Die purpurnen Flüsse (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von rengert
Der Film hinkt dem Buch doch weit hinterheir
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
... und doch ist alles irgendwie anders!
Ich habe vor kurzem das Buch die purpurnen Flüsse gelesen (vgl. letzter Bericht). Nun habe ich auch den Film gesehen, welcher im letzten Jahr in den Kinos lief mit dem französischen Topschauspieler Jean Reno. Ich wusste ja nun worum es in dem Buch ging und wollte eigentlich nur noch erfahren, wie das Ganze umgesetzt wurde. Die Titel wurde übernommen, die Hauptperson Niémans wurde übernommen, der Film spielt in der kleinen Universitätsstadt Guernon. Alles scheint wie im Buch und doch ist alles irgendwie anders!
Zum Inhalt
°`°`°`°`°`°`°
Pierre Niémans ist auf dem Weg in die Universitätsstadt Guernon, kurz vorher hält er an. Viele Polizeiwagen stehen umher. An die Straße schließt sich ein kleines Wäldchen an, welches von einigen Polizisten durchforstet wird. Das ist wohl der erste Tatort. Nachdem Niémans sich dem polizeilichen Leiter vorgestellt hat, zeigt dieser ihm den Tatort. Er zeigt auf eine riesige Felswand. Wie soll das denn gehen, fragt sich da wohl der Zuschauer.
Zusammen fahren sie dann zur Uni. Es handelt sich um eine Eliteuniversität, die älteste Uni Frankreichs, mit eigener Stromversorgung, riesigen Vorräten und mit dem Krankenhaus der Gegend. Die Leiche befindet sich dort und wird obduziert. Es handelt sich um einen Mann, den Bibliothekar. Bevor er getötet wurde, hat man ihn gefoltert, ihm wurden die Augen herausgetrennt und die Hände amputiert. In den leeren Augenhöhlen befand sich Wasser, es sah aus als würde die Leiche seine letzten Tränen vergießen.
Niémans befragt eine der Lehrerinnen. Sie ist eine erfahrene Bergsteigerin. Bei ihrer Begegnung klettert sie auch gerade einer dieser Übungswände in der Halle hoch, ich denke Niémans fand Fanny, so heißt die Frau, gleich sympathisch. Vielleicht liegt das daran, dass sie keine wirklich positive Meinung über die Universität hat. Sie teilt die Meinung von Niémans und denkt es wären alles Spießer. Von Fanny lässt er sich erklären, wem es möglich sei die Leiche an diesen speziellen Ort zu bringen. Sie kennt den Ort, denn sie hat die Leiche gefunden. Sie meint, mit der richtigen Ausrüstung dürfte es eigentlich jedem Bergsteiger möglich sein, die Leiche dort zu positionieren.
Es stellt sich heraus, dass das Wasser in den Augen der Leiche saures Regenwasser ist. Komisch ist nur, dass es dort die letzten paar Tage nicht geregnet hat und dass es solches saure Regenwasser eigentlich schon lange nicht mehr gibt. Niémans will also in eine Gletscherspalte und will Fanny als Führerin. Ein Gletscher ist ja eine Art „Zeitmaschine“ (Bez. von Fanny aus dem Film), dort ist Wasser von mehreren Jahrhunderten. Nach ein bisschen Suchen findet Niémans als er schon fast wieder gehen wollte, eine zweite Leiche richtig drin im Eis.
Zeitgleich 200 km weiter in einer kleinen Stadt. Max Kerkérian ist Polizist, scheint aber ein richtiges Raubein zu sein. Er wird von zwei Polizisten in Uniform (er in zivil) abgeholt. Es geht zu einem Friedhof. Das Grab von einem Mädchen wurde geöffnet, also die Gruft zum Grab und die Tür mit einem Hakenkreuz besudelt. Der Verdacht fällt natürlich auf die Skinheads, die sich in der Stadt aufhalten, aber zuvor geht es in die Schule, denn da wurde eingebrochen. Max spricht mit der Schulleiterin, aber es fehlt wohl nicht. Er hat aber eine Idee, er fragt nach den Unterlagen der Jahre, kurz vor Tod des Mädchens. Die Unterlagen fehlen, sie sind herausgerissen. Er fragt ob sich die Schulleiterin erinnern kann, von dem kleinen Mädchen Judith gehört zu haben und sie kann sich tatsächlich erinnern. Die Schulleiterin meint sich erinnern zu können, das Mädchen sei auf der Straße bei einem Unfall gestorben - von einem Lastwagen überfahren.
So jetzt kann sich Max ja mal die Skinheads vornehmen. Diese hausen in einer Lagerhalle, sehen alle etwas brutal aus, einer übt sich sogar an einem Sandsack. Der verbale Weg bringt Max nicht wirklich weit, außerdem wird er von den Skins ganz schön provoziert. Er lässt sich hinreißen, trotzdem denkt man jederzeit, er weiß was er tut, auch wenn es manchmal ausschaut, als ob er die Kontrolle über sich und die Situation verliert.
Nach einer Weile hat er dann doch das was er wissen will. Sie waren es nicht, haben aber einen alten weißen Lada gesehen.
Max nimmt nun das Polizeiauto und macht sich auf den Weg – allein. Als erstes Mal zu einer Verkehrswacht, dort hofft Max etwas vom Unfall zu erfahren. Und so ist es auch, der Mann von der Verkehrswacht kann sich sogar noch erinnern und das, woran er sich nicht erinnern kann, das kann er raussuchen: Berichte, Bilder der Leiche, Bilder vom Ort und den Wohnort der Mutter. Ein Grausamer Tod, so ist von dem Mädchen doch fast nichts mehr übrig, schildert der Mann.
Weg von diesem schlimmen Ort fährt Max nun zur Mutter dieses Mädchens, welche in einem Kloster wohnt. Sie hat dem Licht abgesagt und lebt nun in absoluter Dunkelheit – irgendwie gespenstisch. Von ihr erfährt er nicht wirklich viel: Teufel, Verfolgung, Fluch.
Max bleibt ja noch die Spur des Ladas. Diese führt ihn nach Guernon....
Guernon findet sich das Paar Niémans und Kerkérian. Sie sind verschieden, aber auch wieder nicht, passen doch zusammen. Auch wenn es hier einen Altersunterschied gibt – wirkt nicht sonderlich – steckt man beide in eine Ecke von Polizisten: Raubein, hart im Nehmen, stark im Verteilen und sehr schlau.
Jetzt beginnt die Jagd nach dem mutmaßlichen Serienmörder, der irgendwo in dieser kleinen Stadt ist und sich dort versteckt.
Zum Film
°`°`°`°`°`°
Dies ist wieder mal eine französische Produktion, die ich gesehen habe. Der großartige Schauspieler Jean Reno hat schon in vielen Produktionen überzeugt. Besonders haben mir seine Filme „Leon – Der Profi“ und „Im Rausch der Tiefe“ gefallen. Das Buch basiert ferner auf dem Roman "Die purpurnen Flüsse" von Jean-Christophe Grangé, aber Mathieu Kassovitz hat sich nicht wirklich an das Buch gehalten, aber dazu später mehr.
Die gezeigten Bilder sind schon irgendwie beeindruckend. Die weißen Berge, die tiefen Schluchten und die eisige Gletscherspalte.
Der Film ist schon sehr spannend, kann es nur nicht recht beurteilen, da ich ja das Buch gelesen habe. Aber ich denke im Allgemeinen ohne das Vorwissen zu benutzen, dass es dieses Buch gibt, kann ich sagen, dass Kassovitz ein solider und spannender Krimi gelungen ist, indem zwei völlig verschiedene Handlungsstränge sauber zusammengeführt werden. Der Film reicht aber bei weitem nicht an „Pakt der Wölfe ran“
Was haben die Filmemacher da angestellt
°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°`°
Das gibt es doch wohl nicht. Man hat sich an manchen Stellen nicht ans Buch gehalten. Mir ist klar, dass man ein Buch kürzen muss, damit sich daraus ein Film machen lässt, denn wer will sich denn zu einen 500 min Film ins Kino setzen. Aber irgendwie ist es hier den Machern gelungen, sehr wichtige und entscheidende Szenen wegzulassen.
Im Buch schlägt Niemans fast einen am Anfang zu Tode, im Film findet dies keine Erwähnung , trotzdem macht einer Niemans an, er wisse in welcher „Scheiße“ Niemans stecke. Am besten fand ich das verwirrende Spiel um das Geschlecht des „toten“ Kindes, nur durch intensive Nachforschung, ist man auf die Wahrheit gestoßen. Im Film ist es halt ein Mädchen und gut ist. Ich find es nicht gut.
Der später Partner von Niemans ist hier ein Franzose. Im Buch ist es ein Araber oder Nordafrikaner – ein Waisenkind – und hat einen anderen Namen. Da wird man auch besser auf seinen Charakter eingestellt, denn es wird einem die kriminelle Vergangenheit aufgezeigt. Auch das „Aufmischen“ wirkt im Buch einfach besser.
Beim Buch hat man auch lange gerätselt, was es mit dem Titel auf sich hat, im Film wird es plump genannt.
Es wurden noch viele andere Sachen geändert, z.B. wurden im Film dem ersten Opfer die Hände abgetrennt und im Buch nicht. Dies würde aber zu weit führen, alles aufzuzählen. Im Allgemeinen muss ich aber sagen, dass das Ändern dem Film geschadet hat.
Fazit zum Film
°`°`°`°`°`°`°`°`°
Die Schauspieler haben ihr Bestes gegeben, alle Szenen wirken echt und stilvoll. Dem Zuschauer wird eine schöne und gutgemachte Optik vermittelt. Jean Reno zeigt mal wieder was er kann und hilft mit seiner Leistung dem Film auch etwas auf die Sprünge, denn für mich ist er doch das einzig bekannte Gesicht im Film, auch wenn mir Fanny sehr bekannt vorkommt (wohnt bestimmt bei mir um die Ecke).
Wie schon oben gesagt, muss man bei der Bewertung eine Trennung vornehmen. Wenn man das Buch nicht kennt, ist das sicherlich ein unterhaltsamer Thriller mit viel Spannung und guter Optik. Kennt man nun aber das Buch, so hält man den Film möglicherweise, für eine mäßige Umsetzung. Und so ist es halt bei mir. Ich war enttäuscht, kann den Film aber trotzdem empfehlen.
Ich rate euch die Film anzuschauen und im nachhinein solltet ihr euch das Buch durchlesen, dieses ist weitaus interessanten und unterhaltsamer.
Egal was ihr macht ich wünsche Euch viel Spaß dabei.
RengerT 22.05.2002
Daten zum Film
THRILLER: F, 2000.
Regie: Mathieu Kassovitz.
Mit Jean Reno, Vincent Cassel, Nadia Farès.
Ich habe vor kurzem das Buch die purpurnen Flüsse gelesen (vgl. letzter Bericht). Nun habe ich auch den Film gesehen, welcher im letzten Jahr in den Kinos lief mit dem französischen Topschauspieler Jean Reno. Ich wusste ja nun worum es in dem Buch ging und wollte eigentlich nur noch erfahren, wie das Ganze umgesetzt wurde. Die Titel wurde übernommen, die Hauptperson Niémans wurde übernommen, der Film spielt in der kleinen Universitätsstadt Guernon. Alles scheint wie im Buch und doch ist alles irgendwie anders!
Zum Inhalt
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Pierre Niémans ist auf dem Weg in die Universitätsstadt Guernon, kurz vorher hält er an. Viele Polizeiwagen stehen umher. An die Straße schließt sich ein kleines Wäldchen an, welches von einigen Polizisten durchforstet wird. Das ist wohl der erste Tatort. Nachdem Niémans sich dem polizeilichen Leiter vorgestellt hat, zeigt dieser ihm den Tatort. Er zeigt auf eine riesige Felswand. Wie soll das denn gehen, fragt sich da wohl der Zuschauer.
Zusammen fahren sie dann zur Uni. Es handelt sich um eine Eliteuniversität, die älteste Uni Frankreichs, mit eigener Stromversorgung, riesigen Vorräten und mit dem Krankenhaus der Gegend. Die Leiche befindet sich dort und wird obduziert. Es handelt sich um einen Mann, den Bibliothekar. Bevor er getötet wurde, hat man ihn gefoltert, ihm wurden die Augen herausgetrennt und die Hände amputiert. In den leeren Augenhöhlen befand sich Wasser, es sah aus als würde die Leiche seine letzten Tränen vergießen.
Niémans befragt eine der Lehrerinnen. Sie ist eine erfahrene Bergsteigerin. Bei ihrer Begegnung klettert sie auch gerade einer dieser Übungswände in der Halle hoch, ich denke Niémans fand Fanny, so heißt die Frau, gleich sympathisch. Vielleicht liegt das daran, dass sie keine wirklich positive Meinung über die Universität hat. Sie teilt die Meinung von Niémans und denkt es wären alles Spießer. Von Fanny lässt er sich erklären, wem es möglich sei die Leiche an diesen speziellen Ort zu bringen. Sie kennt den Ort, denn sie hat die Leiche gefunden. Sie meint, mit der richtigen Ausrüstung dürfte es eigentlich jedem Bergsteiger möglich sein, die Leiche dort zu positionieren.
Es stellt sich heraus, dass das Wasser in den Augen der Leiche saures Regenwasser ist. Komisch ist nur, dass es dort die letzten paar Tage nicht geregnet hat und dass es solches saure Regenwasser eigentlich schon lange nicht mehr gibt. Niémans will also in eine Gletscherspalte und will Fanny als Führerin. Ein Gletscher ist ja eine Art „Zeitmaschine“ (Bez. von Fanny aus dem Film), dort ist Wasser von mehreren Jahrhunderten. Nach ein bisschen Suchen findet Niémans als er schon fast wieder gehen wollte, eine zweite Leiche richtig drin im Eis.
Zeitgleich 200 km weiter in einer kleinen Stadt. Max Kerkérian ist Polizist, scheint aber ein richtiges Raubein zu sein. Er wird von zwei Polizisten in Uniform (er in zivil) abgeholt. Es geht zu einem Friedhof. Das Grab von einem Mädchen wurde geöffnet, also die Gruft zum Grab und die Tür mit einem Hakenkreuz besudelt. Der Verdacht fällt natürlich auf die Skinheads, die sich in der Stadt aufhalten, aber zuvor geht es in die Schule, denn da wurde eingebrochen. Max spricht mit der Schulleiterin, aber es fehlt wohl nicht. Er hat aber eine Idee, er fragt nach den Unterlagen der Jahre, kurz vor Tod des Mädchens. Die Unterlagen fehlen, sie sind herausgerissen. Er fragt ob sich die Schulleiterin erinnern kann, von dem kleinen Mädchen Judith gehört zu haben und sie kann sich tatsächlich erinnern. Die Schulleiterin meint sich erinnern zu können, das Mädchen sei auf der Straße bei einem Unfall gestorben - von einem Lastwagen überfahren.
So jetzt kann sich Max ja mal die Skinheads vornehmen. Diese hausen in einer Lagerhalle, sehen alle etwas brutal aus, einer übt sich sogar an einem Sandsack. Der verbale Weg bringt Max nicht wirklich weit, außerdem wird er von den Skins ganz schön provoziert. Er lässt sich hinreißen, trotzdem denkt man jederzeit, er weiß was er tut, auch wenn es manchmal ausschaut, als ob er die Kontrolle über sich und die Situation verliert.
Nach einer Weile hat er dann doch das was er wissen will. Sie waren es nicht, haben aber einen alten weißen Lada gesehen.
Max nimmt nun das Polizeiauto und macht sich auf den Weg – allein. Als erstes Mal zu einer Verkehrswacht, dort hofft Max etwas vom Unfall zu erfahren. Und so ist es auch, der Mann von der Verkehrswacht kann sich sogar noch erinnern und das, woran er sich nicht erinnern kann, das kann er raussuchen: Berichte, Bilder der Leiche, Bilder vom Ort und den Wohnort der Mutter. Ein Grausamer Tod, so ist von dem Mädchen doch fast nichts mehr übrig, schildert der Mann.
Weg von diesem schlimmen Ort fährt Max nun zur Mutter dieses Mädchens, welche in einem Kloster wohnt. Sie hat dem Licht abgesagt und lebt nun in absoluter Dunkelheit – irgendwie gespenstisch. Von ihr erfährt er nicht wirklich viel: Teufel, Verfolgung, Fluch.
Max bleibt ja noch die Spur des Ladas. Diese führt ihn nach Guernon....
Guernon findet sich das Paar Niémans und Kerkérian. Sie sind verschieden, aber auch wieder nicht, passen doch zusammen. Auch wenn es hier einen Altersunterschied gibt – wirkt nicht sonderlich – steckt man beide in eine Ecke von Polizisten: Raubein, hart im Nehmen, stark im Verteilen und sehr schlau.
Jetzt beginnt die Jagd nach dem mutmaßlichen Serienmörder, der irgendwo in dieser kleinen Stadt ist und sich dort versteckt.
Zum Film
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Dies ist wieder mal eine französische Produktion, die ich gesehen habe. Der großartige Schauspieler Jean Reno hat schon in vielen Produktionen überzeugt. Besonders haben mir seine Filme „Leon – Der Profi“ und „Im Rausch der Tiefe“ gefallen. Das Buch basiert ferner auf dem Roman "Die purpurnen Flüsse" von Jean-Christophe Grangé, aber Mathieu Kassovitz hat sich nicht wirklich an das Buch gehalten, aber dazu später mehr.
Die gezeigten Bilder sind schon irgendwie beeindruckend. Die weißen Berge, die tiefen Schluchten und die eisige Gletscherspalte.
Der Film ist schon sehr spannend, kann es nur nicht recht beurteilen, da ich ja das Buch gelesen habe. Aber ich denke im Allgemeinen ohne das Vorwissen zu benutzen, dass es dieses Buch gibt, kann ich sagen, dass Kassovitz ein solider und spannender Krimi gelungen ist, indem zwei völlig verschiedene Handlungsstränge sauber zusammengeführt werden. Der Film reicht aber bei weitem nicht an „Pakt der Wölfe ran“
Was haben die Filmemacher da angestellt
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Das gibt es doch wohl nicht. Man hat sich an manchen Stellen nicht ans Buch gehalten. Mir ist klar, dass man ein Buch kürzen muss, damit sich daraus ein Film machen lässt, denn wer will sich denn zu einen 500 min Film ins Kino setzen. Aber irgendwie ist es hier den Machern gelungen, sehr wichtige und entscheidende Szenen wegzulassen.
Im Buch schlägt Niemans fast einen am Anfang zu Tode, im Film findet dies keine Erwähnung , trotzdem macht einer Niemans an, er wisse in welcher „Scheiße“ Niemans stecke. Am besten fand ich das verwirrende Spiel um das Geschlecht des „toten“ Kindes, nur durch intensive Nachforschung, ist man auf die Wahrheit gestoßen. Im Film ist es halt ein Mädchen und gut ist. Ich find es nicht gut.
Der später Partner von Niemans ist hier ein Franzose. Im Buch ist es ein Araber oder Nordafrikaner – ein Waisenkind – und hat einen anderen Namen. Da wird man auch besser auf seinen Charakter eingestellt, denn es wird einem die kriminelle Vergangenheit aufgezeigt. Auch das „Aufmischen“ wirkt im Buch einfach besser.
Beim Buch hat man auch lange gerätselt, was es mit dem Titel auf sich hat, im Film wird es plump genannt.
Es wurden noch viele andere Sachen geändert, z.B. wurden im Film dem ersten Opfer die Hände abgetrennt und im Buch nicht. Dies würde aber zu weit führen, alles aufzuzählen. Im Allgemeinen muss ich aber sagen, dass das Ändern dem Film geschadet hat.
Fazit zum Film
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Die Schauspieler haben ihr Bestes gegeben, alle Szenen wirken echt und stilvoll. Dem Zuschauer wird eine schöne und gutgemachte Optik vermittelt. Jean Reno zeigt mal wieder was er kann und hilft mit seiner Leistung dem Film auch etwas auf die Sprünge, denn für mich ist er doch das einzig bekannte Gesicht im Film, auch wenn mir Fanny sehr bekannt vorkommt (wohnt bestimmt bei mir um die Ecke).
Wie schon oben gesagt, muss man bei der Bewertung eine Trennung vornehmen. Wenn man das Buch nicht kennt, ist das sicherlich ein unterhaltsamer Thriller mit viel Spannung und guter Optik. Kennt man nun aber das Buch, so hält man den Film möglicherweise, für eine mäßige Umsetzung. Und so ist es halt bei mir. Ich war enttäuscht, kann den Film aber trotzdem empfehlen.
Ich rate euch die Film anzuschauen und im nachhinein solltet ihr euch das Buch durchlesen, dieses ist weitaus interessanten und unterhaltsamer.
Egal was ihr macht ich wünsche Euch viel Spaß dabei.
RengerT 22.05.2002
Daten zum Film
THRILLER: F, 2000.
Regie: Mathieu Kassovitz.
Mit Jean Reno, Vincent Cassel, Nadia Farès.
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