Die Monster AG (VHS) Testbericht

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ab 14,47
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Erfahrungsbericht von The_Wishmaster

Disney lässt die Monster los!

Pro:

...

Kontra:

...

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leserinnen und Leser!



Inzwischen sollte ich es sich ja rumgesprochen haben, dass Metaller seltsamen Geschmack haben, sowohl was Musik als auch was Filme betrifft. Somit dürfte es keinen verwundern, wenn ich heute mal wieder in unserer DVD-Sammlung gekramt habe und dort unter \"D\" wie \"Disney\" eine unserer zahlreichen Silberscheiben hervorgekramt habe - im Falle von \"Die Monster AG\" gar als Deluxe Edition im Doppel-DVD-Set... *g*




| ° Story
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James Sullivan ist in seiner Firma der absolute King und kurz davor einen Rekord aufzustellen: Den Schrei-Rekord. Schrei-Rekord? Richtig, denn wir befinden uns in einer Parallelwelt zu der unsrigen, die Firma nennt sich Monster AG und Sullivan ist ein plüschiges, behaartes, lilablassblaues Monster mit zwei Hörnern und einem furchterregenden Gebiss. Wie seine Arbeitskollegen auch, so klettert er des nachts durch die Wandschränke in die Zimmer der Kinder und erschreckt sie. Die Energie dieser Schreie wird eingesammelt und daraus Strom für die Welt der Monster gewonnen. Da derzeit eine Schrei-Krise herrscht, hat Sullivan beinahe eine Art Heldenstatus inne, zumal sich einige Monster selbst vor den Kids fürchten - Berührungen der kleinen Wesen sagt man nämlich nach, dass sie die großen bösen Monster umbringen würden.

Also ob das noch nicht genug wäre, so sorgt auch ein firmeninterner Wettstreit mit dem schmierigen Randall für Zündstoff. Die Situation wird aber erst brisant, als eines nachts ein kleine Mädchen durch ein Portal mit in die Welt der Monster kommt. Anfangs brechen Sullivan und sein Partner Mike Glotzkowski in Panik aus, aber es ist vor allem Sullivan selbst, der sich nach und nach immer mehr mit dem kleinen Mädel anfreundet, sie gar liebevoll \"Buh\" nennt und sie vor den anderen Monstern beschützen will - entgegen Glotzkowskis Beteuerungen, dass sie sich damit großen Ärger einhandeln werden. Und der steht unausweichlich bevor, denn auch Randall hat mitbekommen, dass ein Kind in der Welt der Monster ist und möchte es für ein ganz spezielles Experiment missbrauchen...




| ° Meine Meinung
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Zuerst habe ich den Film damals im Kino gesehen und war eigentlich von der ersten Sekunde an begeistert. Das lag sicher erst einmal an der hervorragenden Technik, denn die Pixar Studios haben hier einfach einen technisch phänomenalen Trickfilm abgeliefert, der die Konkurrenz nahezu komplett alt aussehen lässt. Dabei merkt man erst nach wenigen Minuten, dass eigentlich auch die Story wirklich mit viel Liebe umgesetzt worden ist und man sich wirklich etwas hat einfallen lassen. Alleine schon die Idee, die Schreie der Kinder zu Energie umzuwandeln und den Monstern somit einen Beweggrund für ihr Handeln zu geben ist wahrhaft genial. Selbiges gilt auch für die komplette Firma der Monster AG, wo über riesige Rollbahnen und Transportschienen die einzelnen Türen herangefahren werden, mit deren Hilfe die Monster überhaupt erst in die Wandschränke der Kinder gelangen.

Das alles wurde mit unglaublich viel Charme und Perfektion auf die Leinwand transportiert und man nimmt den Protagonisten tatsächlich ab, dass es in der Monsterwelt eben so zugeht, als wäre es das normalste der Welt. Die Story wird dabei stets rasant und mit viel Witz erzählt, so dass man als Zuschauer nicht einmal den Ansatz einer Chance hat sich zu langweilen. Dafür sorgen genug Nebencharaktere, die abgesehen von \"Buh\" Sympathien auf sich ziehen und unterhalten wollen. Ein gutes Beispiels ist hier sicher Sullivans Arbeitskollege und Freund Mike Glotzkowski. Dieser überdimensionale grüne Flummi mit einem riesigen Auge und schlacksigen Gliedmaßen ist gerade prädestiniert für zum Schreien komische Situationen.

Egal ob er nun mit seiner Flamme beim Date ist, auf der Arbeit der strengen Verwalterin erklären muss, warum seine Unterlagen nicht auf dem neuesten Stand sind oder er zuhause mit Spraydosen herumexperimentiert - Lacher sind in jedem Fall garantiert und genau das ist es, was Monster AG so sympathisch und faszinierend macht. Es ergeben sich einfach immer wieder Situationen die urkomisch sind, weil eben alles in der Monsterwelt als das normalste überhaupt hingestellt wird. Dass darin ein Menschenkind natürlich nur für Unordnung sorgt, dürfte klar sein. Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch noch kurz der Yeti. Er spielt zwar für den Film nur eine verschwindend kleine Rolle, die ist aber dank schwäbischem Akzent einfach nur zum zum Brüllen. Hier zeigt sich wieder einmal, mit wieviel Liebe zum Detail hgearbeitet wurde und dass man auf solche Charaktere genausoviel Wert gelegt hat wie auf die Hauptfiguren.

Rein technisch muss man den Machern bescheinigen, dass sie schlicht und ergreifend ein großartiges Werk abgeliefert haben. Hat man die plastischen Gegenstände, Häuser und Hintergrundlandschaften schon in anderen Filmen das ein oder andere Mal ähnlich beeindruckend gesehen, so sind es hier vor allem die Details, die Monster AG zu einem ganz besonderen Film machen. Das größte Lob hat man sich dabei sicher für die Darstellung der Haare verdient, die einfach nur absolut realistisch aussehen. Dabei kommt es dem Film natürlich zugute, dass seiner Hauptdarsteller nach Belieben behaart sein können - in lilablassblau und am ganzen Körper wie Sullivan oder auch nur mit einem violetten Puschel am Kopf wie einer seiner Arbeitskollegen. In jedem Fall schwingen die Haare bei jeder Bewegung mit, die einzelnen Haare sind deutlich zu erkennen und man hat stets das Gefühl, dass man die Monster in der nächsten Sekunde in den Arm nehmen und knuddeln möchte, weil sie teils so flauschig aussehen.

Die perfekten Animationen sowie astreine Licht- und Schattenspiele runden den erstklassigen technischen Eindruck ab, keine Frage. Und zum Glück wird in Monster AG nicht gesungen - bis auf eine Stelle, an der sich der Gesang aber aus der Situationskomik heraus ergibt und damit absolut legitim ist. Diverse kleine Anspielungen und versteckte Gesellschaftskritik (im geringen Maße, aber immerhin) überraschen zudem mehr als positiv und so gibt es eigentlich letztlich keinen Grund, warum man die Monster AG nicht kennen sollte.




| ° DVD
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Die DVD liegt mir wie gesagt in der Deluxe Edition vor und ist alleine vom optischen her schon ein kleines Schmankerl. Als edel aufgemachter Pappschuber kommt sie daher mit Bonus-DVD und den üblichen Werbeflyern. Wenn man sich erst einmal den Film betrachtet, so muss man über das gestochen scharfe Bild staunen. Hier bestätigt sich einmal mehr der Kauf eines DVD-Players, denn so dermaßen kontrastreich, angereichert mit kräftigen Farben und ohne jegliches Bildflimmern oder Grieseln bekommt man den Film auf einem Videotape sicherlich nicht zu Gesicht. Aber gerade bei einem technisch derart perfektion Animationsfilm wirkt ein astreines Bild (im Format 16:9 bzw. 1:1,85) umso besser, weshalb ich in diesem Bereich nur die absolute Höchstnote geben kann. Ähnlich verhält es sich mit dem Sound, der mich zwar nicht genauso vom Hocker haut, aber im DTS-Format vorliegt und sogar durch ein THX-Aufkleberchen bestätigt wird. Die dargebotenen Effekte halten sich zwar in Grenzen, entfalten aber mit dem entsprechenden Equipment doch ihre volle Wirkung.

Ein wenig hinten an steht die DVD dann was Sprachen und Untertitel betrifft. Hier ist zwar mit den jeweils deutschen und englischen Versionen alles notwendige enthalten, aber vielleicht hätte ja der ein oder andere den Film gerne mal auf spanisch gekuckt, das fällt hier leider flach. Dafür hat es aber neben einem Trailer zu \"Findet Nemo\" noch ein recht unterhaltsamer Audiokommentar mit auf den ersten der beiden Silberlinge geschafft.

Richtig interessant wird es dann aber erst auf der zweiten DVD. Hier bekommt man einen unglaublichen umfangreichen Fundus an Featurettes und Making of-Schnipseln geboten, dass es eine wahre Pracht ist. In liebevoll gestalteten Haupt- und Untermenüs lässt sich nach Belieben stöbern und man wird dabei auf Beiträge über die Pixar Studios selbst, über die Techniken zur Animation, zum Charakterdesign, den Aufnahmen zur Musik und den Synchro-Stimmen, etc. stoßen, so dass man sich einen umfangreichen Einblick in eine Produktion wie Monster AG verschaffen kann. Besonders gelungen fand ich hierbei die Outtakes, die schon damals bei allen Kennern von \"A Bug\'s Life\" für Lacher gesorgt haben.

Auch hier wird wieder einmal gezeigt, was so alles \"während dem Dreh\" schief gegangen ist, was teils einfach nur zum Brüllen komisch ist und erneut zeigt, wieviel Liebe zum Detail die Jungs und Mädels von Pixar in dieses Projekt gesteckt haben. Dann seien noch die beiden Kurzfilme \"Mikes neues Auto\" und \"Der Vogelschreck\" erwähnt. Während ersterer ein amüsanter Kurzfilm rund um die Monster AG selbst ist, wird mit dem Vogelschreck (im Original \"For the Birds\") ein Oscar-prämierter Kurzfilm vorgestellt, der im Kino als Vorfilm lief und hier bei Ciao während seiner 3 Cent-Vergütung auch schon für Furore sorgte - den sollte also jeder kennen. Es gibt also jede Menge zu entdecken - und das sollte allen potentiellen Käufern selbst der Preis von ca. 27,- wert sein.




| ° Fazit
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Wir haben den Kauf nicht bereut, keine Frage. Der Film an sich sprüht vor Witz, wird flott erzählt und ist technisch einfach nur perfekt. Hinzu kommt eine grandiose DVD-Umsetzung mit üppigem Bonusmaterial auf Doppel-DVD, die endlich einmal wieder zeigt, dass man sich im Hause Disney mit den Silberscheiben auch wirklich Mühe geben kann - wenn man den will. Hier wollte man - das steht nicht zur Debatte - und somit ist im Endeffekt der Käufer der Gewinner, denn er darf sich über eine hervorragend aufgemachte DVD freuen.



In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Monstermaster



PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen heute Nacht Besuch von einem bösen Monster bekommen... ;)


Shake Heads - Für den Grief!

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • LittleSparko

    28.12.2006, 16:31 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela