Die Regeln des Spiels (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
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Erfahrungsbericht von tobberich
AMERICAN PIE DELUXE ?
Pro:
Darsteller , Regisseur
Kontra:
teilweise die Story
Empfehlung:
Ja
Stangenware …
Jedes Jahr erscheinen dutzende von Filmen auf den Kinoleinwänden die vor allem vom
erwachsen werden und den damit zusammenhängenden Problemen handeln. Ein Grund dafür ist das es jedes Jahr neue vor – und nachpubertierende gibt die unter anderem eine der größten Zielgruppen darstellen da sie am häufigsten ins Kino gehen. Dabei war die Bandbreite der Themen und dem Anspruch der Filme in den letzten Jahren äußerst beschränkt – von Gehirnamputiert (Road Trip) bis zu der Neuauflage von „Eis am Stiel Teil 1- 100“ besser bekannt als American Pie – zum Glück bis jetzt nur 2 Teile!
Dieses Jahr blieben wir bis jetzt von allzu derbem Blödsinn verschont und wie es scheint setzen die Studiobosse auf Anspruchsvollere Kost in diesem Jahr siehe „Igby“ und „Die Regeln des Spiels“…
Der Film basiert auf einem Werk des Bestsellerautors Bret Easton Ellis welcher Ende der 80iger erst mit „Unter Null“ und danach mit „American Psycho“ für aufsehen in den USA sorgte.
Denn sie wußten nicht was sie tun…
Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt und ist von der Grundthematik eine Geschichte von 4 Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Problemen.
Da ist zu erst mal Sean Bateman (James van der Beek) ein Drogendealer der keinerlei Gefühle kennt, für den ficken Nebensache ist und der sich für nichts und niemanden interessiert. Bis er eines Tages Briefe von einem Mädchen bekommt. Er denkt das dieses Mädchen eine gewisse Lauren (Shannyn Sossamon)ist in die er sich Hals über Kopf verliebt hat. Diese weiß zu Seans Unglück aber leider nichts von ihrer Zuneigung ihm. Sie hat andere Probleme denn ihr Schwarm namens Viktor weilt derzeit im „alten Europa“. Ausserdem ist sie noch Jungfrau aber das muß ja keiner wissen. Zu guter letzt ist da noch Paul, „eine Schwuchtel“ wie Sean sagen würde. Um dieses Ensemble gebrochener Seelen strikt Regisseur Roger Avary eine Geschichte die vom Leid und der Liebe dieser Heranwachsenden in der heutigen Zeit handelt.
Optisches Opus…
Dabei fällt gleich zu beginn des Filmes auf das er den Zuschauer mit einigen visuellen Schmankerln auf seine Seite zu ziehen versucht. Er beginnt nämlich am eigentlichen Ende des Films, der „End of the World Party“ und erzählt dabei den Ablauf dieser Party einzeln aus den Augen der Hauptfiguren. Nachdem er dann einen Protagonisten vorgestellt hat läßt er das Geschehen nochmals zurücklaufen, also wie als ob man Rewind auf dem DVD/Videoplayer drückt. Dieser Effekt ist beim ersten Mal zwar ganz lustig, nervt aber nach kurzer Zeit durch Wiederholung. Doch trotzdem finde ich das Avary damit gut die Einführung in die Story gemeistert hat, bevor die Geschichte dann etwa eine Woche vor der Weltuntergangsparty richtig anfängt. Doch damit hört Avary nicht auf uns über die „Visuelle-Schiene“ beeinflussen zu wollen. Nun wendet er Splitscreens an die z.B die Realität und das Wunschdenken von Paul zeigen während er mit Sean in einem Zimmer sitzt. Auch hier muß ich sagen das es zwar eine kleine Spielerei ist die aber trotzdem nicht sinnlos ist und die Story anschaulicher macht.
Doch trotzdem scheint es mir als ob diese optischen Effekte einige Mängel der Story kaschieren sollten.
Meister- oder Minderwertig…
Natürlich will Avary mit diesem Film die Abgestumpftheit heutiger heranwachsender zeigen, z.B wenn sie beim Sex hemmungslos kotzen, Selbstmorde vortäuschen und sich nichts aus den Gefühlen anderer machen. Doch trotzdem ist dieser Film keine Gesellschaftsstudie, will es höchstwahrscheinlich auch gar nicht sein. Nicht nur aus Spaß habe ich deshalb die zugegebener Maßen provozierende Überschrift gewählt.
Denn irgendwie hat sich das bei mir beim schauen des Films aufgedrängt. Der Unterschied zu American Pie liegt dabei bei mir in der Reife der Figuren. Während Jason Biggs und Co. Auf ihr erstes Mal warten und sie schon kommen wenn sie den Mädchen die Hosen öffnen sind Sean und seine Spießgesellen hier schon eine Stufe weiter. Für sie ist Sex ( außer für Lauren ) nichts Neues mehr – nur eine weitere Art der Entspannung, neben den Drogen. Sie sind wie schon gesagt abgestumpft im Laufe der Jahre und im Überfluß indem sie Leben. Doch trotzdem ist die Story weitaus anspruchsvoller als z.B die von AP oder Road Trip. Deshalb muß man sagen daß man ihre Mängel nicht überbewerten sollte.
Dawson und Co…
Doch das was diesen Film von allen Vergleichbaren durchaus abhebt sind seine Darsteller. Allen voran James van der Beek der wunderbar gegen sein Bubiimage aus Dawsons Creek anspielt. Er tauscht hierfür sein Dauergrinsen gegen allerhöchstens mal ein süffisantes Lächeln aus und unterstreicht sein Image als Bad Boy des Films durch das vögeln allerlei junger Hüpfer die er nur aus Langeweile „nagelt“ ( hierbei hilft zum Verständnis eine Stimme aus dem off ). Dazu kommt dann noch Shannyn Sossamon welche als häßliches Entlein Lauren das Herz des Obermachos Sean erobert. Sie steht optisch im starken Kontrast zu den anderen Figuren den eine Igelfrisur und Thirdhand-Laden Klamotten machen ihr nichts aus. Sie will nicht wie alle anderen ein Modepüppchen sein und ihr ist es auch egal Jungfrau zu sein. Diese beiden sind für mich die Darsteller die ich hervorheben will denn eigentlich entwickelt sich im Laufe des Films immer mehr eine „Lovestory“ zwischen den beiden, somit sind sie die eigentlichen Hauptfiguren welche die Story tragen.
Letztendlich…
Muß ich leider sagen daß ich ein wenig mehr von dem Film erwartet habe. Ich war ständig hin-und hergerissen zwischen himmel-hoch-jauchzend ob der erzählerischen Mittel des Regisseurs und der teilweise guten Story um dann doch zu merken das ich das alles schon mal gesehen oder gelesen habe. Doch diese Mängel wurden von Avary mit Zuckerguß überdeckt und so Größtenteils gut kaschiert. Deshalb entscheide ich mich, auch aufgrund der guten Jungdarsteller für die Note 2.
Cu tobberich
Jedes Jahr erscheinen dutzende von Filmen auf den Kinoleinwänden die vor allem vom
erwachsen werden und den damit zusammenhängenden Problemen handeln. Ein Grund dafür ist das es jedes Jahr neue vor – und nachpubertierende gibt die unter anderem eine der größten Zielgruppen darstellen da sie am häufigsten ins Kino gehen. Dabei war die Bandbreite der Themen und dem Anspruch der Filme in den letzten Jahren äußerst beschränkt – von Gehirnamputiert (Road Trip) bis zu der Neuauflage von „Eis am Stiel Teil 1- 100“ besser bekannt als American Pie – zum Glück bis jetzt nur 2 Teile!
Dieses Jahr blieben wir bis jetzt von allzu derbem Blödsinn verschont und wie es scheint setzen die Studiobosse auf Anspruchsvollere Kost in diesem Jahr siehe „Igby“ und „Die Regeln des Spiels“…
Der Film basiert auf einem Werk des Bestsellerautors Bret Easton Ellis welcher Ende der 80iger erst mit „Unter Null“ und danach mit „American Psycho“ für aufsehen in den USA sorgte.
Denn sie wußten nicht was sie tun…
Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt und ist von der Grundthematik eine Geschichte von 4 Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Problemen.
Da ist zu erst mal Sean Bateman (James van der Beek) ein Drogendealer der keinerlei Gefühle kennt, für den ficken Nebensache ist und der sich für nichts und niemanden interessiert. Bis er eines Tages Briefe von einem Mädchen bekommt. Er denkt das dieses Mädchen eine gewisse Lauren (Shannyn Sossamon)ist in die er sich Hals über Kopf verliebt hat. Diese weiß zu Seans Unglück aber leider nichts von ihrer Zuneigung ihm. Sie hat andere Probleme denn ihr Schwarm namens Viktor weilt derzeit im „alten Europa“. Ausserdem ist sie noch Jungfrau aber das muß ja keiner wissen. Zu guter letzt ist da noch Paul, „eine Schwuchtel“ wie Sean sagen würde. Um dieses Ensemble gebrochener Seelen strikt Regisseur Roger Avary eine Geschichte die vom Leid und der Liebe dieser Heranwachsenden in der heutigen Zeit handelt.
Optisches Opus…
Dabei fällt gleich zu beginn des Filmes auf das er den Zuschauer mit einigen visuellen Schmankerln auf seine Seite zu ziehen versucht. Er beginnt nämlich am eigentlichen Ende des Films, der „End of the World Party“ und erzählt dabei den Ablauf dieser Party einzeln aus den Augen der Hauptfiguren. Nachdem er dann einen Protagonisten vorgestellt hat läßt er das Geschehen nochmals zurücklaufen, also wie als ob man Rewind auf dem DVD/Videoplayer drückt. Dieser Effekt ist beim ersten Mal zwar ganz lustig, nervt aber nach kurzer Zeit durch Wiederholung. Doch trotzdem finde ich das Avary damit gut die Einführung in die Story gemeistert hat, bevor die Geschichte dann etwa eine Woche vor der Weltuntergangsparty richtig anfängt. Doch damit hört Avary nicht auf uns über die „Visuelle-Schiene“ beeinflussen zu wollen. Nun wendet er Splitscreens an die z.B die Realität und das Wunschdenken von Paul zeigen während er mit Sean in einem Zimmer sitzt. Auch hier muß ich sagen das es zwar eine kleine Spielerei ist die aber trotzdem nicht sinnlos ist und die Story anschaulicher macht.
Doch trotzdem scheint es mir als ob diese optischen Effekte einige Mängel der Story kaschieren sollten.
Meister- oder Minderwertig…
Natürlich will Avary mit diesem Film die Abgestumpftheit heutiger heranwachsender zeigen, z.B wenn sie beim Sex hemmungslos kotzen, Selbstmorde vortäuschen und sich nichts aus den Gefühlen anderer machen. Doch trotzdem ist dieser Film keine Gesellschaftsstudie, will es höchstwahrscheinlich auch gar nicht sein. Nicht nur aus Spaß habe ich deshalb die zugegebener Maßen provozierende Überschrift gewählt.
Denn irgendwie hat sich das bei mir beim schauen des Films aufgedrängt. Der Unterschied zu American Pie liegt dabei bei mir in der Reife der Figuren. Während Jason Biggs und Co. Auf ihr erstes Mal warten und sie schon kommen wenn sie den Mädchen die Hosen öffnen sind Sean und seine Spießgesellen hier schon eine Stufe weiter. Für sie ist Sex ( außer für Lauren ) nichts Neues mehr – nur eine weitere Art der Entspannung, neben den Drogen. Sie sind wie schon gesagt abgestumpft im Laufe der Jahre und im Überfluß indem sie Leben. Doch trotzdem ist die Story weitaus anspruchsvoller als z.B die von AP oder Road Trip. Deshalb muß man sagen daß man ihre Mängel nicht überbewerten sollte.
Dawson und Co…
Doch das was diesen Film von allen Vergleichbaren durchaus abhebt sind seine Darsteller. Allen voran James van der Beek der wunderbar gegen sein Bubiimage aus Dawsons Creek anspielt. Er tauscht hierfür sein Dauergrinsen gegen allerhöchstens mal ein süffisantes Lächeln aus und unterstreicht sein Image als Bad Boy des Films durch das vögeln allerlei junger Hüpfer die er nur aus Langeweile „nagelt“ ( hierbei hilft zum Verständnis eine Stimme aus dem off ). Dazu kommt dann noch Shannyn Sossamon welche als häßliches Entlein Lauren das Herz des Obermachos Sean erobert. Sie steht optisch im starken Kontrast zu den anderen Figuren den eine Igelfrisur und Thirdhand-Laden Klamotten machen ihr nichts aus. Sie will nicht wie alle anderen ein Modepüppchen sein und ihr ist es auch egal Jungfrau zu sein. Diese beiden sind für mich die Darsteller die ich hervorheben will denn eigentlich entwickelt sich im Laufe des Films immer mehr eine „Lovestory“ zwischen den beiden, somit sind sie die eigentlichen Hauptfiguren welche die Story tragen.
Letztendlich…
Muß ich leider sagen daß ich ein wenig mehr von dem Film erwartet habe. Ich war ständig hin-und hergerissen zwischen himmel-hoch-jauchzend ob der erzählerischen Mittel des Regisseurs und der teilweise guten Story um dann doch zu merken das ich das alles schon mal gesehen oder gelesen habe. Doch diese Mängel wurden von Avary mit Zuckerguß überdeckt und so Größtenteils gut kaschiert. Deshalb entscheide ich mich, auch aufgrund der guten Jungdarsteller für die Note 2.
Cu tobberich
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