Erfahrungsbericht von Jiggycemo
Der Schuh des Manitu... einfach komisch
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Produktinnformation
-Darsteller: Michael Bully Herbig, Christian Tramitz, Sky Du Mont
-Format: Deluxe Edition, Dolby, DTS, PAL, Surround Sound, Widescreen, Anamorph
-Sprache: Deutsch
-Region: Region 2
-Bildseitenformat: 16:9
-FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
-Studio: Ufa/DVD
-DVD-Erscheinungstermin: 19. Januar 2002
-Spieldauer: 81 Minuten
-Durchschnittliche Kundenbewertung: basierend auf 184 Rezensionen. (Schreiben Sie eine Rezension!)
-DVD Features:
Disc 1: Hauptfilm (82 Min.)
Kommentaraudio mit Dimitri, Bully und Winnetouch
Untertitel: D für Hörgeschädigte und Nicht-Südstaatler
Disc 2: Über 1,5 Std. Bonusmaterial
Die "Legende": halbstündiges Making Of, Produktionsnotizen, Hintergrundszenen, alternativer Anfang,
entfallene und verpatzte Szenen
Winnetouch's Urlaubs-Dias
Special Effects Featurette
Marketing Wüste (Trailer, TV- und Funkspots, Bullys TV-Auftritte uvw.)
Abahachi's Stammbaum (Interviews mit den Charakteren)
Bleichgesichter (Biographien und Interviews mit Cast & Crew)
DVD-Rom Part mit jeder Menge Spielen, Links und spannenden Informationen
ZUM FILM
Kann sich das Publikum irren? Geht man nach professionellen Kritikern, dann ja. Aber im Falle von Der Schuh des Manitu haben die Kinogänger rekordverdächtig mit den Füßen abgestimmt. Mehr als neun Millionen wollten Michael "Bully" Herbigs Karl-May-Comedy sehen. Damit dürfte sein liebevoller Frontalangriff auf Winnetou und Co. der bislang erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten sein.
Abahachi (Bully) -- Häuptling der Apachen -- hat es satt: Er will für seinen Stamm endlich einmal ein ordentliches Stammlokal haben. Da er etwas knapp bei Kasse ist, nehmen er und sein Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) eine Hypothek bei Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch auf. Immerhin hatte er das astreine Angebot eines nur scheinbar seriösen Immobilienhändlers aus Wyoming namens Santa Maria (kongenial: Sky Dumont!) vorliegen. Und hier geht der Ärger auch schon los: Die schöne Immobilie war nur Fassade, Santa Maria erschießt den Sohn des Schoschonenhäuptlings, wofür der Schoschonen-Chef irrtümlich Abahachi verantwortlich macht und beide an den Marterpfahl bindet. Nur unter großer Lebensgefahr und unter fahrlässiger Inkaufnahme des Todes von des Häuptlings Lieblingskaninchen Echter Hase können unsere beiden Helden entkommen. Wie gut, dass Abahachi sich an eine Schatzkarte erinnert, die ihm seine Geldprobleme vom Hals schaffen könnte. Wie schlecht, dass er diese in vier Teile aufgeteilt hat.
Den Schuh des Manitu als eine Satire bezeichnen zu wollen, würde den Kern des Films nicht richtig treffen. Nimmt er die Karl-May-Verfilmungen wirklich aufs Korn oder ist es nicht vielmehr eine augenzwinkernde Hommage? Im Zweifelsfall beides. Denn so richtig bösartig geht Herbig in keiner Szene mit seinen Helden um. Dafür gibt es umso mehr über die geliebten Helden der Jugendzeit zu entdecken. Endlich erfährt man, was Blutsbrüderschaft wirklich bedeutet, nutzen Abahachi und Ranger doch jede Gelegenheit, sich wie ein altes Ehepaar zu zanken -- Waldorf und Statler lassen grüßen. Wir lernen auch, dass Winnetou in Liebesdingen so abstinent nicht gewesen sein kann: Schließlich sind Abahachi und dessen schwuler Zwilling Winnitouch seine Söhne.
Nimmt man alles zusammen, dann wird es schwer, den ungeheuren Erfolg des Films allein durch eine möglichst abstruse Story zu erklären. Denn das, was den Schuh des Manitu wirklich auszeichnet, ist zum einen der virtuose Umgang mit seinen Vorbildern. Von der Kameraführung angefangen über den Schnitt bis zur Musik spürt man, wie gut Herbig seine filmischen Vorbilder studiert hat. Zum anderen verschaffen der selbstverständliche Einsatz von Modernismen (wir sagen nur Radarfalle!) im Western-Ambiente sowie der bayerische Sprachgebrauch dem Film seinen besonderen Flair. Konsequent angewendet ist das eben komisch. Und dafür braucht sich wirklich niemand zu schämen!
-Darsteller: Michael Bully Herbig, Christian Tramitz, Sky Du Mont
-Format: Deluxe Edition, Dolby, DTS, PAL, Surround Sound, Widescreen, Anamorph
-Sprache: Deutsch
-Region: Region 2
-Bildseitenformat: 16:9
-FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
-Studio: Ufa/DVD
-DVD-Erscheinungstermin: 19. Januar 2002
-Spieldauer: 81 Minuten
-Durchschnittliche Kundenbewertung: basierend auf 184 Rezensionen. (Schreiben Sie eine Rezension!)
-DVD Features:
Disc 1: Hauptfilm (82 Min.)
Kommentaraudio mit Dimitri, Bully und Winnetouch
Untertitel: D für Hörgeschädigte und Nicht-Südstaatler
Disc 2: Über 1,5 Std. Bonusmaterial
Die "Legende": halbstündiges Making Of, Produktionsnotizen, Hintergrundszenen, alternativer Anfang,
entfallene und verpatzte Szenen
Winnetouch's Urlaubs-Dias
Special Effects Featurette
Marketing Wüste (Trailer, TV- und Funkspots, Bullys TV-Auftritte uvw.)
Abahachi's Stammbaum (Interviews mit den Charakteren)
Bleichgesichter (Biographien und Interviews mit Cast & Crew)
DVD-Rom Part mit jeder Menge Spielen, Links und spannenden Informationen
ZUM FILM
Kann sich das Publikum irren? Geht man nach professionellen Kritikern, dann ja. Aber im Falle von Der Schuh des Manitu haben die Kinogänger rekordverdächtig mit den Füßen abgestimmt. Mehr als neun Millionen wollten Michael "Bully" Herbigs Karl-May-Comedy sehen. Damit dürfte sein liebevoller Frontalangriff auf Winnetou und Co. der bislang erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten sein.
Abahachi (Bully) -- Häuptling der Apachen -- hat es satt: Er will für seinen Stamm endlich einmal ein ordentliches Stammlokal haben. Da er etwas knapp bei Kasse ist, nehmen er und sein Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) eine Hypothek bei Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch auf. Immerhin hatte er das astreine Angebot eines nur scheinbar seriösen Immobilienhändlers aus Wyoming namens Santa Maria (kongenial: Sky Dumont!) vorliegen. Und hier geht der Ärger auch schon los: Die schöne Immobilie war nur Fassade, Santa Maria erschießt den Sohn des Schoschonenhäuptlings, wofür der Schoschonen-Chef irrtümlich Abahachi verantwortlich macht und beide an den Marterpfahl bindet. Nur unter großer Lebensgefahr und unter fahrlässiger Inkaufnahme des Todes von des Häuptlings Lieblingskaninchen Echter Hase können unsere beiden Helden entkommen. Wie gut, dass Abahachi sich an eine Schatzkarte erinnert, die ihm seine Geldprobleme vom Hals schaffen könnte. Wie schlecht, dass er diese in vier Teile aufgeteilt hat.
Den Schuh des Manitu als eine Satire bezeichnen zu wollen, würde den Kern des Films nicht richtig treffen. Nimmt er die Karl-May-Verfilmungen wirklich aufs Korn oder ist es nicht vielmehr eine augenzwinkernde Hommage? Im Zweifelsfall beides. Denn so richtig bösartig geht Herbig in keiner Szene mit seinen Helden um. Dafür gibt es umso mehr über die geliebten Helden der Jugendzeit zu entdecken. Endlich erfährt man, was Blutsbrüderschaft wirklich bedeutet, nutzen Abahachi und Ranger doch jede Gelegenheit, sich wie ein altes Ehepaar zu zanken -- Waldorf und Statler lassen grüßen. Wir lernen auch, dass Winnetou in Liebesdingen so abstinent nicht gewesen sein kann: Schließlich sind Abahachi und dessen schwuler Zwilling Winnitouch seine Söhne.
Nimmt man alles zusammen, dann wird es schwer, den ungeheuren Erfolg des Films allein durch eine möglichst abstruse Story zu erklären. Denn das, was den Schuh des Manitu wirklich auszeichnet, ist zum einen der virtuose Umgang mit seinen Vorbildern. Von der Kameraführung angefangen über den Schnitt bis zur Musik spürt man, wie gut Herbig seine filmischen Vorbilder studiert hat. Zum anderen verschaffen der selbstverständliche Einsatz von Modernismen (wir sagen nur Radarfalle!) im Western-Ambiente sowie der bayerische Sprachgebrauch dem Film seinen besonderen Flair. Konsequent angewendet ist das eben komisch. Und dafür braucht sich wirklich niemand zu schämen!
22 Bewertungen, 7 Kommentare
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11.12.2006, 17:44 Uhr von VFB_fan_1893
Bewertung: sehr hilfreichSH gute übersicht Bitte um Gegenleistung
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11.11.2006, 15:24 Uhr von b00n1
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich
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03.11.2006, 21:42 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss aus dem Mittelmeer - bernie
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03.11.2006, 16:17 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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03.11.2006, 13:45 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht!, lg Lisa :-)
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03.11.2006, 13:29 Uhr von erdlicht
Bewertung: sehr hilfreichIst einfach ein Gute - Laune Film. LG
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03.11.2006, 13:16 Uhr von phobee
Bewertung: sehr hilfreichsh & liebe Grüße, Pia
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