Die Monster AG (VHS) Testbericht

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ab 14,47
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Erfahrungsbericht von _matthias_

Ich möchte niemals ein Yeti sein ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Durchschnitt besitzen die Monster ungefähr drei Augen. Das ist nur einer der vielen Unterschiede zwischen Menschen und der Spezies, die die Hauptdarsteller des Films "Monster AG" darstellen. Gestern abend vergnügten wir uns mit hunderter anderer Erwachsener Im Kino bei dem 92-minütigen Streifen für Kinder, der sich aber in der Tradition von "Toy Story" und "Das große Krabbeln" auch an Zuschauer älteren Semesters wendet und Ihnen einen vergnügten Kinoabend bescheren kann.

Die Monster AG ist ein Schreiversorgungsunternehmen in Monstropolis. Damit aber nicht gleich jeder verwundert den Kopf schüttelt, hier die Geschichte in aller Kürze. Schauplatz der Handlung ist Monstropolis, eine Parallelwelt zur Erde, auf der allerleit Monster leben. Unter anderem auch das runde, einäugige Monster Mike Glotzkowski sowie der im Beruf erfolgreiche Erschrecker Sulley, der aber eigentlich keiner Fliege was zuleidetun kann. Beide arbeiten in der Monster AG, die ein Energieversorgungsunternehmen der etwas anderen Art darstellt. Denn die Energiegewinnung für Monstropolis läuft wie folgt ab. Einer des Mitarbeiterduos besorgt aus dem riesigen Türenarchiv eine Tür, durch die eines der hauptberuflichen Erschrecker in die Welt des entsprechenden Kinderschlafzimmers schlüpft und das schlafende Kind fürchterlich erschreckt. Den Schrei fängt die Monster AG in speziellen Behältern auf, die dann das gesamte monstropolis mit Energie versorgen. Stromgewinnung der etwas anderen Art also. Die größte Sorge ist allerdings, dass Kinder oder Utensilien ihrer Spielzimmer mit nach Monstropolis gebracht werden, dann tritt die Spezialeinheit für Kinderkontakt auf den Plan, die nicht gerade zimperlich damit umgehen, wenn es um die Dekontamination von Betroffenen sind. Die besten Arbeiter der Monster AG werden als Meisterschrecker bezeichnet und es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem grün-lila-gepunkteten Sulley und Randall, einem Chamäleon-artigen Monster, dass sich vor allem durch Fiesheit auszeichnet. Als dieser des Nachts versucht, seinen Punktestand unrechtmäßig durch Extraschichten in die Höhe zu treiben, kommt es wie es kommen muss. Sulley entdeckt die Sauerei, ist nicht vorsichtig genug und plötzlich ist ein Baby in Monstropolis. Eine gnadenlose Jagd und ein gefährliches Versteckspiel beginnt, und Sulley muss mit der Zeit feststellen, dass Babys doch nicht so todbringend sind, wie viele andere Monster immer behaupten. Als Freund steht ihm Mike zur Seite, aber die Anzahl seiner gegner wächst stetig. Vor allem der durchtriebene Randall spielt eine gewichtige Rolle und nach und nach wird klar, dass mehr dahinter steckt als lediglich der Titel des Meistererschreckers. Gibt es eine große Verschwörung? Werden Mike und Sulley es schaffen, das Baby, dem sie den Namen "Buh" gegebene haben, wieder in ihr Schlafzimmer zurückzubringen? Und gibt es schwäbelnde Yetis?

All diese Fragen werden in diesem Film beantwortet werden. Es ist kein Kinderfilm, es ist meines Erachtens ein Film für alle Generationen. Und auch wenn nicht alle Witze neu sind, so ist es doch der Humor, der diesen Trickfilm zu dem macht, was er ist: ein grundsolider, teilweise hochklassiger Kinofilm. Nicht nur einfalls reiche Wortwitze und herliche Animationen können lustig sein, auch die zahlreichen Anspielungen auf menschliche Eigenarten und Begebenheiten, Seitenhiebe auf Kultur und sogar Politik sind zu finden. Und wenn dann noch andere Kinofilme verschaukelt werden (kennt jemand "Armageddon?), dann lehnt man sich genüsslich in seinem Kinosessel zurück und bedauert keinen Euro seines Eintrittsgeldes.

Die Effekte und Animationen sind schon atemberaubend und man fragt sich mittlerweile, ob alles noch computeranimiert ist, oder ob man nicht doch einige Szenen mit Puppen gespielt hat, denn allzu echt wirken die Bewegungen und Mimiken manchmal. Sulleys Fell und die Animation seiner Haare so detailliert darzustellen, ist für mich eine hohe Kunst, der ich gern den nötigen Respeckt zolle. Seltsamerweise sind mir allerdings auch ein paar Filmszenen aufgefallen, in denen die Bewegungen seltsam aussahen und man deutlich merkte, dass ein Computer eben ein echtes Monster doch nicht vollständig ersetzen kann. Aber insgesamt ist den Machern ein großes Lob auszusprechen, denn wenn es mehr solche Filme gibt, wird es der konventionelle, zweidimensionale Zeichentrickfilm verdammt schwer haben, auch nur noch einen einzigen Kinoerfolg zu landen. Nach Toy Story, Das große Krabbeln und nun Monster AG sind die Weichen im Trickfilm endgültig gestellt.

Die Synchronstimmen wissen ebenfalls zu gefallen. Allen voran Ilja Richter (bekannter "Disco"-Moderator) verleiht der Figur des Mike den Charme, den Witz und die Hektik, die diese Figur benötigt. Auch der mir unbekannte Reinhard Brock verleiht dem Akteur und Supererschrecker Sulley eine Stimme, wie sie auf dem Leib geschneidert zu sein scheint. Dass Walter von Hauff den Yeti in komischster Weise synchronisiert, ist ja bereits angeklungen, lediglich bei der Besetzung des Randall war mir nicht ganz wohl. Die Stimme von Martin Semmelrogge ist zwar nicht zu bekannt, aber scheint irgendwie so gar nicht recht auf das fiese, kleine Monster Randall zu passen und ständig musste ich an die gestalt von Semmelrogge denken, wenn Randall gesprochen hat. Stimme und Figur sind für mich hier nicht zu einer Einheit verschmolzen. Das meine "Lieblings"-Kabarettistin Sissi Perlinger ebenfalls eine Sprechrolle übernommen hat, fällt (glücklicherweise) gar nicht groß ins Gewicht ...


Nach dem eigentlichen Film heißt es mal wieder sitzenbleiben. Denn mit dem Abspann laufen gleichzeitig nochmal die Pleiten und Pannen, die im Computerstudio künstlich hergestellt wurden und die immer mehr zum Standardabspann dazuzugehören scheinen. Hat man die so genannten "Deleted Scenes" überstanden und will gerade aufstehen, heißt es erneut: sitzenbleiben! Denn Mike und Sulley haben noch eine weitere Überraschung für die Zuschauer und stellen noch einmal ihr schauspielerisches und musikalisches Talent unter Beweis.

Sehr gut gefallen hat mir auch der Vorfilm, den es wohl in den meisten, wenn nicht in allen deutschen Knos zu sehen gibt. Es ist eine nur mehrminütige Geschichte mit Namen "Der Vogelschreck" und ist ebenfalls ein computeranimiertes Filmchen, der einige Lacher bereithält, bevor der eigentliche Hauptfilm losging.

Originaltitel: Monsters, Inc. (USA 2001)
Deutsche Sprecher: Reinhard Brock (James P. Sullivan), Ilja Richter (Mike Glotzkowski), Martin Semmelrogge (Randall Boggs), Sissi Perlinger (Celia)
Regie: Peter Docter, David Silverman; Drehbuch: Andrew Stanton
Produktion: Pixar Animations
Musik: Randy Newman; Länge: 92 Minuten; FSK: ab 6 Jahren


Monströse Grüße, euer mr.matze (c) 18.2.02
Wer klaut der soll von Randall besucht werden.
Respect all Colours.

39 Bewertungen, 3 Kommentare

  • margali

    11.07.2002, 17:17 Uhr von margali
    Bewertung: sehr hilfreich

    Könnte es sein, dass Du dir da Informationen bei einem anderen Bericht geholt hast???

  • SevenN8s

    10.03.2002, 13:23 Uhr von SevenN8s
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na da schau her...*g*

  • Steinchen1

    10.03.2002, 03:18 Uhr von Steinchen1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film ist so zauberhaft! *hach* *herrlich*