihrem Sohn gut geht. Nach einigen Tagen und vielen Toten, schleppen die Deutschen die restlichen Juden (bis auf einige wenige, die sich verstecken konnten), mit nach Deutschland, da die Amerikaner einmarschiert sind.
Guido versteckt seinen Sohn und versucht seine Frau ausfindig zu machen, um mit den beiden zu fliehen, doch der Versuch scheitert, er wird erschossen. Sein Sohn sitzt immer noch in seinem Versteck und wartet bis alles still ist, denn er hat seinem Vater versprochen, nicht eher aus seinem Versteck zu kommen, bevor nicht alles mucksmäuschenstill ist. Als Giosepo nun aus dem Versteck herauskriecht, kommt ein großer Panzer auf ihn zu und aus ihm kommt ein junger, amerikanischer Soldat, der ihn im Panzer mitnimmt. Auf der Panzerfahrt begegnen die beiden Dora und Giosepo rennt aufgeregt zu seiner Mutter und schreit: „Mama, Mama, ich habe gewonnen!“
Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zuviel verraten, da ich das Ende zur Handlung geschrieben habe, aber ich hielt es für nötig zu erwähnen, wie die Geschichte ausgeht. Ich habe noch nie einen Film erlebt, in dem solch schreckliche Situationen, wie sie in einem KZ gewesen sein müssen, so dargestellt wurden wie in diesem Film. Guido versucht seinem Sohn die schreckliche Wahrheit zu ersparen, indem er ihm ein „Spiel“ vorgaukelt, in dem man 1000 Punkte sammeln muss um am Ende einen Panzer zu gewinnen, was dann ja sogar irgendwie der Wahrheit entspricht...
Ich war total gerührt, und war an vielen Stellen ganz kurz vorm heulen, als ich sah, wie es den Menschen im KZ erging. Ich glaube nicht, dass ich meinem Kind auf diese Weise das Leid ersparen hätte können, da ich es wohl psychisch nicht ausgehalten hätte, den Terror, die Ungerechtigkeit. Aber ich finde es bewundernswert, wenn ein Vater seinem Kind zuliebe Dinge erfindet, die die Wahrheit verschleiern und angenehm machen (obwohl ich glaube, dass genau das ihm selbst auch ein wenig geholfen hat, die Situation durchzustehen). Man sollte zwar ehrlich zu seinen Kinder sein und ihnen keine falschen Realitäten vermitteln aber ich denke Guido hat in dieser Situation genau richtig gehandelt.
Ich kann nur sagen, dass ich mir den Film jederzeit wieder ansehen würde und ihn wärmstens empfehlen kann, auch wenn der Film nichts für schwache Gemüter ist.
Ich saß also mit meinen Eltern vor der Röhre und sah mir den Film an. Anfangs war mir gar nicht bewusst, um was es in dem Film eigentlich ging, bis ich in der Werbepause mal schnell im Videotext nachlas, was mich aber noch mehr verwirrte... Am besten schreib ich also erst mal was zur Handlung:
Der Halbjude Guido kommt mit einem guten Freund nach Italien, um dort einen Buchladen zu eröffnen. Sie ziehen zusammen in das Haus von Guidos Onkel ein. Bevor die beiden überhaupt in dem kleinen Dorf ankommen, lernt Guido eine junge, hübsche Frau kennen, die er ab sofort mit „Buongiorno, geliebte Prinzessin!“ begrüßt (er trifft sie in der Stadt einige Male ganz „zufällig“ wieder...). Sie ist Lehrerin an der Schule und muss sich dank ihrer Mutter mit einem Beamten vom Rathaus verloben, den sie aber nicht wirklich ausstehen kann. Da hat sich Guido einen tollen Rivalen ausgesucht, denn mit dem Typ vom Rathaus hat er es sich schon verscherzt, da er ihm zuerst einen Blumentopf auf den Kopf geschmissen hat und dann auch noch ein paar Eier in dessen Hut gelegt hat, den dieser sich dann natürlich aufzieht... Guido arbeitet vorübergehend bei seinem Onkel im Restaurant als Kellner, wo er den deutschen Arzt Lessing kennenlernt. Die beiden geben sich gegenseitig Rätsel auf und werden gute Freunde. In genau diesem Restaurant soll auch die Verlobung von Dora (die „Prinzessin“) und dem Typ vom Rathaus stattfinden. Doch erst bei der Feier erfährt Guido, dass Dora die Verlobte des Beamten werden soll... Er entführt sie kurzerhand auf einem grünen Pferd (schon allein deshalb sollte man den Film anschauen) und heiratet sie. Die beiden bekommen einen kleinen Sohn namens Giosepo.
Nun folgt der traurige Teil des Filmes: Guido, sein Onkel und Giosepo werden von deutschen Soldaten in ein KZ verfrachtet. Um dem kleinen Giosepo keine Angst zu machen, erzählt ihm sein Vater, das ganze wäre ein Spiel und der Gewinner (der, der zuerst 1000 Punkte hat) bekommt als Hauptpreis einen echten Panzer. Giosepo ist hellauf begeistert, auch wenn es ihm im Lager nicht gefällt und er hungrig ist. Doch Guido schafft es mit geschickten Tricksereien, seinen Sohn auf Trab zu halten und ihn vor den Soldaten zu verstecken.
Guidos Frau Dora ist auch im KZ, denn sie ist freiwillig mitgekommen (sie ist schließlich keine Jüdin), da sie nicht ohne ihre Familie zurückbleiben wollte. Doch Frauen und Männer sind getrennt untergebracht... Guido schafft es aber immer wieder, ihr zum Beispiel durch eine Durchsage per Funk mitzuteilen, dass es ihm und ihrem Sohn gut geht. Nach einigen Tagen und vielen Toten, schleppen die Deutschen die restlichen Juden (bis auf einige wenige, die sich verstecken konnten), mit nach Deutschland, da die Amerikaner einmarschiert sind.
Guido versteckt seinen Sohn und versucht seine Frau ausfindig zu machen, um mit den beiden zu fliehen, doch der Versuch scheitert, er wird erschossen. Sein Sohn sitzt immer noch in seinem Versteck und wartet bis alles still ist, denn er hat seinem Vater versprochen, nicht eher aus seinem Versteck zu kommen, bevor nicht alles mucksmäuschenstill ist. Als Giosepo nun aus dem Versteck herauskriecht, kommt ein großer Panzer auf ihn zu und aus ihm kommt ein junger, amerikanischer Soldat, der ihn im Panzer mitnimmt. Auf der Panzerfahrt begegnen die beiden Dora und Giosepo rennt aufgeregt zu seiner Mutter und schreit: „Mama, Mama, ich habe gewonnen!“
Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zuviel verraten, da ich das Ende zur Handlung geschrieben habe, aber ich hielt es für nötig zu erwähnen, wie die Geschichte ausgeht. Ich habe noch nie einen Film erlebt, in dem solch schreckliche Situationen, wie sie in einem KZ gewesen sein müssen, so dargestellt wurden wie in diesem Film. Guido versucht seinem Sohn die schreckliche Wahrheit zu ersparen, indem er ihm ein „Spiel“ vorgaukelt, in dem man 1000 Punkte sammeln muss um am Ende einen Panzer zu gewinnen, was dann ja sogar irgendwie der Wahrheit entspricht...
Ich war total gerührt, und war an vielen Stellen ganz kurz vorm heulen, als ich sah, wie es den Menschen im KZ erging. Ich glaube nicht, dass ich meinem Kind auf diese Weise das Leid ersparen hätte können, da ich es wohl psychisch nicht ausgehalten hätte, den Terror, die Ungerechtigkeit. Aber ich finde es bewundernswert, wenn ein Vater seinem Kind zuliebe Dinge erfindet, die die Wahrheit verschleiern und angenehm machen (obwohl ich glaube, dass genau das ihm selbst auch ein wenig geholfen hat, die Situation durchzustehen). Man sollte zwar ehrlich zu seinen Kinder sein und ihnen keine falschen Realitäten vermitteln aber ich denke Guido hat in dieser Situation genau richtig gehandelt.
Ich kann nur sagen, dass ich mir den Film jederzeit wieder ansehen würde und ihn wärmstens empfehlen kann, auch wenn der Film nichts für schwache Gemüter ist.
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