Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von alteSchwedin
Würdiger Abschluss einer großen Verfilmung
Pro:
grandiose Story (diesmal auch nah am Buch); Musik, Kamera, Landschaft, Schauspieler, Spezialeffekte (Ich liebe Gollum...) ...
Kontra:
recht lang... naja, es gibt aber auch viel zu erzählen!
Empfehlung:
Ja
Es ist schon faszinierend, wie gespannt man auf einen Film sein kann. Denn schon nach dem Erscheinen von „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ im Kino und nachdem ich ihn mehrmals gesehen hatte, konnte ich die Zeit bis zum zweiten Teil der Trilogie und gar bis zum dritten kaum abwarten. Die Zwischenzeit versüßte ich mir mit der Lektüre einiger von Tolkiens Werken, wie „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“. Doch obwohl ich ja nun wusste, wie die Geschichte ausgeht, musste ich doch zur Mitternachtspremiere von „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ gehen. Eigentlich bin ich ja nicht so krass drauf und schaue mir um Mitternacht einen über drei Stunden langen Film an, aber ich fand, dass ich mit zwei Jahren schon genug gewartet hatte!
Dabei war ich schon mit der Vorahnung in den Film gegangen, dass ich als Fan des Buches enttäuscht werden würde, wie es schon beim zweiten Teil ein wenig der Fall gewesen war, als Arwen alle Nase lang unnötigerweise auftauchte. Nun ja, doch dann kam alles anders...
Zum Inhalt möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren, weil ich, einmal angefangen, sicher Romane darüber schreiben könnte. Also werde ich die Story nur ganz grob umreißen und auch nicht allzu viele Personen einbringen, weil es ansonsten für Nicht-Kenner der Geschichte viel zu verwirrend werden würde. Natürlich gehe ich auch kurz auf die ersten beiden Teile der Trilogie ein.
Einst gab es einige Ringe der Macht in Mittelerde, die auf die Völker der Elben, Menschen und Zwerge verteilt waren. Doch der böse Herrscher Sauron schmiedete einen Ring, der alle anderen beherrschen und die freien Völker Mittelerdes unter seine Herrschaft bringen kann. Doch Elben und Menschen besiegten Sauron und schließlich ging der eine Ring verloren.
Nach Hunderten von Jahren wird er von Gollum gefunden, der ihn fortan trägt, bis der Hobbit Bilbo Beutlin den Ring der Macht findet und an sich nimmt. Bilbo übergibt den Ring schließlich an seinen Neffen Frodo und dieser soll ihn auf Geheiß des Zauberers Gandalf nach Bruchtal zu den Elben zu bringen. Dort werden die Gefährten zusammengestellt, die Frodo auf dem Weg nach Mordor, in das Land Saurons, wo er den Ring zerstören soll. Es sind die Menschen Boromir und Aragorn, der Zwerg Gimli, der Elb Legolas, der Zauberer Gandalf und die Hobbits Frodo, Sam, Merry und Pippin.
Auf ihrem Weg müssen sie natürlich viele Abenteuer bestehen, um am Ende des ersten Teiles getrennt zu werden. Sam und Frodo machen sich allein auf den Weg nach Mordor und Aragorn, Legolas und Gimli gehen auf die Verfolgung von Orks, die Merry und Pippin gefangen genommen haben. Gandalf ist bei dem Kampf mit einem uralten Feuerdämon in die Tiefen der Erde gestürzt und Boromir wurde getötet. Im zweiten Teil wird dann viel gekämpft, denn der böse Zauberer Saruman greift Rohan an, während Frodo und Sam immer näher nach Mordor kommen.
Im dritten und letzten Teil geht es natürlich auch ordentlich zur Sache. Die Gefährten um Aragorn kämpfen in Gondor gegen Saurons Truppen. Dieser droht nämlich die Hauptstadt Minas Tirith zu überrennen und mit ihr das letzte Bollwerk, das noch gegen den dunklen Herrscher bestehen könnte. Gandalf ist inzwischen wieder aufgetaucht und hilft kräftig mit, indem er den Truppen der Stadt neuen Mut gibt und den resignierten Statthalter davon abhält, einige Dummheiten zu begehen. In Gondor gibt es nämlich keinen König, sondern das Reich wird von einem Statthalter regiert. Das Königsgeschlecht starb jedoch nicht aus und Aragorn entstammt diesem Geschlecht und ist somit der rechtmäßige König Gondors. Doch die riesigen Heere Saurons scheinen unbesiegbar, zudem dieser ja auch noch seine Diener, die Nazgul einsetzen kann.
Während dessen schlagen sich Sam und Frodo, von Gollum geführt, nach Mordor durch. Doch sie müssen zum Schicksalsberg, der inmitten des Landes liegt, in dem es von Orks und schlimmeren Kreaturen nur so wimmelt. Außerdem hat es Gollum auch noch auf den Ring abgesehen und Sam und Frodo haben nicht mehr wirklich viel Kraft...
Wer das Buch kennt, wird schon bemerken, dass die Abweichungen des Filmes recht gering sind. Sicher könnte ich einige erwähnen, aber so genau wollen wir es nicht nehmen und außerdem fand ich sie dieses Mal im Vergleich zu dem, was Regisseur Peter Jackson im zweiten Teil macht, sehr geringfügig. Bevor ich den Film sah, hatte ich schon befürchtet, dass sich dessen Handlung noch weiter vom Buch entfernt, weil ich mir nicht so recht vorstellen konnte, wie dieser großartige dritte Teil „Die Rückkehr des Königs“ aus Tolkiens Meisterwerk wohl angemessen auf die Leinwand gebracht werden könnte.
Nach dem Film war ich dann sehr überrascht und hocherfreut. Natürlich ist die Story des Leinwandspektakels bei weitem nicht so ausführlich wie die im Buch, aber man hat an den richtigen Stellen gekürzt. So fehlt gegen Ende ein großes Stück aus dem Buch, aber ich fand es richtig, dass man dies nicht noch mit in den Film gepackt hat, der ja schon so dreieinhalb Stunden gedauert hat. Denn dann hätten andere Stellen leiden müssen, wodurch das Verständnis der Geschichte nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Doch das Ende ist so traurig wie im Buch und schon wenn ich daran denke, steigen mir wieder die Tränen in die Augen. Im Kino musste ich nicht weinen, weil ich ja durch das Buch schon darauf vorbereitet war, aber eine Freundin, die mit mir den Film gesehen hat, hat richtig geweint. Ich finde das Ende einfach nur wunderschön, obwohl es sehr traurig ist, und spreche Peter Jackson mein Kompliment aus, wie er es in Bilder und Musik umgesetzt hat. Die Stimmung ist einfach perfekt.
Ich war also von der Storyline des Filmes überrascht, weil ich dachte, es würde noch mehr auf Hollywood getrimmt sein, was für mich mehr Arwen (also Liv Tyler) bedeutete, die ich in der Trilogie schon zu oft gesehen hatte. Weniger überrascht war ich jedoch von der Qualität des Rests von „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“. Aus den ersten beiden Teilen war man ja schon die großartige Landschaft (ich liebe Neuseeland) und die meisterhafte Kameraführung gewohnt. Viele weite Blicke über die Landschaft drücken eine unglaubliche Unberührtheit und Ruhe aus, die mich ergriff. Natürlich ist dieser dritte Teil der Trilogie wie schon der zweite sehr kampflastig, wobei mich das beim zweiten noch störte, hier sind jedoch auch ausreichende ruhige Phasen vorhanden, so dass man sich während der vielen Kämpfe nicht langweilt. In diese Kampfszenen geht es natürlich rasant zu und die Kamera ist teilweise nah dabei, um die Dramatik zu zeigen, dann werden aber auch wieder weite Rundblicke gezeigt, die dem Zuschauer die immense Größe der Schlacht klarmachen. Es wurde auch in diesem letzten Teil wieder das richtige Maß gefunden, um das Schauen nicht zu anstrengend, aber auch hochspannend zu machen.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die tollen Kulissen und Kostüm sowie die unglaublich guten Spezialeffekte. Vor allem die „weiße Stadt“ Minas Tirith wirkt ungeheuer echt und ich war immer wieder fasziniert, wenn eine Großaufnahme gezeigt wurde. Auch das dunkle Land Mordor war wunderbar düster und man konnte die Atmosphäre des Buches wirklich herausfühlen. Die Kostüme sind sehr fantasievoll und keineswegs Massenware. Die Orks sehen wirklich alle anders aus, auch wenn sie das nicht hübscher macht. Aber auch die Rüstungen der Krieger und die Gewänder der anderen Menschen sind sehr variantenreich, so dass ich obgleich der Vielzahl an Wesen nicht zweimal das selbe Stück entdecken konnte.
Die Spezialeffekte tragen sehr viel zur Stimmung des Filmes bei und tragen ihn ein Stück weiter in Richtung Fantasy. Ich möchte hier nur kurz auf die Flugdrachen der Nazgul sowie auf Gollum eingehen. Die Nazgul fliegen in diesem dritten Teil wie schon im zweiten auf riesigen Drachen herum, die sehr furchterregend und fantastisch aussehen, sich aber wunderbar in diese Welt Mittelerdes, in der sich Orks und Trolle bewegen, einfügen. Und da ist dann noch Gollum, der es mir wie im Buch, so auch im Film besonders angetan hat. Diese Figur ist wirklich wunderbar animiert und hält auch der schärfsten Nahaufnahme ihres Gesichts stand, da Gollums Mimik sehr stark ausgefeilt ist und man den Kampf in ihm, ob er Frodo, der so gut zu ihm gewesen ist, den Ring nehmen soll oder nicht. Dieser Konflikt zeigt sich sehr oft und die Ausdrucksstärke von Gollum übertrifft die vieler Schauspieler.
Und da sind wir auch schon bei den Schauspielern. Hier möchte ihn nicht wirklich viel sagen, da es erstens viel zu viele sind und es ewig dauern würde, wenigstens die wichtigsten (und das sind mehr, als ich im Inhalt erwähnt habe) einzubringen. Die Hobbits werden dargestellt von Elijah Wood (Frodo), Sean Astin (Sam), Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) und verdeutlichen vor allem die Mentalität dieses Völkchens sehr gut. Frodo, also Elijah Wood, steht natürlich im Vordergrund und macht seine Sache, vor allem, als er der Macht des Ringes verfällt, sehr gut.
Der Zauberer Gandalf wird von Ian McKellen dargestellt und ist eine recht geheimnisvolle Person. Niemand weiß so recht, woher er kommt und doch trägt er eine wichtige Rolle in der Geschichte. Er ist ein wenig so etwas wie ein Über-Wesen. Ian McKellen verleiht ihm dann auch ein besonderes Flair. Ein weiterer mächtiger Mann ist natürlich Viggo Mortensen (Aragorn), der ganz König und Kämpfer ist und seine Rolle gut ausfüllt.
Orlando Bloom alias Legolas sagt zwar nicht viel, aber was er sagt, klingt meist recht tiefsinnig, brachte mich jedoch nur zum Lachen. Aber er ist und bleibt der bestaussehendste im Film. Die weiteren (männlichen) Schauspieler möchte ich hier mal außen vor lassen, doch muss ich sagen, dass sie ihren Charakteren gut Leben einhauchen.
Weibliche Schauspieler gibt es natürlich auch. Da sind zwei, die eine größere Rolle spielen. Zum einen ist das Liv Tyler als Arwen, die ich seit dem zweiten Teil, als ihre Bedeutung zu wichtig genommen wurde, nicht mehr so wirklich leiden kann. Zu sagen hat sie jedoch nicht viel und ihre Rolle beschränkt sich so größtenteils auf gut Aussehen und bedeutsam Gucken.
Anders ist das bei Miranda Otto, die Eowyn die Nichte des Königs von Rohan darstellt. Sie verleiht ihrer Figur einen richtigen Charakter (außerdem finde ich sie sowieso hübscher als Liy Tyler) und macht diese etwas kleinere Rolle zu einem wirklichen Highlight!
Nun möchte ich doch langsam zum Ende kommen. Aber vorher möchte ich noch ein paar Worte zur Musik verlieren, die wie schon die den ersten beiden Teilen monumental ist und die Größe der Geschichte fantastisch unterstützt. In diesem Teil fällt besonders am Ende auf, wie passend sie die Szenerie unterlegt. Ich werde in den Soundtrack zumindest hineinhören!
Doch nun komme ich endlich zum Ende. „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ bekommt von mir natürlich voll Punktzahl und eine klare Empfehlung. Natürlich sollte man vorher die anderen beiden Teile gesehen haben. Der Film ist einfach nur toll und ließ mich überwältigt zurück. Die dreieinhalb Stunden, die ich in dieser Nacht im Kinosessel verbracht habe, haben sich wirklich gelohnt. Story, Visualisierung und Musik passen wunderbar zusammen und machen diesen Film zu einem Kinoerlebnis allererster Güte!
Dabei war ich schon mit der Vorahnung in den Film gegangen, dass ich als Fan des Buches enttäuscht werden würde, wie es schon beim zweiten Teil ein wenig der Fall gewesen war, als Arwen alle Nase lang unnötigerweise auftauchte. Nun ja, doch dann kam alles anders...
Zum Inhalt möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren, weil ich, einmal angefangen, sicher Romane darüber schreiben könnte. Also werde ich die Story nur ganz grob umreißen und auch nicht allzu viele Personen einbringen, weil es ansonsten für Nicht-Kenner der Geschichte viel zu verwirrend werden würde. Natürlich gehe ich auch kurz auf die ersten beiden Teile der Trilogie ein.
Einst gab es einige Ringe der Macht in Mittelerde, die auf die Völker der Elben, Menschen und Zwerge verteilt waren. Doch der böse Herrscher Sauron schmiedete einen Ring, der alle anderen beherrschen und die freien Völker Mittelerdes unter seine Herrschaft bringen kann. Doch Elben und Menschen besiegten Sauron und schließlich ging der eine Ring verloren.
Nach Hunderten von Jahren wird er von Gollum gefunden, der ihn fortan trägt, bis der Hobbit Bilbo Beutlin den Ring der Macht findet und an sich nimmt. Bilbo übergibt den Ring schließlich an seinen Neffen Frodo und dieser soll ihn auf Geheiß des Zauberers Gandalf nach Bruchtal zu den Elben zu bringen. Dort werden die Gefährten zusammengestellt, die Frodo auf dem Weg nach Mordor, in das Land Saurons, wo er den Ring zerstören soll. Es sind die Menschen Boromir und Aragorn, der Zwerg Gimli, der Elb Legolas, der Zauberer Gandalf und die Hobbits Frodo, Sam, Merry und Pippin.
Auf ihrem Weg müssen sie natürlich viele Abenteuer bestehen, um am Ende des ersten Teiles getrennt zu werden. Sam und Frodo machen sich allein auf den Weg nach Mordor und Aragorn, Legolas und Gimli gehen auf die Verfolgung von Orks, die Merry und Pippin gefangen genommen haben. Gandalf ist bei dem Kampf mit einem uralten Feuerdämon in die Tiefen der Erde gestürzt und Boromir wurde getötet. Im zweiten Teil wird dann viel gekämpft, denn der böse Zauberer Saruman greift Rohan an, während Frodo und Sam immer näher nach Mordor kommen.
Im dritten und letzten Teil geht es natürlich auch ordentlich zur Sache. Die Gefährten um Aragorn kämpfen in Gondor gegen Saurons Truppen. Dieser droht nämlich die Hauptstadt Minas Tirith zu überrennen und mit ihr das letzte Bollwerk, das noch gegen den dunklen Herrscher bestehen könnte. Gandalf ist inzwischen wieder aufgetaucht und hilft kräftig mit, indem er den Truppen der Stadt neuen Mut gibt und den resignierten Statthalter davon abhält, einige Dummheiten zu begehen. In Gondor gibt es nämlich keinen König, sondern das Reich wird von einem Statthalter regiert. Das Königsgeschlecht starb jedoch nicht aus und Aragorn entstammt diesem Geschlecht und ist somit der rechtmäßige König Gondors. Doch die riesigen Heere Saurons scheinen unbesiegbar, zudem dieser ja auch noch seine Diener, die Nazgul einsetzen kann.
Während dessen schlagen sich Sam und Frodo, von Gollum geführt, nach Mordor durch. Doch sie müssen zum Schicksalsberg, der inmitten des Landes liegt, in dem es von Orks und schlimmeren Kreaturen nur so wimmelt. Außerdem hat es Gollum auch noch auf den Ring abgesehen und Sam und Frodo haben nicht mehr wirklich viel Kraft...
Wer das Buch kennt, wird schon bemerken, dass die Abweichungen des Filmes recht gering sind. Sicher könnte ich einige erwähnen, aber so genau wollen wir es nicht nehmen und außerdem fand ich sie dieses Mal im Vergleich zu dem, was Regisseur Peter Jackson im zweiten Teil macht, sehr geringfügig. Bevor ich den Film sah, hatte ich schon befürchtet, dass sich dessen Handlung noch weiter vom Buch entfernt, weil ich mir nicht so recht vorstellen konnte, wie dieser großartige dritte Teil „Die Rückkehr des Königs“ aus Tolkiens Meisterwerk wohl angemessen auf die Leinwand gebracht werden könnte.
Nach dem Film war ich dann sehr überrascht und hocherfreut. Natürlich ist die Story des Leinwandspektakels bei weitem nicht so ausführlich wie die im Buch, aber man hat an den richtigen Stellen gekürzt. So fehlt gegen Ende ein großes Stück aus dem Buch, aber ich fand es richtig, dass man dies nicht noch mit in den Film gepackt hat, der ja schon so dreieinhalb Stunden gedauert hat. Denn dann hätten andere Stellen leiden müssen, wodurch das Verständnis der Geschichte nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Doch das Ende ist so traurig wie im Buch und schon wenn ich daran denke, steigen mir wieder die Tränen in die Augen. Im Kino musste ich nicht weinen, weil ich ja durch das Buch schon darauf vorbereitet war, aber eine Freundin, die mit mir den Film gesehen hat, hat richtig geweint. Ich finde das Ende einfach nur wunderschön, obwohl es sehr traurig ist, und spreche Peter Jackson mein Kompliment aus, wie er es in Bilder und Musik umgesetzt hat. Die Stimmung ist einfach perfekt.
Ich war also von der Storyline des Filmes überrascht, weil ich dachte, es würde noch mehr auf Hollywood getrimmt sein, was für mich mehr Arwen (also Liv Tyler) bedeutete, die ich in der Trilogie schon zu oft gesehen hatte. Weniger überrascht war ich jedoch von der Qualität des Rests von „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“. Aus den ersten beiden Teilen war man ja schon die großartige Landschaft (ich liebe Neuseeland) und die meisterhafte Kameraführung gewohnt. Viele weite Blicke über die Landschaft drücken eine unglaubliche Unberührtheit und Ruhe aus, die mich ergriff. Natürlich ist dieser dritte Teil der Trilogie wie schon der zweite sehr kampflastig, wobei mich das beim zweiten noch störte, hier sind jedoch auch ausreichende ruhige Phasen vorhanden, so dass man sich während der vielen Kämpfe nicht langweilt. In diese Kampfszenen geht es natürlich rasant zu und die Kamera ist teilweise nah dabei, um die Dramatik zu zeigen, dann werden aber auch wieder weite Rundblicke gezeigt, die dem Zuschauer die immense Größe der Schlacht klarmachen. Es wurde auch in diesem letzten Teil wieder das richtige Maß gefunden, um das Schauen nicht zu anstrengend, aber auch hochspannend zu machen.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die tollen Kulissen und Kostüm sowie die unglaublich guten Spezialeffekte. Vor allem die „weiße Stadt“ Minas Tirith wirkt ungeheuer echt und ich war immer wieder fasziniert, wenn eine Großaufnahme gezeigt wurde. Auch das dunkle Land Mordor war wunderbar düster und man konnte die Atmosphäre des Buches wirklich herausfühlen. Die Kostüme sind sehr fantasievoll und keineswegs Massenware. Die Orks sehen wirklich alle anders aus, auch wenn sie das nicht hübscher macht. Aber auch die Rüstungen der Krieger und die Gewänder der anderen Menschen sind sehr variantenreich, so dass ich obgleich der Vielzahl an Wesen nicht zweimal das selbe Stück entdecken konnte.
Die Spezialeffekte tragen sehr viel zur Stimmung des Filmes bei und tragen ihn ein Stück weiter in Richtung Fantasy. Ich möchte hier nur kurz auf die Flugdrachen der Nazgul sowie auf Gollum eingehen. Die Nazgul fliegen in diesem dritten Teil wie schon im zweiten auf riesigen Drachen herum, die sehr furchterregend und fantastisch aussehen, sich aber wunderbar in diese Welt Mittelerdes, in der sich Orks und Trolle bewegen, einfügen. Und da ist dann noch Gollum, der es mir wie im Buch, so auch im Film besonders angetan hat. Diese Figur ist wirklich wunderbar animiert und hält auch der schärfsten Nahaufnahme ihres Gesichts stand, da Gollums Mimik sehr stark ausgefeilt ist und man den Kampf in ihm, ob er Frodo, der so gut zu ihm gewesen ist, den Ring nehmen soll oder nicht. Dieser Konflikt zeigt sich sehr oft und die Ausdrucksstärke von Gollum übertrifft die vieler Schauspieler.
Und da sind wir auch schon bei den Schauspielern. Hier möchte ihn nicht wirklich viel sagen, da es erstens viel zu viele sind und es ewig dauern würde, wenigstens die wichtigsten (und das sind mehr, als ich im Inhalt erwähnt habe) einzubringen. Die Hobbits werden dargestellt von Elijah Wood (Frodo), Sean Astin (Sam), Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) und verdeutlichen vor allem die Mentalität dieses Völkchens sehr gut. Frodo, also Elijah Wood, steht natürlich im Vordergrund und macht seine Sache, vor allem, als er der Macht des Ringes verfällt, sehr gut.
Der Zauberer Gandalf wird von Ian McKellen dargestellt und ist eine recht geheimnisvolle Person. Niemand weiß so recht, woher er kommt und doch trägt er eine wichtige Rolle in der Geschichte. Er ist ein wenig so etwas wie ein Über-Wesen. Ian McKellen verleiht ihm dann auch ein besonderes Flair. Ein weiterer mächtiger Mann ist natürlich Viggo Mortensen (Aragorn), der ganz König und Kämpfer ist und seine Rolle gut ausfüllt.
Orlando Bloom alias Legolas sagt zwar nicht viel, aber was er sagt, klingt meist recht tiefsinnig, brachte mich jedoch nur zum Lachen. Aber er ist und bleibt der bestaussehendste im Film. Die weiteren (männlichen) Schauspieler möchte ich hier mal außen vor lassen, doch muss ich sagen, dass sie ihren Charakteren gut Leben einhauchen.
Weibliche Schauspieler gibt es natürlich auch. Da sind zwei, die eine größere Rolle spielen. Zum einen ist das Liv Tyler als Arwen, die ich seit dem zweiten Teil, als ihre Bedeutung zu wichtig genommen wurde, nicht mehr so wirklich leiden kann. Zu sagen hat sie jedoch nicht viel und ihre Rolle beschränkt sich so größtenteils auf gut Aussehen und bedeutsam Gucken.
Anders ist das bei Miranda Otto, die Eowyn die Nichte des Königs von Rohan darstellt. Sie verleiht ihrer Figur einen richtigen Charakter (außerdem finde ich sie sowieso hübscher als Liy Tyler) und macht diese etwas kleinere Rolle zu einem wirklichen Highlight!
Nun möchte ich doch langsam zum Ende kommen. Aber vorher möchte ich noch ein paar Worte zur Musik verlieren, die wie schon die den ersten beiden Teilen monumental ist und die Größe der Geschichte fantastisch unterstützt. In diesem Teil fällt besonders am Ende auf, wie passend sie die Szenerie unterlegt. Ich werde in den Soundtrack zumindest hineinhören!
Doch nun komme ich endlich zum Ende. „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ bekommt von mir natürlich voll Punktzahl und eine klare Empfehlung. Natürlich sollte man vorher die anderen beiden Teile gesehen haben. Der Film ist einfach nur toll und ließ mich überwältigt zurück. Die dreieinhalb Stunden, die ich in dieser Nacht im Kinosessel verbracht habe, haben sich wirklich gelohnt. Story, Visualisierung und Musik passen wunderbar zusammen und machen diesen Film zu einem Kinoerlebnis allererster Güte!
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