Die Monster AG (VHS) Testbericht

Die-monster-ag-vhs-trickfilm
ab 14,47
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von dani___

Buuuuuuuuuuuuuu!!!

Pro:

leicht nachvollziehbare Handlung ; unterschiedliche Charaktere ; Animationen ; Freundschaft zwischen den Monstern und Bu ; behandelt Witz, Freundschaft und Streit ; Geräusche gut nachgestellt ; Emotionen sind offensichtlich ; Synchronisation ;

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Sulley und Mike Glotzkovski sind gute Freunde und arbeiten gemeinsam in der Monster AG.
Dort werden in der Monsterwelt, Monstropolis, Wettbewerbe veranstaltet, um festzustellen, welches Monster am besten dazu geeignet ist, die Kinder hinter den Türen zu erschrecken und sie zum Schreien zu bringen. Jeder Schrei wird in seiner Lautstärke und in seinem Angstgrad gemessen, was den sogenannten Schreigehalt ergibt, wodurch in der Monster AG schließlich Energie hergestellt werden kann.
Ohne diese Energie könnte die Monstropolis nicht aufrecht erhalten werden. Kein Wunder also, wenn sich die Mitarbeiter kräftig ins Zeug legen, um möglichst gemeine und beängstigende Gesichter zu ziehen, wenn sie die Türen zu den kleinen Menschenkindern öffnen.

Salley ist hierbei führend, jedoch auch nur knapp, denn sein Gegenbuhler Randall versucht ihm ständig, seinen Platz streitig zu machen und zwar mit kleinen Tücken. Er schmiedet Pläne, wie er Sulley eines auswischen und ihn schließlich vom ersten Platz stürzen kann.
Doch eines Tages bemerkt Sulley abends in der Monster AG eine Tür, die er interessiert öffnet. Ohne es zu merken, kann dadurch die kleine Bu in die Fabrik ausreißen und damit beginnt die eigentliche Story.
Denn Bu bringt alles durcheinander in der Fabrik. Sulley und Mike wollen ekeln sich anfangs sogar vor ihr, weil Menschenkinder gefährlich für Monster sind, jedoch schließen sie sie bald in ihr Herz.

Doch Randall ist nicht zu vergessen, der immer noch seine Gemeinheiten plant und auch vor Bu kein Halt macht.
Alles gerät durcheinander, nur durch so ein kleines Kind, die ganze Monster AG steht Kopf... und es entstehen auch Probleme mit dem Chef der Monster AG, Henry J. Waternoose, ...



~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Meinung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Die „Monster AG“ ist einer der vielen Einfälle der Pixar Studios, mit denen sie den großen Coup gelandet haben. Wieviele Kinder und auch Erwachsene saßen im Kino und haben sich halb schlapp gelacht über die vielen Witze des Filmes.
Natürlich, die Handlung des Filmes ist nicht gerade vorbildlich, aber schließlich soll der Movie auch kindertauglich bleiben und für diesen Zweck muss alles einfach und übersichtlich sein. Es handelt lediglich von einem kleinen Menschenkind, das aus seinem Kinderzimmer ausbüchst und nun die ganze Fabrik in Atem hält. Damit man sich das Ganze besser vorstellen kann, sollte vielleicht erwähnt werden, dass die Fabrik aus vielen verschieden farbenen Türen besteht. Diese Türen sind an Leinen aufgehängt, vergleichbar mit einer Wäscheleine. Das hat den Sinn, dass sie abwechselnd an die Schalter am Boden ankommen und die Monster die Türen dann schnell aufreißen und die Kinder mit ihren Schreien erschrecken können.

Alles ziemlich abgehoben und keineswegs ernstzunehmen, denn aus einer Tür kann schließlich nicht gleich ein ganzes Kinderzimmer werden, in das die Monster dann hineinrennen können. Aber dennoch ist es für Kinder leicht nachvollziehbar und eben auch lustig, denn die Charaktere des Filmes sind genau das, was sich die Kleinen wünschen: Sulley, etwas unbeholfen und Emotionen kann er sowieso nicht zeigen – bis Bu auftritt. Mike, derjenige, der den Verstand behält, rational ist und seinen Freund nie im Stich lässt. Zusammen sind sie wirklich ein gutes Team, was sicherlich auch ziemlich bewundernswert auf Kinder wirkt, die sich ja meist auch einen besten Freund wünschen, mit dem sie alles machen können.

Das Pendant zu diesen eher knuffigen kleinen Monstern stellt dann Randall dar, der nur Gemeinheiten im Kopf hat und alle spüren lässt, wie neidisch und raffgierig er doch ist. Auch sein Aussehen ist anders – während Sulley und Mike nach Stoff oder Wolle aussehen, hat er eine knorpelige, pinke Oberfläche, was sicherlich auch für sich spricht (http://home.wtal.de/conny/pix/monsterag2.jpg).
Bu siehet einfach total lieblich aus mit ihren großen Glubschaugen, dem kurzen, dunklen Pferdeschwanz und ihrem schönen Kleidchen. Sie fabriziert sämtliche Kunststücke, malt herzzereißende Bilder und hält Sulley und Mike gehörig auf Trab, was an mancher Steller ziemlich witzig ist.

Die Animationen des Filmes sind somit super gelungen, es sieht zwar nichts echt aus, aber darauf wurde auch gar kein Wert gelegt. Es soll eher ein unterhaltsamer und lustiger Film werden, der auch ruhig nach Zeichentrick aussehen kann. Das ist hier super gelungen. Auch wenn viele verschiedene Farben auftauchen an Stellen, wo sie normal nicht vorkommen würden – genau das macht den Film aus. Es wirkt kindlich und ist für Kinder wahrscheinlich das Paradies auf Erden und für Erwachsene eine kleine Abwechslung zu anderen Filmen. Kindisch ist die „Monster AG“ zwar schon, jedoch schränkt sich das auch stark ein, es ist jetzt nichts, was man Kindern besser nicht zeigen sollte, weil sie danach alles nachmachen könnten.

Besonders nahegehend ist in der Mitte des Filmes die anbahnende Freundschaft zwischen dem Monster Sulley und Bu. Denn eigentlich dürfte das ganz und gar nicht sein – Sulley muss die Menschenkinder erschrecken und sie nicht zu seinen Freunden machen. Dieser Prozess wird sehr lustig und auch emotional dargestellt. Sulley hat anfangs Angst vor ihr, weil er um seine Existenz bangt, nach und nach sieht er aber ein, dass Bu sich nicht so einfach abwimmeln lässt und schließlich können sie irgendwann miteinander umgehen. Als es dann Zeit wäre, sich zu verabschieden, weint er bittere Tränen, so sehr hängt er an ihr. Aber auch Bu hat ihren Sully ins Herz geschlossen und will kaum Abschied von ihm nehmen.
Übrigens: den Namen „Bu“ hat sie allein von Sulley erhalten, was noch einmal zeigt, wie nahe sie sich schließlich gestanden haben.

Durch diese Vorkommnisse ist in der „Monster AG“ alles vereint: Freundschaft, Witz & Humor und auch Zank. Genau das, was Kinder und auch Erwachsene im Groben beschäftigt und womit sie sich auseinander setzen müssen. Dass die Probleme eines Menschen dann etwas anders aussehen, ist klar, jedoch ist es für die Kleineren unter uns sicherlich eine gute Umsetzung, um langsam zu verstehen, dass Freundschaft zum Beispiel sehr wichtig ist.

Sehr gut sind die Geräusche, die im Film vorkommen. So zum Beispiel sind dort viele Maschinen, die eine akkustisch originalgetreue Darstellung erhalten, was sehr authentisch wirkt, wenngleich es sonst ein Zeichentrickfilm ist. Durch diese Geräusche wird man direkt in die Handlung hineinversetzt und man kann mitfühlen, was so abgeht.
Genauso auch bei den Charakteren, die sehr schön dargestellt wurden und somit auch auf ihre Gefühle schließen lassen. Auch wenn sie Monster sind, kann man an ihrem Gesichtsausdruck herauslesen, ob sie traurig oder fröhlich sind.

Zuletzt ist der Film auch durchgehend spannend, man fragt sich als Zuschauer ständig, ob Bu entkommt und schließlich noch sicher in ihr Kinderzimmer zurückkehren kann, oder ob sie in die Fänge von Randall gerät.
Sulley und Mike kämpfen für das Wohl von Bu, jedoch erfahren auch sie Grenzen...

Für mich ein sehr empfehlenswerter Film mit durchaus erkennbaren Parallelen zum Leben, was spielerisch umgesetzt wurde und das auch nicht schlecht.



~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sonstiges ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
entstanden in Deutschland, 2002
unter der Regie von Peter Doctor und David Silverman
Laufzeit: 92 Minuten

freigegeben ab 6 Jahren
weitere Informationen unter: www.monsterag.de



~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ „Schauspieler“ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Das die „Monster AG“ ja ein animierter Film ist, müssen an dieser Stelle nur die Synchronisationsstimmen stehen, die eingesetzt wurden:


Sulley – Reinhard Brock
Mike Glotzkowski – Ilja Richter
Randall – Martin Semmelrogge
Bu – Kim/Maya McMahon
Henry J. Waternoose – Helmut Krauss
Celia – Sissi Perlinger
Rosa – Barbara Ratthéy
Yeti – Walter von Hauff


Die Besetzung der Stimmen – wenn man dies so nennen kann – ist wirklich gelungen. Allen voran ist hier Randall mit der Stimme von Martin Semmelrogge. Dieser Schauspieler hat schon in frühester Kindheit immer ein negatives Gefühl hervorgerufen, wenn ich ihn gehört habe, weil er in vielen Filmen einen Versager oder fiesen Charakter dargestellt hat. Deshalb gibt er für mich an dieser Stelle die perfekte Stimme ab, damit Randall so richtig gemein wirkt und sein Äußeres unterstrichen wird.

Aber auch Sulley und Mike (synchronisiert durch Reinhard Brock und Ilja Richter) sind super – wenn auch nicht weiter auffällig. Ganz normale Stimmen, die man aber genauso gut wieder vergessen kann. Sie passen zu den Monstern, mehr aber auch nicht.

Mein Liebling – Bu – ist natürlich auch etwas Besonderes – eine so zarte Kinderstimme, die sofort unter die Haut geht, dazu noch ihre Glubschaugen, wenn sie um etwas bittet oder ganz verzweifelt ist. Hier muss man einfach ja sagen, egal, was sie will. Genauso auch die haarsträubenden Schreie in ihrem Kinderzimmer, wenn sie erschreckt wird. Das alles hat man super hinbekommen.

Auch die anderen Stimmen sind wirklich gut eingesetzt worden, ich hatte bei keiner das Gefühl, dass sie überhaupt nicht zum Charakter passen würde.



~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Ein total niedlicher, witziger aber auch teilweise ernster Film, der es geschafft hat, mich und tausend andere Menschen zu faszinieren. Bu ist einfach unvergesslich mit ihrer eigenen Art. Genauso auch Sulley und Mike, die zusammen dem Monster Randall das Handwerk legen wollen.

Von mir gibt es dafür fünf von fünf Sternen und eine uneingeschränkte Empfehlung!

Viel Spaß beim Anschauen wünscht dani!


+++

75 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Estha

    22.05.2006, 00:36 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse geschrieben ... sh... @};----..lg susi

  • mami_online

    13.04.2006, 23:42 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den habe ich mir letzte Tage noch mit meinen Kindern angeschaut. Der ist echt klasse. Und auch die Kinder fanden ihn toll (bis auf ein paar kleine Szenen *g) .. .LG, Nicole

  • lara03

    07.02.2006, 20:57 Uhr von lara03
    Bewertung: sehr hilfreich

    der Film ist der absolute Hit, zig mal gesehen ! Klasse bericht! lg

  • dasAepfelchen

    28.07.2002, 05:39 Uhr von dasAepfelchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    mein absoluter lieblingsfilm ;)

  • habitatskater

    30.05.2002, 22:51 Uhr von habitatskater
    Bewertung: sehr hilfreich

    deine Meinung ist sehr gut geschrieben und du hast deine Meinung abgegeben! Super!