Die Monster AG (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von PublicEnemy
Ein Plädoyer gegen Wandschränke
Pro:
sehr humorvoll, gelungene Parodien und Anspielungen, viel Liebe im Detail, tolle Charaktere
Kontra:
ein wenig hanebüchen, aber so kennt man es ja von Disney :)
Empfehlung:
Ja
(`*•.¸_ Vorwort _¸.•*´)
Vor wenigen Wochen erst habe ich mir mal wieder „die Monster AG„ angesehen, einen meiner liebsten Disney-Filme. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich ein großer Fan von Disney bin, insbesondere von seinen Zeichentrickfilmen. Ab und zu sind seine Filme zu kindisch, aber Oldies wie „Das Dschungelbuch“, „Bernhard und Bianca“ sowie neuere Filme wie „Ein Königreich für ein Lama“ wissen, wie man das Kind in mir begeistern kann. Zu diesen Filmen kann man getrost auch „Die Monster AG“ zählen, ein sehr lustiger Film über Freundschaft, Mut und auch Ehre.
(`*•.¸_ Die Story _¸.•*´)
Mike Glotzkowski ist ein Mitarbeiter in den Schrei-Werken von Monster City. Eine kleine Nummer, ein Handlanger, mehr nicht. Doch er hat einen großen Bonus, oder besser gesagt, gleich zwei: Seinen unwiderstehlichen Charme, dem die attraktive Monsterfrau Celia verfallen ist, sowie seine Freundschaft zum Erschrecker Nummer 1 der Fabrik, James Sullivan. Im Grunde ist Mike ein äußerst sympathisches Kerlchen, der optisch einer Bowlingkugel ähnelt. Wie gesagt, eine kleine Nummer, die in einer Werbung für die Fabrik von dessen Logo verdeckt wird.
Zusammen mit seinem Freund James erschrecken sie Kinder, bzw. James tut dies, denn Mike ist nicht furchterregend genug. Durch eine Art Dimensionstor steigt James Nachts durch die Wandschränke der Kinder und erschrickt diese. Mike sammelt die Schreie und mit dieser „Schrei-Energie“ wird die Stadt betrieben. Eine Art Strom könnte man sagen.
Im Grunde haben allerdings die Erschrecker mehr Angst als die Kinder selber, denn sie befürchten einen qualvollen Tod, wenn die Kinder sie berühren. Deshalb ist der Job auch sehr hart, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Kinder immer schwerer zu erschrecken sind. Eine Schreikrise bricht aus, und die Erschrecker haben eine Art Heldenstatus. Aber auch die Konkurrenz innerhalb der Firma ist hart. Randall ist ein widerlicher Zeitgenosse, selbst wenn man berücksichtigt, dass er ein Monster ist. Er ist die neidische Nummer zwei hinter James, und gönnt ihm seine Position nicht.
Es wird mit immer härteren Bandagen gekämpft und Randall schreckt auch vor krummen Methoden nicht zurück. So passiert es eines Tages, dass ein mutiges kleines Mädchen – von James und Mike liebevoll „Buh“ genannt – aus dem Wandschrank mitten in die Schreiwerke gelangt. Mike und James bekommen es mit der Angst zu tun, nicht nur wegen ihnen selber, sondern weil sie befürchten, dass man Buh schlimme Dinge antun wird. Als versteckt man sie kurzerhand.
Die beiden stellen sich die Sache einfacher vor, als sie ist. Einfach am Tag darauf in die Fabrik rein, die Tür zu Buh’s Zimmer suchen und sie in ihre Welt zurückschicken. Doch es wäre kein Disney-Film, wenn es so einfach klappen würde.
Man kann sich stattdessen auf eine rasante Jagd vorbereiten, welche mit vielen Wendungen und Überraschungen gespickt ist, sowie auch mit Verrat.
(`*•.¸_ Meine Kritik _¸.•*´)
Hui, was war ich begeistert, als ich den Film gesehen habe. Dazu muss ich sagen, dass ich ihn im Kino verpasst habe, er allerdings auch auf dem heimischen Bildschirm super rüberkommt. Die Tricks, welche aus den Pixar Studios kommen (Toy Story) sind allererste Sahne. Die Bewegungen sind unglaublich realistisch, und die Monsterchen kommen echt klasse rüber. Teilweise könnte man echt meinen, dass die ein oder andere Szene kein Animationsfilm ist. Und so ein Lob von mir, hat viel zu bedeuten, denn ich zähle mich eher zu den Zeichentrick-Liebhabern, als zu Freunden der Computeranimation.
Doch die Mühe, die man sich bei den Animationen gab, ging nicht auf Kosten der Unterhaltung. Die kuriose Rahmenhandlung ist zwar durchaus an der Realität und deren Probleme angelehnt, doch äußerst originell. Berücksichtigt man z.B. die „Schreikrise“ und andere Kleinigkeiten, so bin ich persönlich stark an die 80er Jahre erinnert worden, wo man lieber mal zu Fuß gegangen ist, als das Auto zu benutzen. Auch sonst gibt es wenige Anhaltspunkte dafür, dass sich Monster City in der heutigen Zeit befindet und umso mehr ein Äquivalent zu einem Europa der 80er Jahre darstellen soll. Aber dies „Ausnutzung“ des Charmes der 80er sei nur nebenbei erwähnt! :o)
Viel besser gefallen mir die Facettenreichen Charaktere. Mike ist so ein knuddeliges Monsterchen. Grün und nur eine großes Glubschauge, so was muss man einfach lieb haben. Aber so groß sein Mundwerk proportional zu seinem Körper ist, so gewaltig ist es auch in Aktion. Mike ist vom Temperament her eine Art „Eddy Murphy“, ein sympathischer Wortakrobat, den man einfach nur mögen Muss.
Doch noch einen Tick besser gefällt mir James. Ein großer knuffiger Kerl, der dramatische Ähnlichkeiten mit einem Brummbär hat. In Aktion wirkt er furchterregend, reißt sein Maul und die Augen auf, schreit herum, wie ein Ochse am Spieß. Doch außerhalb der Arbeit ist er so ein lieber und herzlicher Charakter, dass es nur so schmalzt. Der perfekte beste Freund eines vorlauten kleinen Wichtes halt.
Celia ist eine recht klischeehafte Zicke, die zwar total vernarrt in ihren „Glubschi“ ist, aber auch nicht immer viel Verständnis für ihn hat. Groß und schlank ist sie; mit ihren Schlangen als Haare erinnert sie an eine Medusa, und genauso ist Mike von ihr paralysiert. Doch diese Rolle ist etwas öde und eintönig. Celia hätte man gut und gerne rauslassen können, es würde nicht auffallen.
Randall, der in alle möglichen miesen Aktivitäten verwickelt ist, scheint ein Bösewicht wie aus dem Bilderbuch zu sein. Schlangenhaft bewegt er sich und spricht. Kein Wort kann man ihm glauben. Nichts darf man ihm glauben. Das reine Böse, dass sich gegen das reine Gute auflehnt. Nur wirkt der Bösewicht ein wenig zu schwächlich. Im direkten Vergleich zu James traut man ihm nicht viel zu. Ein etwas gemeineres Monster hätte nicht geschadet, aber Randall gibt sein Bestes.
Ganz anders ist da Buh! Sie ist soooo süß! So schnuffig, knuffelig, goldig und liebenswürdig. Mit ihren großen Augen und ihren Pippi-Langstrumpf-Zöpfen MUSS man sie einfach lieb haben. Sie ist so lieb, dass sogar James ganz in sie vernarrt ist. Ach je, was tat es meinem Herzen leid, als er sie wieder in ihre Welt schicken musste, ohne Aussicht, sie jemals wieder knuddeln zu dürfen. Disney-typischer Schmalz halt, aber so kitschig es mal wieder ist, so traurig machte es mich als Zuschauer.
Dann gab es noch eine Reihe von gelungenen Nebendarstellern. Der Yeti ist eine köstliche Parodie auf Reinhold Messner. Einfach traumhaft und meine liebste Nebenrolle in diesem Film. Ein bisschen schusselig, viel zu optimistisch und unwahrscheinlich freundlich kommt der Yeti rüber. Eine Parodie, über die sich Reinhold Messner sicher gefreut hat. Weniger dürften sich aber gewissen Hinterwäldler freuen, die auf den Arm genommen wurden. Aber umso lustiger waren die beiden schusseligen und verpickelten Azubis, wie man sie aus diversen Teenie-Streifen kennt. Ein bisschen mollig, mit fettigem Haar und miserabler Artikulation. Also, ich fand die beiden Deppen gelungen.
Ansonsten gibt es noch ein paar kleine Nebensächlichkeiten, die teilweise eine köstliche Satire auf die (US) Gesellschaft darstellen sollten. So ist die Child-Detection-Agency mit ihren fanatischen Dekonterminierungs-Aktionen und ihrer geistigen Starrheit eine Anspielung auf Geheimdienste wie der CIA oder dem FBI. Diese Strohpuppen wirken in ihren Schutzanzügen genauso hohl wie diese auch und dürften so manchen FBI-Beamten geärgert haben. Aber es ist ja alles nur Spaß.
Aber man muss schon sagen, dass der Film mal wieder typisch Disney ist, trotz der überraschenden Gesellschaftskritik, die an manchen Ecken durchscheint. Typisch weil alles schlecht aussieht, dann eine überraschende Wendung erlebt und in einem Happy-End resultiert. Aber das macht nichts, denn man ist es gewohnt. Und mal ehrlich: Will man es nicht auch insgeheim so?
Auch Werte wie „Freundschaft“ oder „Loyalität“ sowie „Hilfsbereitschaft“ kommen in dem Film zur Geltung, was ihm sogar einen pädagogischen Wert einräumt. Ein Kinderfilm? Naja, wenn man den lehrreichen Aspekt berücksichtigt, sowie den Fakt, dass man kindliche Urängste (Monster im Schrank) verarbeitet, könnte man es denken. Dies wird dadurch bestärkt, dass diese Ängste stark entschärft werden. Doch der Film ist nicht nur für Kinder, sondern eher für die ganze Familie, denn für gelungenen Humor ist man ja nie zu alt. Einige der Andeutungen werden kleine Kinder auch gar nicht verstehen. Reinhold Messner ist z.B. heutzutage nicht mehr so präsent und die gesellschaftlichen Anspielungen wird kaum ein Kind bemerken. Gelegentlich ist elterliche Erklärung nötig. Von solchen Nebensächlichkeiten abgesehen, kann man den Film aber natürlich getrost an Kinder weitergeben.
Die benannte Aufbereitung der kindlichen Ängste fand ich übrigens ganz besonders lustig. Sie wurde kindgerecht erklärt und auch wunderbar gelöst. Ich hatte zwar nie Angst vor Monstern in meinem Schrank, aber ich denke, nach diesem Film werde ich auch nie welche bekommen! :o)
(`*•.¸_ The Fazit _¸.•*´)
Die Monster AG ist ein wundervoller, bunter und Detailverliebter Animationsfilm, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich hatte überlegt, einen Stern abzuziehen, aufgrund einiger typischer Disney-Klischees, doch diese wurden mit viel Einfallsreichtum überspielt. Für Fans des Genres ist der Film ein Muss und auch für andere Leute, die gerne lachen, kann man getrost eine Empfehlung ausstellen.
Das VHS-Video kann man übrigens für ca. 14 Euro erwerben und die DVD habe ich ab etwa 24 Euro gesehen.
Vor wenigen Wochen erst habe ich mir mal wieder „die Monster AG„ angesehen, einen meiner liebsten Disney-Filme. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich ein großer Fan von Disney bin, insbesondere von seinen Zeichentrickfilmen. Ab und zu sind seine Filme zu kindisch, aber Oldies wie „Das Dschungelbuch“, „Bernhard und Bianca“ sowie neuere Filme wie „Ein Königreich für ein Lama“ wissen, wie man das Kind in mir begeistern kann. Zu diesen Filmen kann man getrost auch „Die Monster AG“ zählen, ein sehr lustiger Film über Freundschaft, Mut und auch Ehre.
(`*•.¸_ Die Story _¸.•*´)
Mike Glotzkowski ist ein Mitarbeiter in den Schrei-Werken von Monster City. Eine kleine Nummer, ein Handlanger, mehr nicht. Doch er hat einen großen Bonus, oder besser gesagt, gleich zwei: Seinen unwiderstehlichen Charme, dem die attraktive Monsterfrau Celia verfallen ist, sowie seine Freundschaft zum Erschrecker Nummer 1 der Fabrik, James Sullivan. Im Grunde ist Mike ein äußerst sympathisches Kerlchen, der optisch einer Bowlingkugel ähnelt. Wie gesagt, eine kleine Nummer, die in einer Werbung für die Fabrik von dessen Logo verdeckt wird.
Zusammen mit seinem Freund James erschrecken sie Kinder, bzw. James tut dies, denn Mike ist nicht furchterregend genug. Durch eine Art Dimensionstor steigt James Nachts durch die Wandschränke der Kinder und erschrickt diese. Mike sammelt die Schreie und mit dieser „Schrei-Energie“ wird die Stadt betrieben. Eine Art Strom könnte man sagen.
Im Grunde haben allerdings die Erschrecker mehr Angst als die Kinder selber, denn sie befürchten einen qualvollen Tod, wenn die Kinder sie berühren. Deshalb ist der Job auch sehr hart, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Kinder immer schwerer zu erschrecken sind. Eine Schreikrise bricht aus, und die Erschrecker haben eine Art Heldenstatus. Aber auch die Konkurrenz innerhalb der Firma ist hart. Randall ist ein widerlicher Zeitgenosse, selbst wenn man berücksichtigt, dass er ein Monster ist. Er ist die neidische Nummer zwei hinter James, und gönnt ihm seine Position nicht.
Es wird mit immer härteren Bandagen gekämpft und Randall schreckt auch vor krummen Methoden nicht zurück. So passiert es eines Tages, dass ein mutiges kleines Mädchen – von James und Mike liebevoll „Buh“ genannt – aus dem Wandschrank mitten in die Schreiwerke gelangt. Mike und James bekommen es mit der Angst zu tun, nicht nur wegen ihnen selber, sondern weil sie befürchten, dass man Buh schlimme Dinge antun wird. Als versteckt man sie kurzerhand.
Die beiden stellen sich die Sache einfacher vor, als sie ist. Einfach am Tag darauf in die Fabrik rein, die Tür zu Buh’s Zimmer suchen und sie in ihre Welt zurückschicken. Doch es wäre kein Disney-Film, wenn es so einfach klappen würde.
Man kann sich stattdessen auf eine rasante Jagd vorbereiten, welche mit vielen Wendungen und Überraschungen gespickt ist, sowie auch mit Verrat.
(`*•.¸_ Meine Kritik _¸.•*´)
Hui, was war ich begeistert, als ich den Film gesehen habe. Dazu muss ich sagen, dass ich ihn im Kino verpasst habe, er allerdings auch auf dem heimischen Bildschirm super rüberkommt. Die Tricks, welche aus den Pixar Studios kommen (Toy Story) sind allererste Sahne. Die Bewegungen sind unglaublich realistisch, und die Monsterchen kommen echt klasse rüber. Teilweise könnte man echt meinen, dass die ein oder andere Szene kein Animationsfilm ist. Und so ein Lob von mir, hat viel zu bedeuten, denn ich zähle mich eher zu den Zeichentrick-Liebhabern, als zu Freunden der Computeranimation.
Doch die Mühe, die man sich bei den Animationen gab, ging nicht auf Kosten der Unterhaltung. Die kuriose Rahmenhandlung ist zwar durchaus an der Realität und deren Probleme angelehnt, doch äußerst originell. Berücksichtigt man z.B. die „Schreikrise“ und andere Kleinigkeiten, so bin ich persönlich stark an die 80er Jahre erinnert worden, wo man lieber mal zu Fuß gegangen ist, als das Auto zu benutzen. Auch sonst gibt es wenige Anhaltspunkte dafür, dass sich Monster City in der heutigen Zeit befindet und umso mehr ein Äquivalent zu einem Europa der 80er Jahre darstellen soll. Aber dies „Ausnutzung“ des Charmes der 80er sei nur nebenbei erwähnt! :o)
Viel besser gefallen mir die Facettenreichen Charaktere. Mike ist so ein knuddeliges Monsterchen. Grün und nur eine großes Glubschauge, so was muss man einfach lieb haben. Aber so groß sein Mundwerk proportional zu seinem Körper ist, so gewaltig ist es auch in Aktion. Mike ist vom Temperament her eine Art „Eddy Murphy“, ein sympathischer Wortakrobat, den man einfach nur mögen Muss.
Doch noch einen Tick besser gefällt mir James. Ein großer knuffiger Kerl, der dramatische Ähnlichkeiten mit einem Brummbär hat. In Aktion wirkt er furchterregend, reißt sein Maul und die Augen auf, schreit herum, wie ein Ochse am Spieß. Doch außerhalb der Arbeit ist er so ein lieber und herzlicher Charakter, dass es nur so schmalzt. Der perfekte beste Freund eines vorlauten kleinen Wichtes halt.
Celia ist eine recht klischeehafte Zicke, die zwar total vernarrt in ihren „Glubschi“ ist, aber auch nicht immer viel Verständnis für ihn hat. Groß und schlank ist sie; mit ihren Schlangen als Haare erinnert sie an eine Medusa, und genauso ist Mike von ihr paralysiert. Doch diese Rolle ist etwas öde und eintönig. Celia hätte man gut und gerne rauslassen können, es würde nicht auffallen.
Randall, der in alle möglichen miesen Aktivitäten verwickelt ist, scheint ein Bösewicht wie aus dem Bilderbuch zu sein. Schlangenhaft bewegt er sich und spricht. Kein Wort kann man ihm glauben. Nichts darf man ihm glauben. Das reine Böse, dass sich gegen das reine Gute auflehnt. Nur wirkt der Bösewicht ein wenig zu schwächlich. Im direkten Vergleich zu James traut man ihm nicht viel zu. Ein etwas gemeineres Monster hätte nicht geschadet, aber Randall gibt sein Bestes.
Ganz anders ist da Buh! Sie ist soooo süß! So schnuffig, knuffelig, goldig und liebenswürdig. Mit ihren großen Augen und ihren Pippi-Langstrumpf-Zöpfen MUSS man sie einfach lieb haben. Sie ist so lieb, dass sogar James ganz in sie vernarrt ist. Ach je, was tat es meinem Herzen leid, als er sie wieder in ihre Welt schicken musste, ohne Aussicht, sie jemals wieder knuddeln zu dürfen. Disney-typischer Schmalz halt, aber so kitschig es mal wieder ist, so traurig machte es mich als Zuschauer.
Dann gab es noch eine Reihe von gelungenen Nebendarstellern. Der Yeti ist eine köstliche Parodie auf Reinhold Messner. Einfach traumhaft und meine liebste Nebenrolle in diesem Film. Ein bisschen schusselig, viel zu optimistisch und unwahrscheinlich freundlich kommt der Yeti rüber. Eine Parodie, über die sich Reinhold Messner sicher gefreut hat. Weniger dürften sich aber gewissen Hinterwäldler freuen, die auf den Arm genommen wurden. Aber umso lustiger waren die beiden schusseligen und verpickelten Azubis, wie man sie aus diversen Teenie-Streifen kennt. Ein bisschen mollig, mit fettigem Haar und miserabler Artikulation. Also, ich fand die beiden Deppen gelungen.
Ansonsten gibt es noch ein paar kleine Nebensächlichkeiten, die teilweise eine köstliche Satire auf die (US) Gesellschaft darstellen sollten. So ist die Child-Detection-Agency mit ihren fanatischen Dekonterminierungs-Aktionen und ihrer geistigen Starrheit eine Anspielung auf Geheimdienste wie der CIA oder dem FBI. Diese Strohpuppen wirken in ihren Schutzanzügen genauso hohl wie diese auch und dürften so manchen FBI-Beamten geärgert haben. Aber es ist ja alles nur Spaß.
Aber man muss schon sagen, dass der Film mal wieder typisch Disney ist, trotz der überraschenden Gesellschaftskritik, die an manchen Ecken durchscheint. Typisch weil alles schlecht aussieht, dann eine überraschende Wendung erlebt und in einem Happy-End resultiert. Aber das macht nichts, denn man ist es gewohnt. Und mal ehrlich: Will man es nicht auch insgeheim so?
Auch Werte wie „Freundschaft“ oder „Loyalität“ sowie „Hilfsbereitschaft“ kommen in dem Film zur Geltung, was ihm sogar einen pädagogischen Wert einräumt. Ein Kinderfilm? Naja, wenn man den lehrreichen Aspekt berücksichtigt, sowie den Fakt, dass man kindliche Urängste (Monster im Schrank) verarbeitet, könnte man es denken. Dies wird dadurch bestärkt, dass diese Ängste stark entschärft werden. Doch der Film ist nicht nur für Kinder, sondern eher für die ganze Familie, denn für gelungenen Humor ist man ja nie zu alt. Einige der Andeutungen werden kleine Kinder auch gar nicht verstehen. Reinhold Messner ist z.B. heutzutage nicht mehr so präsent und die gesellschaftlichen Anspielungen wird kaum ein Kind bemerken. Gelegentlich ist elterliche Erklärung nötig. Von solchen Nebensächlichkeiten abgesehen, kann man den Film aber natürlich getrost an Kinder weitergeben.
Die benannte Aufbereitung der kindlichen Ängste fand ich übrigens ganz besonders lustig. Sie wurde kindgerecht erklärt und auch wunderbar gelöst. Ich hatte zwar nie Angst vor Monstern in meinem Schrank, aber ich denke, nach diesem Film werde ich auch nie welche bekommen! :o)
(`*•.¸_ The Fazit _¸.•*´)
Die Monster AG ist ein wundervoller, bunter und Detailverliebter Animationsfilm, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich hatte überlegt, einen Stern abzuziehen, aufgrund einiger typischer Disney-Klischees, doch diese wurden mit viel Einfallsreichtum überspielt. Für Fans des Genres ist der Film ein Muss und auch für andere Leute, die gerne lachen, kann man getrost eine Empfehlung ausstellen.
Das VHS-Video kann man übrigens für ca. 14 Euro erwerben und die DVD habe ich ab etwa 24 Euro gesehen.
78 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.04.2006, 20:48 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...lG Sandy :-)))
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