Der Schuh des Manitu (DVD) Testbericht

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ab 5,22
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Erfahrungsbericht von der_dominator

der passt wie angegossen...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da schleichen sie wieder, die beiden Blutsbrüder Abahachi (Michael „Bully“ Herbig) und Ranger (Christian Tramitz), galoppieren durch die trockene Wüste dem Sonnenuntergang entgegen. Wie wahre Männer eben. Aber selbst den eingefleischten Indianern wird das ständige Spurenlesen irgendwann langweilig. Sie benötigen einen Platz zum ausruhen, einen Platz an dem man genüsslich sein Bier trinken und den morgigen Tag bereden kann. Einen Platz wie den Apachenpub eben.


# Inhalt
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Und da sind wir auch schon im Land in dem die Schochonen schön wohnen. Apachen-Häuptling Abahachi leiht sich von eben diesen Schochonen Geld um vom Oberschurke Santa Maria (Sky Dumont) ein gemütliches Zweitheim zu erwerben. Das die Sache einen Haken hat versteht sich von selbst und ehe sich unsere beiden Ordnungshüter versehen liegt der Pub in Schutt und Asche und eine wilde Schießerei ist entbrannt.

Als Santa Maria dann auch noch falschen Hasen, seines Zeichens Sohn des Schochonenhäuptling listiger Lurch erschießt und sich mit dem erbeuteten Geld aus dem Staub macht ist das Chaos perfekt und Abahachi und Ranger finden sich am Materpfahl des nun feindlich gesinnten Indianerstammes wieder.

Erst zu spät fällt unserer Rothaut von seinem kleinen Schatz ein. Doch die Schatzkarte ist in vier gleiche Teile geteilt und im ganzen wilden westen zerstreut. Doch das ist im Moment noch das geringste Problem, denn zur Erinnerung: unsere beiden leicht tollpatschigen Protagonisten sind immer noch an einen Totempfahl gefesselt.

Die Nacht bricht ein, und wie von selbst lösen sich die Fesseln der beiden. Völlig verdutzt fliehen die beiden aus dem Lager der Schochonen gefolgt von Santa Maria und seinen Mannen und dem nach Rache lüsternen Indianervolk.

Der erste Weg führt die beiden auf die Puder-Rosaranch wo sie auf Abahachies warmen Zwillingsbruder Winnetouch treffen. Vom ersten Schock erholt und den ein oder anderer Prosecco im Blute machen sich die beiden auf getrennten Wegen Richtung Schatzkarte während Winnetouch die Ranch hütet. Und es kommt wie es kommen musste. Während Abahachi seinen Teil der Karte beim Griechen und „möchte gern Indianer“ Dimitri (Rick Kavanian) abholt überfallen Santa Marias Mannen inklusive Schlafmütze John, Ranger bei seinem Auftritt in Uschis (Marie Bäumer) Salon.

Gemeinsam mit den anderen Teilen der Karte und der geheimen Beschwörungsformel „das ist der Schuh des Manitu“ entdecken sie das Versteck des Goldschatzes. Und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.


# Meine Meinung
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Was habe ich gelacht, damals in der Freilichtbühne unterm Sternenhimmel als ich den Film, nach Millionen anderen endlich und zum ersten Mal, sah. Die Geschichte, so dumm und naiv sie dem ein oder anderen Kritiker auch erscheinen mag ist das Trittbett für einen, wohlgemerkt niveaulosen, aber absolut unterhaltsamen Comedyabend.

Von mir aus, nennt mich doch niveaulos wenn ich darüber lache wie Indianerzelte mit Tapetenrollern gestrichen werden. Wenn ich mich darüber amüsiere das Klappstühle anstatt Kriegsbeilen ausgegraben werden. Wenn ich mich über primitivste Wortspielereien freu wie ein Kind das den ersten Schnee sieht.

Von mir aus nennt mich respektlos, wenn Karl May, Gott hab ihn selig, 82 Minuten lang durch den Kakao gezogen wird, immer gemäß dem Motto dümmer geht’s nimmer. Es ist die Einfachheit und der Wille die Leute zum Lachen zubringen der diesen Film auszeichnet. Ich gebe ehrlich zu, für die Bullyparade konnte ich mich nie begeistern – für den Schuh des Manitus schon.

Ich lache immer noch, auch wenn die Geschichte bekannt, die Gags nicht mehr spontan oder unerwartet kommen. Einfach weil die im Film ständig, und an allen Ecken und Enden, vorhandene Situationskomik einfach unschlagbar ist. Ich würde nicht behaupten das hier großes Deutsches Kino gemacht wurden ist – aber erfolgreiches; mit ganz banalem Humor.


# Die DVD
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An sich ist aller drauf was der Hobbyindianer von heute braucht. Es gibt ein Making - Of das immerhin 22 Minuten zählt und den ein oder anderen Schmunzler wert sein dürfte, dazu den mittlerweile schon obligatorischen, und im Falle des Schuh des Manitu wirklich empfehlenswerten, Regiekommentar sowohl von Dimitri, Winnetouch als auch Michael “Bully“ Herbig.

Und wo andere DVDs bereits aufhören (beziehungsweise gar nicht erst angefangen haben) legt die zwei DVD starke „Deluxe Widescreen Edition“ erst richtig los. Neben 17 (!) entfallenen Szenen gibt es Outtakes und Produktionsnotizen en Mass. Wer auf Trailer und Fernsehauftritte scharf ist kann sich in der PR-Wüste austoben und findet dort neben TV- und Funkspots auch noch Hinweise auf die amerikanische Version, die ab und an doch recht eigenwillig übersetzt wurde. Dazu kommt Abahachies Stammbaum der mit allerhand wissenswertes über die Indianerfamilie Nr. 1 aufwartet und mit einer Handvoll Interviews und Winnetouchs famosen Zitterspiel (Achtung: Longplay *g*) aufwartet. Zur Freude der arg gebeutelten Winnetoufans befinden sich selbst redent alle drei Winnetou Trailer mit an Bord.

Das für mich eigentliche Highlight der Bonus DVD ist aber Winnetouchs Urlaubsdias Präsentation. Also Licht aus und den Diaprojektor angeschmissen denn Winnetouch kommentiert rund drei Minuten lang Bilder vom Filmdreh, wirklich witzig!

Wem das noch nicht reicht, der kann sich in „Bleichgesichter“ letzte Informationen über Cast & Crew besorgen. Auch hier sind wieder Interviews, angereichert mit Biografien an der Tagesordnung.

Einen Intellimode (Informationen während des Filmes) gibt’s obendrein, genauso wie den DVD-Rompart, der mit ach so spannenden Weblinks und simpel Spielen aufwartet. Insgesamt fasst das Bonusmaterial etwa zwei Stunden und dürfte auch den Durst wissensdurstigsten Indianer stillen.


Die Menüs...
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... sind beinahe vollständig animiert und wirklich Hochwertig. Besonders hervorheben möchte ich die Kapitelanwahl die mir wirklich hervorragend gefällt. In Form von westerntypischen „WANTED“ Anzeigen kann man zwischen den 20, recht gut und sinnvoll eingeteilten, Kapiteln wählen. Auch das ist natürlich animiert und mit stimmiger Hintergrundmusik hinterlegt.


Bild & Ton...
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... sind ebenfalls im oberen Bereich angesiedelt. Besitzer einer DTS Anlage kommen in Genuss eben dieses Tonformates, alle anderen „müssen“ mit Dolby Digital 5.1 vorlieb nehmen. Aber egal ob DTS oder Dolby Digital so tief waren sie noch nie in der Wüste. Ab und an riecht man den Wüstensand förmlich. Aber keine Angst so schön sich das ganze auch anhört Klapperschlangen und Geier bleiben dann doch auf der DVD.

Aber nicht nur der Ton ist wirklich gutgelungen, auch das Bild ist wirklich gut. Die Farben sind satt und kräftig so das, das Westernepos wirklich spaß macht. Den von Ciaomitglied „Kluk“ übernommenen Standbildtest besteht „der Schuh“ aufgrund seines wirklich perfekten Bildes mit Bravour.


# Fazit
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Ich muss sagen, ich hätte mir die DVD nicht zugelegt. Letztendlich war es meine Mom die auf das Kinohighlight des letzten Jahres im Wohnzimmer nicht länger verzichten wollte. Und ich muss sagen auch meine Skepsis ist vollends verflogen. Das der Schuh ein wirklich guter (besser: unterhaltsamer) Film ist wusste ich, das er auch nach dem fünften Mal noch lustig ist, weiß ich nun. Und da auch die Ausstattung sowie Bild und Ton wirklich gut ist, gibt es selbst für eingefleischte Karl May Veteranen keinen Grund mehr diesem „Meisterwerk“ abzuschwören.

Soweit ich weiß, soll der Film aber im April vom Markt genommen werden, da der Streifen im Sommer erneut (natürlich in der überarbeiteten Version) in die deutschen Kinos kommen soll. Wer also mit dem Gedanken spielt sich die DVD zuzulegen der sollte dies schnell tun. Von mir jedenfalls gibt’s eine klare Kaufempfehlung auch für all die, die weder Federn im Haar noch Tomahawk am Gürtel tragen.



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