Die Glücksritter (DVD) Testbericht

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ab 7,04
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von Realjackass

Kommt nicht über guten Durchschnitt hinaus

Pro:

Überzeugende Schauspieler

Kontra:

Nicht so lustig wie erwartet, manchmal langweilig

Empfehlung:

Ja

Als ich gestern Abend nicht so recht wusste, was ich mit der mir gegebenen Zeit anstellen sollte und gerade auch keine neue DVD zur Hand hatte, beschloss ich, mein Vertrauen einfach mal in das TV-Programm zu setzen. Und tatsächlich wurde zur besten Sendezeit auch eine vielversprechende Komödie ausgestrahlt, von der ich in der Vergangenheit schon des öfteren positives gehört habe. "Die Glücksritter" hielt allerdings nicht ganz meinen Erwartungen stand.




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+STORY+
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Die beiden äußerst reichen, kauzigen alten Brüder Randolph (Ralph Bellamy) und Mortimer (Don Ameche) Duke haben sich durch ihren Status als Börsenmogule einen Namen gemacht. Aus einer hitzigen Diskussion heraus, ob der Werdegang und der Charakter eines Menschen in seinen Genen liegt, oder von seinem sozialen Umfeld geprägt wird, schließen die beiden eine Wette ab. Ist es möglich, aus einem heruntergekommenen obdachlosen Kleinganoven einen erfolgreichen Börsenmakler zu machen? Und kann im Gegenzug dazu ein wohlhabender Snob durch zahlreiche Schicksalsschläge zum gewaltbereiten Ganoven werden?

Die Spielfiguren in dem hinterlistigen Schachspiel der Brüder sind der Bettler Billy Ray Valentine (Eddie Murphy), sowie der reiche Juniorpartner der Duke's, Louis Winthorpe III (Dan Aykroyd). Die beiden Kandidaten ahnen natürlich nichts von ihrem "Glück". Während man Louis all sein Hab und Gut, sowie seine Freunde und seine Verlobte nimmt, lebt Billy Ray plötzlich ein ihm unbekanntes Leben im Luxus und erweist sich sogar als tüchtiger Geschäftsmann. Als Billy jedoch herausfindet, was tatsächlich gespielt wird, tut er sich mit dem total fertigen Louis zusammen, um so den Duke's gemeinsam eine bitterböse Lektion erteilen zu können..




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+DATEN ZUM FILM+
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Originaltitel: Trading Places
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1983
Laufzeit: ca. 111 Min.
Freigabe: FSK 16

Regie: John Landis
Buch: Timothy Harris, Herschel Weingrod
Produzent: Aaron Russo
Kamera: Robert Paynter
Schnitt: Malcolm Campbell
Originalmusik: Elmer Bernstein
Casting: Bonnie Timmermann

Darsteller:
Dan Aykroyd.....Louis Winthorpe III
Eddie Murphy.....Billy Ray Valentine
Ralph Bellamy.....Randolph Duke
Don Ameche.....Mortimer Duke
Denholm Elliott.....Coleman
Jamie Lee Curtis.....Ophelia
Kristin Holby.....Penelope Witherspoon
uvm.




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+BEZUGSMÖGLICHKEITEN+
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In Deutschland ist Paramount für den DVD-Vertrieb von "Die Glücksritter" verantwortlich. Wie so oft markant für das Label ist die enorme Anzahl an Sprachen und insbesondere Untertiteln, die dem fremdsprachigen Filmfreund zur Verfügung stehen. Dementsprechend sollte man eigentlich auch mit einer Vielzahl an Extras rechnen dürfen, doch in dieser Hinsicht geht der Käufer leider gänzlich leer aus. Nicht einmal ein mikriger Trailer hat es auf die DVD geschafft und das ist schon recht enttäuschend.




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+KRITIK+
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Als ich mich kurz vor der Ausstrahlung von "Die Glücksritter" über den Film informierte, war in zahlreichen Foren und sonstigen Internetseiten immer wieder zu lesen, wie umwerfend lustig, kultig und schwarzhumorig der Film doch wäre. Zu meiner Enttäuschung jedoch musste ich dann letzten Endes feststellen, dass nichts davon voll zutrifft. Das hat mich schon deshalb überrascht, da für die Inszenierung des Streifens kein geringerer als John Landis verantwortlich war, Regisseur von Filmen wie "Blues Brothers", "American Werewolf" oder "Der Prinz aus Zamunda". Und ja, wenn ich mir so das Erscheinungsjahr von "Die Glücksritter" betrachte, dann kann ich mir schon vorstellen, dass das Werk im Jahr 1983 durchaus sein Publikum fand. Doch weder verstehe ich so recht den Kult um den Film, noch die Tatsache, dass er auch heute noch derart lobgepriesen wird.

Während es Filme gibt, an denen der Geist der Zeit kein bisschen zu nagen scheint und die einfach nicht älter werden, blieb "Trading Places", wie der Film im Original heißt, dieses Glück verwehrt. Gerade aus heutiger Sicht wirkt das Teil durchaus schon etwas angestaubt, wenn auch dadurch nicht gleich automatisch schlecht. Die Story selbst ist sowieso damals wie heute noch immer top, eine bessere Handlung kann sich ein Komödien-Regisseur nicht wünschen. Wenn ein armer Schlucker plötzlich im Börsengeschehen mitmischen darf und ein verwöhnter Snob hingegen von nun an auf der Straße leben muss, dann ist dies quasi eine Garantie für gutes und spaßiges Entertainment.

Leider aber ist "Die Glücksritter" nicht halb so komisch, wie er durchaus hätte sein können. Natürlich hat der Streifen seine humorvollen Höhepunkte und hier und da immer wieder mal treffsichere Gags, doch wirkliche Brüller finden sich fast nie. Nicht selten sogar geschieht es, dass die Lachmuskeln über einen längeren Zeitraum hinweg garnicht beansprucht werden. Ich weiß nicht so recht, in welches Genre "Die Glücksritter" einzuordnen ist, doch für eine Komödie fehlt schon noch einiges an Humor.

Was dann desweiteren etwas negativ ins Gewicht fällt ist die nicht abstreitbare Unlogik des Films. Sicherlich ist es nicht die Aufgabe eines jeden Regisseurs, sein Werk so nah wie möglich an die Realität zu binden, doch was einem hier präsentiert wird, ist leider ganz und garnicht nachvollziehbar. Während Louis' Verwandlung in einen trinkenden, selbstmordgefährdeten Obdachlosen noch recht gut dargestellt wurde, wird es beim Handlungsstrang um Billy Ray leider sehr unglaubwürdig. Man kann es einfach nicht so recht glauben, wenn das wortgewandte Plappermaul quasi von einer Minute zur anderen vom bettelnden Penner zum überraschenden Börsentalent mutiert.

Es gibt wie erwähnt schon so manch lustige Stelle, doch hin und wieder macht sich leider auch so etwas wie Langatmigkeit breit. John Landis legt nicht gerade ein beachtliches Tempo vor und erzählt seine Handlung manchmal einfach zu gestreckt, was man auch an der Spielzeit von etwa 111 Minuten erkennt. Um aber mal auf etwas erfreuliches zu sprechen zu kommen, möchte ich nun auf die Schauspieler eingehen. Dan Aykroyd ist seit jeher ein gestandener Komiker und Schauspieler, was man natürlich auch seiner gekonnten Darstellung des verzweifelten Louis Winthorpe ansehen kann. Der heute weltbekannte Eddie Murphy hingegen stand damals für "Die Glücksritter" erst zum zweiten Mal vor der Kamera. Dennoch spielte er schon damals genau so einzigartig wie auch heute noch. Jamie Lee Curtis schließlich ist die Dritte im Bunde der Hauptdarsteller und durfte in die Rolle einer Prostituierten schlüpfen. Hierfür zeigt sich Curtis von einer schauspielerisch, wie auch optisch äußerst reizvollen Seite. Für gewöhnlich kann ich der Schauspielerin nur wenig abgewinnen, doch hier macht sie ihre Sache schon gut. (Sehr überrascht haben mich übrigens einige Nacktszenen im Film, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Sowohl Jamie Lee Curtis, wie auch ein paar andere Darstellerinnen dürfen hin und wieder fast alle Hüllen fallenlassen. Ebenso herrscht ein äußerst vulgärer, manchmal fast schon rassistischer Sprachgebrauch, was wohl die Freigabe ab 16 erklären dürfte.) Unbedingt noch eine Erwähnung wert ist der unglaublich symphatische Schauspieler Denholm Elliott, der wie kein Zweiter in die Rollen der gutmütigen Nebendarsteller passt.




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+FAZIT+
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"Die Glücksritter" ist ein gut gemeinter Unterhaltungsfilm, der mit einer äußerst interessanten Theorie daherkommt, diese Thematik aber nicht schwungvoll genug aufbereitet. Auch das überzeugende Schauspielerensemble kann nicht über die immer wieder auftauchenden Durstrecken hinwegtäuschen, die dann und wann schon etwas langweilen. Auch als Familienfilm eignet sich "Die Glücksritter" durch seine Nacktszenen und den derben Sprachgebrauch nur bedingt. Dennoch, für Eddie Murphy und Dan Aykroyd Fans sicherlich sehenswert.

Von mir gibt es hierfür 5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.

Mfg
Realjackass

26 Bewertungen, 9 Kommentare

  • Baby1

    04.12.2006, 23:14 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    * LG Anita *

  • superlativ

    16.11.2006, 10:44 Uhr von superlativ
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße!!!

  • anonym

    16.11.2006, 00:09 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • anonym

    15.11.2006, 21:22 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • LittleSparko

    15.11.2006, 21:18 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • Gemeinwesen

    15.11.2006, 20:53 Uhr von Gemeinwesen
    Bewertung: weniger hilfreich

    Pluspunkte für die Filmnrezension, Abzüge dafür, dass der Beitrag als Kaufberatung leider eben nicht funktioniert - bei mir ergibt das unterm Strich leider nur eine durchschnittliche Bewertung. Nix für ungut und beste Grüße vom Gemeinwesen.

  • Sayenna

    15.11.2006, 19:33 Uhr von Sayenna
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :-)

  • panico

    15.11.2006, 19:02 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico :-)

  • LilaLisa

    15.11.2006, 18:18 Uhr von LilaLisa
    Bewertung: sehr hilfreich

    SCHÖNER Bericht!!! GLG Lisa :-D