Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von nicostumpf

There and back again...

Pro:

Story | Schauspieler | Effekte

Kontra:

etwas kitschiges Ende

Empfehlung:

Ja

Am vergangenen Freitag war es auch für mich soweit, ich durfte, bzw. konnte mir den dritten und letzten Teil der Herr der Ringe Trilogie, ‚Die Rückkehr des Königs’ im Kino anschauen. Natürlich ging ich auch dieses Mal wieder mit hohen Erwartung rein und ich muss sagen, ich bin kein bisschen enttäuscht worden.

.:Allgemeine Infos:.
Die Infos rund um die Filmarbeiten usw. könnt ihr wieder meinem Bericht über den Film ‚Herr der Ringe – Die Gefährten’ entnehmen.
Da man im Prinzip die drei Teile sofort hintereinanderweg sehen kann, geht der zweite in den dritten Teil nahtlos ineinander über. Daher sollte man schon die beiden ersten Teile gesehen haben, um wirklich alles zu verstehen. Wenn ihr sie nicht gesehen habt, lest euch doch zumindest meine Berichte dazu durch ;o)
Die Regie führte auch im dritten Teil wieder Peter Jackson, der einmal mehr seine Qualitäten durchaus unter Beweis stellt. Der 210 Minuten lange Streifen handelt von der Schlacht um Minas Tirith, der Rückkehr Aragorns auf den Thron Gondors und vor allem Frodos Versuch den Ring endgültig zu zerstören. Ob dies letztendlich auch gelingen wird, verrate ich hier jetzt nicht, sonst hat es eigentlich keinen Sinn mehr, sich den Film anzusehen…

.:Story:.
Alle Gefährten (außer Frodo und Sam) ziehen gemeinsam in die finale Schlacht um Minas Tirith, welches der dunkle Herrscher Sauron nach dem Verlust Sarumans mit einer riesigen Armee überrennen will. Gandalf versucht den Truchsess (vorläufiger König, aber nicht rechtmäßiger) von Gondor, Denethor beizubringen, dass sich Minas Tirith in sehr großer Gefahr befindet und er seine Armeen dorthin zu befehligen. Doch Denethor hat lediglich im Sinne, seine Macht nicht zur verlieren und schickt so leichtsinnigerweise seinen zweiten und letzten Sohn Faramir mit einer Handvoll Leuten in die Schlacht. Natürlich haben diese keine Chance und müssen fliehen, dabei wird Faramir lebensgefährlich verletzt. Doch er würde nicht sterben. Trotzdem Bringt Denethor sich und Faramir auf einen Scheiterhaufen und will sich und ihn verbrennen. Doch Pippin schaltet einmal sein Hirn ein ;o) und alarmiert Gandalf. Dieser verhindert in letzter Sekunde den Tod Faramirs. Doch Denethor verbrennt genau in dem Moment, als er merkt, dass sein Sohn lebt. Mit der herannahenden Verstärkung vieler Menschen und Elben gelingt es schließlich sogar, die Schlacht um Minas Tirith mit großen Verlusten zu gewinnen.
Doch um Frodo und Sam ihr letztes Teilstück zu erleichtern, wollen sie das ‚Auge Mordors’ auf sich lenken und greifen mit einer relativ kleinen Armee die Grenzen von Mordor an, welches alle seine Armeen dorthin schickt. Sie werden eingekreist und werden nicht den Hauch einer Chance haben… es sei denn Frodo wurde in just diesem Moment den Ring zerstören… aber schafft er das wirklich???
Der Weg war frei für Frodo und Sam. Doch bis dahin mussten sie sich erstmal durch viele Orkhinterhälte, Fallen von Gollum und Schicksalsschlägen durchkämpfen. Und ob der Ring wirklich zerstört wird oder das ganze Unternehmen umsonst war, schaut ihr euch am besten selber an.

.:Meine Meinung:.
Peter Jackson hat es einfach geschafft. Er hat den Epos, der 50 Jahre lang als unverfilmbar galt auf grandiose Art und Weise in die Kinos gebracht. Er hat die Welt um Mittelerde und die Geschichte um den EINEN RING langsam in zwei Filmen aufgebaut, um dann mit dem dritten ein wahres Action- und Effektfeuerwerk abzubrennen. Anders kann man den dritten Teil einfach nicht beschreiben. Eine Stunde Film nur für die Schlacht um Minas Tirith sprechen denke ich für sich. Und dabei gehen die Aufnahmen bis in liebevolle Kleinarbeit wie im Buch beschrieben und trotzdem schafft es Jackson irgendwie, nicht linear nach dem Buch vorzugehen.

Alles scheint perfekt auf einander abgestimmt und genauso, wie es Tolkien in seinen Büchern beschrieben hat. Ein Zusammenspiel von tausenden von angreifenden Orks und Nazgúls, Olifanten und Katapulte, die Überreste von zerstörten Verteidigungsanlagen durch die Luft schleudern und mit voller Zerstörungskraft in den Mauern einschlagen, Menschen die irgendwie versuchen, sich zu verstecken, zu schützen oder Widerstand zu leisten, das alles trägt zu der meiner Meinung nach besten Szene der gesamten Verfilmung bei. Auch der witzige Wettkampf zwischen Legolas und Gimli kommt hier wieder toll zur Geltung, jedoch nicht so albern und unpassend, wie noch im zweiten Teil. Lediglich ein einziges Mal wird ein Witz gemacht, aber der passt dann auch perfekt. Als Legolas alleine einen der riesigen Olifanten besiegt und dann gekonnt schwungvoll und als hätte er nie etwas anderes gemacht, wieder auf sicherem Boden landet, schauen sich er und Gimli kurz an und Gimli meint nur trocken: ‚Der zählt trotzdem nur als einer!’. Gut jetzt im Nachhinein, als ich diese Zeilen schreibe, kommt es mir auch nicht mehr besonders witzig vor, aber das ganze Kino hat gelacht… Man muss es einfach gesehen haben!

Wenn ich schon dabei bin, die Schlachtszene so ausführlich zu beschreiben, will ich auch gleich mal auf die Alterfreigabe von 12 Jahren zu sprechen kommen. Teilweise wirken die Szenen auf mich schon ziemlich brutal und teilweise schon makaber und mit ein bisschen schwarzem Humor. Es wundert mich da vor allem in der heutigen Zeit, da so viel über Jugendschutz und Gewalt in Medien diskutiert wird doch schon sehr, dass so etwas dann durchkommt. Aber nagut, die ‚FSKler’ werden sich etwas dabei gedacht haben und ich kann mich ja eigentlich auch freuen, dass er nicht ab 16 ist ;o)

Die musikalische Untermalung des Streifens ist wieder ähnlich melodisch und ruhig, wie in den ersten Teilen, manchmal aber hat man schon das Gefühl im falschen Film zu sitzen. Dieses Mal haben sich die Mannen um Howard Shore anscheinend nicht soviel einfallen lassen, man hört teilweise schon deutlich Songs aus Teil 1 heraus.

.:Fazit:.
Der Film bewirkt genau das, was er nach Jacksons Vorstellungen bewirken sollte, er übertrifft die ersten beiden Teile bei weitem, knüpft nahtlos und perfekt an die Vorgänger an und strotzt nur so von Spezialeffekten. Mehr als dreimal so viele, wie noch im ersten Teil wurden eingesetzt, dennoch kommt es einem weder übertrieben noch zu wenig vor, es passt halt einfach alles perfekt. Lediglich das Ende ist mir persönlich etwas kitschig und trifft genau auf die Vorstellungen von guten Hollywood-Filmen zu. Doch darüber kann man auch hinwegsehen, da die restlichen drei Stunden des Films einfach nur begeistern.

Ein bisschen Schade finde ich’s trotzdem, dass das jährliche Warten auf den neuen Teil in den Kinos zur Weihnachtszeit nun vorbei ist 

© 2oo3 nicostumpf

21 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    24.05.2004, 18:26 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wie Du auch liebe ich diese Trilogie - dieses Meisterwerk - Du hast einige Aspekte sehr gut rüber gebracht. Guter Bericht.

  • Tris.

    12.05.2004, 11:58 Uhr von Tris.
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein klasse bericht zu einem klasse film.