Die Prophezeiung (VHS) Testbericht

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ab 5,76
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

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Erfahrungsbericht von Gemeinwesen

Passabler Okkult-Thriller

Pro:

Gute Besetzung

Kontra:

Die Spezialeffekte bewegen sich auf TV-Niveau, die Auflösung der Geschichte ist nicht sonderlich originell

Empfehlung:

Ja

Schauspielerin Christina Ricci hat offensichtlich ein Faible fürs Spukige. Davon zeugen schon ihre ersten Schritte auf der großen Leinwand, die sie als Mitglied der skurrilen „Addams Family“ tat. Ricci als Töchterchen Wednesday, das mit unbewegter Miene für Schrecken im Feriencamp sorgt, gehört für mich zu den unumstrittenen Highlights der Fortsetzung „Addams Family Values – Die Addams Family in verrückter Tradition“.



In Brad Silberlings „Casper“ (1995) darf Ricci Freundschaft mit einem Gespenst schließen, in Tim Burtons makabrem Meuchelmärchen „Sleepy Hollow“ (1999) macht sie Bekanntschaft mit Hexen und kopflosen Reitern, und in Charles Russells „Die Prophezeiung“ (2000) verliert Ricci dann selbst den Kopf. Womit bereits zu erahnen sein dürfte, dass Christina Ricci in „Die Prophezeiung“ keine wirklich tragende Rolle (no pun intended) spielt. Riccis Figur ist eine dieser Nebenfiguren, die in Schauerfilmen den Hauptfiguren ominöse Warnungen zumunkeln, um alsbald mysteriöser Tode zu sterben, auf dass ganz offensichtlich werde, dass die bösen Mächte, mit denen man’s im jeweiligen Fall zu tun hat, auch wirklich ganz, ganz böse sind. Mit anderen Worten: Ricci darf das Drehbuch-Bauernopfer geben.

Die erwachsene Hauptfigur ist eine gewisse Maggie O’Connor (verkörpert von Kim Basinger), und das Kind, in dem’s im Originaltitel „Bless the Child“ geht, ist Maggies Nichte Cody (Holliston Coleman). Die wird eines schönen Tages ziemlich unzeremoniell in die Obhut der Tante gegeben: Kurz vorm Weihnachtsfest steht Maggies Schwester Jenna (Angela Bettis) vor der Tür und bittet Maggie um Hilfe. Dass sie die dringend nötig hat, ist offensichtlich: Die Dame reist mit kleinem Gepäck aus Kind und Drogenbesteck, wirkt ziemlich verzweifelt und bedient sich erst einmal aus Schwesterleins Kühlschrank, um nach kurzem Wortwechsel mit der Schwester wieder in der Nacht zu verschwinden. Maggie bleibt mit dem gerade mal neun Tage alten Säugling zurück und nimmt sich fortan des Kindes an der Mutter Statt an. Schnell wird Maggie klar, dass ihre Nichte kein gewöhnliches Kind ist. Für die Ärzte, die Maggie konsultiert, liegt der Fall auf der Hand: Cody leidet an einer autistischen Störung und wird nie ein normales Leben führen können. Maggie, die offensichtlich einen guten Draht zur Nicht hat, sieht die Dinge freilich etwas anders. Schließlich verfügt Cody ganz nebenbei über telekinetische und andere außergewöhnliche Fähigkeiten: Cody ist eben nicht nur anders, sondern auch begabt.

Genau diese Talente rufen allerdings auch andere Interessenten auf den Plan, und die führen Übles im Schilde.

Eines nicht sehr schönen Tages nämlich, Cody ist inzwischen sechs Jahre alt, schaut Schwester Jenna mal wieder vorbei. Diesmal reist die Dame in männlicher Begleitung: Beststeller-Autor und Sekten-Guru Eric Stark (stechblickig: Rufus Sewell) hat Jenna angeblich innerhalb kürzester Zeit von ihrer Drogensucht geheilt. Nun macht man in heile Familie und fordert von Maggie, sie möge Cody von jetzt auf gleich wieder in die Obhut der leiblichen Mutter geben. Maggie ist davon nicht sonderlich erbaut, zumal der undurchsichtige Stark auf sie keinen vertrauenswürdigen Eindruck macht. Und irgendwie geht das alles natürlich eine Nummer zu schnell: Knapp sechs Jahre lang kein Lebenszeichen vom Schwesterherz – und nun soll das Leben von Cody innerhalb von Stunden komplett umgekrempelt werden? Irgendwas muss da doch faul sein.

Ist es auch, denn in Wirklichkeit ist Herr Stark Obermotz einer Gemeinschaft von Satansjüngern, die in diesen Tagen Jagd auf ein Kindlein machen, dessen Ankunft ihnen geweissagt ward. Nämliches Kind soll über spezielle Fähigkeiten verfügen, und die … bitte? Jaja, genau, es war die Nachtigall, deren Trapsen wir soeben deutlich vernahmen.

Wie meinen? Das klingt alles arg bekannt?

Richtig, den Eindruck hatte ich auch: „Die Prophezeiung“ tritt natürlich in die Fußstapfen von Richard Donners Mutter aller Okkult-Thriller „Das Omen“ (1976), und auch William Friedkins „Der Exorzist“ (1973) lässt grüßen. In seiner „Prophezeiung“ vertauscht Regisseur Russell freilich die Vorzeichen: Cody (Lob an Jungmimin Holliston Coleman) ist nicht Satans Töchterlein und nicht vom Teufel besessen, sondern eher ein Kind des Lichtes, das sich den Verführungskünsten des Gottseibeiuns trotzen muss.

Womit wohl schon einiges nicht nur über „Die Prophezeiung“, sondern auch übers prospektive Publikum gesagt ist: Wer Filme wie die oben genannten mag, dem dürfte auch „Die Prophezeiung“ gefallen. Summa summarum bietet „Die Prophezeiung“ Genrefans gute Hausmannskost – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wermutstropfen: Die Spezialeffekte bewegen sich eher auf dem Niveau einer halbwegs ambitionierten TV-Produktion, und das Ende des Films ist für meinen Geschmack etwas abrupt und nicht wirklich einfallsreich. Als anspruchslose Sonntagabendunterhaltung funktioniert „Die Prophezeiung“ aber allemal.

37 Bewertungen, 12 Kommentare

  • hjid55

    03.01.2007, 15:23 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • topware2002

    12.04.2006, 13:34 Uhr von topware2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹(•¿•)›~~~~~SH~~~~~‹(•¿•)›

  • Django006

    11.04.2006, 00:22 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan :o))))

  • anonym

    10.04.2006, 17:02 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    super bericht. freu mich über gegenlesungen. Gruß Steffi

  • Sayenna

    10.04.2006, 16:02 Uhr von Sayenna
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh…...‹(•¿•)›…..LG Ela

  • schnekuesschen

    10.04.2006, 15:25 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein klasse Bericht....LG Sandy :-)))

  • yr0k

    10.04.2006, 14:48 Uhr von yr0k
    Bewertung: sehr hilfreich

    fande den film auch recht bescheiden

  • anonym

    10.04.2006, 14:40 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • SeriousError

    10.04.2006, 14:30 Uhr von SeriousError
    Bewertung: sehr hilfreich

    <b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>

  • luna1011

    10.04.2006, 14:27 Uhr von luna1011
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Mogry1987

    10.04.2006, 14:23 Uhr von Mogry1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH von mir ;) LG Stefanie :)

  • Kranich

    10.04.2006, 14:18 Uhr von Kranich
    Bewertung: sehr hilfreich

    <b>sh - * lg & thx 4 re * ;-))</b>