Der Feind in meinem Bett (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 07/2008
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Erfahrungsbericht von kleenerknuffi
Bis das der Tod uns scheidet
Pro:
Spannung, Schauspieler
Kontra:
fast keine Extras auf DVD
Empfehlung:
Ja
Jeden Tag erleben unzählige Frauen in allen Teilen dieser Welt die Hölle der seelischen und körperlichen Gewalt durch ihre Ehemänner und Partner. Misshandlungen die auch immer wieder mit dem Tod der Frau ihr Ende finden.
Und nur wenige bringen den Mut auf aus dieser Hölle zu entfliehen und ihre Männer zu verlassen.
Und auch nach einer Flucht sind sie oft nicht weniger in Gefahr, da die Verlassenen sie als ihr Eigentum betrachten und zurückholen wollen.
>>Inhalt<<
Laura (Julia Roberts) und Martin Burney (Patrick Bergin) scheinen nach außen hin ein glückliches Paar zu sein.
Doch der Schein trügt.
Denn Martin ist ein psychopatischer Ordnungsfanatiker, der seine Frau wegen jeder Kleinigkeit aufs brutalste körperliche und seelische misshandelt.
Eines Abends drängt Martin sie dazu bei einer Segelpartie mitzufahren. Und das obwohl, oder vielleicht gerade weil er davon überzeugt ist, dass Laura Angst vor Wasser hat und nicht schwimmen kann.
Als es während dieses Segelausflugs zu einem schweren Unwetter kommt nutzt Laura ihre Chance.
Sie täuscht ihr Ertrinken in den Fluten vor und taucht in einer weit entfernten Kleinstadt unter, während ihr Mann einen leeren Sarg zu Grabe trägt.
Dort lernt sie schnell ihren sympathischen Nachbarn Ben (Kevin Anderson) kennen. Diesem erzählt sie wie allen anderen Menschen die sie nun kenne lernt ihr Name wäre Sara.
Die beiden kommen sich langsam immer näher und verlieben sich letztlich ineinander.
Doch trotz allem kann Laura ihre Vergangenheit nicht vergessen und leidet immer noch unter der Angst vor ihrem Mann
Und sie hat allen Grund dazu.
Denn Martin erfährt zufällig, dass Laura einen Schwimmkurs besucht hat ohne dass sie ihm etwas davon erzählt hat.
Und dann wird Laura ihr wohl größter Fehler bei der Flucht zum Verhängnis. Denn Martin findet in der Toilette ihres gemeinsamen Hauses den Ehering, den sie kurz vor ihrer Flucht dort hineingeworfen hat.
Nun ist ihm klar, dass seine Frau noch lebt.
Sein einziges Ziel besteht nun darin seine Frau zu finden und sie dorthin zu bringen wo sie seiner Meinung nach hingehört, zurück zu ihm nach Hause.
Wird Martin Laura finden?
Wird es Laura gelingen ein neues Leben ohne Angst vor ihrem Mann zu beginnen?
>>Schauspieler<<
Julia Roberts (Die Braut die sich nicht traut, Pretty Woman, American Sweethearts) spielt Laura Burney. Diese wird von ihrem Ehemann seelisch und körperlich gequält. Eines Tages hält sie dies nicht mehr aus, täuscht ihren eigenen Tod vor und taucht unter.
Julie Roberts kann die Rolle der misshandelten und traumatisierten Laura überzeugend darstellen. Sie kann die emotionalen Facette ihrer Filmfigur (die Angst vor ihrem Mann, das Misstrauen ihres Nachbarn Ben gegenüber, das sich langsam in Vertrauen wandelt, die Freude die sie mit Ben erlebt und die Verzweiflung als sie erkennen muss, dass Martin sie gefunden hat) überzeugend darstellen.
Patrick Bergin (Stunde der Patrioten, Dr. Frankenstein, Land der schwarzen Sonne) spielt Lauras sadistischen Ehemann Martin. Dieser schlägt zu sobald etwas nicht nach seinem Willen geschieht.
Patrick Bergin spielt seine Rolle so gut, dass es dem Zuschauer nicht schwer fällt ihn zu verabscheuen und ihm wünscht, dass er seine Strafe erhält.
Kevin Anderson (Todestraum, Die Wiege der Sonne, Die Nacht mit meinem Traummann) spielt Ben. Dieser ist in dem kleinen Städtchen in dem Laura untergetaucht ist ihr Nachbar. Er verliebt sich in Laura und will ihr helfen dass Trauma ihrer Ehe zu vergessen.
Kevin Anderson spielt seine Rolle überzeugend und sympathisch. Der Zuschauer mag den humorvollen und einfühlsamen Mann von Anfang an.
>>Infos zur DVD<<
Originaltitel: Sleeping with the enemy
USA: 1991
FSK: 16
Spieldauer: 95 min.
Studio: 20th Century Fox
Preis: ca. 9,95 Euro
Darsteller:
Laura Burney /Sara (Julia Roberts)
Martin Burney (Patrick Bergin)
Ben (Kevin Anderson)
Chloe (Elisabeth Lawrence)
Fleishman (Kyle Secor)
Dr. Rissner (Claudette Nevins)
Locke (Tony Abatemarco)
Regie: Joseph Ruben (Money Train, Stiefvater)
Drehbuch: Roland Bass (I spy, Hinter dem Horizont)
Buch: Nancy Price (Titel des Buchs „Schreie in der Dunkelheit)
Produzent: Leonard Goldberg (Doppelmord, Drei Engel für Charlie 1+2)
Musik: Jerry Goldsmith (Der 1. Ritter, Im Netz der Spinne)
Schnitt: George Bowers (From Hell)
Kamera: John W. Lindley (Pleasantville, Feld der Träume)
Bildformat: 16:9 Widescreen
1.85:1 anamorph
Tonformat: Stereo 2.0
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: Englisch, Spanisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch
Extras:
+ Original US- Kinotrailer (1:50 min.
+ Interview- Ausschnitte (ca. 7 min.)
Dies beinhaltet Interviews mit den Hauptdarstellern, dem Produzenten und dem Regisseur, Dabei werden auch die verschiedenen Charaktere der Filmfiguren erklärt.
Die Interviews sind in Englisch mit deutschem Untertitel
>>Bild- und Tonqualität>>
Die Bildqualität der DVD ist gut und scharf. Der Kontrast ist, auch in dunkleren Szenen, nicht zu beanstanden. Dafür wirkt das Bild allerdings was die Farben betrifft ein wenig blass.
Die Tonqualität der DVD ist gut und klar. Musik und Dialoge sind ungefähr gleichlaut. Was sehr angenehm ist und keine ständige Reglung der Lautstärke erfordert. Leider ist die Tonspur nur in Stereo vorhanden.
>>Meine Meinung und Fazit<<
„Der Feind in meinem Bett“ ist ein spannender Thriller, der den Zuschauer eineinhalb Stunden unterhalten kann.
Er erzählt die Geschichte von Laura, die von ihrem Mann körperlich und seelisch misshandelt wird. Über drei Jahre bleibt sie bei ihm, da er ihr droht sie zu töten, falls sie jemals versuchen sollte ihn zu verlassen.
Eine Situation die erschreckend wirkt, vor allem mit dem Wissen, dass diese für viele Frauen im wahren Leben leider alltäglich ist.
Und so wirkt Laura auf den Zuschauer auch überängstlich. In Situationen in denen ihr Mann schnellere Bewegungen oder seine Stimme eine gewisse Schärfe bekommt, blickt sie ihn voller Angst und Verzweiflung an. Denn schnell merkt der Zuschauer, dass Martin vom einen auf den anderen Augenblick für jede Kleinigkeit die seiner Meinung nach falsch läuft und für jedes für ihn falsch klingende Wort von Laura zuschlägt.
Und hier zeigt der Film wie weit ein Mensch, der solche Misshandlungen erlebt gehen würde um dieser Hölle zu entgehen.
Sie täuscht ihren eigenen Tod vor und taucht unter um endlich frei zu sein. Wobei sie zwar nach der Flucht körperlich frei ist, aber seelisch wird es sehr viel länger dauern die Ängste zu vergessen. Wenn sie es überhaupt jemals wirklich vergessen kann.
Bei der Flucht begeht Laura aber einen großen Fehler, der den Zuschauer stutzig macht. Sie wirft ihren Ehering vor dem Verlassen des gemeinsamen Hauses in die Toilette. Dort wird er auch nach einiger Zeit von ihrem Mann Martin gefunden.
Gut es muss im Film ja ein Grund dafür da sein, dass Martin klar wird, dass Laura noch lebt. Denn sonst würde er sich ja nicht auf die Suche nach ihr machen.
Aber dennoch ist es eine seltsame Gedankenlosigkeit von Laura, die doch die ganze Flucht so intelligent und vorausschauend geplant hat.
Und welche Überwindung muss es Laura gekostet haben ihrem Mann vorzuspielen, dass sie ihn noch immer liebt, obwohl er sie so schlecht behandelt.
Doch auch hier zeigt der Film wie viele schlagende Männer, nachdem die anfängliche Schlagen- und- Entschuldigen- Zeit vorbei ist, über ihre Handlungen denken.
Martin ist der Meinung dass Laura selbst daran schuld ist, dass er sie schlagen „muss“. Den würde sie gleich das anziehen was er will, würde das Essen nicht fünf Minuten zu spät sonder pünktlich auf dem Tisch stehen [der Tod von Lauras Mutter ist ja kein Grund sich mit dem Essen zu verspäten] und würden alle Dinge auf den Millimeter genau von ihr hingestellt und hin gehangen werden, müsste er ihr nicht diese kleinen „Denkhilfen“ geben.
Und wie ein erfahrener Schläger tritt und prügelt er seine Frau genau an die Stellen, die Außenstehende nicht so leicht sehen, da diese ja mit Kleidung bedeckt sind.
Die Schauspieler machen hier ihre Arbeit allesamt sehr gut.
Ob Julia Roberts, die die gequälte und verzweifelte Ehefrau völlig überzeugend darstellt Ihre ganze Mimik und Körpersprache, sowie die Angst in ihren Augen wirken so, als würde sie all dies wirklich durchmachen.
Oder Patrick Bergin, der Lauras Ehemann, den psychopatischen Ordnungsfanatiker Martin spielt Es scheint oft so als würde er den prügelnden Ehemann nicht nur spielen sondern dieser auch sein. Dabei wirkt er so überzeugend, dass er beim Zuschauer eine Mischung aus Abscheu und ein wenig Angst hervorrufen kann.
Und da ist dann noch Kevin Anderson, der Lauras neuen Nachbarn Ben spielt. Er lässt diesen humorvoll, sympathisch und liebevoll erscheinen, so dass der Zuschauer ihn gleich mag.
Die Musik des Films trägt sehr zur Atmosphäre und der Stimmung des Films bei.
Und sie unterscheidet sich sehr, je nachdem mit welchem Mann Laura zusammen ist.
So erklingt während sie bei Martin ihren ehelichen „Pflichten“ erfüllt, die man eher als Vergewaltigungen denn als Akt der Liebe bezeichnen kann [denn der Zuschauer merkt jedes Mal, dass Laura dies gar nicht will und über sich ergehen lässt, da er sie sonst wohl wieder krankenhausreif schlagen würde] Berlioz „Symphonie Fantastique“. Diese ist düster und klingt unheilvoll.
Wohingegen Lauras Zusammensein mit Ben [der sie zu nichts drängt und ihr Zeit gibt] und dem Spaß den sie bei ihren Unternehmungen haben mit den eher fröhlichen Liedern „Brown eyed girl“ von Van Morrison und „Runaround Sue“ von Dion untermalt wird.
Auch bei den Drehorten fällt der Unterschied zwischen ihren beiden Lebensteilen auf.
Betrachtet man sich das moderne Haus am Meer in dem Laura mit Martin lebt, so ist hier alles kalt und hell. Genauso kalt wirkt hier auch die Farbe weiß, die hier überwiegt [Haus innen und außen sehr weiß, der Strand weiß]. Diese Farbe und die penible Ordnung sind die Gründe warum es hier so steril, unbewohnt und ungemütlich wirkt.
Sieht man dahingegen die Umgebung in der Laura untertaucht wirkt diese sehr farbenfroh. Sie hat sich ein kleines älteres Häuschen gemietet, das warm und gemütlich eingerichtet ist. Zudem ist es umrandet von grünem Rasen und Bäumen.
Und während das Haus am Meer einsam und verlassen wirkte, hat sie hier um sich herum Nachbarhäuser.
Die DVD verfügt über eine gute Bild- und Tonqualität, aber fast keine Extras, die dazu auch noch nicht sonderlich interessant sind. Dafür kostet sie fast überall unter 10 Euro.
Den Film kann ich jedem empfehlen, der Thriller mag.
>>Bewertung<<
Der Film selbst erhält von mir wegen seiner Spannung, den guten Schauspielern und dem ernsthaften Storyhintergrund 4 von 5 Punkten.
Die DVD selbst erhält von mir wegen der guten Bild- und Tonqualität, dem günstigen Preis, dem aber geringen Bonusmaterials 3 von 5 Punkten.
Dies ergibt in der Gesamtwertung 4 von 5 Sternen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
Und nur wenige bringen den Mut auf aus dieser Hölle zu entfliehen und ihre Männer zu verlassen.
Und auch nach einer Flucht sind sie oft nicht weniger in Gefahr, da die Verlassenen sie als ihr Eigentum betrachten und zurückholen wollen.
>>Inhalt<<
Laura (Julia Roberts) und Martin Burney (Patrick Bergin) scheinen nach außen hin ein glückliches Paar zu sein.
Doch der Schein trügt.
Denn Martin ist ein psychopatischer Ordnungsfanatiker, der seine Frau wegen jeder Kleinigkeit aufs brutalste körperliche und seelische misshandelt.
Eines Abends drängt Martin sie dazu bei einer Segelpartie mitzufahren. Und das obwohl, oder vielleicht gerade weil er davon überzeugt ist, dass Laura Angst vor Wasser hat und nicht schwimmen kann.
Als es während dieses Segelausflugs zu einem schweren Unwetter kommt nutzt Laura ihre Chance.
Sie täuscht ihr Ertrinken in den Fluten vor und taucht in einer weit entfernten Kleinstadt unter, während ihr Mann einen leeren Sarg zu Grabe trägt.
Dort lernt sie schnell ihren sympathischen Nachbarn Ben (Kevin Anderson) kennen. Diesem erzählt sie wie allen anderen Menschen die sie nun kenne lernt ihr Name wäre Sara.
Die beiden kommen sich langsam immer näher und verlieben sich letztlich ineinander.
Doch trotz allem kann Laura ihre Vergangenheit nicht vergessen und leidet immer noch unter der Angst vor ihrem Mann
Und sie hat allen Grund dazu.
Denn Martin erfährt zufällig, dass Laura einen Schwimmkurs besucht hat ohne dass sie ihm etwas davon erzählt hat.
Und dann wird Laura ihr wohl größter Fehler bei der Flucht zum Verhängnis. Denn Martin findet in der Toilette ihres gemeinsamen Hauses den Ehering, den sie kurz vor ihrer Flucht dort hineingeworfen hat.
Nun ist ihm klar, dass seine Frau noch lebt.
Sein einziges Ziel besteht nun darin seine Frau zu finden und sie dorthin zu bringen wo sie seiner Meinung nach hingehört, zurück zu ihm nach Hause.
Wird Martin Laura finden?
Wird es Laura gelingen ein neues Leben ohne Angst vor ihrem Mann zu beginnen?
>>Schauspieler<<
Julia Roberts (Die Braut die sich nicht traut, Pretty Woman, American Sweethearts) spielt Laura Burney. Diese wird von ihrem Ehemann seelisch und körperlich gequält. Eines Tages hält sie dies nicht mehr aus, täuscht ihren eigenen Tod vor und taucht unter.
Julie Roberts kann die Rolle der misshandelten und traumatisierten Laura überzeugend darstellen. Sie kann die emotionalen Facette ihrer Filmfigur (die Angst vor ihrem Mann, das Misstrauen ihres Nachbarn Ben gegenüber, das sich langsam in Vertrauen wandelt, die Freude die sie mit Ben erlebt und die Verzweiflung als sie erkennen muss, dass Martin sie gefunden hat) überzeugend darstellen.
Patrick Bergin (Stunde der Patrioten, Dr. Frankenstein, Land der schwarzen Sonne) spielt Lauras sadistischen Ehemann Martin. Dieser schlägt zu sobald etwas nicht nach seinem Willen geschieht.
Patrick Bergin spielt seine Rolle so gut, dass es dem Zuschauer nicht schwer fällt ihn zu verabscheuen und ihm wünscht, dass er seine Strafe erhält.
Kevin Anderson (Todestraum, Die Wiege der Sonne, Die Nacht mit meinem Traummann) spielt Ben. Dieser ist in dem kleinen Städtchen in dem Laura untergetaucht ist ihr Nachbar. Er verliebt sich in Laura und will ihr helfen dass Trauma ihrer Ehe zu vergessen.
Kevin Anderson spielt seine Rolle überzeugend und sympathisch. Der Zuschauer mag den humorvollen und einfühlsamen Mann von Anfang an.
>>Infos zur DVD<<
Originaltitel: Sleeping with the enemy
USA: 1991
FSK: 16
Spieldauer: 95 min.
Studio: 20th Century Fox
Preis: ca. 9,95 Euro
Darsteller:
Laura Burney /Sara (Julia Roberts)
Martin Burney (Patrick Bergin)
Ben (Kevin Anderson)
Chloe (Elisabeth Lawrence)
Fleishman (Kyle Secor)
Dr. Rissner (Claudette Nevins)
Locke (Tony Abatemarco)
Regie: Joseph Ruben (Money Train, Stiefvater)
Drehbuch: Roland Bass (I spy, Hinter dem Horizont)
Buch: Nancy Price (Titel des Buchs „Schreie in der Dunkelheit)
Produzent: Leonard Goldberg (Doppelmord, Drei Engel für Charlie 1+2)
Musik: Jerry Goldsmith (Der 1. Ritter, Im Netz der Spinne)
Schnitt: George Bowers (From Hell)
Kamera: John W. Lindley (Pleasantville, Feld der Träume)
Bildformat: 16:9 Widescreen
1.85:1 anamorph
Tonformat: Stereo 2.0
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: Englisch, Spanisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch
Extras:
+ Original US- Kinotrailer (1:50 min.
+ Interview- Ausschnitte (ca. 7 min.)
Dies beinhaltet Interviews mit den Hauptdarstellern, dem Produzenten und dem Regisseur, Dabei werden auch die verschiedenen Charaktere der Filmfiguren erklärt.
Die Interviews sind in Englisch mit deutschem Untertitel
>>Bild- und Tonqualität>>
Die Bildqualität der DVD ist gut und scharf. Der Kontrast ist, auch in dunkleren Szenen, nicht zu beanstanden. Dafür wirkt das Bild allerdings was die Farben betrifft ein wenig blass.
Die Tonqualität der DVD ist gut und klar. Musik und Dialoge sind ungefähr gleichlaut. Was sehr angenehm ist und keine ständige Reglung der Lautstärke erfordert. Leider ist die Tonspur nur in Stereo vorhanden.
>>Meine Meinung und Fazit<<
„Der Feind in meinem Bett“ ist ein spannender Thriller, der den Zuschauer eineinhalb Stunden unterhalten kann.
Er erzählt die Geschichte von Laura, die von ihrem Mann körperlich und seelisch misshandelt wird. Über drei Jahre bleibt sie bei ihm, da er ihr droht sie zu töten, falls sie jemals versuchen sollte ihn zu verlassen.
Eine Situation die erschreckend wirkt, vor allem mit dem Wissen, dass diese für viele Frauen im wahren Leben leider alltäglich ist.
Und so wirkt Laura auf den Zuschauer auch überängstlich. In Situationen in denen ihr Mann schnellere Bewegungen oder seine Stimme eine gewisse Schärfe bekommt, blickt sie ihn voller Angst und Verzweiflung an. Denn schnell merkt der Zuschauer, dass Martin vom einen auf den anderen Augenblick für jede Kleinigkeit die seiner Meinung nach falsch läuft und für jedes für ihn falsch klingende Wort von Laura zuschlägt.
Und hier zeigt der Film wie weit ein Mensch, der solche Misshandlungen erlebt gehen würde um dieser Hölle zu entgehen.
Sie täuscht ihren eigenen Tod vor und taucht unter um endlich frei zu sein. Wobei sie zwar nach der Flucht körperlich frei ist, aber seelisch wird es sehr viel länger dauern die Ängste zu vergessen. Wenn sie es überhaupt jemals wirklich vergessen kann.
Bei der Flucht begeht Laura aber einen großen Fehler, der den Zuschauer stutzig macht. Sie wirft ihren Ehering vor dem Verlassen des gemeinsamen Hauses in die Toilette. Dort wird er auch nach einiger Zeit von ihrem Mann Martin gefunden.
Gut es muss im Film ja ein Grund dafür da sein, dass Martin klar wird, dass Laura noch lebt. Denn sonst würde er sich ja nicht auf die Suche nach ihr machen.
Aber dennoch ist es eine seltsame Gedankenlosigkeit von Laura, die doch die ganze Flucht so intelligent und vorausschauend geplant hat.
Und welche Überwindung muss es Laura gekostet haben ihrem Mann vorzuspielen, dass sie ihn noch immer liebt, obwohl er sie so schlecht behandelt.
Doch auch hier zeigt der Film wie viele schlagende Männer, nachdem die anfängliche Schlagen- und- Entschuldigen- Zeit vorbei ist, über ihre Handlungen denken.
Martin ist der Meinung dass Laura selbst daran schuld ist, dass er sie schlagen „muss“. Den würde sie gleich das anziehen was er will, würde das Essen nicht fünf Minuten zu spät sonder pünktlich auf dem Tisch stehen [der Tod von Lauras Mutter ist ja kein Grund sich mit dem Essen zu verspäten] und würden alle Dinge auf den Millimeter genau von ihr hingestellt und hin gehangen werden, müsste er ihr nicht diese kleinen „Denkhilfen“ geben.
Und wie ein erfahrener Schläger tritt und prügelt er seine Frau genau an die Stellen, die Außenstehende nicht so leicht sehen, da diese ja mit Kleidung bedeckt sind.
Die Schauspieler machen hier ihre Arbeit allesamt sehr gut.
Ob Julia Roberts, die die gequälte und verzweifelte Ehefrau völlig überzeugend darstellt Ihre ganze Mimik und Körpersprache, sowie die Angst in ihren Augen wirken so, als würde sie all dies wirklich durchmachen.
Oder Patrick Bergin, der Lauras Ehemann, den psychopatischen Ordnungsfanatiker Martin spielt Es scheint oft so als würde er den prügelnden Ehemann nicht nur spielen sondern dieser auch sein. Dabei wirkt er so überzeugend, dass er beim Zuschauer eine Mischung aus Abscheu und ein wenig Angst hervorrufen kann.
Und da ist dann noch Kevin Anderson, der Lauras neuen Nachbarn Ben spielt. Er lässt diesen humorvoll, sympathisch und liebevoll erscheinen, so dass der Zuschauer ihn gleich mag.
Die Musik des Films trägt sehr zur Atmosphäre und der Stimmung des Films bei.
Und sie unterscheidet sich sehr, je nachdem mit welchem Mann Laura zusammen ist.
So erklingt während sie bei Martin ihren ehelichen „Pflichten“ erfüllt, die man eher als Vergewaltigungen denn als Akt der Liebe bezeichnen kann [denn der Zuschauer merkt jedes Mal, dass Laura dies gar nicht will und über sich ergehen lässt, da er sie sonst wohl wieder krankenhausreif schlagen würde] Berlioz „Symphonie Fantastique“. Diese ist düster und klingt unheilvoll.
Wohingegen Lauras Zusammensein mit Ben [der sie zu nichts drängt und ihr Zeit gibt] und dem Spaß den sie bei ihren Unternehmungen haben mit den eher fröhlichen Liedern „Brown eyed girl“ von Van Morrison und „Runaround Sue“ von Dion untermalt wird.
Auch bei den Drehorten fällt der Unterschied zwischen ihren beiden Lebensteilen auf.
Betrachtet man sich das moderne Haus am Meer in dem Laura mit Martin lebt, so ist hier alles kalt und hell. Genauso kalt wirkt hier auch die Farbe weiß, die hier überwiegt [Haus innen und außen sehr weiß, der Strand weiß]. Diese Farbe und die penible Ordnung sind die Gründe warum es hier so steril, unbewohnt und ungemütlich wirkt.
Sieht man dahingegen die Umgebung in der Laura untertaucht wirkt diese sehr farbenfroh. Sie hat sich ein kleines älteres Häuschen gemietet, das warm und gemütlich eingerichtet ist. Zudem ist es umrandet von grünem Rasen und Bäumen.
Und während das Haus am Meer einsam und verlassen wirkte, hat sie hier um sich herum Nachbarhäuser.
Die DVD verfügt über eine gute Bild- und Tonqualität, aber fast keine Extras, die dazu auch noch nicht sonderlich interessant sind. Dafür kostet sie fast überall unter 10 Euro.
Den Film kann ich jedem empfehlen, der Thriller mag.
>>Bewertung<<
Der Film selbst erhält von mir wegen seiner Spannung, den guten Schauspielern und dem ernsthaften Storyhintergrund 4 von 5 Punkten.
Die DVD selbst erhält von mir wegen der guten Bild- und Tonqualität, dem günstigen Preis, dem aber geringen Bonusmaterials 3 von 5 Punkten.
Dies ergibt in der Gesamtwertung 4 von 5 Sternen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
55 Bewertungen, 3 Kommentare
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26.04.2008, 12:19 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvolldie bh bewertung nützt jetzt nicht mehr viel, doch du sollst sie trotzdem haben. lg eva
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25.11.2005, 18:57 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichJulia Roberts ist sicher sehr überzeugend! <br/>LG Cicila
-
02.01.2005, 13:35 Uhr von JoergTh
Bewertung: sehr hilfreich...einfach super, dein Bericht! Schönen Sonntag!! Liebe Grüße, Jörg
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