Desperados: Wanted Dead Or Alive (PC Strategiespiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Friscokid
Robin Hood: Ein ehrwürdiger Nachfolger der \
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Er ist da! Noch nicht in voller Lebenskraft – zugegeben. Aber es reicht zumindest für einen ersten Eindruck. Die Rede ist von „Robin Hood – Legend of Sherwood“, dem mit Spannung erwarteten Taktik-Knüller aus dem Hause Spellbound. Seit gestern kann man sich nun eine spielbare Testversion des Echtzeit-Strategiespiels auf der offiziellen Website downloaden. Glücklich diejenigen, die über eine zügige Verbindung verfügen.
Dabei sah zunächst alles so aus, als müsse die Spielergemeinschaft mindesten bis zum 1. Quartal 2003 auf heißen Kohlen sitzen. Dass ein Release-Termin vorverlegt wird ist nicht die Regel, hat sich aber im Falle von „Robin Hood“ bestätigt. Denn ab Mitte November befindet sich das Spiel im Fachhandel, wo es aller Voraussicht nach von gierigen Händen ergriffen wird. Es ist im Übrigen kein allzu großes Wunder, dass sowohl hüben als auch drüben die Erwartungshaltung ungeahnte Dimensionen erreicht, handelt es sich doch schließlich um den inoffiziellen Nachfolger von „Desperados – Dead or alive“, dem Taktikgame also, dass die Sparte „Echtzeitstrategie“ revolutionierte, indem die Handlung schlicht und ergreifen in den „Wilden Westen“ verlegt wurde und endlich eine geradezu herzerfrischende Alternative zu drögen und bierernsten Szenarien à la Commandos (Zweiter Weltkrieg) geboten wurde. Kein Wunder also, dass sich die Euphorie bei Bekanntmachung von „Robin Hood“ kaum bremsen ließ zumal eingefleischte Fans vergeblich auf die ursprünglich angepriesenen Add-ons zu „Desperados“ warteten und dieses Projekt allem Anschein nach auch begraben werden kann.
Zu den Einzelheiten: Die grafische Aufmachung ist wie erwartet tadellos und zeigt sich gegenüber „Desperados“ etwas ausgeklügelter und farbenprächtiger. Zwar ist die starre 2D-Perspektive etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits dürften aber auch Spieler mit älteren Rechnern das Spiel zum laufen bringen. In der Demo stehen neben Robin auch Jungfrau Marian, Bruder Tuck und Little John zur Verfügung. Deren Aufgabe ist es, durch entsprechendes taktisches Vorgehen, Will Scarlett aus den finsteren Verliesen einer gut bewachten Burg zu befreien. Beim ersten Probieren fällt auf, dass „Robin Hood“ wesentlich nahkampforientierter ist. War es bei Desperados quasi ein Ding der Unmöglichkeit, sich ins Getümmel zu stürzen und doch ungeschoren davonzukommen, ist dies hier kein ernstzunehmendes Problem: Man schicke Little John auf eine Traube von Gegner und zeigt den Jungs, wozu so ein Eichenknüppel denn alles gut sein kann. Interessanterweise haben sich die Entwickler eine innovative Kampftechnik einfallen lassen (vermutlich um „Klick-Orgien“ zu vermeiden), die darin besteht Gegner tot zu „malen“. Was sich zunächst etwas albern anhört macht in der Praxis aber richtig Spaß! Einfach eine gezielte Figur bei gedrückter Maustaste in die Luft malen und schon fliegen die Funken und die Gegner sehen im günstigen Fall „Sternchen“. Und das macht auch grundsätzlich Sinn, denn wo bei „Desperados“ diverse Fernwaffen zur Verfügung standen, gibt es hier historisch bedingt natürlich „nur“ entsprechend archaisches Geschütz (sprich: Pfeil und Bogen, Knüppel, Schwert ect.).
Jeder Figur stehen unterschiedliche Aktionen zur Verfügung. Robin schlägt Gegner nieder, kann Soldaten mit Geld anlocken und ablenken. Bruder Tuck hingegen fesselt mit Vorliebe niedergestreckte Feinde oder setzt sie den Verlockungen des Alkohols aus, indem er Bier als Köder auslegt. Betrunkene Wachen haben nämlich den entscheidenden Vorteil, dass ihre Wahrnehmung stark eingeschränkt ist. Jungfrau Marian ist in der Lage zu heilen und zu spionieren (obwohl dieses Feature in der Demo nicht gebraucht wird), Little John knüppelt Feinde nieder und kann Hilfestellung bei einer „Räuberleiter“ geben und Will Scareltt kann Steine schleudern, Gegner erwürgen und Pfeile mittels seines Schildes abwehren. Interessanterweise werden blutigen Gemetzel aber abgelehnt. Wer nach der Devise „je mehr Tote, desto besser“ handelt, verliert das Vertrauen in die Bevölkerung. Bei „Desperados“war dies meistens anders. Hiermit wird also im Grunde genommen die Taktikorientierung des Spiels untermauert – und das ist gut so.
Vom ersten Eindruck her ist „Robin Hood“ gut – ja sogar sehr gut. Es könnte genial sein – gäbe es nicht „Desperados“ als Maßstab. Ich hatte irgendwie das Gefühl, als sei „Robin Hood“ wesentlich leichter, als seien grobe Vorgehensweisen überhaupt kein Problem, um das Ziel zu erreichen. „Desperados“ hatte ja eigentlich das Prinzip, nicht gesehen zu werden und auf möglichst subtile Weise die Gegner zu beseitigen. Betäubungsmittel werfen, giftige Schlangen in uneinsehbare Winkel platzieren, Gegner blenden und becircen, sich heranschleichen: Das alles – so mein Eindruck – kommt etwas zu kurz und es bleibt zu hoffen, dass sich die Vollversion diesbezüglich anders gibt. Ob man sich bei Robin Hood letztlich an den Feind anschleicht, oder ihn direkt in rabiater Weise niederstreckt, scheint keinen sonderlich großen Unterschied zu machen. Wer „Desperados“ mochte, wird auch Spaß an Robin und seinen Gefährten haben. Denn das Spiel hat schon „Klasse“.
Doch der schrullige Charme der „Desperados“ wird auf den ersten Blick nicht erreicht. Dümmliche Cowboys, die sich unmotiviert am Allerwertesten kratzen, kultige dicke Mexikaner, deren Unterkörper beim Laufen zuerst ans Ziel gelangen, witzige Dialoge, ein „knackiger“ Schwierigkeitsgrad, eine herausragende Synchronisation und eine bestechende Bandbreite an Künstlicher Intelligenz: Das zeichnete das Wild-West-Geschehen aus. Und hiervon ist zumindest in der Demo von „Robin Hood“ herzlich wenig zu sehen.
Dabei sah zunächst alles so aus, als müsse die Spielergemeinschaft mindesten bis zum 1. Quartal 2003 auf heißen Kohlen sitzen. Dass ein Release-Termin vorverlegt wird ist nicht die Regel, hat sich aber im Falle von „Robin Hood“ bestätigt. Denn ab Mitte November befindet sich das Spiel im Fachhandel, wo es aller Voraussicht nach von gierigen Händen ergriffen wird. Es ist im Übrigen kein allzu großes Wunder, dass sowohl hüben als auch drüben die Erwartungshaltung ungeahnte Dimensionen erreicht, handelt es sich doch schließlich um den inoffiziellen Nachfolger von „Desperados – Dead or alive“, dem Taktikgame also, dass die Sparte „Echtzeitstrategie“ revolutionierte, indem die Handlung schlicht und ergreifen in den „Wilden Westen“ verlegt wurde und endlich eine geradezu herzerfrischende Alternative zu drögen und bierernsten Szenarien à la Commandos (Zweiter Weltkrieg) geboten wurde. Kein Wunder also, dass sich die Euphorie bei Bekanntmachung von „Robin Hood“ kaum bremsen ließ zumal eingefleischte Fans vergeblich auf die ursprünglich angepriesenen Add-ons zu „Desperados“ warteten und dieses Projekt allem Anschein nach auch begraben werden kann.
Zu den Einzelheiten: Die grafische Aufmachung ist wie erwartet tadellos und zeigt sich gegenüber „Desperados“ etwas ausgeklügelter und farbenprächtiger. Zwar ist die starre 2D-Perspektive etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits dürften aber auch Spieler mit älteren Rechnern das Spiel zum laufen bringen. In der Demo stehen neben Robin auch Jungfrau Marian, Bruder Tuck und Little John zur Verfügung. Deren Aufgabe ist es, durch entsprechendes taktisches Vorgehen, Will Scarlett aus den finsteren Verliesen einer gut bewachten Burg zu befreien. Beim ersten Probieren fällt auf, dass „Robin Hood“ wesentlich nahkampforientierter ist. War es bei Desperados quasi ein Ding der Unmöglichkeit, sich ins Getümmel zu stürzen und doch ungeschoren davonzukommen, ist dies hier kein ernstzunehmendes Problem: Man schicke Little John auf eine Traube von Gegner und zeigt den Jungs, wozu so ein Eichenknüppel denn alles gut sein kann. Interessanterweise haben sich die Entwickler eine innovative Kampftechnik einfallen lassen (vermutlich um „Klick-Orgien“ zu vermeiden), die darin besteht Gegner tot zu „malen“. Was sich zunächst etwas albern anhört macht in der Praxis aber richtig Spaß! Einfach eine gezielte Figur bei gedrückter Maustaste in die Luft malen und schon fliegen die Funken und die Gegner sehen im günstigen Fall „Sternchen“. Und das macht auch grundsätzlich Sinn, denn wo bei „Desperados“ diverse Fernwaffen zur Verfügung standen, gibt es hier historisch bedingt natürlich „nur“ entsprechend archaisches Geschütz (sprich: Pfeil und Bogen, Knüppel, Schwert ect.).
Jeder Figur stehen unterschiedliche Aktionen zur Verfügung. Robin schlägt Gegner nieder, kann Soldaten mit Geld anlocken und ablenken. Bruder Tuck hingegen fesselt mit Vorliebe niedergestreckte Feinde oder setzt sie den Verlockungen des Alkohols aus, indem er Bier als Köder auslegt. Betrunkene Wachen haben nämlich den entscheidenden Vorteil, dass ihre Wahrnehmung stark eingeschränkt ist. Jungfrau Marian ist in der Lage zu heilen und zu spionieren (obwohl dieses Feature in der Demo nicht gebraucht wird), Little John knüppelt Feinde nieder und kann Hilfestellung bei einer „Räuberleiter“ geben und Will Scareltt kann Steine schleudern, Gegner erwürgen und Pfeile mittels seines Schildes abwehren. Interessanterweise werden blutigen Gemetzel aber abgelehnt. Wer nach der Devise „je mehr Tote, desto besser“ handelt, verliert das Vertrauen in die Bevölkerung. Bei „Desperados“war dies meistens anders. Hiermit wird also im Grunde genommen die Taktikorientierung des Spiels untermauert – und das ist gut so.
Vom ersten Eindruck her ist „Robin Hood“ gut – ja sogar sehr gut. Es könnte genial sein – gäbe es nicht „Desperados“ als Maßstab. Ich hatte irgendwie das Gefühl, als sei „Robin Hood“ wesentlich leichter, als seien grobe Vorgehensweisen überhaupt kein Problem, um das Ziel zu erreichen. „Desperados“ hatte ja eigentlich das Prinzip, nicht gesehen zu werden und auf möglichst subtile Weise die Gegner zu beseitigen. Betäubungsmittel werfen, giftige Schlangen in uneinsehbare Winkel platzieren, Gegner blenden und becircen, sich heranschleichen: Das alles – so mein Eindruck – kommt etwas zu kurz und es bleibt zu hoffen, dass sich die Vollversion diesbezüglich anders gibt. Ob man sich bei Robin Hood letztlich an den Feind anschleicht, oder ihn direkt in rabiater Weise niederstreckt, scheint keinen sonderlich großen Unterschied zu machen. Wer „Desperados“ mochte, wird auch Spaß an Robin und seinen Gefährten haben. Denn das Spiel hat schon „Klasse“.
Doch der schrullige Charme der „Desperados“ wird auf den ersten Blick nicht erreicht. Dümmliche Cowboys, die sich unmotiviert am Allerwertesten kratzen, kultige dicke Mexikaner, deren Unterkörper beim Laufen zuerst ans Ziel gelangen, witzige Dialoge, ein „knackiger“ Schwierigkeitsgrad, eine herausragende Synchronisation und eine bestechende Bandbreite an Künstlicher Intelligenz: Das zeichnete das Wild-West-Geschehen aus. Und hiervon ist zumindest in der Demo von „Robin Hood“ herzlich wenig zu sehen.
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