Das Leben ist schön (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von direx
Ist das Leben schön?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vorigen Sommer am Hauptplatz einer österreichischen Kleinstadt. Kinosommer - eine Woche Filme auf einer Riesenleinwand unter freiem Himmel. Wie jeden Abend war auch wieder schönes Wetter, prächtige Kulisse, hunderte Menschen bestens gelaunt.
Dann der Film: "Das Leben ist schön".
Ein Titel, passend zum lauschigen Abend. Auch der Beginn des Filmes: unterhaltsam, witzig, pointenreich. Die dreißiger Jahre, ein lebenslustiger Italiener, Liebe auf den ersten Blick. Alles paletti. Die Hochzeit, der eigene Buchladen, ein aufgeweckter Sohn. Das Leben ist schön.
Nach ca. 45 Minuten dann die Wende. Die Nazis im Vomarsch, raue Zeiten voller Feindseligkeiten und Misstrauen. Und das Pech des Filmhelden: er ist Jude. Was so amüsant beginnt, endet im Konzentrationslager. Es folgen ca. 60 Minuten zwischen Tod, Trauer und Hoffnung.
Der Film wurde zu Recht mit dem Oscar gekrönt. Grenzgeniale schauspielerische Leistungen, feiner Humor - eine gelungene Mischung, die dem Betrachter die eiskalte Brutalität der perfekten Massenvernichtungsmaschinerie vor Augen führt.
Wenn man zwischendurch einen Blick in die Runde der Menschen am Hauptplatz warf - gespenstische Stille. Erst recht, als das große Happyend ausbleibt. Viele nachdenkliche Gesichter und gedrückte Stimmung beim Abgang vom Hauptplatz, da und dort Tränen. Und viele Fragen im Kopf: wie konnte sowas nur geschehen?
Noch ärger aber: Wie kann man heute noch so blöd sein? Europa, 57 Jahre danach. Stockdumme Neonazis ziehen durch Deutschland, markige Sprüche auf den Lippen, Hakenkreuzfahnen in der Hand. Erste Asylantenheime haben gebrannt, geil, nicht wahr?
Auch bei uns in Österreich gibt es boomenden Alltagsfaschismus, salonfähig gemacht von höchsten Politikern (Landeshauptmann in Kärnten), nationalsozialistisches Geschrei, nicht einmal mehr hinter vorgehaltener Hand. Mitmenschen mit anderer Hautfarbe, Sprache oder Religion werden auf offener Straße beschimpft. Wie lange noch, bis man sie wieder verprügelt, einsperrt oder duschen schickt? Haben wir nichts gelernt?
Jeder, der diesen Film gesehen hat, darf nicht schweigen - im Gegenteil.
Das Leben ist schön. Wir sollten unsere Nachwelt ständig daran erinnern.
Dann der Film: "Das Leben ist schön".
Ein Titel, passend zum lauschigen Abend. Auch der Beginn des Filmes: unterhaltsam, witzig, pointenreich. Die dreißiger Jahre, ein lebenslustiger Italiener, Liebe auf den ersten Blick. Alles paletti. Die Hochzeit, der eigene Buchladen, ein aufgeweckter Sohn. Das Leben ist schön.
Nach ca. 45 Minuten dann die Wende. Die Nazis im Vomarsch, raue Zeiten voller Feindseligkeiten und Misstrauen. Und das Pech des Filmhelden: er ist Jude. Was so amüsant beginnt, endet im Konzentrationslager. Es folgen ca. 60 Minuten zwischen Tod, Trauer und Hoffnung.
Der Film wurde zu Recht mit dem Oscar gekrönt. Grenzgeniale schauspielerische Leistungen, feiner Humor - eine gelungene Mischung, die dem Betrachter die eiskalte Brutalität der perfekten Massenvernichtungsmaschinerie vor Augen führt.
Wenn man zwischendurch einen Blick in die Runde der Menschen am Hauptplatz warf - gespenstische Stille. Erst recht, als das große Happyend ausbleibt. Viele nachdenkliche Gesichter und gedrückte Stimmung beim Abgang vom Hauptplatz, da und dort Tränen. Und viele Fragen im Kopf: wie konnte sowas nur geschehen?
Noch ärger aber: Wie kann man heute noch so blöd sein? Europa, 57 Jahre danach. Stockdumme Neonazis ziehen durch Deutschland, markige Sprüche auf den Lippen, Hakenkreuzfahnen in der Hand. Erste Asylantenheime haben gebrannt, geil, nicht wahr?
Auch bei uns in Österreich gibt es boomenden Alltagsfaschismus, salonfähig gemacht von höchsten Politikern (Landeshauptmann in Kärnten), nationalsozialistisches Geschrei, nicht einmal mehr hinter vorgehaltener Hand. Mitmenschen mit anderer Hautfarbe, Sprache oder Religion werden auf offener Straße beschimpft. Wie lange noch, bis man sie wieder verprügelt, einsperrt oder duschen schickt? Haben wir nichts gelernt?
Jeder, der diesen Film gesehen hat, darf nicht schweigen - im Gegenteil.
Das Leben ist schön. Wir sollten unsere Nachwelt ständig daran erinnern.
25 Bewertungen, 3 Kommentare
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26.02.2002, 23:36 Uhr von dj-44
Bewertung: sehr hilfreichNir fehlen Details zum Film, ansonsten ist die Meinung gut!
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23.02.2002, 01:10 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDeine Meinung ist gut, aber irgendwie vermisse ich ein paar mehr Details zum Film, wie z.B. etwas mehr über die Handlung, die Schauspieler und so weiter. Grüße
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16.02.2002, 21:29 Uhr von grapefruity
Bewertung: sehr hilfreichDu hast zwar mehr über den Hintergrund als über den Film geschrieben, aber ich teile Deine Meinung.
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