Dino Crisis 2 (PS1 Spiel) Testbericht

Dino-crisis-2-ps1-spiel
ab 16,45
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Erfahrungsbericht von K.O.R.N

Super spiel!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Über gutes Jahr ist es mittlerweile her, dass ich von einem Freund das Spiel Dino Crisis für meine Playstation bekam. Zwar war ich vom Gameplay und der Grafik ein wenig enttäuscht, aber trotzdem hab ich es tatsächlich zwei mal durchgespielt.
Vor ein paar Monaten hab ich mir dann endlich den zweiten Teil geholt und war natürlich mächtig gespannt. Da ich weder etwas in Zeitschriften etwas über dieses Spiel gelesen habe, noch von Freunden etwas darüber gehört habe, konnte ich mich komplett überraschen lassen. Und glücklicherweise kann ich sagen, dass ich die knapp 60 DM nicht umsonst ausgegeben habe. Das Game ist wirklich klasse. Doch nun erst einmal zur Story des Games ...

Ungefähr ein Jahr ist mittlerweile vergangen seit Regina dem bösen T-Rex entkommen ist und das Zeittor der dritten Energie schließen konnte. Eigentlich sollte damit das Problem mit den Urzeit Giganten ja gelöst sein, aber das wäre natürlich zu einfach. Im Geheimen hat die Regierung weiter an der dritten Energie geforscht. Zu verlockend ist die Vorstellung Reisen in die Zeit zu unternehmen. Und so kommt es wie es kommen muss, in Edward City, der Stadt in der die Forschungen stattfinden kommt es zu einem Unfall. Die komplette Region und auch die nähere Umgebung werden in die Urzeit verfrachtet. Dafür findet man an der Stelle einen urzeitlichen Urwald wieder. Ein Rettungsteam muss her, soviel steht fest. Schließlich befinden sich nahezu 1200 Menschen in der Vergangenheit. Und an dieser Stelle tritt der Spieler in Action. Ein stark gepanzertes und bestens bewaffnetes Landungsboot wird in die Vergangenheit geschickt. An Bord befinden sich Regina, die wir ja noch aus dem ersten Teil kennen, sowie Dylan und David, zwei Mitglieder einer Spezialeinheit. Und just in dem Moment wo die drei einen Fuß an Land setzen müssen sie miterleben wie eine Horde Raptoren ein Außenlager der Menschen angreifen. Unter schweren Verlusten können die Biester zurückgeschlagen werden. Doch dann greift ein mächtiger T-Rex ein und es bleibt nicht mehr als die Flucht.

Und nach diesem beeindruckenden Intro fängt das eigentliche Spiel an. Regina und Dylan stehen mitten im Dschungel und trennen sich um unabhängig voneinander die Gegend zu erforschen. Zuerst übernimmt man die Rolle des Dylan. Ein kurzer Blick ins Inventar zeigt sofort die Unterschiede zum ersten Teil. Es gibt ausreichend Medizin und auch eine Schrottflinte mit 200 Schuss Munition ist vorhanden. Also rein ins fröhliche Geballer. Die Karte ist unterteilt in verschiedene Abschnitte, durch die man sich Stück für Stück vorarbeiten muss. Und je nachdem wie weit man kommt können sich die Missionsziele ändern. Am Anfang muss man sich durch den Dschungel kämpfen. Im weiteren Verlauf des Games kämpft man noch in einer Militärbasis, in einer Forschungsstation und schließlich in Edward City selbst. Immer auf der Suche nach Überlebenden und Hinweisen zur dritten Energie. Und selbst ein Unterwasserabschnitt ist vorhanden. Doch egal wo man auftaucht, alle Menschen scheinen schon lange tot zu sein. Bis ich plötzlich angegriffen werde und das ausgerechnet dann, wenn ich gerade mal wieder gegen den T-Rex kämpft. Gibt es etwa Menschen die die Dinosaurier verteidigen?

Ich muß zugeben, ich war sehr positiv überrascht nachdem ich das Game eine Weile gespielt habe. Die Programmierer haben sich wirklich eine Menge einfallen lassen und einiges im Gegensatz zum ersten Teil verbessert. Die gravierendste Verbesserung ist wohl die Grafik. War die Landschaft im ersten Teil noch recht grob gezeichnet und voller Grafikfehler, findet man sich im zweiten Teil in einer genial umgesetzten Urzeitlandschaft wieder. Der Hintergrund sieht richtig gut aus und auch die Fehler sind ziemlich zurückgegangen. Lediglich wenn man einen Dino an einem Abhang oder ähnlichem tötet verschwindet dieser zur Hälfte im Nichts. Ansonsten gibt es keinen Grund zum Meckern. Die Animationen sind sehr flüssig und die Bewegungen der Dinos sind erschreckend real. Teilweise sieht man im Hintergrund riesige Echsen, die sich ein wenig die Beine vertreten und den Spieler zwar nicht angreifen, aber ungemein zur Stimmung des Spiels beitragen. Und auch die kleinsten Details wurden nicht vergessen. So sieht man z.B. kleiner Käfer über den Boden krabbeln, Wanzen in kleinen Löchern verschwinden oder Libellen durch die Luft gleiten. Auch am Sound hat sich einiges getan. Die Musik ist sehr passend gewählt und vor allem abwechslungsreich. Mal düster und bedrohlich, dann wieder hoffnungsvoll und motivierend. Die ganze Zeit hört man die typischen Geräusche im Hintergrund, ein Knacken im Gebüsch, das Summen von Insekten oder das Brüllen von Dinos. Es gibt wirklich nicht viel was man an Grafik und Sound noch verbessern könnte.

Nicht nur Grafik und Sound haben sich verändert, bzw. verbessert. Auch am Gameplay selbst hat sich einiges getan. Zu Beginn des Spiels kann man sich einen von drei Schwierigkeitsgraden aussuchen. Davon hängt es ab, wie schnell man die einzelnen Dinos erlegen kann und wie viel Medizin und Munition man am Anfang hat. Und damit bin ich auch schon bei der gravierendsten Änderung am Gameplay. Musste man im ersten Teil noch jedes mal überlegen ob man wirklich schießt oder lieber das Weite sucht, hat man im zweiten Teil ausreichend Munition und im leichtesten Level auch ausreichend Medizin. Für jeden erlegten Dino bekommt man Punkte, die sogenannten Bounty Points. Und für diese Punkte kann man sich an bestimmten Terminals, die überall auf der Karte verteilt sind, neue Munition, Medizin und auch Waffen kaufen.(©Nekromant)Dieses Prinzip erinnert mich ziemlich stark an Parasite Eve 2 und ich finde es sehr gut. Anfangs kann man sich keine neuen Waffen sondern nur Munition kaufen, doch im Laufe des Spiels stehen immer mehr Waffen zum Kauf bereit. Vom Maschinengewehr bis hin zum Raketenwerfer ist alles vorhanden. Eine weitere Neuerung ist die Tatsache, dass man teilweise eine Zweitwaffe in der Hand haben darf. Das kann dann ein kleiner Minenwerfer oder ein Elektroschocker sein. Natürlich geht das nur, wenn die Hauptwaffe nicht zu groß ist. Eine weitere Neuerung die ich sehr gut finde ist, dass man die Magazine aller Waffen beliebig vergrößern kann, natürlich nur sofern man genügend Punkte hat.

Die Anzahl der Punkte die man bekommt ist auch variabel. Tötet man z.B. mehrere Echsen schnell hintereinander bekommt man Bonuspunkte für sogenannte Combos (erinnert mich irgendwie an Spiele wie Tekken). Und auch wenn man einen Dino tötet während er gerade den Spieler angreift, steigt die Punktzahl. Im leichtesten Level ist das alles natürlich kein Problem. Probiert man allerdings einmal den Profi-Level aus, wird man sehen, dass das ganze kein Kinderspiel mehr ist. Zum einen weil man mehr Schuss braucht bis ein Dino fällt, zum anderen weil die Urzeittiere wesentlich flinker sind und den Schüssen auch ausweichen können. Im Gegensatz zum ersten Teil präsentiert uns Capcom außerdem eine Reihe „neuer“ Dino-Arten, während man sich im Original auf eine kleine, überschaubare Auswahl beschränkt hat. Da jede Echsen-Sorte ihre persönlichen Schwachstellen und spezifischen Angriffstechniken hat, muss man seine Abwehr immer wieder aufs Neue darauf einstellen

Wie schon im ersten Teil hat man auch hier die Möglichkeit ein Bonusgame zu erspielen wenn man bis zum Ende durchhält. Dieses Game nennt sich Collouseum. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Arena, die ein wenig an die Holodecks der Enterprise erinnert. In dieser Arena muß man nun innerhalb eines bestimmten Zeitlimits alle möglichen Dinos platt machen. Dafür stehen zum einen die Hauptcharaktere zur Verfügung, zum anderen kann man sich je nach erreichter Punktezahl die man nach dem Durchspielen des Hauptgames erreicht hat, weitere Charaktere freischalten. Unter anderem zwei Charaktere aus dem ersten Teil sowie einen Panzer oder sogar Dinos.
Weitere Extras wie besondere Waffen oder andere Kleidung gibt es diesmal leider nicht.

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich die knapp 25Euro für dieses Spiel auf alle Fälle gelohnt haben. Grafik, Sound und auch das Gameplay selber sind um Längen besser als im ersten Teil. Das Einzige was einige vielleicht stören wird, ist die Tatsache, dass die Rätsel wesentlich weniger geworden sind. Dafür gibt es mehr Kämpfe, da immer wieder neue Dinos auftauchen und eigentlich kein Bereich wirklich sicher ist. Für mich genau das Richtige für stundenlangen Spielspaß. Zumal auch wesentlich mehr Abwechslung als im ersten Teil geboten wird. Sei es nun die große Auswahl an Waffen oder auch die vielen unterschiedlichen Dinoarten. Langeweile kommt hier nicht so schnell auf. Auch wenn ich sagen muss, dass ich das Ende ein wenig verwirrend fand. Bleibt nur zu hoffen, dass beim dritten Teil noch eine Steigerung möglich ist.

Das war mein erster Bericht hoffe er hat euch gefallen mfg euer
K.o.r.n

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