Der letzte Mohikaner (1992) (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Lachesis

Einer der besten Abenteuerfilme der 90er Jahre!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

"Der letzte Mohikaner" war der zweite Teil von James Fenimore Cooper's berühmter Lederstrumpf-Reihe. Es ist zugleich der bekannteste und meistverfilmte. Die bis jetzt neueste Verfilmung stammt aus dem Jahre 1992 von Michael Mann.

Die Story:

Im Jahr 1757 herrscht auf dem noch wilden Amerikanischen Kontinent zwischen England und Frankreich Krieg um die Kolonialherrschaft. Der junge englische Offizier Duncan Heyward erhält den Auftrag die beiden Töchter des Obersten Colonel Munro sicher zu ihrem Vater ins Fort "William Henry" zu begleiten. Cora, die ältere, ist eine starke Frau, die immer bemüht ihre jüngere und schwächere Schwester Alice zu beschützen und zu verteidigen.
Dem Trupp wurde der angebliche Mohawk Magua als Führer unterstellt, der sich jedoch als Führer der Huronen erweist und einen blutigen Hinterhalt plant. Er sinnt auf Rache, denn Jahre zuvor hatt Munro seine Familie zerrissen und viele getötet, Magua selbst geriet in Gefangenschaft. Nun, wieder in Freiheit, ist sein einziges Ziel, Munro und dessen Töchter zu töten.
Doch sein Hinterhalt erfährt eine überraschende Wendung: drei Männer kommen Heyward und den Frauen zu Hilfe. Der Mohikaner Chingachgook mit seinem Sohn Uncas und seinem weißen Ziehsohn Falkenauge, der bei den Indianern aufgewachsen ist. Sie vertreiben die Huronen und töten viele. Doch Magua selbst entkommt.
Die drei Fremden bieten auch weiter ihre Hilfe an und geleiten die Engländer zum Fort. Falkenauge verliebt sich auf dem Weg dorthin in Cora. Es zeigt sich jedoch, dass das Fort von den Franzosen belagert wird und kaum noch eine Chance hat zu bestehen. Schließlich fällt es an die Franzosen und Munro muss mit all seinen Leuten das Fort räumen, um nach England zurückzukehren.
Doch Magua will noch immer Rache und richtet ein blutiges Massaker unter den Engländern an. Cora und Alice geraten in seine Hände. Falkenauge, Uncas und Chingachgook heften sich an seine Fersen, um die Frauen zu befreien und Magua endlich das Handwerk zu legen...

Die Darsteller:

Hauptdarsteller ist Daniel Day-Lewis in der Rolle des Falkenauge. Der Engländer ist ein sehr begabter und wandlungsfähiger Schauspieler, bekannt vor allem durch seine Rolle als Daniel in "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". Für sein Spiel des gelähmten Christy Brown in "Mein linker Fuß"erhielt er 1989 den Oscar als bester
Hauptdarsteller. Auch in der Rolle des freiheitsliebenden Helden Falkenauge kann er überzeugen.

Die weibliche Hauptrolle, Cora, ist mit Madleine Stowe besetzt worden. Sie wird einigen von euch aus "Fatale Begierde" bekannt sein, einem wesentlich größeren Publikum aber aus "Twelve Monkeys" mit Bruce Willis.

Wes Studi in der Rolle des rachsüchtigen, innerlich aber beinahe gebrochenen Magua, ist einer von Hollywoods Vorzeigeindianern. Der Mann mit dem markanten Gesicht spielte bereits die Hauptrolle in "Geronimo" und eine Nebenrolle als Pawnee in "Der mit dem Wolf tanzt".

Major Duncan Heyward wird von Steven Waddington dargestellt. Er spielte vor allem Nebenrollen, z.B. in "1492 - Die Eroberung des Paradieses" oder in "Sleepy Hollow".

Chingachgook Russel Means ist ein echter Oglalla-Sioux und war eine Zeit lang ein führendes Mitglied der Organisation "American Indian Movement", die seit vielen Jahrzehnten versucht auf die Missstände in Indianer-Reservaten aufmerksam zu machen und diese zu verbessern.

WEITERE DARSTELLER:

- Johdi May (Alice)
- Eric Schweig (Uncas)
- Dennis J. Banks (Ongewasgone)
- Maurice Roeves (Colones Munro)
- Colm Meaney (Major Ambrose)

Meinung:

Michael Mann ist hier eine wirklich großartige Verfilmung mit dichter Athmosphäre gelungen. Das Schauspieler-Ensemble ist gut aufeinander abgestimmt und durchweg überzeugend. Besonders gelungen ist die Darstellung des Magua durch Wes Studi und Russel Means in seiner Rolle als Chingachgook, der den Tod seines gesamten Volkes mit ansehn musste.
Der Film ist durchweg spannend und lässt einem keine Zeit für eine Pinkelpause. Dennoch kommt auch die Liebesgeschichte zwischen Cora und Falkenauge nicht zu kurz, ohne dabei zu kitschig und überzogen dargestellt zu werden.
Wer meine anderen Filmkritiken gelesen hat, hat vielleicht bemerkt, dass ich der Filmmusik immer besondere Aufmerksamkeit schenke. Und die ist bei diesem Streifen wirklich großartig und macht den Film erst richtig gut. Randy Edelmann und Trevor Jones sind die Komponisten der schönen sinfonischen Untermalung, die wahrscheinlich der Hauptgrund ist, dass ich mir diesen Film immer wieder ansehen kann.
(Den wunderbare Song "I will find you" gibt es in einer längeren Version auch von Enya).
Kurzum: mindestens ein toller Videoabend ist bei diesem Film drin. Wer aber sehr gern Abenteuer- und Indianerfilme sieht, wird hier wirklich einen tollen Film finden, der einen auch immer wieder fesseln kann!!!

Weitere Infos:

Drehbuch: Michael Mann, Christopher Crowe
Produzent: Michael Mann, Hunt Lowry
Kamera: Dante Spinotti
Originaltitel: "The last of the Mohicans"
Land: USA

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Clarinetta2

    22.11.2007, 19:16 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse Bericht