Der Schuh des Manitu (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Dobby

Proseco im Wilden Westen

Pro:

einfach tuffig geil

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Endlich mal ein Western, wo echte Kerle zu sehen sind, wo Whiskey in strömen fließt und die Guten die Bösen besiegen. Mit Ausnahme letztem kann man diese ganzen Klischees in dem deutschen Western „Der Schuh des Manitu“ nicht so ganz ernst erwarten, eher singt der Oberschurke einen Song aus der Werbung (als Erfüllung eines „letzten Wunsches“), ein schwuler Sohn eines Indianerhäuptlings verzichtet auf sein Recht als Häuptling und macht im Wilden Westen eine Beauty-Farm auf und die Indianer haben so harte Namen wie „Listiger Lurch“ oder „Falscher Hase“. Nur so etwas ist auch zu erwarten, wenn die Macher der „Bullyparade“ (Pro 7) um Regisseur und Hauptdarsteller Michael „Bully“ Herbig einen Kinofilm zustande bringen.

Ganz kurz zur Geschichte: Apatschenhäuptling Abahatschi (Bully selbst) will sinnigerweise ein Stamm-Lokal für seinen Stamm eröffnen, welches gleich nach der Bezahlung an Schönling und Fiesling Santa Maria (brillant gespielt von Sky Du Mont) in sich zusammen bricht. Dabei wird auch noch Schorschonen-Häuptlingssohn „Falscher Hase“ erschossen, was Häuptling „Listiger Lurch“ auf Abahatschi wirklich sauer macht. Als dessen Haustier „Richtiger Hase“ auch noch von einem Marterpfahl erschlagen wird, ist Listiger Lurch wirklich sauer auf den Apatschenhäuptling und dessen weißen Blutsbruder „Ranger“. Die beiden wollen alles wieder gut machen und einen Schatz ausgraben, wobei Abahatschi nur ein Viertel der Schatzkarte hat. Da kommen dann auch noch sein schwuler Zwillingsbruder „Winnetouch“ (auch gespielt von Bully), der die Schönheitsfarm „Puder Rosa Ranch“ betreibt, und seine Freundin Uschi (gespielt von Marie Bäumer), die sich als Bardame durchschlägt, ins Spiel und das Chaos nimmt seinen Lauf, wobei selbst der deutsche Schriftsteller Karl May in dem Film vorkommt.

Neben den Gags am laufenden Band und der guten schauspielerischen Leistung kommt der bayrische Dialekt von Bully und Christian Tramitz (als Ranger) wirklich gut, ein freundliches „Servus“ findet man sonst eher selten in Westernfilmen. So ist es auch kein Wunder, dass unterstützt von der Fernsehwerbung der Film schon in den ersten Wochen ein riesiger Erfolg wurde. Deshalb: Wer ihn noch nicht gesehen hat, noch läuft er im Kino. Also nix wie hin, im Vergleich zu auferstandenen Dinos mit beschissener Story ist dies allemal der bessere Film.

18 Bewertungen