Dragonheart (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von kleenerknuffi
„Nach den Sternen Bowen, nach den Sternen“
Pro:
Story, Schauspieler, der Drache
Kontra:
deutsche Synchronisation des Drachen nuschelt etwas <BR> <BR>
Empfehlung:
Ja
Und genauso unterschiedlich wie Drachen in den unterschiedlichen Ländern dargestellt werden, so unterscheiden sich auch die Charaktere dieser Wesen in den verschiedenen Filmen in denen sie vorkommen.
Ob blutrünstige, Feuer speiende Monster wie unlängst in „Die Herrschaft des Feuers“, oder als intelligente und weise Freunde der Menschen in Rob Cohens „Dragonheart“.
>>Inhalt<<
Wir schreiben das Jahr 984 nach Christus:
König Freyne (Peter Hric) führt ein brutales Schreckensregime und beutet das Volk aus. Als sich die Bauern deshalb erheben und sich wehren, gibt er den Befehl, das Dorf nieder zu brennen.
Als der König bei diesem Vorhaben getötet und dessen einziger Sohn Einon (David Thewlis) lebensgefährlich verwundet wird, beschließt Königin Aislinn (Julie Christie) um die einzige Hilfe zu bitten, die ihren jungen Sohn jetzt noch retten kann.
Zusammen mit dem Ritter Bowen (Dennis Quaid), der Einon im Schwertkampf und der Lehre der Ritterehre unterrichtet, begibt sie sich zu einem Drachen. Dieser lässt den jungen König schwören die Tyrannei seines toten Vaters zu beenden und stattdessen mit Güte zu herrschen. Dafür schenkt er ihm die Hälfte seines Herzens und rettet ihm so das Leben.
Doch bereits kurz nach seiner Heilung herrscht Einon noch brutaler und grausamer als es sein Vater zu seinen Lebzeiten tat. Bowen ist darüber zutiefst entsetzt und kehrt seinem ehemaligen Schüler den Rücken. Er gibt dem Drachen, der für Einons Überleben die Hälfte seines Herzens opferte, die Schuld an der Grausamkeit seines ehemaligen Schützlings und schwört ihn dafür zu töten.
Und so reist er durch das ganze Land und tötet jeden Drachen den er finden kann, immer auf der Suche nach dem Einen.
Auf seiner Reise schließt sich ihm der Mönch Gilbert (Pete Postlethwaite) an, der Gedichte über seine Heldentaten schreibt.
Zwölf Jahre später kehrt Bowen zurück. Dort trifft er auf Draco (gesprochen von Sir Sean Connery), den letzten noch lebenden Drachen. Da es keinem der beiden gelingt den andern zu töten schließen die beiden ein Abkommen miteinander.
Draco greift zum Schein Dörfer an und Bowen nimmt Geld von König Einons Lakaien um den Drachen zu „töten“. Und langsam beginnt sich aus ihrer Zweckgemeinschaft eine tiefe Freundschaft zu entwickeln.
Zwischenzeitlich hat Einon den ehemaligen Anführer des Aufstandes, bei dem sein Vater starb, getötet. Dessen Tochter Kara (Dina Meyer), die selbst für Einons fast tödliche Verletzung verantwortlich war, will ihn dafür töten. Der Versuch schlägt aber fehl und der König will die Widerspenstige zu seiner Frau nehmen.
Kara gelingt min der Hilfe von Einons Mutter die Flucht und sie kehrt zurück in ihr Dorf, wo gerade Draco und Bowen ihre Show darbieten. Bowen beschützt die junge Frau vor dem König und macht ihn sich damit endgültig zum Feind.
Wird Bowen helfen die Tyrannei von Einon zu beenden?
Und welches ist das gemeinsame Schicksal von Draco und Einon?
>>Schauspieler<<
Dennis Quaid spielt den ehrenhaften Ritter Bowen. Dieser war der Lehrmeister von König Einon. Da er dem Drachen, der sein Herz mit Einon teilte, die Schuld an dessen Bösartigkeit gibt, schwört er alle Drachen zu töten. Sein Hass treibt ihn immer weiter, bis er eines Tages auf Draco trifft.
Dennis Quaid (Day after tomorrow, Der Flug des Phoenix, Cold Creek Manor- Das Haus am Fluss) kann in der Rolle des prinzipientreuen und an den Kodex glaubenden Ritter Bowen überzeugen. Es gelingt ihm die Enttäuschung über sein Scheitern beim Formen Einons, seine Entschlossenheit beim Kampf gegen ihn und seine Verzweiflung im Angesicht von Dracos Schicksal, glaubhaft dar zu stellen.
Sean Connery (im Deutschen Mario Adorf) spricht den Drachen Draco. Dieser opfert Einon die Hälfte seinen Herzens, um ihn vor dem sicheren Tod zu retten. Nun steht er auf der Seite von Bowen und den Bauern und hilft ihnen, sich von der Knechtschaft Einons zu befreien.
Sean Connery (Forrester- Gefunden, Leben und Lieben in LA, Highlander, Der Name der Rose) verleiht mit seiner ausdruckstarken Stimme dem Drachen Leben. Seine Stimme passt perfekt zu dem Wesen, klingt weise, Ehrfurcht erweckend und sehr deutlich.
Mario Adorf kann in der deutschen Synchronisation überzeugen und auch seine Stimme wirkt weise und Respekt einflössend. Leider klingt es teilweise als würde er nuscheln.
David Thewlis spielt den tyrannischen König Einon, der trotz seines Schwurs noch schlimmer herrscht, als es sein Vater tat.
David Thewlis (Königreich der Himmel, Harry Potter und der Gefangene von Azkaban, Timeline) und auch Lee Oakes, der Einon als Jungen spielt, wirken beide von Anfang an unsympathisch. So fällt es dem Zuschauer nicht schwer sie nicht zu mögen.
>>Meine Meinung und Fazit zum Film<<
„Dragonheart“ ist ein schönes Fantasieabenteuer, das den Zuschauer mehr als eineinhalb Stunden gut unterhalten kann.
Dabei sorgen die Wortgefechte zwischen Draco und Bowen, sowie der Mönch Gilbert für den vorhandenen Humor.
Es ist die Geschichte des Ritters und Drachentöter Bowen. Dieser war der Lehrmeister des Prinzen Einon. Er wollte dem Sohn des tyrannischen Königs den Ehrenkodex der Ritter lehren und ihn somit zu einem weisen und gütigen König formen.
Doch schnell erkennt der Zuschauer, ganz im Gegensatz zu dem von Zuneigung zu dem jungen Prinzen geblendeten Bowen, dass Einon im Innern seines Herzens abgrundtief böse ist.
Das erste Mal sieht man dies beim Tod seines Vaters. Anstatt darüber traurig zu sein geht es ihm nur darum die Krone in seinen Besitz zu bringen. Er sagt seinem sterbenden Vater sogar mitten ins Gesicht, dass er nun endlich sterben solle. Beim Sehen dieser Szene kommt man schnell auf den Gedanken, dass Einon, um di Macht an sich reißen zu können, auch vor einem Vatermord nicht zurück geschreckt hätte.
Und kaum hat sein Vater das Zeitliche gesegnet führt er dessen Schreckensregime, noch grausamer und brutaler wie zuvor, fort.
Er kennt keine Gnade. Weder seinem Volk noch seiner eigenen, ihn liebenden Mutter gegenüber.
Doch steht seinem geknechteten Volk eine außergewöhnliche Allianz , bestehend aus dem ehrenwerten Ritter Bowen und dem letzten noch lebenden Drachen Draco, zu Seite, um für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Und so wie sich Bowens Hass Draco gegenüber in Liebe und eine tiefe Freundschaft verwandelt, so muss er am Ende des Films Dracos Schicksal erkennen und akzeptieren.
Dennis Quaid kann als Ritter des Ehrenkodexes überzeugen. Ob wütend über den vermeidlichen Betrug des Drachens an ihm, oder verzweifelt, weil er das Schicksal seines besten Freundes erkennen muss, all dies kann er glaubhaft darstellen.
Genauso wie auch David Thewlis dies ohne weiteres gelingt. Er stellt den tyrannischen und bösartigen Einon so glaubhaft dar, dass er dem Zuschauer von Anfang an unsympathisch ist. Und auch Lee Oakes, der den jungen Einion spielt, gelingt dies auf Anhieb.
Aber auch Dina Meyer (Saw 1+2, Bats- Fliegende Teufel) als kämpferische und stolze Bauerntochter Kara (, Pete Postlethwaite (Gangs of New York, Amistad) als Gedichte schreibender und humorvoller Mönch Gilbert, oder auch Julie Christie (Wenn Träume fliegen lernen, Harry Potter und der Gefangene von Azkaban) als vor Mutterliebe blinde Königin Aislinn, können in ihren jeweiligen Rollen überzeugen.
Doch der eigentliche Star des Filmes ist ohne Zweifel der, für die damalige Zeit gut animierte, Drache Draco. Dessen Mimik kann in jeder Szene des Films die Gefühle des Wesens darstellen.
Perfekt abgerundet wird dies im englischen Original von Schauspielergröße Sir Sean Connery, der dem Drachen seine Stimme und leiht und ihm somit Leben einhaucht.
In der deutschen Synchronisation übernahm diesen Part Mario Adorf. Und so wirkt Draco mit Adorfs tiefer und angenehmer Stimme auch auf der deutschen Tonspur weise und Ehrfurcht einflössend. Doch leider spricht er nicht so deutlich wie Connery und teilweise nuschelt er ein wenig.
Die Musik von Randy Edelman untermalt die Handlungen immer perfekt und unterstütz damit die Atmosphäre des Filmes.
Zu dieser tragen auch die schönen Drehorte bei. Ob nun die weiten, grünen Flächen der Wiesen und Felder, die ärmlichen Bauerndörfer, oder die Burg des Königs, alles wirkt authentisch.
„Dragonheart“ ist jedem zu empfehlen, der Fantasieabenteuerfilme mit Humor mag.
Da „Dragonheart“ erfolgreich war erschien 2000 mit „Dragonheart II – Ein neuer Anfang“ ein zweiter Teil. Doch sollte man sich von dem Titel nicht in die Irre führen lassen. Denn dieser ist keine Fortsetzung von „Dragonheart“ sondern hat eine eigenständige Geschichte.
Doch leider erreicht dieser nicht die Qualität von „Dragonheart“.
>>Infos zur DVD<<
Originaltitel: Dragonheart
USA: 1995
FSK: 12
Spieldauer: 99 Minuten
Studio: Columbia Tristar
Preis: ca. 7,99 – 9,99 Euro
Ca. 9,99 – 14,99 Euro (mit Teil 2 als Boxset)
Kapitel: 33
Darsteller:
Bowen (Dennis Quaid)
Draco (Sir Sean Connery)
Einon (David Thewlis)
Gilbert (Pete Postlethwaite)
Kara (Dina Meyer)
Aislinn (Julie Christie)
Felton (Jason Isaacs)
Brok (Brian Thompson)
Young Einon (Lee Oakes)
Regie: Rob Cohen (Daylight, Skulls, XXX, The fast and the furious)
Drehbuch: Charles Edward Pague (Die Fliege, Kull)
Produzent: Raffaela De Laurentiis (Sky Captain, Kull, Daylight, Black Dog)
Musik: Randy Edelman (Shanghai Noon, Skulls, Ed TV)
Schnitt: Peter Amundson (Skulls)
Kamera: David Eggby (Scooby-Doo, Pitch Black. Der Diamanten Cop)
Bildformat:
16:9 Widescreen
2.35:1 anamorph
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Sprache:
Deutsch, Englisch, Französisch Spanisch, Italienisch
Untertitel (9)
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Portugiesisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Dänisch
Extras:
Die Extras sind in Englisch mit deutschem Untertitel
* Making of (ca. 45 Minuten)
Das Making Of ist in 9 Kapitel unterteil und beinhalten Interviews mir Cast und Crew. Der Zuschauer erfährt einige interessante Dinge. So dass für Regisseur Rob Cohen Schauspieler als Sean Connery die Idealbesetzung für den Drachen Draco war. Man erfährt wie die Schauspieler besetzt wurden und wie die Special Effects entwickelt wurden. Und vieles mehr.
1) Der Beginn des Projekts
2) Die Zusammenarbeit mit Phil Tipper
3) Die Besetzung
4) Produktion
5) Die Special Effects
6) Die Zusammenarbeit mit ICM
7) Musik und Schnitt
8) In Closing
9) Zeichnungen von früheren Drachenentwürfen
Sehr informativ und interessant
* Entfallene Szenen
1) Gilberts und Bowens Gespräch über Avalon (ca. 1:34 Minuten)
2) Kara erzählt Bowen dass er ihre Zuversicht ist (ca. 1:00 Minute)
Ganz nett aber das Fehlen fällt im Film nicht weiter auf.
* Trailer
Original US-Kino Trailer; deutsch synchronisiert (ca. 2:00 Minuten)
Durchschnitt
* Filmclips
5 TV Spots (englisch mit deutschem Untertitel)
Durchschnitt
* Filmographien
Texttafeln mit den Bio- und Filmographien der wichtigsten Darsteller und des Regisseurs
Durchschnitt
* Audiokommentar
Der Audiokommentar ist informativ und unterhaltsam. Er ist für Menschen mit durchschnittlicher Englischkenntnis gut zu verstehen, ansonsten gibt es den zuschaltbaren deutschen Untertitel.
Informativ+ Interessant
>>Bild- und Tonqualität<<
Die Bildqualität der DVD ist sehr gut und scharf. Der Kontrast, auch in dunkleren Szenen, und die Farbsättigung sind nicht zu beanstanden.
Die Tonqualität der DVD ist sehr gut und klar. Die Dialoge und die Musik sind ungefähr gleichlaut, so dass ein ständiges Regeln der Lautstärke nicht nötig ist. Die vorderen und hinteren Boxen sind gut aufeinander abgestimmt.
>>Meine Meinung und Fazit zur DVD<<
Die DVD verfügt über eine sehr gute Bild- und Tonqualität und beinhaltet einiges interessantes Bonusmaterial. Wobei hier das Making Of und die Unveröffentlichten Szenen am interessantesten sind. Zudem ist die DVD fast überall für unter 10 Euro zu erhalten.
Bei der Neuauflage, die es mittlerweile überall zu kaufen gibt, ist nicht mehr das hier abgebildete Cover vorhanden. Das neue sieht ungefähr so aus, wie das erste Bild unten.
>>Bewertung<<
Der Film selbst erhält von mir wegen der Story, den guten Schauspielern, dem Humor, der aber etwas genuschelten Synchronisation des Drachens 4 von 5 Punkten.
Die DVD selbst erhält von mir wegen der sehr guten Bild- und Tonqualität und dem interessanten Bonusmaterial 4 von 5 Punkten.
Dies ergibt in der Gesamtwertung 4 von 5 Sternen.
Den Kauf der DVD kann ich für unter 10 Euro empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
53 Bewertungen, 11 Kommentare
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18.03.2007, 15:24 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris :-)
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12.02.2006, 12:08 Uhr von mausi4
Bewertung: sehr hilfreichLG...Freue mich über Gegenlesungen!
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21.11.2005, 15:30 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichDas Lesen war durch die vielen Leerzeichen sehr mühsam, der Film ist aber wirklich gut. <br/>LG Cicila
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10.11.2005, 11:23 Uhr von 2011emjott
Bewertung: sehr hilfreichSH! Gut, dass ich keinen 14 Zöller Monitor mehr habe, sonst würde ich morgen noch Leerzeilen lesen... *g*
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08.11.2005, 15:05 Uhr von Veedra
Bewertung: sehr hilfreichoh, sir eglamore... oder so *lol*
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29.10.2005, 22:02 Uhr von GilbertArenas0
Bewertung: sehr hilfreichsh. ich bin aber auch der meinung , dass die riesen abstände stören, aber sonst alles perfekt
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29.10.2005, 21:45 Uhr von rolandmc
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht, allerdings kaum zu lesen, die lehrzeilen sind echt störend, es währe echt praktisch von dir die zu enfernen, das trübt nämlich den schönen bericht. Viele Grüße, Marcel
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29.10.2005, 02:47 Uhr von LittleGiant
Bewertung: sehr hilfreichEin "drachenstarker" Bericht ;o)
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28.10.2005, 10:43 Uhr von Nightmare
Bewertung: sehr hilfreichEin Schöner Bericht ,sehr gut Geschrieben dafür ein SH . <br/>Zum Yopiforum benutze diesen Link : <br/>http://www.toolia3.de/sbb/sbb.cgi?b=yopiforum <br/>Liebe grüße Bernd
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27.10.2005, 21:54 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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27.10.2005, 21:53 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichWie immer: Sehr, sehr hilfreich! LG Ilka
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