DellaMorte DellAmore (DVD) Testbericht
ab 27,90 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Erfahrungsbericht von gnoi_
Gibt es einen Rest der Welt?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
@@@ STORY @@@
Francesco Dellamorte und sein Gehilfe, der geistig zurückgebliebene Gnaghi, sind Friedhofswärter. Doch sie betreuen keinen normalen Friedhof, nein, auf diesem hier stehen die Toten innerhalb einer Woche nach ihrer Beisetzung wieder auf und können dann nur durch Kopfschuss von Francesco für immer erledigt werden.
Eines Tages erblickt der junge Mann, der beinahe ohne Freunde oder Bekannte ist, eine hübsche Frau, deren Mann soeben verstorben ist, und er verliebt sich in sie. Als es kurz darauf zum Beischlaf auf des Verstorbenen Grab kommt, der Tote aufersteht, die junge Frau beißt und sie damit mit dem „Wiederauferstehervirus“ infiziert, bleibt Francesco trotz inner Qualen nichts anderes übrig, als seine Geliebte zu erschießen.
In der Folge verliebt sich auch noch Gnaghi in ein kleines Mädchen, welche ebenfalls kurz darauf das Zeitliche segnet. Viel schlimmer allerdings die Tatsache, dass Francesco nach einer Art Vision beginnt Menschen zu töten...
Ob Francesco jemals seine wahre Liebe finden wird und ob es ihm und seinem Mitstreiter gelingen wird jemals etwas anderes als das Friedhofdasein zu erleben, dass schaut euch selber an...
@@@ MEINUNG @@@
Yes! Endlich mal ein richtig genialer Italo Horrorfilm. Ich hab die Hoffnung ja beinahe aufgegeben, ständig hab ich bisher diese alten Schinken aus den 80ern, teilweise 70ern, sehen „müssen“, diese angeblichen Klassiker, die ohne Zweifel nicht alle wirklich schlecht sind, die aber nie so richtig bei mir gewirkt haben. Ich empfinde die Bilder, Szenarien usw. eher veraltet. Gewiss hat das auch seinen ganz speziellen Scharm, aber im Vergleich zu moderneren Filmen hinken diese Darstellungen doch ein ganzes Stück.
Und nun dieser herrliche Film hier. Allein der Name, frei übersetzt: Von Toten und von der Liebe. Beinahe poetisch, na ja ist jetzt übertrieben, aber auf jeden Fall schon mal ein passender Name für dieses filmische Meisterwerk.
Storymäßig haben wir es nicht gerade mit etwas besonderem zu tun, aber die gesamte Inszenierung drumherum ist wunderbar gelungen. Das fängt schon am Anfang mit der Tatsache an, dass Francesco als Erzähler fungiert und uns in die Story einführt, später geht dieser Aspekt leider verloren, schade, denn ich mag solche Erzähler, egal in welchem Film, es kommt eigentlich immer super bei mir an.
Danach ist mir sofort die stets geniale Musik aufgefallen. Endlich mal nicht so eine dusselige Klimpermusik wie bei den älteren Werken, sondern richtig moderne Keyboardsequenzen, mal ruhiger, dann aber auch etwas flotter, aber immer auf qualitativ höchstem Niveau. Passend zur Stimmung des Films. Man könnte vermuten, dass wir es mit einem düsteren Filmchen zu tun haben, schließlich dient der Friedhof als fast einziger Schauplatz des Geschehens, aber mit nichten. Im Grunde finden viele Szenen am Tag statt, wodurch der Film auch nur an einigen Stellen düster und beklemmend wirkt. Aber das ist vollkommen irrelevant. „Dellamorte...“ überzeugt auf einer ganz anderen Ebene. Spannend ist er dadurch ebenso wie ein gruseliger Film.
Das liegt mit Sicherheit auch an den beiden Hauptcharakteren. In erster Linie natürlich Francesco, auf den die gesamten Geschehnisse focusiert sind, wodurch dem Film, eigentlich horrorfilm-untypisch, eine Charakterdarstellung widerfährt. Deutlich wird dies auch durch die eben angesprochene Erzählfunktion Francescos. Des weiteren ist natürlich auch Gnaghi ein a-typischer Charakter, dessen Part man meiner Meinung nach ruhig noch weiter hätte ausbauen können, der aber auch so richtig interessant wirkt. Überflüssig zu erwähnen, dass beide Darsteller ihre Rollen gnadenlos gut ausfüllen.
Wahrscheinlich passiert die gesamte Story auf einer viel tiefer gehender Ebene, als dass ich das nun zu interpretieren vermag, aber auch so wird mir klar, dass dieser Film mehr als nur purer „Horror“ ist. Vielmehr versteht es Regisseur Soavi einen zunächst daherkommenden Zombiefilm geschickt zu verpacken in ein beinahe emotionales Drama rund um den Hauptcharakter.
Großartige Splatterorgien darf man im übrigen nicht erwarten. Ab und an wird mal ein Untoter niedergeschossen und die Tatsache wie Gnaghi an seine neue Freundin kommt ist auch nicht ganz jugendfrei, aber wirklich blutig ist das ganze kein Stück. Dafür erleben wir hin und wieder sogar einige Situationen, die mich zumindest zum Schmunzeln gebracht haben.
@@@ DATEN @@@
Regie: Michele Soavi
Erschienen: Italien 1993
FSK: 18
Dauer: ca. 99 min.
Darsteller: Rupert Everett, Francois Hadji Lazaro, Anna Falchi
@@@ FAZIT @@@
Was soll ich noch sagen, Soavi ist mit „Dellamorte Dellamore“ ein richtig faszinierender Film gelungen, der die Grenzen des Horrordasein locker durchbricht und es versteht den Zuschauer zum Nachdenken und Mitfühlen zu bringen.
Kurz um, ein Film, den nicht nur Horrorfans, sondern auch alle anderen Filmliebhaber nicht verpassen sollten.
Euer gnoi
Francesco Dellamorte und sein Gehilfe, der geistig zurückgebliebene Gnaghi, sind Friedhofswärter. Doch sie betreuen keinen normalen Friedhof, nein, auf diesem hier stehen die Toten innerhalb einer Woche nach ihrer Beisetzung wieder auf und können dann nur durch Kopfschuss von Francesco für immer erledigt werden.
Eines Tages erblickt der junge Mann, der beinahe ohne Freunde oder Bekannte ist, eine hübsche Frau, deren Mann soeben verstorben ist, und er verliebt sich in sie. Als es kurz darauf zum Beischlaf auf des Verstorbenen Grab kommt, der Tote aufersteht, die junge Frau beißt und sie damit mit dem „Wiederauferstehervirus“ infiziert, bleibt Francesco trotz inner Qualen nichts anderes übrig, als seine Geliebte zu erschießen.
In der Folge verliebt sich auch noch Gnaghi in ein kleines Mädchen, welche ebenfalls kurz darauf das Zeitliche segnet. Viel schlimmer allerdings die Tatsache, dass Francesco nach einer Art Vision beginnt Menschen zu töten...
Ob Francesco jemals seine wahre Liebe finden wird und ob es ihm und seinem Mitstreiter gelingen wird jemals etwas anderes als das Friedhofdasein zu erleben, dass schaut euch selber an...
@@@ MEINUNG @@@
Yes! Endlich mal ein richtig genialer Italo Horrorfilm. Ich hab die Hoffnung ja beinahe aufgegeben, ständig hab ich bisher diese alten Schinken aus den 80ern, teilweise 70ern, sehen „müssen“, diese angeblichen Klassiker, die ohne Zweifel nicht alle wirklich schlecht sind, die aber nie so richtig bei mir gewirkt haben. Ich empfinde die Bilder, Szenarien usw. eher veraltet. Gewiss hat das auch seinen ganz speziellen Scharm, aber im Vergleich zu moderneren Filmen hinken diese Darstellungen doch ein ganzes Stück.
Und nun dieser herrliche Film hier. Allein der Name, frei übersetzt: Von Toten und von der Liebe. Beinahe poetisch, na ja ist jetzt übertrieben, aber auf jeden Fall schon mal ein passender Name für dieses filmische Meisterwerk.
Storymäßig haben wir es nicht gerade mit etwas besonderem zu tun, aber die gesamte Inszenierung drumherum ist wunderbar gelungen. Das fängt schon am Anfang mit der Tatsache an, dass Francesco als Erzähler fungiert und uns in die Story einführt, später geht dieser Aspekt leider verloren, schade, denn ich mag solche Erzähler, egal in welchem Film, es kommt eigentlich immer super bei mir an.
Danach ist mir sofort die stets geniale Musik aufgefallen. Endlich mal nicht so eine dusselige Klimpermusik wie bei den älteren Werken, sondern richtig moderne Keyboardsequenzen, mal ruhiger, dann aber auch etwas flotter, aber immer auf qualitativ höchstem Niveau. Passend zur Stimmung des Films. Man könnte vermuten, dass wir es mit einem düsteren Filmchen zu tun haben, schließlich dient der Friedhof als fast einziger Schauplatz des Geschehens, aber mit nichten. Im Grunde finden viele Szenen am Tag statt, wodurch der Film auch nur an einigen Stellen düster und beklemmend wirkt. Aber das ist vollkommen irrelevant. „Dellamorte...“ überzeugt auf einer ganz anderen Ebene. Spannend ist er dadurch ebenso wie ein gruseliger Film.
Das liegt mit Sicherheit auch an den beiden Hauptcharakteren. In erster Linie natürlich Francesco, auf den die gesamten Geschehnisse focusiert sind, wodurch dem Film, eigentlich horrorfilm-untypisch, eine Charakterdarstellung widerfährt. Deutlich wird dies auch durch die eben angesprochene Erzählfunktion Francescos. Des weiteren ist natürlich auch Gnaghi ein a-typischer Charakter, dessen Part man meiner Meinung nach ruhig noch weiter hätte ausbauen können, der aber auch so richtig interessant wirkt. Überflüssig zu erwähnen, dass beide Darsteller ihre Rollen gnadenlos gut ausfüllen.
Wahrscheinlich passiert die gesamte Story auf einer viel tiefer gehender Ebene, als dass ich das nun zu interpretieren vermag, aber auch so wird mir klar, dass dieser Film mehr als nur purer „Horror“ ist. Vielmehr versteht es Regisseur Soavi einen zunächst daherkommenden Zombiefilm geschickt zu verpacken in ein beinahe emotionales Drama rund um den Hauptcharakter.
Großartige Splatterorgien darf man im übrigen nicht erwarten. Ab und an wird mal ein Untoter niedergeschossen und die Tatsache wie Gnaghi an seine neue Freundin kommt ist auch nicht ganz jugendfrei, aber wirklich blutig ist das ganze kein Stück. Dafür erleben wir hin und wieder sogar einige Situationen, die mich zumindest zum Schmunzeln gebracht haben.
@@@ DATEN @@@
Regie: Michele Soavi
Erschienen: Italien 1993
FSK: 18
Dauer: ca. 99 min.
Darsteller: Rupert Everett, Francois Hadji Lazaro, Anna Falchi
@@@ FAZIT @@@
Was soll ich noch sagen, Soavi ist mit „Dellamorte Dellamore“ ein richtig faszinierender Film gelungen, der die Grenzen des Horrordasein locker durchbricht und es versteht den Zuschauer zum Nachdenken und Mitfühlen zu bringen.
Kurz um, ein Film, den nicht nur Horrorfans, sondern auch alle anderen Filmliebhaber nicht verpassen sollten.
Euer gnoi
Bewerten / Kommentar schreiben