Die Wonder Boys (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von mima007
Wundervolle Uni-Komödie
Pro:
sehr humorvoll-satirisch, viele überraschende Wendungen, z.T. sehr bewegend und klug; umfangreiches Bonusmaterial, tolle, gutgelaunte Darsteller
Kontra:
kein Regiekommentar; Leihfassung ohne Bonusmaterial
Empfehlung:
Ja
Filminfos
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O-Titel: Wonder Boys (USA 2000), DVD: 7. November 2001
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Länge: ca. 105 Min. (in USA wg. NTSC-Format 111 Min.)
Regisseur: Curtis Hanson
Drehbuch: Steven Kloves, nach dem gleichnamigen Roman von Michael Chabon ("Die Geheimnisse von Pittsburgh")
Musik: Bob Dylan u.a.
Darsteller: Michael Douglas, Tobey Maguire, Frances McDormand, Robert Downey jr., Katie Holmes u.a.
Handlung
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Literaturprofessor Grady Tripp (Michael Douglas) hat viele Ängste, wie er bald feststellt. Er, der mit seinem ersten Roman "Die Tochter des Brandstifters" den Ruf eines literarischen Wunderkindes erworben hatte, sitzt seit sieben Jahren an seinem zweiten Roman, der inzwischen den Umfang von über 2500 Seiten angenommen hat: ein Monster. Wie soll man das aushalten, ohne ständig dabei zu kiffen? Tripp ist ständig auf einem Trip.
Zu allem Überfluss kommt ihn an diesem Tag, dem Vorabend des universitären WORDFESTs, sein erster Lektor Crabtree (Downey) aus New York City besuchen. Und "Crabs" hat im Schlepptau eine zwei Meter große "Freundin", die Tripp auf den ersten Blick als Transvestiten entlarvt. Crabs will natürlich als erstes das Manuskript des Professors begutachten. Tripp macht Ausflüchte und lädt die zwei Besucher zur Vorabendparty des Wordfests ein.
Schnurstracks fährt das Trio zum Haus der Uni-Kanzlerin Sara, die zugleich Tripps Geliebte ist (Frances McDormand). Und ihr Mann (Richard Thomas aus "ES") ist der Dekan der Literatur-Fakultät, die das Literaturfestival ausrichtet. An der Tür werden sie von dem blinden Bullterrier des hauses angegriffen, der den unheilschwangeren Namen "Poe" trägt, nach dem Horrorschriftsteller Edgar Allan Poe aus dem 19. Jahrhundert. Später informiert Sara Tripp, dass sie sein Kind erwarte. Sie wolle abtreiben. Genau wie er sich nicht entschließen konnte, sie zu heiraten, kann er auch jetzt keine Entscheidung fällen. Die (anderen) Umstände erledigen das für ihn...
Denn seit diesem Tag ist Tripp wieder ein freier Mann, da ihn seine dritte Frau am Morgen verlassen hat. Als Katalysator für die Bereinigung des Chaos erweist sich ein genialer Jungautor aus einem von Tripps Seminaren. James Leer (Tobey Maguire) trägt eine Schußwaffe bei sich, von der er behauptet, sie sei ein Spielzeug. Nachdem ihm Grady die Reliquiensammlung des Dekans gezeigt (und Leery Marilyn Monroes Hochzeitsjäckchen geklaut hat), werden sie von Terrier Poe angegriffen. Zwei Schüsse strecken das arme Tier nieder. Es ist ruckzuck im Kofferraum verstaut. Alles andere würde zu unnötigen Fragen führen, die Tripp scheut wie der Teufel das Weihwasser. Darauf erstmal einen Joint!
Die nun folgenden tragikomischen Verwicklungen führen dazu, dass Tripp zwar Job, Romanmanuskript und die Achtung aller Freunde verliert, andererseits gewinnt er eine Frau - nämlich Sara -, ein Kind und einen neuen Anfang. Dann braucht er keine Joints mehr. Und er hat keine Blackouts mehr. Dafür hat nun auch Amerika einen brillanten Autor mehr: James Leer. Und vielleicht sogar Grady Tripp.
Mein Eindruck: der Film
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Regisseur Curtis Hanson entführt uns nach dem fulminanten "L.A. Confidential" (1997) in eine skurrile Welt: eine Universität ist ein Mikrokosmos, aber das umgebende Pittsburgh ein fremder Kosmos, der nur zu durchfahren ist - und als man dann doch dort draußen landet, ereilt die Abenteurer Crabs und Tripp sofort eine Katastrophe: Das Manuskript wird vom Winde verweht.
Hansons Film ist gespickt mit kauzigen, ausgesprochen liebenswerten und sehr genau beobachteten Figuren. Während Crabs und Hannah sowie Sara nur relativ wenige Zusatzattribute aufweisen, so sind Tripp und Leer wahres Füllhörner voll Entdeckbarem: Buchstäbliches Symbol dafür ist Leers Rucksack, in dem sich Bibliotheksbücher, Romanmanuskripte und Star-Reliquien finden oder verlieren. Ein wahrer MacGuffin, wenn es je einen gab.
"Leer" ist wie "Tripp" ein sprechender Name: Das englische "to leer" bedeutet "aus dem Augenwinkel beobachten, jmd. über die Schulter blicken" - und genau das tut Leer die ganze Zeit, um später darüber zu schreiben - Erkenntnisse, die Grady Tripp die Augen öffnen: "Ich konnte nicht aufhören", mit Schreiben, Ausweichen und Flüchten.
Das tolle und lustvoll aufspielende Ensemble zieht den Zuschauer mit bissigen Dialogen und warmherzigem Humor gekonnt in seinen Bann. Wundervoll kauzig: Michael Douglas in einem abgerissenen rosa Gehrock oder Bademantel, wie er vor einem "pubertierenden" Polizisten den Professor markieren soll! Und dann auch noch wegen eines toten Hundes! Die Satire ist sowohl ätzend als auch komisch, und das Ergebnis der Beobachtungen klug und ergreifend zugleich.
Die Musik, die häufig von Bob Dylan beigesteuert wird, eignet sich ausgezeichnet für das von diesem Film angesprochene etwas intellektuellere Publikum aus Leuten, die meist schon in den Vierzigern oder gar Fünfzigern ist - Dylan begann seine ersten Platten Anfang der 1960er Jahre zu veröffentlichen. "Things Have Changed" ist eine Revision seines berühmtesten Protestsongs "The times they are a-changin'" (ca. 1965). In der wahnsinnig komischen Szene, in der Tripp, Crabs und leer den erschossenen und mittlerweile steifgefrorenen Hund der Kanzlerin in Leers Bett kuschelig zudecken, erklingt Dylans Schlafliedchen von der Sternschnuppe: "Shooting Star". Ja, der Hund ist ein Star. Zumindest in Pittsburghs Akademikerkreisen.
Die Kauf-DVD
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Technische Infos:
Bildformat: 1:2,35 anamorph / 16:9
Regionalcode 2, PAL
Tonformate: Deutsch - Dolby Digital 5.1 / DTS / DD 2.0; Englisch - Dolby Digital 5.1 /2.0
Sprachen: D, GB
Untertitel: Dt. Untertitel ausblendbar
Extras:
Bonus-Disc: ca. 55 Minuten Bonusmaterial
• Interviews mit Stars und Regisseur am Set
• Interaktiver Pittsburgh-Stadtplan mit Kommentar von Regisseur Curtis Hanson
• "Wonder Boys"-Songs (z.B. "Shooting Star") mit Kommentar vom Regisseur
• Musikvideo "Things Have Changed" von Bob Dylan
• Original US- und dt. Kinotrailer
• Filmo- u. Biographien
• Trailer zu weiteren DVDs
• Animierte Menüs mit Musik
• DVD-Rom-Applikationen: Screensaver und Weblinks
* Featurette
* Hidden Feature --> Im Hauptmenü "Extras" auswählen, dann auf DVD-Rom Part gehen und nach rechts klicken und man kommmt zu einem kleinen Test
Mein Eindruck: die DVD
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Im Gegensatz zur mager ausgestatteten Leih-DVD fährt die Kaufversion etliches an Extras auf, um den Käufer zu beeindrucken. Der exzellente DTS-Klang von Musik und Sound ist zum Glück auf beiden Versionen zu genießen, ebenso sämtliche Trailer.
Lustiger und informativer wird's da schon mit dem interaktiven Stadtplan mit dem Regiekommentar. Einen richtiger Audiokommentar fehlt zwar, doch wird dieses Manko fast durch die Interviews mit den Stars und dem Regisseur am Set ausgeglichen. Filmo- und Biografien erklären, um wen es sich dabei im Einzelnen handelt. Ein Making-of sucht man vergeblich.
Unterm Strich
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Somit bleibt der Eindruck eines ziemlich lustigen Films, der auf viele Insiderwitze setzt und sich eher an ein inetellektuell gebildetes Publikum über 30 oder 40 wendet - und der einer Kauf-DVD, die man besser hätte ausstatten können, nämlich mit Audiokommentar und Making-of. Aber vielleicht wäre das für eine kleine Produktion wie diese zuviel verlangt.
Macht unterm Strich vier Sterne.
Michael Matzer (c) 2006ff
27 Bewertungen, 9 Kommentare
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30.10.2006, 12:40 Uhr von Elli04
Bewertung: sehr hilfreichSH. Gruß aus Köln.
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28.10.2006, 22:07 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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28.10.2006, 21:33 Uhr von kolibri850
Bewertung: sehr hilfreichsh, Gruß Michael
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28.10.2006, 12:41 Uhr von luxusklasse1
Bewertung: sehr hilfreichsh + lg
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27.10.2006, 03:17 Uhr von sudden23
Bewertung: sehr hilfreichsh, lg Martin
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26.10.2006, 09:22 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich«:::S:::» «:::P:::» «:: I :::» «:::T:::» «:::Z:::» «:::E:::»
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26.10.2006, 01:06 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichlg Anett
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25.10.2006, 23:39 Uhr von stegi
Bewertung: sehr hilfreichLG Martin
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25.10.2006, 19:38 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichWas soll denn dieser weibische Kommentar da von Divalein? Und wenn im Fernsehen dauernd der Bush kommt oder gar der Gensfleisch? Gruss aus: http://maps.google.it/maps?oi=eu_map&q=Catania%20&hl=it
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