Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von aragorn2000
... ins Dunkel zu treiben ...
Pro:
schöne Bilder, gute Animationen
Kontra:
weicht stark vom Buch ab
Empfehlung:
Ja
Während ich mir beim ersten Teil wirklich lange überlegte ob ich denn nun reingehen sollte oder nicht stellte sich mir diese Frage beim zweiten Teil überhaupt nicht. Sofort als ich den ersten Teil gesehen hatte war ich so begeistert und fasziniert von der Umsetzung des Films, dass ich unbedingt auch den zweiten Teil sehen musste. Während der Wartezeit von einem Jahr hatte ich den Ersten mehrere Male gesehen, wobei ich der Version im Originalton ganz klar den Vorzug gab. Im November letzten Jahres gab es dann auch endlich die „Extended Version“, welche meiner Meinung nach noch eine Steigerung darstellte.
Dementsprechend hoch waren nun also die Erwartungen für den zweiten Teil. Sämtliche Trailer, welche bereits im Vorfeld über das Internet erhältlich waren hatte ich mir bereits fasziniert angeschaut. Was ich dort zu sehen bekam hatte mich einfach umgehauen, die Promotion-Abteilung hatte also ihren Zweck bestens erfüllt und bei mir die Spannung bis auf die Spitze getrieben.
So stand ich also letztes Jahr, kurz nach Weihnachten mit zittrigen Händen an der Kinokasse in der Hoffnung, dass es kein Problem mit der Reservierung gab. Das Kino war bis auf den letzten Platz ausverkauft und so war ich dann wesentlich erleichtert, als ich die Karten endlich in den Händen hielt. Bei solch einem Filmspektakel wundert es mich immer wieder, wie man sich in die erste Reihe setzen kann, da würde ich dann doch lieber noch warten, bis Karten auf besseren Plätzen zu bekommen sind. Wir saßen jedenfalls auf den hinteren Sitzreihen, ziemlich genau in der Mitte, womit dann auch der Preis von immerhin 9€ pro Karte zu verkraften war.
Die Werbung kam mir unendlich lange vor und so war ich dann auch froh, als endlich die Eisverkäufer ihre Schuldigkeit getan hatten und endlich den Saal räumten. Ein kurzer THX-Trailer sorgte noch für die Überzeugung, den richtigen Kinosaal gewählt zu haben. Denn gerade solch ein Film lebt ja auch von der Klangdynamik und da würde ein krächzender Lautsprecher, der seine besten Tage bereits hinter sich hat oder ein gewöhnlicher Stereo-Sound wohl mehr als störend wirken.
Endlich konnte es dann beginnen mit einem kurzen Rückblich in dem nochmals der Kampf von Gandalf mit dem Balrog in den Minen von Moria dargestellt wird, was sich dann aber als Traum von Frodo entpuppt. Nachdem Frodo sich ja zusammen mit Sam von den übrigen Gefährten gelöst hatte machen sie sich nun auf nach Mordor, um den Ring im Schicksalsberg zu zerstören. Doch auch Frodo kann sich inzwischen nicht mehr der Kraft des Ringes widersetzen. Immer wieder bekommt er zu spüren, wie Sauron versucht, nach dem Ring zu greifen. Frodo ist aber nicht der Einzige, auch Gollum alias Smeagol kann sich dem Bann nicht entziehen und folgt den Beiden auf Schritt und Tritt. So kommt, was kommen musste, in den Bergen von Emyn Muil versucht Gollum den Ring zu greifen, wird nach einem langen Kampf aber von den beiden Hobbits überwältigt. Frodo, der inzwischen Mitleid für Gollum empfindet verschont ihn und Gollum verspricht ihnen dafür, sie nach Mordor zu führen. Sam hegt jedoch weiterhin Misstrauen gegenüber Gollum und ist stets auf der Hut.
Zeitgleich verfolgen Aragorn, Gimli und Legolas die von den Uruk-Hai entführten Hobbits Merry und Pippin. Dabei begegnen sie den Reitern von Rohan, diese Berichten sie hätten in der Nacht zuvor die Uruk-Hai restlos nieder gemetzelt, keiner konnte diese Schlacht überlebt haben. Somit scheint also das Schicksal von Merry und Pippin besiegelt zu sein. Doch den gewieften Hobbits gelang während des Kampfgetummels die Flucht in den nahe gelegenen Wald Fangorn, welcher verwunschen zu sein scheint.
Sarumans Macht reicht inzwischen weit, er hat seine Heerscharen ausgeschickt um das Land Rohan zu unterdrücken und die Menschen zu vernichten. Dabei bedient er sich auch seiner Zauberkraft, indem er den Geist Theodens, den König von Rohan mit der Hilfe dessen Berater Schlangenzunge vernebelt. Das geht so weit, dass Theoden sein eigen Fleisch und Blut verbannt, während er den Tod seines einzigen Sohnes scheinbar gefühllos hin nimmt. Erst als es Gandalf mit einer List gelingt den Bann zu brechen besinnt sich Theoden und macht sich auf zur Hornburg um dem drohenden Angriff stand zu halten.
Am Ende saß ich dann da und fragte mich: Aha, das war es jetzt also? Nein, ich möchte damit jetzt keinesfalls ausdrücken, mir hätte der Film nicht gefallen, ganz im Gegenteil. Aber irgendwie fehlte mir einfach etwas, was im ersten Teil noch vorhanden war. Ich finde er hat vielleicht ein kleines Stück an Magie verloren. Während ich beim ersten Teil aus dem Kino ging und dachte, genau das war es, genau so und nicht anders hatte ich mir das vorgestellt, als ich das Buch gelesen hatte. Dieses Erlebnis vermisste ich nach dem zweiten Teil dann schon etwas.
Zurück zu führen ist diese Tatsache mit Sicherheit darauf, das Jackson im zweiten Teil doch wesentlich mehr vom Buch abweicht. Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, weil man ein Buch einfach nicht eins zu eins in einem Film umsetzen kann. So war ich von den Abweichungen im ersten Teil eher angetan als dagegen abgeneigt. Aber ich finde hier geht er einfach ein Stück zu weit und stellt zum Beispiel den Charakter von Faramir vollkommen falsch dar. Auch etwas daneben finde ich einige Szenen mit Legolas, als er sich bei dem Angriff der Wargreiter auf das Pferd schwingt, oder als er bei dem Angriff auf die Hornburg auf dem Schild die Treppe herunter rutscht, dabei noch locker flockig ein paar Pfeile verschießt. Hier kommt dann doch wieder der typisch amerikanische Stil zur Darstellung eines Superhelden etwas zu weit in den Vordergrund.
Ein ganz klein wenig enttäuscht war ich dann auch vom Sound, zwar lässt Howard Shore gerade während der Kampfszenen ein pompöses Klanggewitter los, aber über lange Teile ist es dann doch eher ein seichtes plätschern. Ich finde Shore hat es etwas verpasst neue Elemente einzubringen, lediglich die Streicher, welche in einigen Szenen zu hören sind fand ich absolut genial.
Das soll es dann aber auch gewesen sein mit meinem Gemeckere. Denn trotz der kleinen Unzulänglichkeiten war ich von dem Film sehr beeindruckt. Auch heute, einen Tag später sitzen die Erinnerungen an die beeindruckenden Bilder immer noch tief. Gerade auch den Charakter und die Gestalt von Gollum finde ich absolut perfekt. Die Animation ist auch sehr gut in den Film eingearbeitet. Wunderbar wird auch seine Schizophrenie, sein Wahnsinn und sein Kampf mit sich selbst dargestellt.
Ein weiterer Höhepunkt der Animationen findet sich mit Baumbart und die Ents, genauso wie der Fangorn Wald. Die Farben passen sehr gut, um etwas Schaurigkeit aufkommen zu lassen. Der Wald scheint auch eine gewisse Bedrohung auszustrahlen, welche aber durch Baumbarts gutmütiges Wesen und sein ruhiges Gemüt wieder entschärft wird. Entsprechend gut wirkt dann auch Baumbarts Entsetzen und sein Zorn, als er den abgerodeten Wald vorfindet. Insgesamt finde ich die Animationen allesamt gut gelungen.
Bereits beim ersten Teil war ich der Auffassung, dass sämtliche Rollen perfekt besetzt waren, lediglich Eliah Wood als Frodo schien mir etwas ein Dorn im Auge. Doch auch der konnte mich inzwischen eines Besseren belehren. Dementsprechend passend finde ich auch die Besetzung im zweiten Teil, gerade Christopher Lee ist die Rolle des Saruman wie auf den Leib geschnitten. Aber auch sehr gut umgesetzt wurde Schlangenzunge, mit seiner finsteren, schleimigen Gestalt. König Theoden hätte ich mir vielleicht ein klein wenig älter vorgestellt. Bei Faramir fehlt mir etwas die Ähnlichkeit zu seinem Bruder Boromir, er kommt mir eher vor wie ein Robin Hood im falschen Film. Wobei halt auch wie bereits geschrieben, sein Wesen etwas zu sehr von Jackson verdreht wurde. Richtig majestätisch hingegen das Auftreten von Ian McKellen, der als Gandalf der Weiße auf eindrucksvolle Weise sein Comeback feiert. Richtig gut wird auch gleich Gandalfs neue Stärke und seine Macht demonstriert, als er König Theoden aus der Gewalt Sarumans befreit. Sehr schön auch in Szene gesetzt, wie Saruman seine erste Niederlage hinnehmen muss.
Genauso imposant wie im ersten Teil sind die Landschaften, ganz egal ob diese im Computer entstanden sind oder auf Neuseeland gedreht wurden. Stets hat man es mit Bildern zu tun, die einen mit ihrer Schönheit beinahe zu erschlagen drohen. Wahrhaft meisterlich wirken auch die schwarzen Tore, die durch ihre Stärke eindrucksvoll zeigen, wie massiv und uneinnehmbar das Bollwerk von Mordor ist. Regelrecht harmlos dagegen scheint die Hornburg, die am Fuß des Berges für meinen Geschmack etwas zu sehr unter geht.
Ach ja, beinahe hätte ich es noch vergessen, die Synchronisation. Die ist nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht hervorragend. Nachdem ich inzwischen auch die Orginalfassung gesehen habe wollte ich wie bereits beim ersten Teil von der deutschen synchronisierten Fassung nichts mehr wissen. Wer einmal die ganzen Akzente der Elben gehört hat wird eher enttäuscht sein, wenn er danach die synchronisierte Fassung hört. Daher würde ich auch jedem empfehlen, wer der englischen Sprache mächtig ist sich das original anzuschauen. Zwar sind die Dialoge etwas umfangreicher als beim ersten Teil, aber da der Film ja eher von den Handlungen geprägt ist sollte es kein Problem sein. Im Zweifelsfall also erst die deutsche Übersetzung und dann nochmal im Originalton anschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Letztendlich bleibt mir noch zu sagen, dass ich die Freigabe ab zwölf nicht so ganz befürworten kann. Gerade die Szenen mit den Orks finde ich doch ziemlich heftig. Ich bin mir sicher, wenn ich diesen Film im Alter von zwölf Jahren gesehen hätte wäre ich mit einigen schlaflosen Nächten bestraft worden. Und ich möchte bezweifeln, dass ich danach noch Gefallen an Tolkiens Werk gefunden hätte. Eine Freigabe ab sechzehn wäre hier mit Sicherheit angemessener, aber die Profitgier scheint wohl wichtiger zu sein.
Dementsprechend hoch waren nun also die Erwartungen für den zweiten Teil. Sämtliche Trailer, welche bereits im Vorfeld über das Internet erhältlich waren hatte ich mir bereits fasziniert angeschaut. Was ich dort zu sehen bekam hatte mich einfach umgehauen, die Promotion-Abteilung hatte also ihren Zweck bestens erfüllt und bei mir die Spannung bis auf die Spitze getrieben.
So stand ich also letztes Jahr, kurz nach Weihnachten mit zittrigen Händen an der Kinokasse in der Hoffnung, dass es kein Problem mit der Reservierung gab. Das Kino war bis auf den letzten Platz ausverkauft und so war ich dann wesentlich erleichtert, als ich die Karten endlich in den Händen hielt. Bei solch einem Filmspektakel wundert es mich immer wieder, wie man sich in die erste Reihe setzen kann, da würde ich dann doch lieber noch warten, bis Karten auf besseren Plätzen zu bekommen sind. Wir saßen jedenfalls auf den hinteren Sitzreihen, ziemlich genau in der Mitte, womit dann auch der Preis von immerhin 9€ pro Karte zu verkraften war.
Die Werbung kam mir unendlich lange vor und so war ich dann auch froh, als endlich die Eisverkäufer ihre Schuldigkeit getan hatten und endlich den Saal räumten. Ein kurzer THX-Trailer sorgte noch für die Überzeugung, den richtigen Kinosaal gewählt zu haben. Denn gerade solch ein Film lebt ja auch von der Klangdynamik und da würde ein krächzender Lautsprecher, der seine besten Tage bereits hinter sich hat oder ein gewöhnlicher Stereo-Sound wohl mehr als störend wirken.
Endlich konnte es dann beginnen mit einem kurzen Rückblich in dem nochmals der Kampf von Gandalf mit dem Balrog in den Minen von Moria dargestellt wird, was sich dann aber als Traum von Frodo entpuppt. Nachdem Frodo sich ja zusammen mit Sam von den übrigen Gefährten gelöst hatte machen sie sich nun auf nach Mordor, um den Ring im Schicksalsberg zu zerstören. Doch auch Frodo kann sich inzwischen nicht mehr der Kraft des Ringes widersetzen. Immer wieder bekommt er zu spüren, wie Sauron versucht, nach dem Ring zu greifen. Frodo ist aber nicht der Einzige, auch Gollum alias Smeagol kann sich dem Bann nicht entziehen und folgt den Beiden auf Schritt und Tritt. So kommt, was kommen musste, in den Bergen von Emyn Muil versucht Gollum den Ring zu greifen, wird nach einem langen Kampf aber von den beiden Hobbits überwältigt. Frodo, der inzwischen Mitleid für Gollum empfindet verschont ihn und Gollum verspricht ihnen dafür, sie nach Mordor zu führen. Sam hegt jedoch weiterhin Misstrauen gegenüber Gollum und ist stets auf der Hut.
Zeitgleich verfolgen Aragorn, Gimli und Legolas die von den Uruk-Hai entführten Hobbits Merry und Pippin. Dabei begegnen sie den Reitern von Rohan, diese Berichten sie hätten in der Nacht zuvor die Uruk-Hai restlos nieder gemetzelt, keiner konnte diese Schlacht überlebt haben. Somit scheint also das Schicksal von Merry und Pippin besiegelt zu sein. Doch den gewieften Hobbits gelang während des Kampfgetummels die Flucht in den nahe gelegenen Wald Fangorn, welcher verwunschen zu sein scheint.
Sarumans Macht reicht inzwischen weit, er hat seine Heerscharen ausgeschickt um das Land Rohan zu unterdrücken und die Menschen zu vernichten. Dabei bedient er sich auch seiner Zauberkraft, indem er den Geist Theodens, den König von Rohan mit der Hilfe dessen Berater Schlangenzunge vernebelt. Das geht so weit, dass Theoden sein eigen Fleisch und Blut verbannt, während er den Tod seines einzigen Sohnes scheinbar gefühllos hin nimmt. Erst als es Gandalf mit einer List gelingt den Bann zu brechen besinnt sich Theoden und macht sich auf zur Hornburg um dem drohenden Angriff stand zu halten.
Am Ende saß ich dann da und fragte mich: Aha, das war es jetzt also? Nein, ich möchte damit jetzt keinesfalls ausdrücken, mir hätte der Film nicht gefallen, ganz im Gegenteil. Aber irgendwie fehlte mir einfach etwas, was im ersten Teil noch vorhanden war. Ich finde er hat vielleicht ein kleines Stück an Magie verloren. Während ich beim ersten Teil aus dem Kino ging und dachte, genau das war es, genau so und nicht anders hatte ich mir das vorgestellt, als ich das Buch gelesen hatte. Dieses Erlebnis vermisste ich nach dem zweiten Teil dann schon etwas.
Zurück zu führen ist diese Tatsache mit Sicherheit darauf, das Jackson im zweiten Teil doch wesentlich mehr vom Buch abweicht. Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, weil man ein Buch einfach nicht eins zu eins in einem Film umsetzen kann. So war ich von den Abweichungen im ersten Teil eher angetan als dagegen abgeneigt. Aber ich finde hier geht er einfach ein Stück zu weit und stellt zum Beispiel den Charakter von Faramir vollkommen falsch dar. Auch etwas daneben finde ich einige Szenen mit Legolas, als er sich bei dem Angriff der Wargreiter auf das Pferd schwingt, oder als er bei dem Angriff auf die Hornburg auf dem Schild die Treppe herunter rutscht, dabei noch locker flockig ein paar Pfeile verschießt. Hier kommt dann doch wieder der typisch amerikanische Stil zur Darstellung eines Superhelden etwas zu weit in den Vordergrund.
Ein ganz klein wenig enttäuscht war ich dann auch vom Sound, zwar lässt Howard Shore gerade während der Kampfszenen ein pompöses Klanggewitter los, aber über lange Teile ist es dann doch eher ein seichtes plätschern. Ich finde Shore hat es etwas verpasst neue Elemente einzubringen, lediglich die Streicher, welche in einigen Szenen zu hören sind fand ich absolut genial.
Das soll es dann aber auch gewesen sein mit meinem Gemeckere. Denn trotz der kleinen Unzulänglichkeiten war ich von dem Film sehr beeindruckt. Auch heute, einen Tag später sitzen die Erinnerungen an die beeindruckenden Bilder immer noch tief. Gerade auch den Charakter und die Gestalt von Gollum finde ich absolut perfekt. Die Animation ist auch sehr gut in den Film eingearbeitet. Wunderbar wird auch seine Schizophrenie, sein Wahnsinn und sein Kampf mit sich selbst dargestellt.
Ein weiterer Höhepunkt der Animationen findet sich mit Baumbart und die Ents, genauso wie der Fangorn Wald. Die Farben passen sehr gut, um etwas Schaurigkeit aufkommen zu lassen. Der Wald scheint auch eine gewisse Bedrohung auszustrahlen, welche aber durch Baumbarts gutmütiges Wesen und sein ruhiges Gemüt wieder entschärft wird. Entsprechend gut wirkt dann auch Baumbarts Entsetzen und sein Zorn, als er den abgerodeten Wald vorfindet. Insgesamt finde ich die Animationen allesamt gut gelungen.
Bereits beim ersten Teil war ich der Auffassung, dass sämtliche Rollen perfekt besetzt waren, lediglich Eliah Wood als Frodo schien mir etwas ein Dorn im Auge. Doch auch der konnte mich inzwischen eines Besseren belehren. Dementsprechend passend finde ich auch die Besetzung im zweiten Teil, gerade Christopher Lee ist die Rolle des Saruman wie auf den Leib geschnitten. Aber auch sehr gut umgesetzt wurde Schlangenzunge, mit seiner finsteren, schleimigen Gestalt. König Theoden hätte ich mir vielleicht ein klein wenig älter vorgestellt. Bei Faramir fehlt mir etwas die Ähnlichkeit zu seinem Bruder Boromir, er kommt mir eher vor wie ein Robin Hood im falschen Film. Wobei halt auch wie bereits geschrieben, sein Wesen etwas zu sehr von Jackson verdreht wurde. Richtig majestätisch hingegen das Auftreten von Ian McKellen, der als Gandalf der Weiße auf eindrucksvolle Weise sein Comeback feiert. Richtig gut wird auch gleich Gandalfs neue Stärke und seine Macht demonstriert, als er König Theoden aus der Gewalt Sarumans befreit. Sehr schön auch in Szene gesetzt, wie Saruman seine erste Niederlage hinnehmen muss.
Genauso imposant wie im ersten Teil sind die Landschaften, ganz egal ob diese im Computer entstanden sind oder auf Neuseeland gedreht wurden. Stets hat man es mit Bildern zu tun, die einen mit ihrer Schönheit beinahe zu erschlagen drohen. Wahrhaft meisterlich wirken auch die schwarzen Tore, die durch ihre Stärke eindrucksvoll zeigen, wie massiv und uneinnehmbar das Bollwerk von Mordor ist. Regelrecht harmlos dagegen scheint die Hornburg, die am Fuß des Berges für meinen Geschmack etwas zu sehr unter geht.
Ach ja, beinahe hätte ich es noch vergessen, die Synchronisation. Die ist nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht hervorragend. Nachdem ich inzwischen auch die Orginalfassung gesehen habe wollte ich wie bereits beim ersten Teil von der deutschen synchronisierten Fassung nichts mehr wissen. Wer einmal die ganzen Akzente der Elben gehört hat wird eher enttäuscht sein, wenn er danach die synchronisierte Fassung hört. Daher würde ich auch jedem empfehlen, wer der englischen Sprache mächtig ist sich das original anzuschauen. Zwar sind die Dialoge etwas umfangreicher als beim ersten Teil, aber da der Film ja eher von den Handlungen geprägt ist sollte es kein Problem sein. Im Zweifelsfall also erst die deutsche Übersetzung und dann nochmal im Originalton anschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Letztendlich bleibt mir noch zu sagen, dass ich die Freigabe ab zwölf nicht so ganz befürworten kann. Gerade die Szenen mit den Orks finde ich doch ziemlich heftig. Ich bin mir sicher, wenn ich diesen Film im Alter von zwölf Jahren gesehen hätte wäre ich mit einigen schlaflosen Nächten bestraft worden. Und ich möchte bezweifeln, dass ich danach noch Gefallen an Tolkiens Werk gefunden hätte. Eine Freigabe ab sechzehn wäre hier mit Sicherheit angemessener, aber die Profitgier scheint wohl wichtiger zu sein.
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