Der schmale Grat (DVD) Testbericht

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ab 3,85
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Erfahrungsbericht von diearschmade

Das war nur schmale Unterhaltung

Pro:

Ton und Bildqualität, Schauspielerei

Kontra:

lahme Story, wenig Effekte, zu viel Philosophie, kein roter Faden, Wo sind die angekündigten Stars?

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich bei meinem letzten Saturn Bummel das Bedürfnis hatte mir mal wieder einen guten Film zu kaufen, viel mir, mehr durch Zufall weil der Titel des Films war durch einen Werbeaufkleber verdeckt war, Der schmale Grat, in die Hände. Für 9,95€ eigentlich einen Versuch wert.

Worum geht's (CD Cover)
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Al eine US-Schützenkompanie 1942 auf der feindlich besetzten Südsee-Insel Guadalcanal landet, ahnt niemand, welche Kriegshölle dort auf sie wartet. Bald schon bekommen die Männer zu spüren, dass das Leben des Einzelnen wertlos ist und nur der Sieg zählt. Blutige Gefechte und gefährliche Patrouillen durch den unwegsamen Regenwald fordern gnadenlos ihre Opfer.

Ausgezeichnet mit dem Golden Bären 1999 und honoriert mit sieben Oscar Nominierungen ist "Der schmale Grat" ein unvergleichliches Meisterwerk er Filmgeschichte. Mitreißende Bilder, packende Kriegszenen und ein Weltstar-Aufgebot ließen TV-Spielfilm urteilen: "Die Erwartungen an dieses Kriegsepos waren hoch, Malick übertrifft sie alle."

Na ja, viel Honig. Zum Geschmack selber nachher mehr.

"Weltstar-Aufgebot"
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Hier einmal die vermeintlichen Megastars:

Sean Penn
Ben Chaplin
Adrien Brody
George Clooney
Jim Caviezel
John Cusack
Woody Harrelson
Nick Nolte
Elias Koteas
John C. Reilly

Da ich einen Großteil der Schauspieler nicht wirklich kenne, geschweige denn ihre schauspielerische Leistung einschätzen kann, möchte ich fair bleiben und jedem das eigene Urteil zu ihnen überlassen.

Was bietet die DVD
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Die DVD bietet ein völlig tonloses, langweiliges Menü mit vier Hauptauswahlpunkten:

Film starten
Szenenauswahl
Sprachauswahl
Sonderausstattung

Eigentlich reicht das für den normalen Heimgucker. Die Sonderausstattung ist nicht wirklich vielseitig. Sie bietet den original Kinotrailer, der, dass muss ich zugeben, den Film unheimlich gut präsentiert und die Tracks der melanesischen Musik (auch als CD erhältlich). Allerdings geht diese einem schon nach wenigen Liedern mächtig auf den Keks :o) das war's eigentlich zur DVD. Nicht viel, aber es reicht für einmal schauen.

Ton
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Der Ton kommt bei jeder Sprache im 5.1 Format aus dem Boxen. Das könnt ihr euch in Englisch, Deutsch, Spanisch und Deutsch für Hörgeschädigte antun.
Der Klang ist durchweg brillant, klar und deutlich. Da gibt's eigentlich nichts dran auszusetzen.

Musik
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Die Musik ist ein Mix aus den melanesischen Klängen und normaler Klassik. Diese ist überwiegend ruhig und unterstützt den melancholische Touch des Film. Pompöse Auftritte oder Ohrenwürmer, wie in Armageddon wird man hier nicht wieder finden. Zum Kauf würde sich der Soundtrack (wenn es denn einen gibt) wohl nicht eignen, mal schläft eher ein, als das man musikalisch verwöhnt wird.

Bild
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Die Bildqualität kann man getrost schnell abhaken. Sie ist DVD typisch, klares, helles, scharfes Bild. Allerdings scheint die DVD zwischendurch die Schichten etwas häufig zu wechseln, da zeitweise weise Blöcke zu sehen sind (nur für Sekunden).

Effekte
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Die "Effekte" beschränken sich eher auf das Abfeuern von Gewehren und unkontrollierten Bomben Einschlägen. Auch hier wird eher gekleckert als geklotzt. Da die Gefechte eh mehr Mangelware sind, freut man sich zwischendurch schon mal auf ein anständiges Gefecht. Leider wird daraus nicht mehr als das wilde umherlaufen dreckiger Mitzwanziger, schade eigentlich. Vereinzelt gibt es ein paar Szenen die schön anzusehen sind und wirklich den Eindruck von Spannung vermitteln.

Kritik
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Irgendwie bin ich ein wenig vom Film enttäuscht. Den ganzen Film durchweg wartet man darauf, dass sich der Handlungsstrang nun allmählich aufbaut. Jedes mal wenn es droht spannend oder unterhaltsam zu werden, wird der gerade aufgebaute rote Faden durch geistiges Geplänkel unterbrochen. Hier hört man noch die ersten paar male zu, irgendwann wird einem das allerdings zu viel. Man hat schließlich keinen Philosophiekurs vor sich, sondern einen Kriegsfilm.

Selbst wenn ich jetzt direkt nach fertig schauen des Film, überlege was alles hängen geblieben ist, dann nur, dass es ständig wechselnde Charaktere gab, viel Jungel und melanesische Vegetation, ab und zu ein paar Gefechte die sich immer in der gleichen melancholischen Art und Weise abspielten. Selbst hier wurde man von teilweisen Zeitlupenaktionen, gepaart mit geistigen Ergüssen nicht verschont. Noch einmal zurück zu den Charakteren. Die Schauspielerische Leistung war enorm gut und läst keinen Punkt offen. Die Wahl der Schauspieler dagegen schon eher. Es wird mit einer großen Palette an guten Schauspielern geworben, die allerdings so Häufig vorkommen, wie das Haar in der Suppe. George Clooney hat sage und schreibe fünf Minuten vor Schluss einen Zehn-Sätze-Auftritt, bei dem er eine Predigt an die Soldaten übers Saufen hält (sehr Oskar verdächtig muss ich schon sagen). Woody Harrelson (einer meiner Lieblingsschauspieler), hat seine völlig überflüssige Rolle hervorragend gespielt und das so gut, dass er sich am Ende völlig dämlich mit einem Anfängerfehler selbst ins Jenseits befördert (noch einen Oskar für Dämlichkeit wert).

Dagegen richtig überzeugt haben Sean Penn und Jim Caviezel. Sie haben ein klein wenig rotes Garn in den Film gebracht, weil sie die einzigen waren, die von Anfang bis Ende enthalten sind. Ebenso der energische Auftritt von Nick Nolte, einfach phantastisch. Die eigentlichen Stars sind jedoch die zahlreichen Statisten, sie machen das eigentliche Gefühl des Film aus, man sieht ihnen regelrecht die Strapazen an. Zu ihnen gehören auch die zahlreichen asiatischen Soldaten. Sie haben insgesamt einen noch besseren Eindruck hinterlassen, als die Amerikaner und das will im Hollywood benebelten Amerika schon was heißen.

Was ich immer noch nicht verstehe ist die Rolle der melanesischen Eingeborenen. Sie tauchen immer wieder auf, ohne dass ihre Bedeutung klar wird. Vielleicht um ihre relativ ansprechende Musik in den Film einfließen zu lassen. Allerdings hat man das in anderen Filmen inhaltlich schon geschickter angestellt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum die Nominierungen halt nur Nominierungen geblieben sind. Was den philosophischen Charakter des angeht, so sollte es wohl an den Stil von Forrest Gump anknüpfen, allerdings sind hier sowohl die Bilder, als auch die Texte besser. Versteht mich nicht falsch, ich mag durchaus Filme, die zum nachdenken anregen, irgendwann ist aber eine Grenze erreicht und man möchte im Kontext vorwärts kommen. Leider kommt ,Der schmale Grat' nicht über diese Hürde hinaus.

Der Film soll aufzeigen (wie schon sooft) das Krieg einfach eine der schlimmsten und grausamsten Dinge ist. Zum Glück bringt der Film wenigstens diese Message vernünftig rüber, vorausgesetzt man ist bei den geistigen Ergüssen nicht weggenickt.

Fazit
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Als Einmal-Unterhaltung bestimmt ganz gut. Für einen Dauerbrenner wie Forrest Gump oder Der Soldat James Ryan halte ich ihn allerdings nicht. Am besten ihr bildet euch selbst eine Meinung zum Film.

Geschrieben für Ciao und Yopi

43 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Sommergirl

    22.08.2006, 19:04 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kriegsfilme sind nicht so mein Ding

  • Baby1

    13.10.2005, 14:19 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut geschrieben LG Anita

  • BaBy1987

    18.08.2005, 12:40 Uhr von BaBy1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    auch wenn man das vom film nicht behaupten kann! lg Pia