Die Monster AG (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von winterspiegel
Monster, zum Schreien komisch!
Pro:
Film, Extras, Musik, Sprecher
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Pixar - Disneys Computeranimationsschmiede brachte bisher einen Hit nach dem anderen hervor, und scheint mit Siebenmeilenstiefeln dem klassischen Zeichentrickfilmen - auch der Mutterfirma - den Rang abzulaufen.
Erst „Toy Story“, den ersten abendfüllenden komplett am Rechner entstandenen Spielfilm, dann den von Akira Kurosawa inspirierten Streifen „Das große Grabbeln“.
„Toy Story 2“ der darauf folgte, beeindruckte durch nie zuvor gesehene Effekte und einer, für solche Filme ungewöhnlich tiefgründigen Handlung.
Als nächstes kam „Monster AG“, die diese digitale Evolution fortsetzen sollte. Doch die Kreativen Leute vom Disney–Ableger, (oder sollte man doch besser Stützpfeiler sagen), arbeiten schon an „Finding Nemo“ - einem neuen Zukunftsweisenden Projekt, in dem eine weitere Hürde der Computeranimation in Angriff genommen werden soll, der realistischen Darstellung von Wasser.
Doch das ist noch Zukunftsmusik, und so will ich auf das letzte Werk der Pits und Bytes – Spezialisten um John Lasseter, dem Regisseur der „Toy Story“ Streifen, der diesmal produzierte eingehen.
Diese Deluxe Edition mit einer wirklichen Vielfalt an Extras, wurde dementsprechend gleich auf 2 DVDs „gepresst“.
Filmhandlung
Sulley und Mike sind richtige Stars in der Monsterwelt. Als eingespieltes Team sind sie unschlagbar, wenn es darum geht sich durch Portaltüren in das Zimmer der Kinder zu schleichen, und die ahnungslosen Gören zu erschrecken.
Sulley, der pelzige aber liebenswerte Hüne ist für die Angst zuständig. Mike, das pfiffige Einauge ist dafür verantwortlich, dass die so gewonnene Schreienergie in Behälter gespeichert wird, um den Boss Mr. Waternoose von der Monster AG, in der sie angestellt sind zufriedenzustellen.
Auch das Training, um den Erfordernissen eines Top-Erschreckmonsters gerecht zu werden, nehmen die beiden Freunde gemeinsam in Angriff.
So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Sulley und Mike sich immer an der Spitze befinden, wenn es darum geht am Jahresende den meisten Schreierfolg vorweisen zu können.
Randall dem verschlagenen Chamäleon–Monster und ärgsten Konkurrenten der beiden, ist das natürlich ein Dorn im Auge. Deshalb versucht dieser verbotenerweise nach Feierabend noch schnell ein paar Schreieinheiten sich abzuzapfen. Doch die herbeigerufene Portaltür wird für Sulley zum Verhängnis, der sich ihr verwundert nähert und ein Mädchen sich unbemerkt in die Fabrik einschleichen kann, wo doch jedes Monster weiß wie giftig doch kleine Kinder sind.
Sulley reagiert panisch als die Kleine mit ihm spielen will, bis er schließlich merkt, dass Boo - wie er das Mädchen nennt - eigentlich ganz ungefährlich ist.
Doch eine Einheit, die auf das Auffinden von Außermonströsen Lebens spezialisiert ist, ist Sulley und dem nervigen Balg schon auf der Spur. In einer Gaststätte findet er Mike, wo der ihm klarmacht was passiert ist. Derweil befreit Boo sich aus der Tasche, in die sie von Sulley gesteckt worden ist und löst ein heilloses Chaos unter den Gästen aus.
Die Drei flüchten in Mikes Wohnung, immer in Sorge von der Spezialeinheit entdeckt zu werden. Jetzt gibt es nur noch eine Möglichkeit, einigermaßen mit heiler Haut aus der Sache zu kommen: Boo muss so schnell wie möglich wieder zurück in ihre eigene Welt gebracht werden.
Dafür stecken sie die Kleine, die den beiden professionellen Kindererschreckern langsam ans Herz wächst, in eine niedliche Monsterverkleidung und schleusen sie so in die Firma ein, immer in Sorge nicht entdeckt zu werden.Doch das Auffinden von Boos Türe, gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Als sie vom schmierigen Randell, der mit Waternoose gemeinsame Sache macht, auch noch reingelegt werden, und durch eine Tür in die Welt der Menschen gestoßen werden, erscheint eine Rückkehr aussichtslos.
Doch aufgeben kommt für Sulley nicht in Frage, denn was die betrügerischen Randell und Waternoose mit Boo vorhaben, muss unter allen Umständen verhindert werden...
Kritik
Na ja, dachte ich, als ich von den Plänen von Pixar erfuhr ihren nächsten Animationsfilm mit dem Monster-aus-dem-Schrank-Thema zu realisieren. Wieder so eine Kindgerechte Handlung, mit denen die gut 500 Angestellten von Pixar wieder einen Volltreffer landen wollen.
Dass ihnen genau dieser Erfolg gelang, lag aber nicht nur an der Kinderorientierten Handlung, die bei Disney von je her ihre Tradition hat, sondern kommt sicher auch daher, dass die Story trotz meist niedlich - skurrilleer Monster überhaupt nicht kindlich, geschweige den kindisch daherkommt.
Es ist eher ein Turbulentes Abenteuer für Jung und Alt. Ein dickes Klischee möglicherweise, in diesen Fall aber sehr wohl zutreffend.
Die Macher verstehen es einfach immer wieder, ein breit gefächertes Altersspektrum für ihre Werke begeistern zu können.
Ein weiteres Erfolgsrezept ist eine gute ausgefeilte Geschichte, an der die ganze Zeit über akribisch gearbeitet wird. Das hat zur Folge, dass sie in keiner Sekunde einen schleppenden oder gar langweiligen Eindruck macht, sondern ganz im Gegenteil eher wie aus einem Guss wirkt.
Der Spaßfaktor der die eigentliche ganz große Stärke des Films ist, kommt so noch besser zum tragen, und so manch Möchtegern–Komödie kann sich von dieser Monsterhatz ganz sicher nicht nur eine Scheibe abschneiden.
Selbst nach dem Motto, besser gut geklaut als schlecht erfunden, gehen die Computer-Künstler unbeirrt ihren Weg. So finden sich Reminiszenzen von „Amagedon“ bis „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ in so mancher Kracherszene, in die sie entsprechend umgemünzt werden.
Auch die Charaktere sind genau aufeinander abgestimmt, und bedienen fast jedes gängige Klischee, um die zum Brüllen komischen Slapstick-Einlagen, wie zum Beispiel die mit dem tapsigen Erschreckmonster darzustellen. Zielsicher setzt es sich jedes Mal aufs neue der Kontaminierung durch Gegenstände aus der Menschenwelt aus, die angeblich äußerst giftig sind. Als reine Demütigung erweisen sich für den Tollpatsch dann die von der Spezialtruppe eingeleiteten Gegenmaßnamen - ein Running Gag der Sonderklasse.
Die Grafik ist vom Besten, dass es zur Zeit in diesem Bereich zu bewundern gibt, und kann nicht mal annähernd anhand von Szenenbildern vermittelt werden.
Eine Visuelle Wucht steht dem staunenden Zuschauer bevor, dass das menschliche Auge in den meisten Fällen fast schon wieder überfordert.
So gibt es auch ganz sicher beim mehrmaligen Anschauen, das eine oder andere Detail zu entdecken, dass beim ersten Durchlauf schlichtweg übersehen wurde.
Die kumpelhafte Beziehung zwischen Sulley und Mike ist aus Dutzenden von Budy–Filmen mit ihren ungleichen Charakteren entliehen, in der es auch schon mal richtig zwischen den beiden fetzt.
Ein tiefergehendes Eindringen in ihre Gefühlswelt á la „Toy Story“ bleibt allerdings aus, Taschentücher brauchen dem nach nicht gezückt zu werden. Sollten etwaige Sentimentalitäten dennoch aufkommen, wischt der Film sie mit seinem hohen Tempo schnell wieder beiseite.
Etwa wie im virtuosen und rasant gestalteten Finale, dass eine Achterbahnfahrt wie einen lahmen Sonntagnachmittagsausflug aussehen lässt, und die Widersacher sich abwechselnd in der Welt der Monster, und die der Menschen sich gegenseitig versuchen, die monströsen Köpfe einzuschlagen.
Stimmen
In der Originalversion spricht der massige John Goodman (Die Familie Feuerstein) das haarige Monster Sulley und gibt ihm so auch die nötige tiefe Stimmlage. In der deutschen Synchronisation spricht Reinhard Brock diesen Part, der mit seiner zwar guten, aber nicht genügend voluminösen Tonlage dieses Klassenziel nicht ganz erreicht.
Das quirlige einäugige Monster Mike wird von Billy Crystal (Harry und Sally) dargestellt, der seine Absage bei „Toy Story“ bereute und auf ein Mitwirken in dieser Produktion förmlich brannte.
Eine einwandfreie Verkörperung der Figur ist die Folge. Aber auch die deutsche Version mit Ilja Richter steht da kein Stück zurück. Der legendäre, ehemalige Disco-Moderator zeigt hier seine außergewöhnlich guten Qualitäten als Synchronsprecher.
Resümee
Fast hätte es Pixar geschafft ihren Erstling, und meinen immer noch auf Nummer 1 thronenden, persönlichen Favoriten - „Toy Story“ vom Sockel zu stoßen. Doch in dieser immer beliebter werdenden Filmsparte, der Computeranimation scheitern die Monster, nur noch ganz knapp vor dem Spielsachenensemble.
Schön blöd, dass die Macher gleich mit ihren ersten Gehversuchen, die Latte derartig hoch hängten und eine Geschichte hinzauberten, die das Nonplusultra darstellt, wenn es darum geht den Zuschauer sofort für sich zu vereinnahmen.
Deshalb ist Monster AG sicher nicht weniger gut, und ich mag mich irren, aber zum ganz großen Klassiker fehlt dann vielleicht doch noch ein Tick mehr an Tiefe.
Aber wegen der Konkurrenz aus dem Hause Dreamworks, die auch nur dadurch punktet, weil sie Disney kräftig durch den Kakao zieht, braucht diese Monstertruppe aber ganz bestimmt keinen „Shrek“ zu bekommen.
DVD 1
Auf dem ersten Silberling ist der 88 Minuten lange Film enthalten, der wie alle reinen CGI-Filme für dieses Medium direkt auf Digitalen Datenträger – eben die DVD überspielt wurde. Dieses so gewonnene Bild ist schlichtweg unglaublich, und die einzigen Grenzen dürften wohl bei diesem Sahnestück der Animation, in den Genetisch bedingten, unzureichenden Fähigkeiten der eigenen Augen liegen.
Auch der Ton macht da keine Ausnahme, er gehört mit zum Besten, was je auf meiner Anlage lief, und die hervorragend abgestimmten Sound-Effekte versetzen einen mitten in das turbulente Geschehen.
Original Kommentar mit sehr gut lesbaren deutschen Untertiteln.
Der filmbegleitende Kommentar von Regisseur Rete Docter, Co Regisseur Lee Unkrich, Drehbuchautor Andrew Stanton und Produzent John Lasseter, lassen auch den verwöhntesten DVD–Junkie nicht im Regen stehen.
Sie liefern sowohl informatives, als auch spaßiges Hintergrundwissen, über die von der Planung bis zur Fertigstellung fast 5 Jahre dauernden Arbeiten.
Eine (noch sehr zurückhaltende) Vorschau auf den nächsten Pixar – Film ist auch noch auf der Scheibe.
DVD 2
Die Macher führen einen höchst persönlich, in die mit sehr viel Liebe gestalteten Menüs ein. Das Ganze setzt sich in den einzelnen Abteilungen der Extras fort, in denen es sich mit wachsender Begeisterung stöbern lässt. Entweder mit Untertiteln, oder meist sogar synchronisiert, wird einem ein wirklich reichhaltiges Bonusprogramm geboten, für den nun wirklich für jeden etwas dabei sein dürfte. Allein die Unterteilung in zu viele Mini–Sparten und dadurch mögliche Unübersichtlichkeit wäre ein Grund zum meckern.
Wie schon erwähnt sind die Extras äußerst umfangreich, deshalb möchte ich nur noch auf die Goodies eingehen, die mir besonders aufgefallen sind, als da währen:
Die Kurzfilme „Mikes neues Auto“ und der „Vogelschreck“ sind noch eine nette Zugabe. Sie kommen aber nicht ganz an die Qualität des eigentlichen Filmes heran, was die Optik betrifft, sind aber dennoch allemal anschauenswert.
Wie schon in den Vorgängerfilmen von Pixar, kommen eigens produzierte Outtakes im Abspann zum Einsatz. Diese lustigen kurzen Clips mit filmischen Pannen, können hier im ganzen, bildschirmfüllenden Format bewundert werden.
Des weiteren einen äußerst interessanten Einblick in die Pixar-Produktionsstätten. Regisseure, Produzenten und sonstige wichtige Mitarbeiter stellen ihre Fun–Fabrik vor. In einer Art Disneyland für Erwachsene, sind die Macher dabei ihren unterschiedlichen, Kreativen Arbeiten nachzugehen und wie es scheint, außerdem auch noch jede Menge Spaß dabei zu haben.
Die Sprecher John Goodman und Billy Cystal bei ihren Tonaufnahmen, und Interviews zu ihren jeweiligen Charakteren, sind immer wieder für kurzweilige Unterhaltung gut.
Die Musik von Randy Newman, die für den Film in einem passenden 60er–Jahre Komödien Stil eingespielt wurde, wird in dieser Abteilung etwas näher betrachtet.
Mehrere weitere Features rund um die „Dreharbeiten“ runden das Gesamtbild durchweg positiv ab.
Deshalb kann ich als Fazit nur sagen, dass die ca. 5 Euro Mehrinvestition zur normalen DVD durchaus für diejenigen gerechtfertigt sind, die sich etwas für die Hintergründe nicht nur des Films, sondern auch der Firma interessieren.Auch unzählige neue Animationen die für Trailer und Werbung benutzt wurden, lohnen einen Kauf dieser Deluxe Edition.
Natürlich nicht zu vergessen das Bild, dass im Gegensatz zur konventionellen Fassung, mit einem originalen 1:1,85 Format daherkommt und man im wahrsten Sinne des Wortes, die ganze Breite des Filmspaßes gezeigt bekommt.
Sprachen: Deutsch / Englisch
Tonformate: dts 5.1 / Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 1:1,85
(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
Erst „Toy Story“, den ersten abendfüllenden komplett am Rechner entstandenen Spielfilm, dann den von Akira Kurosawa inspirierten Streifen „Das große Grabbeln“.
„Toy Story 2“ der darauf folgte, beeindruckte durch nie zuvor gesehene Effekte und einer, für solche Filme ungewöhnlich tiefgründigen Handlung.
Als nächstes kam „Monster AG“, die diese digitale Evolution fortsetzen sollte. Doch die Kreativen Leute vom Disney–Ableger, (oder sollte man doch besser Stützpfeiler sagen), arbeiten schon an „Finding Nemo“ - einem neuen Zukunftsweisenden Projekt, in dem eine weitere Hürde der Computeranimation in Angriff genommen werden soll, der realistischen Darstellung von Wasser.
Doch das ist noch Zukunftsmusik, und so will ich auf das letzte Werk der Pits und Bytes – Spezialisten um John Lasseter, dem Regisseur der „Toy Story“ Streifen, der diesmal produzierte eingehen.
Diese Deluxe Edition mit einer wirklichen Vielfalt an Extras, wurde dementsprechend gleich auf 2 DVDs „gepresst“.
Filmhandlung
Sulley und Mike sind richtige Stars in der Monsterwelt. Als eingespieltes Team sind sie unschlagbar, wenn es darum geht sich durch Portaltüren in das Zimmer der Kinder zu schleichen, und die ahnungslosen Gören zu erschrecken.
Sulley, der pelzige aber liebenswerte Hüne ist für die Angst zuständig. Mike, das pfiffige Einauge ist dafür verantwortlich, dass die so gewonnene Schreienergie in Behälter gespeichert wird, um den Boss Mr. Waternoose von der Monster AG, in der sie angestellt sind zufriedenzustellen.
Auch das Training, um den Erfordernissen eines Top-Erschreckmonsters gerecht zu werden, nehmen die beiden Freunde gemeinsam in Angriff.
So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Sulley und Mike sich immer an der Spitze befinden, wenn es darum geht am Jahresende den meisten Schreierfolg vorweisen zu können.
Randall dem verschlagenen Chamäleon–Monster und ärgsten Konkurrenten der beiden, ist das natürlich ein Dorn im Auge. Deshalb versucht dieser verbotenerweise nach Feierabend noch schnell ein paar Schreieinheiten sich abzuzapfen. Doch die herbeigerufene Portaltür wird für Sulley zum Verhängnis, der sich ihr verwundert nähert und ein Mädchen sich unbemerkt in die Fabrik einschleichen kann, wo doch jedes Monster weiß wie giftig doch kleine Kinder sind.
Sulley reagiert panisch als die Kleine mit ihm spielen will, bis er schließlich merkt, dass Boo - wie er das Mädchen nennt - eigentlich ganz ungefährlich ist.
Doch eine Einheit, die auf das Auffinden von Außermonströsen Lebens spezialisiert ist, ist Sulley und dem nervigen Balg schon auf der Spur. In einer Gaststätte findet er Mike, wo der ihm klarmacht was passiert ist. Derweil befreit Boo sich aus der Tasche, in die sie von Sulley gesteckt worden ist und löst ein heilloses Chaos unter den Gästen aus.
Die Drei flüchten in Mikes Wohnung, immer in Sorge von der Spezialeinheit entdeckt zu werden. Jetzt gibt es nur noch eine Möglichkeit, einigermaßen mit heiler Haut aus der Sache zu kommen: Boo muss so schnell wie möglich wieder zurück in ihre eigene Welt gebracht werden.
Dafür stecken sie die Kleine, die den beiden professionellen Kindererschreckern langsam ans Herz wächst, in eine niedliche Monsterverkleidung und schleusen sie so in die Firma ein, immer in Sorge nicht entdeckt zu werden.Doch das Auffinden von Boos Türe, gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Als sie vom schmierigen Randell, der mit Waternoose gemeinsame Sache macht, auch noch reingelegt werden, und durch eine Tür in die Welt der Menschen gestoßen werden, erscheint eine Rückkehr aussichtslos.
Doch aufgeben kommt für Sulley nicht in Frage, denn was die betrügerischen Randell und Waternoose mit Boo vorhaben, muss unter allen Umständen verhindert werden...
Kritik
Na ja, dachte ich, als ich von den Plänen von Pixar erfuhr ihren nächsten Animationsfilm mit dem Monster-aus-dem-Schrank-Thema zu realisieren. Wieder so eine Kindgerechte Handlung, mit denen die gut 500 Angestellten von Pixar wieder einen Volltreffer landen wollen.
Dass ihnen genau dieser Erfolg gelang, lag aber nicht nur an der Kinderorientierten Handlung, die bei Disney von je her ihre Tradition hat, sondern kommt sicher auch daher, dass die Story trotz meist niedlich - skurrilleer Monster überhaupt nicht kindlich, geschweige den kindisch daherkommt.
Es ist eher ein Turbulentes Abenteuer für Jung und Alt. Ein dickes Klischee möglicherweise, in diesen Fall aber sehr wohl zutreffend.
Die Macher verstehen es einfach immer wieder, ein breit gefächertes Altersspektrum für ihre Werke begeistern zu können.
Ein weiteres Erfolgsrezept ist eine gute ausgefeilte Geschichte, an der die ganze Zeit über akribisch gearbeitet wird. Das hat zur Folge, dass sie in keiner Sekunde einen schleppenden oder gar langweiligen Eindruck macht, sondern ganz im Gegenteil eher wie aus einem Guss wirkt.
Der Spaßfaktor der die eigentliche ganz große Stärke des Films ist, kommt so noch besser zum tragen, und so manch Möchtegern–Komödie kann sich von dieser Monsterhatz ganz sicher nicht nur eine Scheibe abschneiden.
Selbst nach dem Motto, besser gut geklaut als schlecht erfunden, gehen die Computer-Künstler unbeirrt ihren Weg. So finden sich Reminiszenzen von „Amagedon“ bis „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ in so mancher Kracherszene, in die sie entsprechend umgemünzt werden.
Auch die Charaktere sind genau aufeinander abgestimmt, und bedienen fast jedes gängige Klischee, um die zum Brüllen komischen Slapstick-Einlagen, wie zum Beispiel die mit dem tapsigen Erschreckmonster darzustellen. Zielsicher setzt es sich jedes Mal aufs neue der Kontaminierung durch Gegenstände aus der Menschenwelt aus, die angeblich äußerst giftig sind. Als reine Demütigung erweisen sich für den Tollpatsch dann die von der Spezialtruppe eingeleiteten Gegenmaßnamen - ein Running Gag der Sonderklasse.
Die Grafik ist vom Besten, dass es zur Zeit in diesem Bereich zu bewundern gibt, und kann nicht mal annähernd anhand von Szenenbildern vermittelt werden.
Eine Visuelle Wucht steht dem staunenden Zuschauer bevor, dass das menschliche Auge in den meisten Fällen fast schon wieder überfordert.
So gibt es auch ganz sicher beim mehrmaligen Anschauen, das eine oder andere Detail zu entdecken, dass beim ersten Durchlauf schlichtweg übersehen wurde.
Die kumpelhafte Beziehung zwischen Sulley und Mike ist aus Dutzenden von Budy–Filmen mit ihren ungleichen Charakteren entliehen, in der es auch schon mal richtig zwischen den beiden fetzt.
Ein tiefergehendes Eindringen in ihre Gefühlswelt á la „Toy Story“ bleibt allerdings aus, Taschentücher brauchen dem nach nicht gezückt zu werden. Sollten etwaige Sentimentalitäten dennoch aufkommen, wischt der Film sie mit seinem hohen Tempo schnell wieder beiseite.
Etwa wie im virtuosen und rasant gestalteten Finale, dass eine Achterbahnfahrt wie einen lahmen Sonntagnachmittagsausflug aussehen lässt, und die Widersacher sich abwechselnd in der Welt der Monster, und die der Menschen sich gegenseitig versuchen, die monströsen Köpfe einzuschlagen.
Stimmen
In der Originalversion spricht der massige John Goodman (Die Familie Feuerstein) das haarige Monster Sulley und gibt ihm so auch die nötige tiefe Stimmlage. In der deutschen Synchronisation spricht Reinhard Brock diesen Part, der mit seiner zwar guten, aber nicht genügend voluminösen Tonlage dieses Klassenziel nicht ganz erreicht.
Das quirlige einäugige Monster Mike wird von Billy Crystal (Harry und Sally) dargestellt, der seine Absage bei „Toy Story“ bereute und auf ein Mitwirken in dieser Produktion förmlich brannte.
Eine einwandfreie Verkörperung der Figur ist die Folge. Aber auch die deutsche Version mit Ilja Richter steht da kein Stück zurück. Der legendäre, ehemalige Disco-Moderator zeigt hier seine außergewöhnlich guten Qualitäten als Synchronsprecher.
Resümee
Fast hätte es Pixar geschafft ihren Erstling, und meinen immer noch auf Nummer 1 thronenden, persönlichen Favoriten - „Toy Story“ vom Sockel zu stoßen. Doch in dieser immer beliebter werdenden Filmsparte, der Computeranimation scheitern die Monster, nur noch ganz knapp vor dem Spielsachenensemble.
Schön blöd, dass die Macher gleich mit ihren ersten Gehversuchen, die Latte derartig hoch hängten und eine Geschichte hinzauberten, die das Nonplusultra darstellt, wenn es darum geht den Zuschauer sofort für sich zu vereinnahmen.
Deshalb ist Monster AG sicher nicht weniger gut, und ich mag mich irren, aber zum ganz großen Klassiker fehlt dann vielleicht doch noch ein Tick mehr an Tiefe.
Aber wegen der Konkurrenz aus dem Hause Dreamworks, die auch nur dadurch punktet, weil sie Disney kräftig durch den Kakao zieht, braucht diese Monstertruppe aber ganz bestimmt keinen „Shrek“ zu bekommen.
DVD 1
Auf dem ersten Silberling ist der 88 Minuten lange Film enthalten, der wie alle reinen CGI-Filme für dieses Medium direkt auf Digitalen Datenträger – eben die DVD überspielt wurde. Dieses so gewonnene Bild ist schlichtweg unglaublich, und die einzigen Grenzen dürften wohl bei diesem Sahnestück der Animation, in den Genetisch bedingten, unzureichenden Fähigkeiten der eigenen Augen liegen.
Auch der Ton macht da keine Ausnahme, er gehört mit zum Besten, was je auf meiner Anlage lief, und die hervorragend abgestimmten Sound-Effekte versetzen einen mitten in das turbulente Geschehen.
Original Kommentar mit sehr gut lesbaren deutschen Untertiteln.
Der filmbegleitende Kommentar von Regisseur Rete Docter, Co Regisseur Lee Unkrich, Drehbuchautor Andrew Stanton und Produzent John Lasseter, lassen auch den verwöhntesten DVD–Junkie nicht im Regen stehen.
Sie liefern sowohl informatives, als auch spaßiges Hintergrundwissen, über die von der Planung bis zur Fertigstellung fast 5 Jahre dauernden Arbeiten.
Eine (noch sehr zurückhaltende) Vorschau auf den nächsten Pixar – Film ist auch noch auf der Scheibe.
DVD 2
Die Macher führen einen höchst persönlich, in die mit sehr viel Liebe gestalteten Menüs ein. Das Ganze setzt sich in den einzelnen Abteilungen der Extras fort, in denen es sich mit wachsender Begeisterung stöbern lässt. Entweder mit Untertiteln, oder meist sogar synchronisiert, wird einem ein wirklich reichhaltiges Bonusprogramm geboten, für den nun wirklich für jeden etwas dabei sein dürfte. Allein die Unterteilung in zu viele Mini–Sparten und dadurch mögliche Unübersichtlichkeit wäre ein Grund zum meckern.
Wie schon erwähnt sind die Extras äußerst umfangreich, deshalb möchte ich nur noch auf die Goodies eingehen, die mir besonders aufgefallen sind, als da währen:
Die Kurzfilme „Mikes neues Auto“ und der „Vogelschreck“ sind noch eine nette Zugabe. Sie kommen aber nicht ganz an die Qualität des eigentlichen Filmes heran, was die Optik betrifft, sind aber dennoch allemal anschauenswert.
Wie schon in den Vorgängerfilmen von Pixar, kommen eigens produzierte Outtakes im Abspann zum Einsatz. Diese lustigen kurzen Clips mit filmischen Pannen, können hier im ganzen, bildschirmfüllenden Format bewundert werden.
Des weiteren einen äußerst interessanten Einblick in die Pixar-Produktionsstätten. Regisseure, Produzenten und sonstige wichtige Mitarbeiter stellen ihre Fun–Fabrik vor. In einer Art Disneyland für Erwachsene, sind die Macher dabei ihren unterschiedlichen, Kreativen Arbeiten nachzugehen und wie es scheint, außerdem auch noch jede Menge Spaß dabei zu haben.
Die Sprecher John Goodman und Billy Cystal bei ihren Tonaufnahmen, und Interviews zu ihren jeweiligen Charakteren, sind immer wieder für kurzweilige Unterhaltung gut.
Die Musik von Randy Newman, die für den Film in einem passenden 60er–Jahre Komödien Stil eingespielt wurde, wird in dieser Abteilung etwas näher betrachtet.
Mehrere weitere Features rund um die „Dreharbeiten“ runden das Gesamtbild durchweg positiv ab.
Deshalb kann ich als Fazit nur sagen, dass die ca. 5 Euro Mehrinvestition zur normalen DVD durchaus für diejenigen gerechtfertigt sind, die sich etwas für die Hintergründe nicht nur des Films, sondern auch der Firma interessieren.Auch unzählige neue Animationen die für Trailer und Werbung benutzt wurden, lohnen einen Kauf dieser Deluxe Edition.
Natürlich nicht zu vergessen das Bild, dass im Gegensatz zur konventionellen Fassung, mit einem originalen 1:1,85 Format daherkommt und man im wahrsten Sinne des Wortes, die ganze Breite des Filmspaßes gezeigt bekommt.
Sprachen: Deutsch / Englisch
Tonformate: dts 5.1 / Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 1:1,85
(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
30 Bewertungen, 2 Kommentare
-
04.06.2004, 17:59 Uhr von catmother
Bewertung: sehr hilfreichIch hab den nun endlich mal gesehen, fand ihn aber nicht so gut wie Ice Age.
-
23.05.2004, 11:33 Uhr von kleenerknuffi
Bewertung: sehr hilfreichBei mir haben die beiden lustigen Monster den Platz vor den Spielzeugfiguren eingenommen. Mitlerweile den ersten Platz aber wieder für den süßen Nemo räumen müssen. Liebe Grüße Bine
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