Die Glücksritter (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
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Erfahrungsbericht von Donline
Etwas Elefantensülze?
Pro:
Temporeiche Komödie mit guter Story und glänzenden Schauspielern.
Kontra:
---
Empfehlung:
Ja
Welche Zutaten braucht man für eine gute Komödie?
Eine gute Story, hervorragende Schauspieler und jemanden der all dieses in Szene setzt.
Das alles finden wir in dem Film von Blues Brothers „Vater“ John Landis. Dieser hat mit Trading Places, ein gewollt doppeldeutiges Wortspiel, einen Film geschaffen, der immer in der Top 5 meiner Lieblingskomödien bleiben wird.
Die deutsche Übersetzung des Titels ist mit „die Glücksritter“, zwar wieder mal voll in die Hose gegangen, aber das kennen wir ja schon.
Die Story
Auf der einen Seite:
Louis Winthorpe III, ein aufstrebender Börsenmakler. Er absolvierte erfolgreich ein Harvard Studium, hat ein Haus, einen Butler und seine Verlobte Penelope ist auch noch die Nichte seiner Bosse, den Dukes. Alles in allem, ein perfektes Leben.
Auf der anderen Seite:
William „Billy Ray“ Valentine ein heruntergekommener Tagedieb und Betrüger, der sich mit Bettelei und kleineren Delikten über Wasser hält.
Durch einen dummen Zufall begegnen sich diese beiden. Billy Ray wird verdächtigt, Louis überfallen zu wollen und er kommt ins Gefängnis. Das er dort nicht vermodern muss, dafür sorgen die Dukes. Sie haben eine Wette abgeschlossen. Es geht um die Frage, ob der Erfolg eines Menschen in seinen Genen verwurzelt ist oder ob man aus jedem einen Geschäftsmann oder einen Bettler machen kann?
Sie sorgen dafür dass Billy Ray ein Yuppie wird und schicken durch geschickte Korruption Louis in die Gosse.
Das Experiment gelingt zunächst, läuft ihnen dann aber doch aus dem Ruder, als sich Valentine und Winthorpe erneut treffen...
Die Schauspieler und ihre Rollen
Dan Aykroyd, der vielen von uns als Blues Brother in Erinnerung ist und Eddie Murphy bilden ein perfektes Team. Sie spielen ihre Rollen sehr überzeugend und sind wandlungsfähig wie in keinem anderen Film den ich bisher gesehen habe.
Ralph Bellamy (Randolph) und Don Ameche (Mortimer) sind die Gebrüder Duke.
Während Ralph noch ein wenig Menschlichkeit zeigt, sind diese Vorzüge bei Don gänzlich ins hintertreffen geraten. Eigentlich sind beide nur auf eins aus. GELD!
Jamie Lee Curtis, ist die Tochter von Tony Curtis, spielt Ophelia. Eine Prostituierte, die Winthorpe im Laufe seines neuen Lebens kennen lernt. Sie überzeugt nicht nur durch ihre Schauspielerische Fähigkeiten, sondern geizt auch nicht mit ihren Reizen. Allerdings nie so das es schmutzig wirken könnte.
Denholm Elliot gibt hier in der Rolle des Butlers „Coleman“, sein bestes. Was wohl eigentlich nur eine Nebenrolle sein sollte, wird durch die Mimik und das Können, des leider viel zu früh verstorbenen Briten, so in Szene gesetzt, dass er für mich teilweise sogar die Hauptakteure in den Schatten stellt.
Paul Gleason ist der Undercover Agent Clarence Beeks, der für die Dukes einige “Geschäfte” erledigen muss. Ein rabiater Zeitgenosse, dem man besser aus dem Weg geht.
Erwähnenswert sind daneben noch die Gastauftritte von Country und Blues Legende Bo Diddley der einen Pfandleiher gibt, den Muppet-Show Mitbegründer Frank Oz als korrupten Cop und James Belushi in seinem kurzen Auftritt als Affe.
Meine Meinung
Was zunächst wie eine harmlose Komödie daher kommt, entwickelt sich bei genauerem hinsehen zu einem Feuerwerk an Ironie und Sarkasmus. Das ganze wird aber auch überschattet von Dingen die wir in einer Komödie nicht erwarten. Es stimmt schon nachdenklich, wenn man sieht wie man mit wenigen Mitteln zwei Leben so umkrempeln kann das sie sich grundlegend wandeln. Das ganz ist natürlich ziemlich überdreht und es gibt merkwürdigerweise auch kaum Reaktionen der Mitarbeiter und Freunde.
Ich meine wer würde sich nicht wundern, wenn ein angesehener Makler wegen ein paar Dollar die er gestohlen haben soll, den Job verliert und wenige Tage später durch einen Penner ersetzt wird?
Aber diese Fragen gibt es nicht.
Intrigen, sind hier an der Tagesordnung, werden aber durch die Story geschickt genutzt um ironisch auf alles anzuspielen, was mit Geld und Macht zu tun hat.
Der markanteste Spruch, der mir aus diesem Film immer hängen geblieben ist lautet:
Was immer Sie tun, bleiben Sie so wie sind, dass kann Ihnen keiner nehmen.
Ich glaube das ist eine Botschaft, an die wir uns alle von Zeit zu Zeit erinnern sollten.
Wenn ich könnte würde ich diesem Film 6 Sterne gegeben.
© Donline 13.08.2003 für Yopi
© Donline 10.11.2001 für Ciao
Eine gute Story, hervorragende Schauspieler und jemanden der all dieses in Szene setzt.
Das alles finden wir in dem Film von Blues Brothers „Vater“ John Landis. Dieser hat mit Trading Places, ein gewollt doppeldeutiges Wortspiel, einen Film geschaffen, der immer in der Top 5 meiner Lieblingskomödien bleiben wird.
Die deutsche Übersetzung des Titels ist mit „die Glücksritter“, zwar wieder mal voll in die Hose gegangen, aber das kennen wir ja schon.
Die Story
Auf der einen Seite:
Louis Winthorpe III, ein aufstrebender Börsenmakler. Er absolvierte erfolgreich ein Harvard Studium, hat ein Haus, einen Butler und seine Verlobte Penelope ist auch noch die Nichte seiner Bosse, den Dukes. Alles in allem, ein perfektes Leben.
Auf der anderen Seite:
William „Billy Ray“ Valentine ein heruntergekommener Tagedieb und Betrüger, der sich mit Bettelei und kleineren Delikten über Wasser hält.
Durch einen dummen Zufall begegnen sich diese beiden. Billy Ray wird verdächtigt, Louis überfallen zu wollen und er kommt ins Gefängnis. Das er dort nicht vermodern muss, dafür sorgen die Dukes. Sie haben eine Wette abgeschlossen. Es geht um die Frage, ob der Erfolg eines Menschen in seinen Genen verwurzelt ist oder ob man aus jedem einen Geschäftsmann oder einen Bettler machen kann?
Sie sorgen dafür dass Billy Ray ein Yuppie wird und schicken durch geschickte Korruption Louis in die Gosse.
Das Experiment gelingt zunächst, läuft ihnen dann aber doch aus dem Ruder, als sich Valentine und Winthorpe erneut treffen...
Die Schauspieler und ihre Rollen
Dan Aykroyd, der vielen von uns als Blues Brother in Erinnerung ist und Eddie Murphy bilden ein perfektes Team. Sie spielen ihre Rollen sehr überzeugend und sind wandlungsfähig wie in keinem anderen Film den ich bisher gesehen habe.
Ralph Bellamy (Randolph) und Don Ameche (Mortimer) sind die Gebrüder Duke.
Während Ralph noch ein wenig Menschlichkeit zeigt, sind diese Vorzüge bei Don gänzlich ins hintertreffen geraten. Eigentlich sind beide nur auf eins aus. GELD!
Jamie Lee Curtis, ist die Tochter von Tony Curtis, spielt Ophelia. Eine Prostituierte, die Winthorpe im Laufe seines neuen Lebens kennen lernt. Sie überzeugt nicht nur durch ihre Schauspielerische Fähigkeiten, sondern geizt auch nicht mit ihren Reizen. Allerdings nie so das es schmutzig wirken könnte.
Denholm Elliot gibt hier in der Rolle des Butlers „Coleman“, sein bestes. Was wohl eigentlich nur eine Nebenrolle sein sollte, wird durch die Mimik und das Können, des leider viel zu früh verstorbenen Briten, so in Szene gesetzt, dass er für mich teilweise sogar die Hauptakteure in den Schatten stellt.
Paul Gleason ist der Undercover Agent Clarence Beeks, der für die Dukes einige “Geschäfte” erledigen muss. Ein rabiater Zeitgenosse, dem man besser aus dem Weg geht.
Erwähnenswert sind daneben noch die Gastauftritte von Country und Blues Legende Bo Diddley der einen Pfandleiher gibt, den Muppet-Show Mitbegründer Frank Oz als korrupten Cop und James Belushi in seinem kurzen Auftritt als Affe.
Meine Meinung
Was zunächst wie eine harmlose Komödie daher kommt, entwickelt sich bei genauerem hinsehen zu einem Feuerwerk an Ironie und Sarkasmus. Das ganze wird aber auch überschattet von Dingen die wir in einer Komödie nicht erwarten. Es stimmt schon nachdenklich, wenn man sieht wie man mit wenigen Mitteln zwei Leben so umkrempeln kann das sie sich grundlegend wandeln. Das ganz ist natürlich ziemlich überdreht und es gibt merkwürdigerweise auch kaum Reaktionen der Mitarbeiter und Freunde.
Ich meine wer würde sich nicht wundern, wenn ein angesehener Makler wegen ein paar Dollar die er gestohlen haben soll, den Job verliert und wenige Tage später durch einen Penner ersetzt wird?
Aber diese Fragen gibt es nicht.
Intrigen, sind hier an der Tagesordnung, werden aber durch die Story geschickt genutzt um ironisch auf alles anzuspielen, was mit Geld und Macht zu tun hat.
Der markanteste Spruch, der mir aus diesem Film immer hängen geblieben ist lautet:
Was immer Sie tun, bleiben Sie so wie sind, dass kann Ihnen keiner nehmen.
Ich glaube das ist eine Botschaft, an die wir uns alle von Zeit zu Zeit erinnern sollten.
Wenn ich könnte würde ich diesem Film 6 Sterne gegeben.
© Donline 13.08.2003 für Yopi
© Donline 10.11.2001 für Ciao
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