Duell - Enemy at the Gates (DVD) Testbericht

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ab 5,55
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Erfahrungsbericht von Gionta

Das Duell

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

+ + + Story + + +
Stalingrad, 1942: Während sich die deutschen und die russischen Truppen in Stalingrad Gegenseitig grausame Verluste zufügen, sieht der Rest der Welt voll Furcht dem Ausgang dieser Schlacht entgegen. Doch der gefürchtete russische Präzisionsschütze Vassili Zaitsev (Jude Law) kennt keine Angst und schießt einen seiner Gegner nach dem anderen nieder. Vassilis legendärer Ruf führt bald zu einem Duell mit dem besten Scharfschützen der deutscher Armee, Major König (Ed Harris). Zwischen beiden kommt es zu einem erbitterten Zweikampf, während um sie herum die furchtbarste Schlacht aller Zeiten tobt...

(c) BMG

+ + + Cast & Crew + + +
Jude Law (Vassili)
Joseph Fiennes (Danilov)
Rachel Weisz (Tania)
Bob Hoskins (Kruschev)
Ed Harris (Major König)
Ron Perlman (Koulikov)
Eva Mattes (Mutter Filipov)
Gabriel Marshall-Thomson (Sacha)
Matthias Habich (General Paulus)
Sophie Rois (Ludmilla)
Ivan Shvedoff (Volody)
Mario Bandi (Anton)
Jean Jaques Annaud (Regie, Produzent, Co-Autor)
James Horner (Musik)

+ + + Filmkritik + + +
Man darf sich durch den beeindruckenden Beginn nicht täuschen lassen. In „Duell – Enemy at the Gates“ spielt die Schlacht um Stalingrad lediglich eine Nebenrolle. Der Film konzentriert sich hauptsächlich auf das Duell der beiden Kontrahenten – Jude Law und Ed Harris. Dennoch wird in den wenigen Szenen in denen es um die Schlacht geht erbarmungslos gezeigt wie die sowjetischen Soldaten an der Front regelrecht verheizt werden und jeder Zweifel an der Siegeskraft der Roten Armee sofort mit Exekution bestraft wird.

Aber zurück zum eigentlichen Hauptthema des Films – zum Duell zwischen Ed Harris und Jude Law. Während Ed Harris den Charakter des Major Königs glaubhaft über den Bildschirm bringt, tut man sich bei Jude Law ein wenig schwer. Zu „Britisch“ sein Stil, dies merkt man vor allem dann wenn man sich den Film im original anhört. Schauspielerisch konnte mich Jude Law nicht richtig überzeugen, während Ed Harris hingegen wirklich eine bemerkenswerte Leistung abgab. Aber auch Rachel Weisz konnte mich trotz ihres nicht zu übersehenden britischen Stils überzeugen. Auf jeden Fall war es zunächst merkwürdig sie in Uniform zu sehen, denn sobald man den Namen Rachel Weisz hört denkt man sofort an ihre Rolle als Eve in DIE MUMIE 1 und 2.

Jedenfalls entwickelt sich zwischen den beiden ein spannendes und packendes Duell. Ein bisschen störend ist dabei die Liebesgeschichte, die sich aber in Grenzen hält (muss man denn in Kriegsfilmen immer irgendeine Liebesgeschichte in der Story haben?). Der Film flacht allerdings gegen Ende hin etwas ab und das Ende ist vorauszusehen. Wobei dies ohnehin nichts neues ist und nicht wirklich stört. Den Showdown hätte man auch ruhig etwas spektakulärer gestalten können, ansonsten aber ein richtig guter Film der allein schon den Kauf der DVD absolut rechtfertigt.
Gesamtlaufzeit des Films: 119 Minuten


+ + + Infos zur DVD + + +
Die Bildqualität ist wirklich top, lediglich bei hellen Flächen kann es gelegentlich zu leichtem Rauschen kommen. Ansonsten setzen die Farben das Kriegsspektakel sehr gut in Szene. Auch der Ton weiß zu überzeugen und hinterlässt vor allem bei den Schlachtszenen einen sehr guten Eindruck.

Menü und Kapiteleinteilung sind animiert und mit Musik unterlegt. Die Extras sind ziemlich dürftig ausgefallen, da hätte man sich mehr erwartet. Leider wird vor allem bei kommerziell nicht erfolgreichen Filmen oft an Extras gespart, was eigentlich schade ist, denn der Film konnte wirklich überzeugen.

· Making Of
· Entfallene Szenen
· Produktionsnotizen
· Biographien und Statements von Cast und Crew
· Trailer

Das rund 20-minütige Making Of ist vorwiegend auf Eigenwerbung aus, der Informationsgehalt ist daher fast null. Die Statements der Schauspieler sind da weitgehend sachlicher und bringen wenigstens einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten. Insgesamt neun entfallene Szenen mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 10 Minuten stehen zur Auswahl. Bringen jedoch keine zusätzlichen Erkenntnisse. Informativer und auch wesentlich interessanter sind da schon die Produktionsnotizen. Wer sich also von den knapp 15 Seiten nicht abschrecken lässt erfährt dort viele interessante Details über die Dreharbeiten (so wurde zum Beispiel ein Großteil des Films in Ostdeutschland gedreht). Weiters gibt es noch Biographien der Schauspieler sowie von Regisseur Jean-Jaques Annaud. In den Biographien enthalten sind ebenfalls (insgesamt 15 Minuten) Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur. Gute Englischkenntnisse sind vorteilhaft, da bis auf den Trailer und die Texttafeln alles in englisch ist und man nach deutschen Untertiteln vergebens sucht. Bei den Extras hat man sich leider nicht sehr viel Mühe gegeben. Auch das Cover ist etwas unglücklich, da es Jude Law und Joseph Fiennes zeigt, wobei doch Ed Harris der eigentliche Gegenspieler von Jude Law ist...
Gesamtlaufzeit der Extras: 37 Minuten

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