Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von steppo
Der Herr der Ringe Teil II
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auch mit dem 2. Teil der Herr der Ringe Trilogie schaffte der Regisseur Peter Jackson wieder einmal einen Kassenschlager, der aber auch den Bedürfnissen der Buchfans zu großen Teilen gerecht wird.
Der 2. Teil schließt hierbei direkt an den 1. Teil „Die Gefährten“ an, ohne großartig die Geschehnisse des 1. Teils zu wiederholen (auch ich verzichte darauf, den 1. Teil noch zu beschreiben, könnt ihr ja in den Meinungen zum 1. Teil nachlesen!).
In den 2 Türmen spielen eigentlich drei Geschichten nebeneinander.
Zum Einen geht es um Frodo, den Ringträger und seinen Begleiter Sam, die auf dem Weg zum Schicksalsberg nach Mordor sind, um dort den Ring zu vernichten.
Dann geht es um Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock, die anderen beiden Hobbits, die von den Orks von Saruman entführt wurden.
Und die dritte Geschichte handelt um Gimli, den Zwerg, Aragorn und Legolas, der Elb, die die Gruppe Orks verfolgen, um Pippin und Merry zu retten.
Obgleich alle Geschichten während des Films ständig wechseln, beschreibe ich die Geschichten hier einzeln, versuche aber, nicht zuviel zu verraten.
Zuerst zum Ringträger, Herrn Frodo Beutlin und seinem Begleiter Sam, die sich auf den Weg nach Mordor gemacht haben. Die beiden sind alleine unterwegs und haben keinen erfahrenen Begleiter, der sich in den Gebieten nach Mordor auskennt. Und so kommt es, wie es kommen muss, die beiden verirren sich.
Und als sie sich dann schlafen legen, überfällt sie Gollum, der den Ring schon seit den Minen von Moria verfolgt hat. Da Gollum lange Zeit selbst der Ringträger war, ist er dem Ring verfallen, jedoch steckt in ihm auch eine gute Seite, Sméagol, wie sein Name war, bevor er den Ring gefunden (im Buch gestohlen) hatte.
Da Gollum es nicht schafft, die beiden schlafenden Hobbits zu überwältigen, wird er von den Beiden gefesselt. Gollum bietet den beiden dann seinen Dienst als Führer an, was die beiden notgedrungen annehmen müssen.
Sehr gut finde ich persönlich an diesen Szenen, wie der Regisseur Peter Jackson das Schizophrene von Gollum/Sméagol dargestellt hat. Ähnlich wie im Buch hält die Figur hierbei Selbstgespräche, ob er die Hobbits töten soll oder ob er sie weiter begleitet.
(Und an alle Trottel, die den Film im gleichen Kino wie ich geguckt haben; Lingen, 18.12.02, 0:01 Uhr, Kino 1; „Nein, diese Szenen sollten nicht witzig sein, sondern Ernsthaft!!! Schade, dass ihr den Film alle nicht verstanden habt!!!“)
Des weiteren trifft Frodo hier auch noch auf Faramir, den Bruder des Gestorbenen Boromirs. Faramir wird wahrscheinlich im dritten Teil wichtiger werden.
Schlecht finde ich bei der Geschichte mit Frodo übrigens den Kontakt zwischen Frodo und einem Nazgûl. So eine Szene ist mir aus dem Buch nicht annähernd bekannt. Und wer das Buch gelesen hat, der weiß, dass die Ringgeister bei einem direkten Kontakt mit dem Ringträger alle Kraft gegen diesen gerichtet hätten, und nicht wie im Film weggeflogen wären.
Ziemlich nebensächlich gehalten wird im 2. Teil die Geschichte um Pippin und Merry, die von den Orks entführt wurden. Bei einem Angriff von Rohan-Reitern gelingt den beiden Hobbits die Flucht in den Wald. Der letzte Verfolger, ein Ork, wird im Wald dann von Baumbart getötet. Bei Baumbart handelt es sich um einen Ent. Ents sind, um es einfach zu erklären, Bäume die laufen und reden können.
Der Ent nimmt dabei die beiden Hobbits mit, die er fälschlicherweise für Orks hält.
Später versuchen die Hobbits, die Ents dazu zu überreden, gegen die Gefahren aus Isengard und Mordor zu kämpfen, jedoch interessiert dieses die Ents nicht. Erst als Baumbart sieht, wie viele Bäume von Saruman gefällt wurden, mischen sich die Ents in den Krieg ein und stürmen die Festung von Isengard.
Allerdings ist diese ganze Handlung nicht mehr als eine Randerscheinung und Peter Jackson widmet dieser Geschichte sehr wenig Zeit.
Der Hauptteil des 2. Teil der Herr der Ringe ist den anderen Gefährten gewidmet. Diese drei Gefährten folgten den Orks, die Pippin und Merry entführt hatten. Dabei treffen sie auf die Reiter der Rohan, die kurz zuvor die Orks bekämpft und alle auf den Scheiterhaufen verbrannt haben.
Bei der weiteren Suche nach Spuren von Pippin und Merry treffen die Gefährten auf Gandalf den Weißen, der als Gandalf der Graue in den Minen von Moria gefallen ist. Mit ihm machen sich die Gefährten auf den Weg zu Théoden, den König von Rohan, der von Saruman und Schlangenzunge betört wurde und keine Entscheidungen mehr trifft. Erst Gandalf der Weiße bekämpft den Zauber Sarumans und läßt Théoden zu alten Kräften kommen und die Gefahr durch Saruman erkennen.
Zusammen mit dem Volk der Rohan zieht sich Théoden auf Helms Klamm zurück, um sich in der alten Festung gegen die Krieger Sarumans zu verteidigen. Begleitet wird er von den drei Gefährten, Gandalf jedoch reitet wieder ins Land hinaus.
In Helms Klamm angekommen, kommt es kurz danach auch schon zur Schlacht gegen Tausende von Orks aus Isengard. Und die Chance gegen die Orks scheint aussichtslos.
Es folgen daraufhin Tausende von Kampfszenen, die somit auch den Hauptteil des 2. Teils ausmachen. Und die Gefährten kämpfen natürlich übertrieben stark und besiegen einen Ork nach dem Anderen. Im Buch steht es aber auch nicht anders, Tolkien spricht dort von 243 erlegten Orks durch Gimli und 244 getöteten Orks durch Legolas.
Gimli ist unter Peter Jackson im 2. Teil noch schlimmer als im ersten Teil zum Clown mutiert und ist für eine Reihe von schlechten und albernen Witzen zuständig. Na gut, der Rest des Kinos hat immer gelacht, vielleicht waren die Witze doch nicht so schlecht. Allerdings hat der Rest des Kinos auch bei anderen Szenen mit Gimli gelacht, wo dieser eigentlich ernsthaft sein sollte (das waren übrigens die gleichen Kinogäste, die über den schizophrenen Gollum gelacht haben).
Der 2. Teil ist genau wie der 1. Teil mal wieder ein absolut Bildgewaltiger Epos mit grandiosen Landschaftsaufnahmen und tollen Animationen und Effekten.
Zum Beispiel wurde mit Helms Klamm eine grandiose Festung dargestellt. Und die Ents wirken nicht wie Plastikbäume, wie man sie aus so manchem Märchenfilm kennt. Sie wurden komplett animiert und wirken daher sehr echt (so echt, wie ein laufender Baum eben wirken kann).
Aber auch Fangorn, der Alte Wald, wirkte wirklich urig alt mit gigantischen Bäumen. So wurden auch bei Kleinigkeiten die Kulissen perfekt dargestellt.
Komischerweise haben mich die Differenzen zum Buch bei den Zwei Türmen nicht so stark gestört wie beim ersten Teil, die Gefährten, obwohl die Differenzen hier viel deutlicher wurden.
So ist mir im ersten Teil jede noch so kleine Differenz als extrem stören aufgefallen. Bei den Zwei Türmen hingegen haben mich diese Fehler kaum gestört.
Es lag wahrscheinlich daran, dass im 2. Teil bereist im voraus häufig erwähnt wurde, dass sich Peter Jackson hier stärker vom Buch getrennt hat, um die Story als Film erzählen zu können.
Im ersten Teil wurde hingegen im voraus gelobt, dass sich der Regisseur komplett ans Buch gehalten hat.
Trotzdem erwähne ich mal einige Fehler zum Buch, die stark aufgefallen sind. Hierbei erwähne ich nur die Fehler, die mir gerade einfallen. Des weiteren erwähne ich hier auch nur die extremen Fehler. So sind zahlreiche kleinere Fehler im Film, die ich jedoch nicht alle erwähnen will (u.a. dass Baumbart einen Ork tötet usw.).
In der Schlacht um Helms Klamm wurden die flüchtenden Orks durch Ents getötet, die am Ende des Tals standen. Im Film war in der Schlacht kein einziger Ent zu sehen.
Besonders schlimm fand ich den oben schon erwähnten Fehler, dass ein Nazgûl direkt vor Frodo war. Da die Ringgeister ihr Leben dem Ring geopfert haben und mit aller Macht den Ring erobern wollen, hätten in diesem Fall alle Nazgûl Osgiliath angegriffen und versucht, Frodo den Ring zu entreißen. Im Film verschwinden die Nazgûl jedoch schon, weil einige Soldaten diese bekämpfen. Hier kommt auch überhaupt nicht zum Vorschein, dass Faramir zwar der Bruder Boromirs ist, aber eine ganz andere Art hat.
Théoden ist im Film von Saruman verzaubert worden und Gandalf befreit ihn von dem bösen Zauber, woraufhin dieser um viele Jahre verjüngt wird. Im Buch wurde Théoden durch Sarumans Worte betört, jedoch nicht verzaubert. Dadurch hörte er immer auf die schlechten Ratschläge von Schlangenzunge. Er wurde auch nicht alt, sondern verlor nur den Lebensmut. Allerdings ist diese Differenz durchaus zu entschuldigen, da Peter Jackson es ja bildlich darstellen wollte, dass Saruman die Gewalt über Théoden hatte.
Besonders schlimm fand ich mal wieder Arwen. Als Aragorn in einer Schlacht auf dem Weg nach Helms Klamm beinahe fällt, wird er durch die Gedanken an Arwen gerettet. So kommt es zu einer endlos langen Schnulzszene, in der sich Arwen für das Leben mit einem Sterblichen entscheidet.
Sollte es bei den erwähnten Punkten nicht um keinen Fehler handeln, so freue ich mich über Kommentare!!!
Echte Filmfehler sind mir nicht aufgefallen. Allerdings fallen mir solche Filmfehler eh nie auf, habe auch keine Lust, darauf zu achten. So ist mir bei Die Gefährten auch nicht aufgefallen, dass da anscheinend mal ein Auto zu sehen war.
Fazit:
Auf jeden Fall lohnt sich beim 2. Teil auch wieder der Kinobesuch. Atemberaubende Landschaftsbilder ohne Ende. Aber auch sonst tolle Bilder.
Dazu eine tolle Handlung, da eines der besten Bücher verfilmt wurde.
Empfehlenswert ist aber auch im 2. Teil, wenn man das Buch bereits gelesen hat, da im Film vieles nicht näher erläutert wird. Man kann den Film allerdings auch verstehen, wenn man noch nie in die Nähe dieses Buches kam.
Also wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt, dann wird es höchste Zeit.
Der 2. Teil schließt hierbei direkt an den 1. Teil „Die Gefährten“ an, ohne großartig die Geschehnisse des 1. Teils zu wiederholen (auch ich verzichte darauf, den 1. Teil noch zu beschreiben, könnt ihr ja in den Meinungen zum 1. Teil nachlesen!).
In den 2 Türmen spielen eigentlich drei Geschichten nebeneinander.
Zum Einen geht es um Frodo, den Ringträger und seinen Begleiter Sam, die auf dem Weg zum Schicksalsberg nach Mordor sind, um dort den Ring zu vernichten.
Dann geht es um Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock, die anderen beiden Hobbits, die von den Orks von Saruman entführt wurden.
Und die dritte Geschichte handelt um Gimli, den Zwerg, Aragorn und Legolas, der Elb, die die Gruppe Orks verfolgen, um Pippin und Merry zu retten.
Obgleich alle Geschichten während des Films ständig wechseln, beschreibe ich die Geschichten hier einzeln, versuche aber, nicht zuviel zu verraten.
Zuerst zum Ringträger, Herrn Frodo Beutlin und seinem Begleiter Sam, die sich auf den Weg nach Mordor gemacht haben. Die beiden sind alleine unterwegs und haben keinen erfahrenen Begleiter, der sich in den Gebieten nach Mordor auskennt. Und so kommt es, wie es kommen muss, die beiden verirren sich.
Und als sie sich dann schlafen legen, überfällt sie Gollum, der den Ring schon seit den Minen von Moria verfolgt hat. Da Gollum lange Zeit selbst der Ringträger war, ist er dem Ring verfallen, jedoch steckt in ihm auch eine gute Seite, Sméagol, wie sein Name war, bevor er den Ring gefunden (im Buch gestohlen) hatte.
Da Gollum es nicht schafft, die beiden schlafenden Hobbits zu überwältigen, wird er von den Beiden gefesselt. Gollum bietet den beiden dann seinen Dienst als Führer an, was die beiden notgedrungen annehmen müssen.
Sehr gut finde ich persönlich an diesen Szenen, wie der Regisseur Peter Jackson das Schizophrene von Gollum/Sméagol dargestellt hat. Ähnlich wie im Buch hält die Figur hierbei Selbstgespräche, ob er die Hobbits töten soll oder ob er sie weiter begleitet.
(Und an alle Trottel, die den Film im gleichen Kino wie ich geguckt haben; Lingen, 18.12.02, 0:01 Uhr, Kino 1; „Nein, diese Szenen sollten nicht witzig sein, sondern Ernsthaft!!! Schade, dass ihr den Film alle nicht verstanden habt!!!“)
Des weiteren trifft Frodo hier auch noch auf Faramir, den Bruder des Gestorbenen Boromirs. Faramir wird wahrscheinlich im dritten Teil wichtiger werden.
Schlecht finde ich bei der Geschichte mit Frodo übrigens den Kontakt zwischen Frodo und einem Nazgûl. So eine Szene ist mir aus dem Buch nicht annähernd bekannt. Und wer das Buch gelesen hat, der weiß, dass die Ringgeister bei einem direkten Kontakt mit dem Ringträger alle Kraft gegen diesen gerichtet hätten, und nicht wie im Film weggeflogen wären.
Ziemlich nebensächlich gehalten wird im 2. Teil die Geschichte um Pippin und Merry, die von den Orks entführt wurden. Bei einem Angriff von Rohan-Reitern gelingt den beiden Hobbits die Flucht in den Wald. Der letzte Verfolger, ein Ork, wird im Wald dann von Baumbart getötet. Bei Baumbart handelt es sich um einen Ent. Ents sind, um es einfach zu erklären, Bäume die laufen und reden können.
Der Ent nimmt dabei die beiden Hobbits mit, die er fälschlicherweise für Orks hält.
Später versuchen die Hobbits, die Ents dazu zu überreden, gegen die Gefahren aus Isengard und Mordor zu kämpfen, jedoch interessiert dieses die Ents nicht. Erst als Baumbart sieht, wie viele Bäume von Saruman gefällt wurden, mischen sich die Ents in den Krieg ein und stürmen die Festung von Isengard.
Allerdings ist diese ganze Handlung nicht mehr als eine Randerscheinung und Peter Jackson widmet dieser Geschichte sehr wenig Zeit.
Der Hauptteil des 2. Teil der Herr der Ringe ist den anderen Gefährten gewidmet. Diese drei Gefährten folgten den Orks, die Pippin und Merry entführt hatten. Dabei treffen sie auf die Reiter der Rohan, die kurz zuvor die Orks bekämpft und alle auf den Scheiterhaufen verbrannt haben.
Bei der weiteren Suche nach Spuren von Pippin und Merry treffen die Gefährten auf Gandalf den Weißen, der als Gandalf der Graue in den Minen von Moria gefallen ist. Mit ihm machen sich die Gefährten auf den Weg zu Théoden, den König von Rohan, der von Saruman und Schlangenzunge betört wurde und keine Entscheidungen mehr trifft. Erst Gandalf der Weiße bekämpft den Zauber Sarumans und läßt Théoden zu alten Kräften kommen und die Gefahr durch Saruman erkennen.
Zusammen mit dem Volk der Rohan zieht sich Théoden auf Helms Klamm zurück, um sich in der alten Festung gegen die Krieger Sarumans zu verteidigen. Begleitet wird er von den drei Gefährten, Gandalf jedoch reitet wieder ins Land hinaus.
In Helms Klamm angekommen, kommt es kurz danach auch schon zur Schlacht gegen Tausende von Orks aus Isengard. Und die Chance gegen die Orks scheint aussichtslos.
Es folgen daraufhin Tausende von Kampfszenen, die somit auch den Hauptteil des 2. Teils ausmachen. Und die Gefährten kämpfen natürlich übertrieben stark und besiegen einen Ork nach dem Anderen. Im Buch steht es aber auch nicht anders, Tolkien spricht dort von 243 erlegten Orks durch Gimli und 244 getöteten Orks durch Legolas.
Gimli ist unter Peter Jackson im 2. Teil noch schlimmer als im ersten Teil zum Clown mutiert und ist für eine Reihe von schlechten und albernen Witzen zuständig. Na gut, der Rest des Kinos hat immer gelacht, vielleicht waren die Witze doch nicht so schlecht. Allerdings hat der Rest des Kinos auch bei anderen Szenen mit Gimli gelacht, wo dieser eigentlich ernsthaft sein sollte (das waren übrigens die gleichen Kinogäste, die über den schizophrenen Gollum gelacht haben).
Der 2. Teil ist genau wie der 1. Teil mal wieder ein absolut Bildgewaltiger Epos mit grandiosen Landschaftsaufnahmen und tollen Animationen und Effekten.
Zum Beispiel wurde mit Helms Klamm eine grandiose Festung dargestellt. Und die Ents wirken nicht wie Plastikbäume, wie man sie aus so manchem Märchenfilm kennt. Sie wurden komplett animiert und wirken daher sehr echt (so echt, wie ein laufender Baum eben wirken kann).
Aber auch Fangorn, der Alte Wald, wirkte wirklich urig alt mit gigantischen Bäumen. So wurden auch bei Kleinigkeiten die Kulissen perfekt dargestellt.
Komischerweise haben mich die Differenzen zum Buch bei den Zwei Türmen nicht so stark gestört wie beim ersten Teil, die Gefährten, obwohl die Differenzen hier viel deutlicher wurden.
So ist mir im ersten Teil jede noch so kleine Differenz als extrem stören aufgefallen. Bei den Zwei Türmen hingegen haben mich diese Fehler kaum gestört.
Es lag wahrscheinlich daran, dass im 2. Teil bereist im voraus häufig erwähnt wurde, dass sich Peter Jackson hier stärker vom Buch getrennt hat, um die Story als Film erzählen zu können.
Im ersten Teil wurde hingegen im voraus gelobt, dass sich der Regisseur komplett ans Buch gehalten hat.
Trotzdem erwähne ich mal einige Fehler zum Buch, die stark aufgefallen sind. Hierbei erwähne ich nur die Fehler, die mir gerade einfallen. Des weiteren erwähne ich hier auch nur die extremen Fehler. So sind zahlreiche kleinere Fehler im Film, die ich jedoch nicht alle erwähnen will (u.a. dass Baumbart einen Ork tötet usw.).
In der Schlacht um Helms Klamm wurden die flüchtenden Orks durch Ents getötet, die am Ende des Tals standen. Im Film war in der Schlacht kein einziger Ent zu sehen.
Besonders schlimm fand ich den oben schon erwähnten Fehler, dass ein Nazgûl direkt vor Frodo war. Da die Ringgeister ihr Leben dem Ring geopfert haben und mit aller Macht den Ring erobern wollen, hätten in diesem Fall alle Nazgûl Osgiliath angegriffen und versucht, Frodo den Ring zu entreißen. Im Film verschwinden die Nazgûl jedoch schon, weil einige Soldaten diese bekämpfen. Hier kommt auch überhaupt nicht zum Vorschein, dass Faramir zwar der Bruder Boromirs ist, aber eine ganz andere Art hat.
Théoden ist im Film von Saruman verzaubert worden und Gandalf befreit ihn von dem bösen Zauber, woraufhin dieser um viele Jahre verjüngt wird. Im Buch wurde Théoden durch Sarumans Worte betört, jedoch nicht verzaubert. Dadurch hörte er immer auf die schlechten Ratschläge von Schlangenzunge. Er wurde auch nicht alt, sondern verlor nur den Lebensmut. Allerdings ist diese Differenz durchaus zu entschuldigen, da Peter Jackson es ja bildlich darstellen wollte, dass Saruman die Gewalt über Théoden hatte.
Besonders schlimm fand ich mal wieder Arwen. Als Aragorn in einer Schlacht auf dem Weg nach Helms Klamm beinahe fällt, wird er durch die Gedanken an Arwen gerettet. So kommt es zu einer endlos langen Schnulzszene, in der sich Arwen für das Leben mit einem Sterblichen entscheidet.
Sollte es bei den erwähnten Punkten nicht um keinen Fehler handeln, so freue ich mich über Kommentare!!!
Echte Filmfehler sind mir nicht aufgefallen. Allerdings fallen mir solche Filmfehler eh nie auf, habe auch keine Lust, darauf zu achten. So ist mir bei Die Gefährten auch nicht aufgefallen, dass da anscheinend mal ein Auto zu sehen war.
Fazit:
Auf jeden Fall lohnt sich beim 2. Teil auch wieder der Kinobesuch. Atemberaubende Landschaftsbilder ohne Ende. Aber auch sonst tolle Bilder.
Dazu eine tolle Handlung, da eines der besten Bücher verfilmt wurde.
Empfehlenswert ist aber auch im 2. Teil, wenn man das Buch bereits gelesen hat, da im Film vieles nicht näher erläutert wird. Man kann den Film allerdings auch verstehen, wenn man noch nie in die Nähe dieses Buches kam.
Also wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt, dann wird es höchste Zeit.
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