Die purpurnen Flüsse (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Lachesis
Jean Reno in einem ungemein spannenden Film...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Handlung:
Zwei Kommissare, zwei völlig verschiedene Orte in Frankreich, ein Tag.
Polizeilegende Pierre Niémans (Jean Reno) wird an eine völlig abgelegene Universität in den Alpen beordert, wo ein grausamer Mord geschehen ist, bei dem das Opfer noch vor seinem Tod stundenlang gefoltert wurde. Besonders auffällig: sowohl die Augen als auch die Hände wurden noch beim lebenden Menschen entfernt... Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Gleichzeitig muss sich in Serzac der junge Kommissar Max Kerkerian (Vincent Cassel) mit einer Grabschändung beschäftigen. Es handelt sich dabei um das Grab eines vor zwanzig Jahren bei einem schlimmen Autounfall getöteten kleinen Mädchens, das danach nur noch anhand eines Fingers, die die verrückt gewordenen Mutter in der Hand hielt, identifiziert werden konnte. Auch alle Akten über das Mädchen sind bei einem Einbruch in die örtliche Grundschule entwendet worden.
Die Entwicklungen führen schließlich zueinander und auch die Wege der beiden ungleichen Polizisten kreuzen sich. In der Zwischenzeit gibt es neue Leichen, immer gibt es Hinweise auf das nächste Opfer... wie bei einer Schnitzeljagd.
Grausige Wahrheiten über die Machenschaften an der Uni werden offenbart und in immer mehr grausigen Zusammenhängen wird das Geheimnis der purpurnen Flüsse schließlich gelüftet...
Darsteller:
Jean Reno - Pierre Niémans
Der Charakterschauspieler mit den unverkennbaren Augenlidern hat hier mal wieder eine Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert sein könnte. Den zurückgezogenen, wortkargen Kommissar, der am liebsten allein arbeitet, spielt er sehr überzeugend.
Bekannt ist er vor allem aus "Léon - der Profi".
Vincent Cassel - Max Kerkerian
Der in Frankreich sehr bekannte Schauspieler hat hier eine sehr interessante Rolle bekommen. Und die meistert er auch ausgezeichnet. Weitere Filme mit dem gut aussehenden Darsteller sind "Pakt der Wölfe", "Johanna von Orléan" oder "Elisabeth".
Nadia Fares - Fanny Ferreira
Die Schauspielerin ist bisher noch relativ unbekannt. In Frankreich und Italien wirkte wie vorrangig in Serienproduktionen mit. Aber in diesem Film hat auch sie ihre nicht ganz einfache (Doppel-)rolle gemeistert.
Stab:
Regie: Mathieu Kassovitz
Musik: Bruno Coulais
Drehbuch und Romanvorlage: Jean-Christophe Grangé
Produktion: Alain Goldmann
Meinung:
Mich wirklich an einen Bildschirm zu fesseln, ist nicht besonders einfach. Dieser Film hat es von der ersten Minute an geschafft. Schon der Vorspann zeigt nicht sonderlich appetitlich aussehende Nahaufnahmen von etwas, was man doch gleich als Leiche vermutet. Nix für schwache Nerven!
Der anschließende Film überzeugt vor allem durch die dichte Athmosphäre und die guten Darsteller. Der Großteil der Geschichte spielt nachts oder bei strömendem Regen, die Universität scheint allein schon durch die riesigen, kalten Hallen Geheimnisse zu verbergen und auch die wenig sympatischen, eisigen Menschen dort, die richtig zur einsamen Gletscherlandschaft rundherum passen, versprechen keinen freundlichen Ort...
Mit den Kamerafahrten- und perspektiven und dem wenigen Licht wurde ebenfalls viel zur gespannten Athmosphäre beigetragen. Und die sehr, sehr passende Musik tut ihr übriges.
Die Charaktere sind sehr interessant und vielschichtig. Vincent Cassel darf mal einen jungen Kommissar spielen, der trotz seiner Hitzigkeit nicht wie ein kompletter unfähiger Idiot wirkt, der nur hinter dem älteren und erfahreneren Partner her schlawenzelt.
Doch der Film ist nicht komplett düster und unfreundlich, hin und wieder aufgelockert wird er vor allem durch die Dialoge, die häufig mit schwarzem Humor unterlegt sind, und einem vor allem bei Gesprächen zwischen den Hauptdarstellern doch mal ein erleichterndes Lachen entlocken.
Doch eins sei jedem gesagt, der sich den Film anschaut: man muss sich wirklich konzentrieren, um bei all den verworrenen und vielschichtigen Handlungssträngen nicht durcheinander zu geraten. Und auch die völlig unerwartete Auflösung strengt das Gehirn nochmal an. Pinkelpausen sollten also möglichst vermieden werden! *g* Wir haben nach dem Ende des Films jedenfalls noch eine halbe Stunde diskutiert, wie nun des Rätsels Lösung genau war.
Fazit
Leuten mit nicht zu schwachen Nerven, die eine Gänsehaut auf dem Rücken hin und wieder mal ganz gern haben, kann ich den Film auf alle Fälle empfehlen. Leiht ihn euch aus, schaut ihn abends, macht alles Licht aus!
Derartige Filme, die mal nicht aus Hollywood stammen, sollte es viel mehr geben!!!
19 Bewertungen, 5 Kommentare
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11.11.2003, 00:26 Uhr von Tuvok
Bewertung: sehr hilfreichDer Film ist es noch mehr Buch ist sicher besser
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24.05.2002, 21:04 Uhr von zettikonfetti
Bewertung: sehr hilfreichIch merke schon...in Punkto Filme tuen sich zwischen uns beiden Welten auf...aber besonders schlecht fand ich den Film nicht...der Blair-Witch-project-gut-findende zettikonfetti
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22.05.2002, 12:57 Uhr von SVoigt3000
Bewertung: sehr hilfreichAlso ich habe bisher gehört, der Film wäre nicht so prall. Dafür ist deine Meinung aber umso besser... CU Stephan
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22.05.2002, 12:55 Uhr von LaMagra
Bewertung: sehr hilfreichhabs noch nich angeschaut...
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22.05.2002, 12:51 Uhr von jamesi_bg
Bewertung: sehr hilfreichIch fand den Film einfach toll, nur der Schluß hätte etwas anders sein können. Bis dann, Bianca!
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