Duell - Enemy at the Gates (DVD) Testbericht

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ab 5,55
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Erfahrungsbericht von trampastheo

Jude Law gegen Ed Harris

Pro:

Spannend, Jude Law, Ed Harris, Making Of, Produktionsinfos

Kontra:

Blutszeben

Empfehlung:

Ja

Der große Freund von Kriegsfilmen bin ich mit Sicherheit nicht, doch wenn die Möglichkeit da ist, sich die DVD zu solch einem auszuleihen, dann mache ich das gerne. In diesem Fall handelt es sich um „Duell - Enemy at the gates“. Ich glaube das war nach langer Zeit wieder ein Kriegsfilm bei mir – davor war es, fast ein Jahr zurück, Harts War (Das Tribunal) mit Colin Farrell und Bruce Willis in den Hauptrollen. Bei Enemy at the gates sind es zwei andere hervorragende Darsteller Hollywoods, die die Protagonistenrollen innehaben: Ed Harris und Jude Law.

Handlung
Der zweite Weltkrieg ist in vollem Gange. Das deutsche Reich ist mit seinen Truppen so tief in Russland eingedrungen, dass man sich nun bereits Stalingrad genähert hat - einen Ort, den Stalin unbedingt verteidigen will. Dort kommt es zu einem Nahkampf der beiden Gegner, wobei ein besonderes Duell zwischen einem russischen Scharfschützen, der sich zum Helden der Einheimischen Kämpfer entwickelt namens Vassili (gespielt von Jude Law) und einem deutschen Offizier, Major König (gespielt von Ed Harris). Letzter wird an die Front geschickt, nachdem Vassili nicht nur einen deutschen Offizier erledigt hat, sondern auch durch seine Figur als Kriegsheld der ganzen russischen Armee Mut macht. Früher oder später wird es zwischen den beiden Scharfschützen zu einer Konfrontation kommen, bei der es um Leben und Tod geht und die auch ausschlaggebend für den Verlauf des Krieges sein kann (zumindest symbolisch).

Filmkritik
Regisseur Jean-Jacques Annaud, der sich mit dem „Namen der Rose“, dem wohl bekanntesten Film von Sean Connery nach den James Bond Auftritten, einen Namen gemacht hat, hat tatsächlich die Handlung in diese Richtung laufen lassen, wie es der Titel des Films verrät: Duell! Der Film spielt im eiskalten Stalingrad, die deutschen Truppen sind kurz davor diese wichtige Stadt einzunehmen. Die Luftwaffe zerstört was sie kann, die Bodentruppen greifen an. Doch für die Russen besteht die Hoffnung den Kampf doch noch zu gewinnen. Mit einem guten Trick versucht man der Armee mit neuem Mut und Kraft zu verhelfen, in dem man Vassili als einen Helden darstellt. Sicherlich ist er selbst kein riesiger Held, doch seine Eigenschaften als Scharfschütze sind einmalig. Die Konfrontation der beiden Männer, die den Film selbst eben ausmacht, ist sehr spannend. Eine Szene habe ich besonders, auch einige Stunden nachdem ich den Film gesehen habe, im Kopf: Vassili befindet sich unter Beschuss von Major König in einer Fabrik, kann jedoch mit der Hilfe seiner Kollegin und einem Spiegeltrick den Feind ablenken und sogar anschießen. Tolle Szene, mit guter Performance aller Teilnehmer. Was mich jedoch leicht im Film stört ist das zu viel Blut, das in vielen Szenen fließt. Darauf hätte man verzichten sollen.

Jude Law, mittlerweile einer der erfolgreichsten Darsteller Hollywoods spielt die Rolle des jungen Soldarten Vassili recht gut. Seine Performance ist überzeugend, wie auch die ganze Umgebung (Bühnegestaltung, Drehort etc.), wie sie von Annaud ausgesucht wurde. Vasili entwickelt sich zum Helden, doch später im Film möchte er es nicht mehr sein, hat jedoch keine Möglichkeit diese Rolle nunmehr loszuwerden. Eine einzigartige Rolle, perfekt von Jude geschauspielert. Ed Harris ist mit seiner Erfahrung wohl auch der richtige Mann für die Rolle des Major König gewesen, denn er hat schon etwas diesen eiskalten Blick drauf, wie ihn wohl viele Offiziere des dritten Reichs gehabt haben müssen, bei all ihren Gräueltaten, die sie damals vollbracht haben. Dass auch noch die Liebe vorkommt macht den Film noch interessanter. Rachel Weisz sorgt für den weiblichen Flair in einem ansonsten doch absoluten Männerfilm (wie eben der Krieg auch eine Männersache meistens war, auch wenn Frauen manchmal für seinen Beginn verantwortlich, waren wie beim trojanischen Krieg).

DVD
Produktion: BMG
Freigegeben ab: 16 Jahren
Laufzeit: ca. 136 Minuten
Bildformat: 2,35:1
Tonformat: Englisch und Deutsch auf Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch und Englisch

Imposant sind ohne Zweifel die vielen Actionszenen im Film (Schüsse, Bombenangriffe) und die kommen akustisch sehr gut beim Zuschauer rüber. Als Tonträger perfekt, als Bildträger fallen leichte Schwächen bei den besonders düsteren Szenen (die Fabrikszenen mit der Spiegelung z.B. hat einige zu dunkle Momente, das Bild überzeugt nicht ganz!) auf. Die Extras der DVD bieten neben neun gelöschten Szenen, ein 20minütiges Making Of (ohne deutsche Untertitel), welches recht interessant wirkt, zusammen mit Produktionsnotizen zum Film. Enemy at the gates wurde, nachdem man in ganz Europa nach einem geeigneten Drehort gesucht hat, in Ostdeutschland im Gebiet von Rüdersdorf abgedreht und sicherlich ist das auch das interessanteste an den Aussagen von Protagonisten und Regisseur auf den Extras der DVD.

Fazit
Enemy at the gates ist ein spannender, an manchen Stellen aber sicherlich auch zu harter Kriegsfilm. Filmfans, die nicht so gerne Blutszenen in der schlimmsten Art der Gewaltform überhaupt (dem Krieg) gewöhnt sind, sollten auf das Duell verzichten. Diejenigen, die keine Probleme mit so etwas haben, kommen sicherlich auf ihre Kosten, denn der Film bietet eine doch recht gute Action, mit einer klassischen Atmosphäre in diesem Genre und dazu noch mit einer guten Besetzung. Von mir gibt es insgesamt vier von fünf möglichen Punkten für diesen Film.

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