DellaMorte DellAmore (DVD) Testbericht

Dellamorte-dellamore-dvd-horrorfilm
ab 27,90
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Erfahrungsbericht von Wuschel_F

Horror mit Tiefgang

Pro:

lustig, gute Hauptdarsteller, das Ende!

Kontra:

zum Teil fast etwas Kitschig

Empfehlung:

Ja

Nachdem sich schon einige „beschwert“ haben, dass es keine neuen Horrorfilmberichte gibt, habe ich beschlossen euch doch wieder einen Film aus unserer Sammlung vorzustellen. Es handelt sich um eine DVD der Red Edition, und der Film nennt sich „DellaMorte DellAmore“. Die DVD hat etwas über 10€ bei einem Internetversand gekostet.



STORY
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Francesco DellaMorte ist Friedhofwärter in dem verschlafenen Ort Buffalore. Francesco ist Mitte 30, hat keine Ausbildung, nur einen richtigen Freund und keine Zukunftsperspektive. Sein Leben besteht darin, auf dem Friedhof Nacht für Nacht sogenannte „Wiederkehrer“ durch gezielte Kopfschüsse endgültig zu töten. Seit einiger Zeit herrscht nämlich eine Epidemie und nach etwa 7 Tagen stehen befallene Leichen als Zombies aus ihren Gräbern auf, um sich auf die Lebenden zu stürzen. Francescos einzige Hilfe ist sein zurückgebliebener Assistent Gnaghi, der zwar seine Pflichten als Totengräber gut erfüllt, wenn es aber um die Zombies geht ist er doch oft etwas nachlässig und muss des Öfteren von Francesco beschützt werden.
Eines Tages, bei einer Beerdigung sieht DellaMorte plötzlich seine Traumfrau. Sie trauert am Grab ihres verstorbenen Ehegatten und wie es das Schicksal so will treffen sie sich wieder und entwickeln Gefühle für einander. Als es dann zum finalen Akt kommt, den die werte Dame unbedingt auf dem Grab ihres verstorbenen Gatten vollführen will, erwacht der Ehemann plötzlich von den Toten und beißt seine Exfrau mal kräftig in den Hals. Die Diagnose des Arztes am nächsten Tag lautet, sie sei nicht an dem Biss, sondern aus Angst gestorben. Francesco erhält die Erlaubnis sie gleich am Friedhof zu behalten und für das Begräbnis zu sorgen. Als seine Geliebte bei der Totenwache wieder aufsteht erschießt er sie endgültig…
Seit diesem Zeitpunkt gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen, er begegnet 2 weiteren Frauen, die seiner großen Liebe aufs Haar gleichen, jede verliebt sich in ihn, aber es kommt immer zu einer Enttäuschung. Als DellaMorte schließlich in der Stadt 7 Leute erschießt und auch noch sein Wagen dort gesehen wurde, er aber immer noch nicht richtig von den anderen Bürgern wahrgenommen wird und ein anderer an seiner Stelle verdächtigt wird, will Francesco irgendwann einfach nur noch weg aus der Stadt…
…es folgt ein sehr skurriles Ende, was man sich unbedingt selbst ansehen sollte!



MEINE MEINUNG ZUM FILM
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Ich muss gestehen, ich war zu Beginn etwas skeptisch, das ganze verwirrt einen doch sehr, wenn man sieht, mit welcher Kaltschnäuzigkeit und Präzision DellaMorte die „Wiederkehrer“ erledigt, ist man doch geneigt, das Ganze erstmal als stumpfsinnigen Zombiefilm abzustempeln – aber weit gefehlt!! „DellaMorte DellAmore“ hat viel mehr zu bieten, das wird einem schnell klar.
Der Film ist mit einer ordentlichen Priese schwarzem Humor gewürzt, bei dem man fast denken könnte, dass es sich nicht um eine italienische Produktion handeln würde, sondern eher um eine britische. Es geht schon recht derb zu, aber wer auf diese Art von Humor steht, ist bei diesem Film genau Richtig.
Auch Splatterfreunde kommen in einigen Szenen auf ihre Kosten, wenn Francesco den Zombies den Garaus macht, aber diese Szenen sind nicht allzu zahlreich gesät, dass Leute, die auf viel Blut aus sind, doch eher zu anderen Filmen greifen sollten, denn hier geht es doch mehr um die Ganze Story als solches.
Interessant ist der Aspekt, den die Liebe in dem Film spielt. Die Geliebte, die in 3 verschiedenen Personen immer wieder kehrt, die Suche nach der wahren Liebe, die Frage, ob es diese überhaupt gibt – all das verleiht dem Film einen leicht philosophischen Touch und regt auch zum nachdenken an. Francesco ist auch nicht der Einzige, dem die Liebe Streiche spielt, auch sein Gehilfe ist liebeskrank, er verliebt sich in die Tochter des Bürgermeisters und dieser Teil der Geschichte ist der wohl skurrilste des Ganzen Films, weil die Tochter bei einem Motorradunfall stirbt (nachdem Gnaghi sie angekotzt hatte, weil er so aufgeregt war) und auch zum „Wiederkehrer“ wird, jedoch trennt Gnaghi ihr den Kopf ab und stellt ihn in einen kaputten Fernseher. Der Kopf und Gnaghi beschließen sogar zu heiraten. Das Ganze klingt jetzt super kitschig und dämlich – ist es irgendwie auch, aber wenn man den Film als Ganzes betrachtet passt diese Episode hervorragend rein und man kann sich Stellenweise wegwerfen vor Lachen…
Besonders gut ist auch Rupert Everett in der Hauptrolle, die Gelassenheit, mit der Francesco die Zombies killt, wie er mit seinen Mitmenschen umgeht…Er ist nicht der typische Held, aber er ist wahnsinnig cool, irgendwie menschlich und nicht ein Superheld wie in manch anderen Filmen dieser Art. Besonders gut gemacht ist auch die Art, wie er mit seinem zurückgebliebenen Gehilfen umgeht. Er lässt zwar manchmal blöde Sprüche ab über ihn („Du bist nicht niedlich“), aber er beschützt ihn und sorgt sich um ihn, er behandelt ihn nie abfällig, das finde ich gut.
Man könnte sicher noch mehr zu dem Film sagen, die Filmmusik ist auch nicht schlecht und vor allem das Ende ist äußerst gelungen, sehr fraglich und man sitzt vor dem Fernseher und fragt sich: „War das jetzt alles?“ und vor allem „Was war das jetzt?“, denn der Film hat etwas skurriles, so wie David Lynchs „Lost Highway“, man sollte darüber nachdenken, aber nicht wirklich nach einem tieferen Sinn suchen, weil es den vermutlich nicht gibt. Wer da anderer Meinung ist kann es mich ja wissen lassen ;-)



DARSTELLER
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Rupert Everett (Francesco DellaMorte), Anna Falchi (Geliebte), François Hadji-Lazaro (Gnaghi), Michey Knox (Marshall Straniero), Fabiana Formica (Valentina), Clive Riche (Doktor Verseci), Katja Anton, Barbara Cupisti (Magda), Anton Alexander (Franco), Pietro Genuardi (Neuer Bürgermeister), Patrizia Punzo (Claudio´s Mutter), Stefano Masciarelli (Bürgermeister Scabarotti), Vito Passeri (Ghigini), Alessandro Zamattio (Claudio), Marijn Koopman,…

Rupert Everett (* 29.05.1959, Norfolk, Großbritannien) ist allen sicher ein Begriff, auch wenn sie keine Horrorfilme mögen, denn er hat den Schwulen Freund von Julia Roberts in „Die Hochzeit meines besten Freundes“ gespielt und wurde dafür sogar für den Golden-Globe nominiert. Er spielt den Francesco mit so viel Gefühl und Überzeugungskraft, einfach klasse. Vor allem muss er dazu auch sehr wandlungsfähig sein, da Francesco 2 Seiten hat, einerseits, den eiskalten Killer und andererseits den gefühlvollen Liebhaber, seine menschliche Seite, der Aspekt, dass er Angst hat vor dem Erwachsenwerden. Ich finde Everett ist eine ideale Besetzung für die Rolle und wenn sie Matt Damon genommen hätte, der auch in Planung war, wäre der Film sicher nur halb so gut geworden.
Francescos Geliebte, die in 3 unterschiedlichen Personen erscheint, wird immer von Anna Falchi gespielt. Vor allem den männlichen Zuschauern wird sie bekannt sein, weil sie ein sehr bekanntes Modell ist. Im Film war diese Rolle ihr Debüt, aber dafür macht sie das wirklich gut. Ich stelle es mir nicht einfach vor, als 3 verschiedene Personen aufzutreten, auch wenn sich alle 3 sehr ähnlich sind. Ihre Reize sollten dazu beim männlichen Publikum noch ihren Teil tun, vor allem das enorme Gehänge, auch wenn mein Mann sagt, dass es ihm nicht gefallen aht, aber da werden andere Männer sicher anders denken ;-)
Besonders gut spielt auch François Hadji-Lazaro, irgendwie kam mir dieses markante Gesicht zwar bekannt vor, aber mir ist wirklich kein Film mit ihm eingefallen, außer in „Pakt der Wölfe“ aber ich habe herausgefunden, dass er eigentlich Musik macht, französische Rockmusik. Eigentlich Schade, mit dem Gesicht und dem Talent, das er in diesem Streifen zweigt sollte er viel öfter in Filmen mitwirken!



FILMINFOS
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OT: Dellamorte Dellamore
Alternative Titel: Cemetery Man; Demons \'95; Of Death and Love; Of Death, of Love
Land: Italien, Frankreich, Deutschland
Jahr: 1993
Regie: Michele Soavi
Laufzeit: 99 Minuten
FSK: 18
Ländercode: 2 PAL
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: Widescreen 1.85:1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch



ZUR DVD
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MENÜ
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Das Menü ist gut übersichtlich, halbanimiert. Es gibt eine Kapitelwahl mit 6 Kapiteln.

EXTRAS
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• Die Laserdisc: Zu folgenden Laserdiscs gibt es immer etwa 3-4 Minuten Vorschau: „Mad Max 1“, „Mad Max 2“, „Last Boy Scout“, „Hard to kill“, „Hard boiled“ & „Ritter der Dämonen“

Nicht so besonders, aber wer sich gerne Vorschauen auf andere Filme anschaut…

• Horror Trailershow: „Armee der Finsternis”, “Brain Dead”, “Stagefright”, “Zombie”, “Hellraiser 3”, “DellaMorte DellAmore”

Noch einige Trailer…

Also an Extras haben die DVDs von Laser Disc immer nicht viel zu bieten, aber dafür sind die DVDs der Red Edition immer recht billig ;-)

BILD-/TONQUALITÄT
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Das Bild ist wirklich sehr scharf, da gibt es nix zu meckern. Der Ton ist auch in Ordnung, natürlich naicht dasselbe wie Dolby Digital 5.0, aber man kann es schon anhören. An spannungaufbauenden Soundeffekten wurde im Film zwar etwas gespart, aber dafür kann die DVD nichts.



ZUM REGISSEUR / ZUM FILMDREH
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Michele Soavi wurde am 3.Juli 1975 in Mailand, Italien geboren. Er nahm Schauspielunterricht und bekam 1979 seine erste Rolle im Film „Bambule“. Dann bekam er von Joe D´Amatodie Chance, als Regieassistent zu arbeiten. Er spielte auch weiter Rollen in Filmen wie „A blade in the dark (La casa con la scala nel buio)\". Als Regisseur sammelte er 1986 erste Erfahrungen bei der Dokumentation „World of Horror“ über Dario Argento, den wohl größten italienischen Hororregisseur. Sein erster Spielfilm war „Aquarius (Deliria aka Stagefright)\", danach trennte er sich von D´Amato und begann die Zusammenarbeit mit Dario Argento. Mit ihm drehte er auch den Film „The Church (La chiesa aka Demoni 3)“, seinen 2. eigenen Spielfilm. 1993 trennte er sich auch von Argento und machte mit „DellaMorte DellAmore“ seinen ersten eigenen Film ohne fremde Hilfe. Da es am Geld mangelte wendete er sich an die Europäische Filmförderungskommission (Eurimages Fund Of The Council Of Europe). Hierbei galt als Bedingung, dass 3 europäische Länder am Film beteiligt sein mussten und dieses Kriterium wurde erfüllt und das Drehbuch kam auch gut an, so erhielt er eine Förderung und bekam das benötigte Geld zusammen.



FAZIT
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Wer auf etwas schräge Filme steht und Horrorfilme mit viel schwarzem Humor mag (wie „Braindead“), der sollte sich „DellaMorte DellAmore“ ruhig mal anschauen, aber wie gesagt, der Film ist ziemlich verwirrend obendrein. Beim kauf der DVD liegt man auch nicht unbedingt falsch, weil sie nicht unbedingt teuer ist, aber an Extras hat sie praktisch nichts zu bieten, daher würde es auch die Videoversion tun…



Liebe Grüße vom verwirrten Wuschel!!

Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!


P.S.: Der Titel des Films kommt natürlich von Francescos Namen DellaMorte und dem Mädchenname seiner Mutter: DellAmore, eine weitere Skurrilität des Films über die man erstmal nachdenken muss…

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