Das Wunder von Bern (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von hannibal-der_lektor
Schwarz-Weiß-Bilder
Pro:
Darsteller, Sportfilm aus Deutschland
Kontra:
Nazi-Vergangenheit wird fast völlig totgeschwiegen
Empfehlung:
Ja
>>>Personal<<<
Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt Trainer Sönke Wortmann nun auf das internationale Parkett zurück. Während seine letzte Equipe trotz großer Spielernamen (Berenger, Reynolds), aber bei einem unbekannten Verein (TSV 2001 „The Hollywood Sign“) weitestgehend Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren musste, versucht er es nun mit vorwiegend unbekannten Spielern, dafür aber bei einem ungleich bekannteren Verein (1.FC „Das Wunder von Bern“ e.V. 1954). Dieser Verein steht für ein glorreiches Stück deutscher Fußballgeschichte, für Leidenschaft, Kampf und unbändigen Siegeswille – ist aber in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zu einem Hauch von „Da war doch mal was...“ im Hinterkopf der Menschen geworden.
Mit dem erfahrenen, aber in der jüngeren Vergangenheit bei der Auswahl seiner Engagements oft etwas glücklosen Trainer wird nun versucht ein Alter Mythos der deutschen Fußballgeschichte wiederzubeleben.
Wortmann setzte dafür auf eine Mischung von jungen Wilden (Sascha Göpel als Helmut Rahn, Louis Klamroth als Mathias Lubanski, etc.) gespickt mit dem einen oder anderen erfahrenen Zweitliga-Spieler (Peter Lohmeier als Richard Lubanski), sowie einem eingespielten Trainer-Stab hinter den Kulissen, der zu großen Teilen schon bei seinem Engagement beim SC „Der Campus“ `97 gemeinsam arbeitete. Hierzu zählen neben Produzent Hanno Huth vor allem Tom Fährmann (Kamera) und Ueli Christen (Schnitt).
>>>Taktik<<<
Der gebürtige Westfale versucht, wie auch sein prominenter Landsmann Ewald Lienen, beim „Wunder“ mit einer eher defensiven Grundausrichtung zum Erfolg zu kommen. Er besinnt sich auf eine eher traditionelle Taktik (ganz in Anlehnung an die glorreichen Zeiten Mitte der 50er Jahre) mit einer Dreier-Abwehr. Als Außenverteidiger sollten auf rechts das Bremer Laufwunder Frank Heimkehrerdrama, sowie auf der linken Seite der Franzose Bixente Beziehungskomödchen die zu erwartenden wütenden Angriffe der „Fußball-im-Kino“-Gegner auf den österreichischen Ausnahme-Torhüter Anton „Toni“ Nureinsportfilm vermeiden. Falls einer von beiden patzen sollte, wurde der wuchtige türkische Defensivspezialist Famil I.N. Üntürhaltüng als eine Art Mischung aus Libero und Ausputzer in die Mitte der Abwehrreihe geordert.
In der bekannten 3-5-2-Aufstellung von Wortmann, auch schon mal scherzhaft „Riegel-Sönke“ genannt, ist es dann auch das Mittelfeld, dass dem Spiel von Wortmanns Mannschaften seinen Stempel aufdrücken soll. Und so besteht auch das Mittelfeld des 1.FC „Wunder von Bern“ aus insgesamt 3 defensiven Akteuren, die sehr zurückgezogen der Abwehr Unterstützung geben sollen, und sich nur verhalten in die Offensivbemühungen mit einschalten sollen.
Dies waren in diesem Spiel auf der linken Aussenbahn das junge deutsche Talent Patrick Patriotismus, der bei fast allen anderen deutschen Bundesligisten (und auch in der zweiten Liga) im Probetraining durchgefallen war, und bei Wortmann nun seine erste Chance im deutschen Profifußball erhielt. Sowie sein Pendant auf Rechts, der Kanadier Owen Historical-Background, an den besonders der immer äusserst kritische Fan-Club der Filmjournalisten, die sogenannten „Cine Ultras“ aus der Südkurve sehr hohe Erwartungen hatten.
In der zentralen Defensivposition sollte dazu der eher grobschlächtige Deutschpole Richard Filmmusik, auch genannt „Die Kampfsau“, ohne Rücksicht auf Verluste alle anstürmenden subtilen Gefühle wegputzen, um so den beiden Technikern in der kreativen Schaltzentrale, dem Kameruner Roger Camera und dem Brasilianer Hernan Paolo Luisio Shnittardes de Souza Soúzanes – gemeinhin als „Schnittinho“ bekannt und ebenso beliebt wie verrufen – den Rücken frei zu halten.
Im Sturm dagegen setzte Wortmann ganz auf das Kopfballungeheuer Horst „Wir sind wieder wer“ Nationalinteresse, und den wieselflinken Wirbelwind Kevin Kitsch, der leicht nach links verschoben überall dort auftauchen sollte, wo man ihn nicht erwartete.
Der heimliche Publikumsliebling aus Hamburg, Finn Alspiel, sowie sein kongenialer südkoreanischer Sturmpartner Fass-Tsi-Nati Ohn Fussball-Spiel, ließ Wortmann dagegen zu erst einmal auf der Bank, was die meisten Experten doch überraschte.
>>>Spielverlauf<<<
Der Beginn des Spiels war vor allem von einem gegenseitigen Abtasten geprägt, in dem man den beidseitigen Respekt doch recht gut spüren konnte.
In dieser Phase des Spiels fiel vor allem der Türke Famil I.N. Üntürhaltüng auf, der mit viel Klein-Klein am eigenen Strafraum zwar für den neutralen Beobachter durchaus ansehnlich war, aber für das Spiel nach vorne nur unwesentlich beitragen könnte – sieht man mal von gelegentlichen langen Bällen ab, die aber meist nicht mehr als ein Versuch waren den langen Nationalinteresse zu bedienen, der von Kitsch nur unzureichend unterstützt wurde, ihn sogar meist in ungünstigen Momenten behinderte.
Obwohl der Kanadier Historical-Background sehr früh durch zwei dumme Fouls und der damit einhergehenden Verwarnung nur noch sehr gehemmt zu Werke gehen konnte, entwickelte sich aber Mitte der ersten Halbzeit ein durchaus ansehnliches Fußballspiel, was vor allem an dem recht gekonnten Kombinationsspiel zwischen Heimkehrerdrama und Famil I.N. Üntürhaltüng lag, die gelegentlich durch Beziehungskomödchen (München) Entlastung erhielten.
Nach der Halbzeitpause kam dann endlich der langersehnte Wechsel, mit dem Wortmann auf mehr Offensive setzte, und so kamen Finn Alspiel für den mit der konditionell schwachen Beziehungskomödchen, sowie Fass-Tsi-Nati Ohn Fussball-Spiel für den akut Rot-gefährdeten Historical-Background, der sich nach anfänglich durchaus guten Ansätzen immer mehr aus dem Spiel zurückzog und nachher ein beinahe völliger Totalausfall war.
Ohnehin krankte das Spiel der Wortmann-Truppe nach vorne nicht nur an den Überraschungsmomenten, sondern wohl vor allem daran, dass die rechte Seite nahezu völlig verwaist war.
So musste denn auch die Kreativabteilung mit den beiden Technikern Schnittinho und Camera, sowie den Jokern die Kohlen aus dem Feuer holen. Hierbei lieferten die beiden Mittelfeldspieler zwar keine überragende, aber immerhin eine solide Leistung ab, und ließen in zwei, drei Situationen ihr Potential aufblitzen, so dass das Spiel vor allem dank der beiden Einwechselspieler zum Ende hin immer mehr an Fahrt aufnahm.
Aber auch der türkische Abwehrspezialist schaltete sich immer wieder mit in die Angriffe ein. Das war zwar nicht immer ein fußballerischer Leckerbissen -vor allem dann nicht, wenn er mit dem Deutschpolen Filmmusik zusammenagierte, der ohnehin in seiner Rumpelfüßlerischen Art eine ziemliche Fehlbesetzung war, und die Frage nach dem französischen Sylvain Score-Subtile, der auf der Bank blieb, durchaus berechtigt war- aber insgesamt betrachtet ganz in Ordnung.
Fast durch ein Eigentor hätte der eine Minute vor Schluß eingewechselte Paul Pathos dann noch dafür gesorgt, dass die positive Arbeit der vorangegangenen fast zerstört wurde. In einem hochriskanten Doppelpass am eigenen Elfmeterpunkt mit Kevin Kitsch, legte er dem gegnerischen Stürmer in verhängnisvoller Position den Ball quasi direkt auf – doch der scheiterte am, in der letzten halben Stunde glänzend haltenden Keeper Nureinsportfilm, der die Kugel noch so eben an den Pfosten lenken konnte.
>>>Fazit<<<
Letztlich mit 70% ein leistungsgerechtes Ergebnis. Es war mehr als ein Unentschieden, da man sich von diesem Spiel doch sehr gut unterhalten lassen konnte, und so einige Passagen wirklich hervorragend gelungen waren. Und so konnte das von vielen Seiten heftig kritisierte Versagen des jungen Kanadiers Historical-Background zumindest grob kompensiert werden.
Auch Kevin Kitsch leistete sich zwar den einen oder anderen Bock, vor allem als er sich ins Aufbauspiel mit einschalten wollte, doch konnte dies meist durch den souveränen Türken Famil I.N. Üntürhaltüng ausgebügelt werden.
Unter dem Strich also ein weitestgehend harmloses, wenn auch sehenswert und unterhaltsames, weil kurzweiliges Spiel, aber sicherlich keine Top-Begegnung die in die FIFA-Annalen eingehen wird.
>>>Mann des Spiels<<<
...war in diesem eigentlich Testosterongeschwängerten Movie für mich überraschenderweise Christa Lubanski – eine Frau, die eben mal nicht an den unenträtselbaren Verhaltensweisen ihres Ehemannes sowie dem scheinbaren Zerbröckeln der Familie zerbricht, sondern sehr emanzipiert, selbstbewusst und mit viel Ausstrahlung auftritt. Sicherlich ein Verdienst der Drehbuchautoren Wortmann und Rochus Hahn, aber auf alle Fälle auch eine sehr überzeugende Leistung von Schauspielerin Johanna Gastdorf!
Nichtsdestotrotz sollten auch die Leistungen der anderen Darsteller wie Klamroth, Göpel und Lohmeyer nicht geschmälert werden. Ein wirklich positiver Punkt dieses Films.
Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt Trainer Sönke Wortmann nun auf das internationale Parkett zurück. Während seine letzte Equipe trotz großer Spielernamen (Berenger, Reynolds), aber bei einem unbekannten Verein (TSV 2001 „The Hollywood Sign“) weitestgehend Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren musste, versucht er es nun mit vorwiegend unbekannten Spielern, dafür aber bei einem ungleich bekannteren Verein (1.FC „Das Wunder von Bern“ e.V. 1954). Dieser Verein steht für ein glorreiches Stück deutscher Fußballgeschichte, für Leidenschaft, Kampf und unbändigen Siegeswille – ist aber in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zu einem Hauch von „Da war doch mal was...“ im Hinterkopf der Menschen geworden.
Mit dem erfahrenen, aber in der jüngeren Vergangenheit bei der Auswahl seiner Engagements oft etwas glücklosen Trainer wird nun versucht ein Alter Mythos der deutschen Fußballgeschichte wiederzubeleben.
Wortmann setzte dafür auf eine Mischung von jungen Wilden (Sascha Göpel als Helmut Rahn, Louis Klamroth als Mathias Lubanski, etc.) gespickt mit dem einen oder anderen erfahrenen Zweitliga-Spieler (Peter Lohmeier als Richard Lubanski), sowie einem eingespielten Trainer-Stab hinter den Kulissen, der zu großen Teilen schon bei seinem Engagement beim SC „Der Campus“ `97 gemeinsam arbeitete. Hierzu zählen neben Produzent Hanno Huth vor allem Tom Fährmann (Kamera) und Ueli Christen (Schnitt).
>>>Taktik<<<
Der gebürtige Westfale versucht, wie auch sein prominenter Landsmann Ewald Lienen, beim „Wunder“ mit einer eher defensiven Grundausrichtung zum Erfolg zu kommen. Er besinnt sich auf eine eher traditionelle Taktik (ganz in Anlehnung an die glorreichen Zeiten Mitte der 50er Jahre) mit einer Dreier-Abwehr. Als Außenverteidiger sollten auf rechts das Bremer Laufwunder Frank Heimkehrerdrama, sowie auf der linken Seite der Franzose Bixente Beziehungskomödchen die zu erwartenden wütenden Angriffe der „Fußball-im-Kino“-Gegner auf den österreichischen Ausnahme-Torhüter Anton „Toni“ Nureinsportfilm vermeiden. Falls einer von beiden patzen sollte, wurde der wuchtige türkische Defensivspezialist Famil I.N. Üntürhaltüng als eine Art Mischung aus Libero und Ausputzer in die Mitte der Abwehrreihe geordert.
In der bekannten 3-5-2-Aufstellung von Wortmann, auch schon mal scherzhaft „Riegel-Sönke“ genannt, ist es dann auch das Mittelfeld, dass dem Spiel von Wortmanns Mannschaften seinen Stempel aufdrücken soll. Und so besteht auch das Mittelfeld des 1.FC „Wunder von Bern“ aus insgesamt 3 defensiven Akteuren, die sehr zurückgezogen der Abwehr Unterstützung geben sollen, und sich nur verhalten in die Offensivbemühungen mit einschalten sollen.
Dies waren in diesem Spiel auf der linken Aussenbahn das junge deutsche Talent Patrick Patriotismus, der bei fast allen anderen deutschen Bundesligisten (und auch in der zweiten Liga) im Probetraining durchgefallen war, und bei Wortmann nun seine erste Chance im deutschen Profifußball erhielt. Sowie sein Pendant auf Rechts, der Kanadier Owen Historical-Background, an den besonders der immer äusserst kritische Fan-Club der Filmjournalisten, die sogenannten „Cine Ultras“ aus der Südkurve sehr hohe Erwartungen hatten.
In der zentralen Defensivposition sollte dazu der eher grobschlächtige Deutschpole Richard Filmmusik, auch genannt „Die Kampfsau“, ohne Rücksicht auf Verluste alle anstürmenden subtilen Gefühle wegputzen, um so den beiden Technikern in der kreativen Schaltzentrale, dem Kameruner Roger Camera und dem Brasilianer Hernan Paolo Luisio Shnittardes de Souza Soúzanes – gemeinhin als „Schnittinho“ bekannt und ebenso beliebt wie verrufen – den Rücken frei zu halten.
Im Sturm dagegen setzte Wortmann ganz auf das Kopfballungeheuer Horst „Wir sind wieder wer“ Nationalinteresse, und den wieselflinken Wirbelwind Kevin Kitsch, der leicht nach links verschoben überall dort auftauchen sollte, wo man ihn nicht erwartete.
Der heimliche Publikumsliebling aus Hamburg, Finn Alspiel, sowie sein kongenialer südkoreanischer Sturmpartner Fass-Tsi-Nati Ohn Fussball-Spiel, ließ Wortmann dagegen zu erst einmal auf der Bank, was die meisten Experten doch überraschte.
>>>Spielverlauf<<<
Der Beginn des Spiels war vor allem von einem gegenseitigen Abtasten geprägt, in dem man den beidseitigen Respekt doch recht gut spüren konnte.
In dieser Phase des Spiels fiel vor allem der Türke Famil I.N. Üntürhaltüng auf, der mit viel Klein-Klein am eigenen Strafraum zwar für den neutralen Beobachter durchaus ansehnlich war, aber für das Spiel nach vorne nur unwesentlich beitragen könnte – sieht man mal von gelegentlichen langen Bällen ab, die aber meist nicht mehr als ein Versuch waren den langen Nationalinteresse zu bedienen, der von Kitsch nur unzureichend unterstützt wurde, ihn sogar meist in ungünstigen Momenten behinderte.
Obwohl der Kanadier Historical-Background sehr früh durch zwei dumme Fouls und der damit einhergehenden Verwarnung nur noch sehr gehemmt zu Werke gehen konnte, entwickelte sich aber Mitte der ersten Halbzeit ein durchaus ansehnliches Fußballspiel, was vor allem an dem recht gekonnten Kombinationsspiel zwischen Heimkehrerdrama und Famil I.N. Üntürhaltüng lag, die gelegentlich durch Beziehungskomödchen (München) Entlastung erhielten.
Nach der Halbzeitpause kam dann endlich der langersehnte Wechsel, mit dem Wortmann auf mehr Offensive setzte, und so kamen Finn Alspiel für den mit der konditionell schwachen Beziehungskomödchen, sowie Fass-Tsi-Nati Ohn Fussball-Spiel für den akut Rot-gefährdeten Historical-Background, der sich nach anfänglich durchaus guten Ansätzen immer mehr aus dem Spiel zurückzog und nachher ein beinahe völliger Totalausfall war.
Ohnehin krankte das Spiel der Wortmann-Truppe nach vorne nicht nur an den Überraschungsmomenten, sondern wohl vor allem daran, dass die rechte Seite nahezu völlig verwaist war.
So musste denn auch die Kreativabteilung mit den beiden Technikern Schnittinho und Camera, sowie den Jokern die Kohlen aus dem Feuer holen. Hierbei lieferten die beiden Mittelfeldspieler zwar keine überragende, aber immerhin eine solide Leistung ab, und ließen in zwei, drei Situationen ihr Potential aufblitzen, so dass das Spiel vor allem dank der beiden Einwechselspieler zum Ende hin immer mehr an Fahrt aufnahm.
Aber auch der türkische Abwehrspezialist schaltete sich immer wieder mit in die Angriffe ein. Das war zwar nicht immer ein fußballerischer Leckerbissen -vor allem dann nicht, wenn er mit dem Deutschpolen Filmmusik zusammenagierte, der ohnehin in seiner Rumpelfüßlerischen Art eine ziemliche Fehlbesetzung war, und die Frage nach dem französischen Sylvain Score-Subtile, der auf der Bank blieb, durchaus berechtigt war- aber insgesamt betrachtet ganz in Ordnung.
Fast durch ein Eigentor hätte der eine Minute vor Schluß eingewechselte Paul Pathos dann noch dafür gesorgt, dass die positive Arbeit der vorangegangenen fast zerstört wurde. In einem hochriskanten Doppelpass am eigenen Elfmeterpunkt mit Kevin Kitsch, legte er dem gegnerischen Stürmer in verhängnisvoller Position den Ball quasi direkt auf – doch der scheiterte am, in der letzten halben Stunde glänzend haltenden Keeper Nureinsportfilm, der die Kugel noch so eben an den Pfosten lenken konnte.
>>>Fazit<<<
Letztlich mit 70% ein leistungsgerechtes Ergebnis. Es war mehr als ein Unentschieden, da man sich von diesem Spiel doch sehr gut unterhalten lassen konnte, und so einige Passagen wirklich hervorragend gelungen waren. Und so konnte das von vielen Seiten heftig kritisierte Versagen des jungen Kanadiers Historical-Background zumindest grob kompensiert werden.
Auch Kevin Kitsch leistete sich zwar den einen oder anderen Bock, vor allem als er sich ins Aufbauspiel mit einschalten wollte, doch konnte dies meist durch den souveränen Türken Famil I.N. Üntürhaltüng ausgebügelt werden.
Unter dem Strich also ein weitestgehend harmloses, wenn auch sehenswert und unterhaltsames, weil kurzweiliges Spiel, aber sicherlich keine Top-Begegnung die in die FIFA-Annalen eingehen wird.
>>>Mann des Spiels<<<
...war in diesem eigentlich Testosterongeschwängerten Movie für mich überraschenderweise Christa Lubanski – eine Frau, die eben mal nicht an den unenträtselbaren Verhaltensweisen ihres Ehemannes sowie dem scheinbaren Zerbröckeln der Familie zerbricht, sondern sehr emanzipiert, selbstbewusst und mit viel Ausstrahlung auftritt. Sicherlich ein Verdienst der Drehbuchautoren Wortmann und Rochus Hahn, aber auf alle Fälle auch eine sehr überzeugende Leistung von Schauspielerin Johanna Gastdorf!
Nichtsdestotrotz sollten auch die Leistungen der anderen Darsteller wie Klamroth, Göpel und Lohmeyer nicht geschmälert werden. Ein wirklich positiver Punkt dieses Films.
7 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.03.2006, 15:21 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich...über gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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