Die Monster AG (VHS) Testbericht

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ab 14,47
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Erfahrungsbericht von starfax

Buuuuh - hab ich dich erschreckt?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es ist noch gar nicht so lange her, da meinten schon viele, das Ende der Disney - Vorherrschaft im animierten Filmbusiness sei gekommen: Der Herausforderer hieß Dreamworks und dessen höchst erfolgreicher schwarzer Ritter war Shrek, ein hervorragend animiertes, sympathisches Monster.
Wo aber ein Monster sich in die Herzen der Zuschauer spielen konnte, so folgerten die Disney - Leute, da müßten doch Dutzende von Monstern noch viel mehr....und RICHTIG!
Die Monster AG wurde ein Riesenerfolg, der an den von Shrek durchaus heranreichte.
Das Duell der beiden Hollywood - Studios ist also wieder unentschieden, auf die nächste Phase darf man gespannt sein.
Hier jetzt aber erst mal:

DIE STORY:

Irgendwo in einer Paralleldimension liegt die Monster-Stadt Monstropolis. Hier leben und arbeiten Tausende von Monstern harmlos vor sich hin.
Für die Energieversorgung haben sie allerdings ein höchst eigenartiges Verfahren entwickelt: Die Monster AG ist ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, aus Kinderschreien Energie zu gewinnen.
Dafür steigen jeden Tag die Arbeiter dieser Firma durch spezielle Türen, die die Übergänge zu unserer Welt darstellen, in die Wandschränke von Kindern auf der ganzen Welt, erschrecken sie und fangen deren Schreie in speziellen Flaschen ein, um sie nach Monstropolis bringen zu können.
Der absolute Rekordhalter im Kindererschrecken ist das liebenswerte Knuddelmonster Sulley (mit Hilfe seines Kumpels Mike Glotzkowsky, einem riesigen grünen Auge auf Beinen).
Eines Tages jedoch bringt Sulley durch Versehen das Mädchen Buh mit nach Monstropolis - absolute Katastrophe, denn der Legende nach sind Kinder giftig, kleinste Mitbringsel werden von einer speziellen Eingreiftruppe unter höchstem Sicherheitsaufwand vernichtet.
Völlig in Panik versuchen nun Sulley und Mike, ihren Fehler zu vertuschen, aber das neugierige und wieselflinke Mädchen läßt sich leider nicht so einfach unter Kontrolle halten und es dauert nicht lange, bis in Monstropolis der Ausnahmezustand ausbricht. Gejagt von der Spezialtruppe versuchen die beiden, das Mädchen unbeschadet in ihr Zimmer zurückzubringen - wenn sie entdeckt würde, wäre Buhs Schicksal besiegelt.
Als aber Sulleys fieser, chamäleonartiger Rivale Randall von der Sache Wind kriegt, bekommen sie es mit einer ganz neuen Gefahr zu tun, denn auch er hat es auf Buh abgesehen - und daß er nichts Gutes mit ihr im Sinn hat, ist klar...

DER FILM:

Das Tolle an der Computeranimation ist, daß sie es ermöglicht, wirklich abgefahrene und fantastische Geschichten dreidimensional darzustellen. Und tatsächlich gelingt es hier auch wieder, eine wirklich originelle und witzige Geschichte umzusetzen, ohne daß man an die Technik denken muß.
Man wird einfach in die Geschichte eingesogen, lacht sich kaputt und gewinnt die Figuren einfach lieb. Sulley ist einfach ungeheuer süß, Mike ungeheuer witzig und alle Monster sind lustig und man freut sich einfach über die Phantasie der Macher, wie menschlich sie die Monster auch gestalten.
Jedes Monster hat aufgrund seiner Eigenart natürlich auch ganz eigene Probleme:
Ein gallertartiges Monster zB. fällt aus Versehen durch ein Gitterrost, Mikes Freundin hat immer ein wenig Probleme mit ihren Haaren, undsoweiter...
Man staunt aber auch über die Bildgewalt die man vorgesetzt bekommt. Das Türenlager ist einfach gewaltig und allein schon die Idee, durch irgendwelche Türen in andere Welten zu kommen ist sehr surreal.
Eine technische Glanzleistung aber ist Sulleys Fell: Das wuschelt und flust nur so durchs Bild, daß es eine Freude ist, den Millionen von blauen Haaren zuzusehen.
Dafür war natürlich auch eine Menge Technik nötig: Angeblich brauchte man für Monster AG eine Rechenleistung, die größer war, als für die bisherigen Pixar - Filme zusammen.
Dabei aber steht eben diese Technik der Geschichte nie im Weg, niemals sagt man sich, boah wie geil, diese Animation (höchstens eben wie geil, diese Bilder..).
Tatsächlich ist das Credo der Macher die Technik immer in den Dienst der Geschichte zu stellen und nie nur irgendwelche Mätzchen vorzuführen.
Monster AG richtet sich, anders als Shrek, vor allem an die jüngeren Zuschauer. Das merkt man schon an der Story, aber auch am Humor. Alles ist sehr kindgerecht (auch die Monster sind nicht wirklich gruselig).
Dennoch kann man sich den Film ruhig auch als Erwachsener anschauen. Witzig ist er allemal und besitzt, wie die meisten Disney-Filme, einfach ungeheuer viel Charme - und legt außerdem noch ein rasantes Tempo vor.
Gelungene, kurzweilige Unterhaltung.

DIE MACHER:

Wie bei ihren bisherigen computeranimierten Filmen (mit Ausnahme von Dinosaurier) arbeiteten die Disney-Studios auch hier wieder mit der Animationsschmiede Pixar von Apple-Gründer Steve Jobs zusammen.
Und die haben nun nach \"Toy Story\" 1 und 2 und \"Das große Krabbeln\" wieder einmal großartige Unterhaltung geschaffen.
Der bisherige Regisseur der Disney/Pixar-Filme, John Lasseter, hat sich allerdings diesmal auf den Produzentenposten zurückgezogen und dem Dreier-Team Peter Doctor, Lee Unkrich und David Silverman das Feld überlassen.
Im Original werden die Figuren von John Goodman, Billy Crystal und Steve Buscemi gesprochen, in der deutschen Fassung von Ilja Richter (Mike), Martin Semmelrogge (Randall), Reinhard Brock (Sulley) - synchronisierte auch Danny Glover, Orson Welles und Mr. Burns aus den Simpsons - und Sissy Perlinger als Mikes Freundin.

FAZIT:
Also wirklich sehr empfehlenswert für alle Altersstufen. Sehts euch an - übrigens besonders überzeugend (fällt mir nur jetzt gerade noch ein: Buh - das Mädchen ist wirklich ganz bezaubernd dargestellt!

(bereits bei dooyoo veröffentlicht)

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