Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse (VHS) Testbericht

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ab 18,15
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Erfahrungsbericht von JustOliver

Guter Nachfolger zum 1. Teil!

Pro:

Darsteller, Stimmung, Kamera

Kontra:

Gewaltszenen

Empfehlung:

Ja

Seit langem hat es mich mal wieder ins Kino verschlagen. Grund war der Nachfolger von den purpurnen Flüssen.

ALLGEMEINE DATEN
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Kinostart: 08.04.2004
Land: F 2004
Originaltitel: Les rivières pourpres 2 - Les anges de l\'apocalypse
Regie: Olivier Dahan
Darsteller: Jean Reno, Christopher Lee, B. Magimel, Camille Natta
Länge, ca. 95 Min.
FSK: ab 12

STORY
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Alles beginnt in einem Kloster. Ein neuer Mönch nagelt sein Kruzifix an die Wand. Wenig später fließt aus dieser Wand Blut. Die Polizei stellt bei den Untersuchungen fest, dass in der Wand ein Mensch eingemauert worden ist. Grund genug für Kommissar Niemans die Untersuchung aufzunehmen. Bald darauf läuft ein angeschossener Mann, der Jesus sehr ähnlich sieht, Kommissar Reda vors Auto. Als dieser Mann, der Bruder des Eingemauerten, im Krankenhaus behandelt wird, versucht ein Mönch erneut, ihn umzubringen. Doch Reda kann dies vereiteln. Niemans und Reda sind zunächst recht ratlos. Die beiden Opfer gehören zu einem Kreis der sich als die Apostel Jesu bezeichnet. Bald darauf werden weitere Mitglieder dieses Kreises ermordet. Unterstützt durch eine promovierte Religionsexpertin Marie und durch Warnung Jesus (also von dem im Krankenhaus), kommen sie dahinter, dass die Morde mit dem Kloster in Verbindung stehen, von dem aus es einen Zugang zu einem verschollenen Grab, in dem ein heiliges Buch aufbewahrt wird. Mittels dieses Buchs versucht eine kleine Gruppe unter dem Anführer Heinrich von Garten die Herrschaft an sich zu reißen.

INSZENIERUNG
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Seid ihr verwirrt nach dem Lesen der Inhaltsangabe? Kann ich verstehen. Denn ähnlich wie im ersten Teil ist es auch im 2. Teil so, dass die Handlung sich erst am Ende zusammen fügt. Wie will man also den Inhalt darstellen, ohne die Spannung zu nehmen. Daher bitte ich um Verzeihung, wenn die Inhaltsangabe ein wenig verwirrend erscheint. Der Film ist wie der erste Teil auch sehr mystisch und dunkel. Die ganze Zeit über herrscht eine gedrückt undurchsichtige Stimmung. Dies wird wunderbar inszeniert. So spielen viele Szenen nachts oder in komischen abgedunkelten Räumen. Zudem regnet es überwiegend und auch das Geheimnis um das Kloster macht eine herrliche düstere und geheimnisvolle Stimmung. Hier war ich sehr fasziniert, wie man diese Stimmung in Szene gesetzt hat.
Fantastisch ist auch die Kameraführung. Diese glänzt durch zahlreiche Nahaufnahmen, die die Charaktere und ihre Gedanken brillant wiedergeben. So kann man teilweise das Fragezeichen über dem Kopf der Kommissare wirklich sehen, so gut sind die Aufnahmen ihrer Gesichter getroffen. Diesen Nahaufnahmen stehen auf der anderen Seite packende Kampf- und Verfolgungsszenen gegenüber, wo die Kamera mit herrlich schnellen Bildschnitten brilliert, so dass die Action fantastisch rüber kommt.
Einziger Kritikpunkt an der Inszenierung ist die teilweise dargestellte Brutalität. Hierbei sind weniger die teilweise übel zugerichteten Leichen ausschlaggebend als vielmehr die dargestellten Morde, die schon recht grob sind und mich an der Freigabe ab 12 doch ein wenig zweifeln lassen.

DARSTELLER
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Jean Reno war eigentlich der Hauptgrund, warum ich in den Film gegangen bin. Ich finde er ist ein fantastischer Schauspieler und dies zeigt er auch hier wieder. Er spielt den kauzigen Kommissar Niemans und bringt diesen herrlich rüber, sowohl in den Situationen, in denen er einfach nur verzweifelt ist, ob der Hilflosigkeit der Polizei zum anderen aber ebenso in den actionreichen Szenen. Zudem glänzt er immer wieder durch eine herrliche Art und Weise wie er den trockenen Humor rüber bringt.
Benoit Magimel spielt den zweiten Kommissar Reda. Auch an ihm gibt es nix zu mäkeln. Er ist der dynamischere und draufgängerischere der beiden Kommissare. Und das bringt er wirklich gut rüber. Gewöhnungsbedürftig fand ich es ein wenig, einen französischen Kommissar in deutschem Bundeswehr-Parke zu sehen.
Christopher Lee spielt den bösen Heinrich von Garten. Eigentlich eine recht kleine Rolle, in der Lee allein durch seine Ausstrahlung brillieren kann. Aber es reicht, um der Figur Leben zu verleihen.
Und dann ist da noch Camille Natta in der Rolle der Religionswissenschaftlerin. Macht ihre Rolle auch gut. Im übrigen kann ich nur sagen: Die Frau ist wunderschön!!!

FAZIT
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Es handelt sich um den typischen 2. Teil. Er ist meines Erachtens nicht so gut wie der erste, fällt jedoch nicht allzu weit ab. Die Atmosphäre und die Kamera wissen zu überzeugen und bauen einen beachtliche Spannung auf. Die Darsteller sind klasse und leisten ihren Anteil an einem guten Film. Was vielleicht ein wenig dürftig ist, ist die gesamte Story, die doch ein wenig an billigere Krimis und Thriller a la Robert Ludlum erinnern. Aber ok, das kann ich durchaus verschmerzen, es ist halt ein Film zum anschauen und nicht zum nachdenken. So bleibt als einziges Manko die Darstellung der Morde oder besser gesagt Hinrichtungen, die ich für überflüssig erachte. Aber dennoch insgesamt find ich den Film gelungen und kann ihn daher auch guten Gewissens empfehlen.

28 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    28.05.2007, 22:11 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah