Duell - Enemy at the Gates (DVD) Testbericht
ab 5,55 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Erfahrungsbericht von elektronaut
Der Krieg als persönliches Schicksal
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Film "Duell- Enemy at the Gates" wurde im Jahre 2000 hauptsächlich im Land Brandenburg in der Nähe der Stadt Cottbus verfilmt und produziert. Das dabei ein Film entstand, der ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt mitreisste, vermuteten damals nur wenige. Der Film entstammt dem Kriegsfilmgenre, das mit Erfolgen wie "Saving Private Ryan" oder "The Thin Red Line" bereits vorher Kassenschlager an der Box Office (Kinokassen) hatte. Wie auch bei diesen beiden Erfolgsfilmen standen bei "Duell - Enemy at the Gates" die einzelnen persönlichen Schicksale während eines Krieges im Vordergrund...
Die Story
Wie bereits Der Soldat James Ryan beginnt "Duell - Enemy at the Gates" mit einem zentralen Ereignis des Zweiten Weltkrieges --- der versuchten Eroberung Stalingrads durch die Deutschen.
Der Film fängt mit einigen imposanten Einstellungen an, die die Grausamkeit des Kriegs darstellen.
Man erlebt in dieser monumental nachgestellten Schlacht wie die schlecht ausgebildeten und ausgerüsteten russischen Soldaten einer schier uebermächtigen deutschen Wehrmacht gegenüber stehen und verzweifelt versuchen sich zu wehren.
Der Regisseur Jean-Jaques Annaud schafft mit diesen ersten Minuten des Films einen authentischen Hintergrund, der für den Rest des Films dem Zuschauer mit Nachdruck die Grausamkeit der Lage für beide Seiten schildert. Damit hat er den Raum geschaffen für die eigentliche Story des Films und den weitaus persönlicheren Kampf zwischen zwei Soldaten in den Ruinen von Stalingrad....den Kampf zwischen einem zu heldenhaftem Ruhm erhobenen russischen Schafhirten und einem deutschen Scharfschützen. Vassily Zaitzev (Jude Law) wird durch die sowjetische Propaganda zum Held erhoben, da er mit seiner enormen Trefferquote als Scharfschütze die deutsche Offiziersreihen lichtet. Noch bevor er sich versieht, wird Zaitsev zum russischen Helden gekürt mit all den Vor- und Nachteilen. So steht er enorm unter Druck die nun auf ihn lastenden Erwartungen, noch mehr Deutsche zu töten, gerecht zu werden. Rückendeckung dabei bekommt Vassily von seiner neu gefundenen Liebe zu der Soldatin Tanja (Rachel Weisz). Diese Liebe hilft ihm, die Wirren des Krieges für einige glückliche Augenblicke vergessen zu machen und sich wieder als Mensch zu fühlen.
Allerdings wird der Druck auf Vassily Zaitsev noch höher, als die deutsche Wehrmacht den deutschen Major König ( Ed Harris) beauftragt, das sowjetische Nationalsymbol fuer den Widerstand gegen Deutschland zu töten und damit die sowjetische Propaganda sowie damit den Siegeswillen der Russen zu brechen.
Damit beginnt ein packendes Duell zwischen diesen beiden Soldaten das von taktischer uns strategischer Finesse nur so glänzt...
Mein Fazit :
Dieser Film schildert auf beeindruckenste Art und Weise die Paralleluniversen von Mensch und Krieg.
Wer einen schnell geschnittenen und actionreichen Film erwartet wird enttäuscht sein, denn der Regisseur Jean Jaques Annaud (u.a. "Der Name der Rose", "Sieben Jahre in Tibet") lässt im Film viel Platz fuer menschliche Gefühle ohne die ein Krieg nicht zu überstehen sein würde.
Zwar finde ich die Liebesgeschichte als etwas störend im Film, aber wahrscheinlich deswegen, weil man einfach nicht darauf vorbereitet ist, inmitten des Kriegsgetümmels auch menschliche Gefühle zu erleben.
Trotzdem kommt die Spannung nicht zu kurz. Die Szenen wo sich beide Scharfschützen gegenseitig auflauern sind einfach zu fesselnd, das sogar der gewohnte Griff in die Chipstüte wegfällt ;)
Alles in allem kann man sagen das "Duell - Enemy at the Gates" ein guter und solider Kriegsthriller ist,
der aber aufgrund der teilweise fehlenden Verbindungen zwischen Liebesgeschichte und Krieg nicht an einem epischen Film heranreicht. Daher auch nur meine 4 Sterne.
DVD-Features :
Dies ist der kleine Schwachpunkt der DVD. So hält sich die DVD dann doch eher im Mittelfeld auf und bietet eine recht konservative Gestaltung sowie eine mässige Dokumentation über die Produktion. Schade denn hier hat man verpasst einen wirklichen Knüller auf DVD herauszubringen. Trotzdem sollte man sich den Trailer des Film mal zu Gemüte ziehen, da ich finde das dies einer der besten Trailer der letzten Jahre ist, ihr werdet schon sehen ;)
Technische Details :
Die DVD bietet für mich ein perfektes Bild- und Klangerlebnis. Die Audiospuren sind im feinsten Doly Digital 5.1 zu geniessen und auch die glückliche Wahl des Widescreen-Formats macht den Film zu einem Kinoerlebnis zu Haus.
• Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Dolby Digital 5.1, Surround Sound
• Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph)
• Laufzeit: 123 Minuten
Hintergrundinfos:
historische Fakten um die Schlacht von Stalingrad :
Die 6. Armee unter General Friedrich Paulus erreichte waehrend ihrer Sommeroffensive 1942 Ende August die Stadt Stalingrad (heute: Wolgograd). Sie eroberte bis zum Winteranfang im November knapp 90% der Stadt. Danach wendete sich der Kampf zu einem zermuerbendem Haeuserkampf, der fuer die Deutschen schlecht lief, da die Sowjetunion immer neue frische Kräfte an die Front führte. Die deutsche Armee selbst leidete unter Nachschubmangel, so das es die ersten Todesopfer wegen Erfrierung und Hungers gab.
Am 19.November 1942 wurde die deutsche Armee schliesslich von den Sowjets eingekesselt und musste damit auf Unterstützung von aussen warten....die allerdings nicht kam
Am 30. Januar 1943 ernannte Hitler Paulus demonstrativ zum Generalfeldmarschall. Da noch nie zuvor ein deutscher Feldmarschall kapituliert hatte, sollte die Beförderung Paulus motivieren, mit der 6. Armee bis zum "Heldentod" weiterzukämpfen. Paulus kapitulierte allerdings am 31. Januar mit seinen ihm verbliebenen Einheiten.
Etwa 150.000 deutsche Soldaten waren im Kessel den Kämpfen, der Kälte oder dem Hunger zum Opfer gefallen. Rund 91.000 Mann gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft aus der nur 6.000 Überlebende bis 1956 nach Deutschland zurückkehrten.
Einen Eklat gab es auf der Berlinale, da "Duell - Enemy at the Gates" als Eröffnungsfilm fungierte. Einige Kritiker des Films behaupteten, das der Film sich zuwenig mit der Ernsthaftigkeit des Themas Stalingrad beschäftigt und stattdessen mit einer "schwulstigen" Lovestory daherkommt. daraufhin wurde der Regisseur mit Tomaten beworfen, worauf dieser wieder schwor nie wieder einen Film in Deutschland produzieren zu wollen. Tja liebes Deutschland....so entwickelt man sich nicht zu einem der Filme produzieren will.
Die Produktionskosten lagen bei einer für Deutschland exorbitanten Summe, nämlich bei 120 Millionen Mark. Der Grossteil davon ist auch tatsächlich in Deutschland geblieben ;). Für die Postproduktion und die 3D-Effekte (u.a. Soldaten, Flugzeuge) war die Firma "Das Werk" in Düsseldorf und Frankfurt verantwortlich.
Altersfreigabe : 16 Jahre
Verleihfirma : Columbia Tristar Pictures
Darsteller :
Zaitsev Jude Law
Major Koenig Ed Harris
Tanja Rachel Weisz
Chruschtschow Bob Hoskins
Kaufinfos :
Amazon :
Preis : EUR 20,00
wird versendet innerhalb von 24 Stunden
BOL :
Preis : € 24,99
wird versendet innerhalb von 24 Stunden
Buch.de
Preis : EUR 21.99
wird versendet innerhalb von 3 Tagen
Über Kommentare oder Kritiken würde ich mich freuen.
Bis bald
Marco.
Copyright 2002 elektronaut
Erstveröffentlichung am 28.3.2002 auf dooyoo
Die Story
Wie bereits Der Soldat James Ryan beginnt "Duell - Enemy at the Gates" mit einem zentralen Ereignis des Zweiten Weltkrieges --- der versuchten Eroberung Stalingrads durch die Deutschen.
Der Film fängt mit einigen imposanten Einstellungen an, die die Grausamkeit des Kriegs darstellen.
Man erlebt in dieser monumental nachgestellten Schlacht wie die schlecht ausgebildeten und ausgerüsteten russischen Soldaten einer schier uebermächtigen deutschen Wehrmacht gegenüber stehen und verzweifelt versuchen sich zu wehren.
Der Regisseur Jean-Jaques Annaud schafft mit diesen ersten Minuten des Films einen authentischen Hintergrund, der für den Rest des Films dem Zuschauer mit Nachdruck die Grausamkeit der Lage für beide Seiten schildert. Damit hat er den Raum geschaffen für die eigentliche Story des Films und den weitaus persönlicheren Kampf zwischen zwei Soldaten in den Ruinen von Stalingrad....den Kampf zwischen einem zu heldenhaftem Ruhm erhobenen russischen Schafhirten und einem deutschen Scharfschützen. Vassily Zaitzev (Jude Law) wird durch die sowjetische Propaganda zum Held erhoben, da er mit seiner enormen Trefferquote als Scharfschütze die deutsche Offiziersreihen lichtet. Noch bevor er sich versieht, wird Zaitsev zum russischen Helden gekürt mit all den Vor- und Nachteilen. So steht er enorm unter Druck die nun auf ihn lastenden Erwartungen, noch mehr Deutsche zu töten, gerecht zu werden. Rückendeckung dabei bekommt Vassily von seiner neu gefundenen Liebe zu der Soldatin Tanja (Rachel Weisz). Diese Liebe hilft ihm, die Wirren des Krieges für einige glückliche Augenblicke vergessen zu machen und sich wieder als Mensch zu fühlen.
Allerdings wird der Druck auf Vassily Zaitsev noch höher, als die deutsche Wehrmacht den deutschen Major König ( Ed Harris) beauftragt, das sowjetische Nationalsymbol fuer den Widerstand gegen Deutschland zu töten und damit die sowjetische Propaganda sowie damit den Siegeswillen der Russen zu brechen.
Damit beginnt ein packendes Duell zwischen diesen beiden Soldaten das von taktischer uns strategischer Finesse nur so glänzt...
Mein Fazit :
Dieser Film schildert auf beeindruckenste Art und Weise die Paralleluniversen von Mensch und Krieg.
Wer einen schnell geschnittenen und actionreichen Film erwartet wird enttäuscht sein, denn der Regisseur Jean Jaques Annaud (u.a. "Der Name der Rose", "Sieben Jahre in Tibet") lässt im Film viel Platz fuer menschliche Gefühle ohne die ein Krieg nicht zu überstehen sein würde.
Zwar finde ich die Liebesgeschichte als etwas störend im Film, aber wahrscheinlich deswegen, weil man einfach nicht darauf vorbereitet ist, inmitten des Kriegsgetümmels auch menschliche Gefühle zu erleben.
Trotzdem kommt die Spannung nicht zu kurz. Die Szenen wo sich beide Scharfschützen gegenseitig auflauern sind einfach zu fesselnd, das sogar der gewohnte Griff in die Chipstüte wegfällt ;)
Alles in allem kann man sagen das "Duell - Enemy at the Gates" ein guter und solider Kriegsthriller ist,
der aber aufgrund der teilweise fehlenden Verbindungen zwischen Liebesgeschichte und Krieg nicht an einem epischen Film heranreicht. Daher auch nur meine 4 Sterne.
DVD-Features :
Dies ist der kleine Schwachpunkt der DVD. So hält sich die DVD dann doch eher im Mittelfeld auf und bietet eine recht konservative Gestaltung sowie eine mässige Dokumentation über die Produktion. Schade denn hier hat man verpasst einen wirklichen Knüller auf DVD herauszubringen. Trotzdem sollte man sich den Trailer des Film mal zu Gemüte ziehen, da ich finde das dies einer der besten Trailer der letzten Jahre ist, ihr werdet schon sehen ;)
Technische Details :
Die DVD bietet für mich ein perfektes Bild- und Klangerlebnis. Die Audiospuren sind im feinsten Doly Digital 5.1 zu geniessen und auch die glückliche Wahl des Widescreen-Formats macht den Film zu einem Kinoerlebnis zu Haus.
• Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Dolby Digital 5.1, Surround Sound
• Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph)
• Laufzeit: 123 Minuten
Hintergrundinfos:
historische Fakten um die Schlacht von Stalingrad :
Die 6. Armee unter General Friedrich Paulus erreichte waehrend ihrer Sommeroffensive 1942 Ende August die Stadt Stalingrad (heute: Wolgograd). Sie eroberte bis zum Winteranfang im November knapp 90% der Stadt. Danach wendete sich der Kampf zu einem zermuerbendem Haeuserkampf, der fuer die Deutschen schlecht lief, da die Sowjetunion immer neue frische Kräfte an die Front führte. Die deutsche Armee selbst leidete unter Nachschubmangel, so das es die ersten Todesopfer wegen Erfrierung und Hungers gab.
Am 19.November 1942 wurde die deutsche Armee schliesslich von den Sowjets eingekesselt und musste damit auf Unterstützung von aussen warten....die allerdings nicht kam
Am 30. Januar 1943 ernannte Hitler Paulus demonstrativ zum Generalfeldmarschall. Da noch nie zuvor ein deutscher Feldmarschall kapituliert hatte, sollte die Beförderung Paulus motivieren, mit der 6. Armee bis zum "Heldentod" weiterzukämpfen. Paulus kapitulierte allerdings am 31. Januar mit seinen ihm verbliebenen Einheiten.
Etwa 150.000 deutsche Soldaten waren im Kessel den Kämpfen, der Kälte oder dem Hunger zum Opfer gefallen. Rund 91.000 Mann gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft aus der nur 6.000 Überlebende bis 1956 nach Deutschland zurückkehrten.
Einen Eklat gab es auf der Berlinale, da "Duell - Enemy at the Gates" als Eröffnungsfilm fungierte. Einige Kritiker des Films behaupteten, das der Film sich zuwenig mit der Ernsthaftigkeit des Themas Stalingrad beschäftigt und stattdessen mit einer "schwulstigen" Lovestory daherkommt. daraufhin wurde der Regisseur mit Tomaten beworfen, worauf dieser wieder schwor nie wieder einen Film in Deutschland produzieren zu wollen. Tja liebes Deutschland....so entwickelt man sich nicht zu einem der Filme produzieren will.
Die Produktionskosten lagen bei einer für Deutschland exorbitanten Summe, nämlich bei 120 Millionen Mark. Der Grossteil davon ist auch tatsächlich in Deutschland geblieben ;). Für die Postproduktion und die 3D-Effekte (u.a. Soldaten, Flugzeuge) war die Firma "Das Werk" in Düsseldorf und Frankfurt verantwortlich.
Altersfreigabe : 16 Jahre
Verleihfirma : Columbia Tristar Pictures
Darsteller :
Zaitsev Jude Law
Major Koenig Ed Harris
Tanja Rachel Weisz
Chruschtschow Bob Hoskins
Kaufinfos :
Amazon :
Preis : EUR 20,00
wird versendet innerhalb von 24 Stunden
BOL :
Preis : € 24,99
wird versendet innerhalb von 24 Stunden
Buch.de
Preis : EUR 21.99
wird versendet innerhalb von 3 Tagen
Über Kommentare oder Kritiken würde ich mich freuen.
Bis bald
Marco.
Copyright 2002 elektronaut
Erstveröffentlichung am 28.3.2002 auf dooyoo
41 Bewertungen, 4 Kommentare
-
29.09.2002, 16:52 Uhr von Ghostkillah
Bewertung: sehr hilfreichGut beschrieben
-
10.04.2002, 19:54 Uhr von DrDuke
Bewertung: sehr hilfreichFinds gut das der Film nicht so kurz ist wie die meisten
-
07.04.2002, 18:56 Uhr von DirtyHardy
Bewertung: sehr hilfreichZwar ein verhältnismäßig kurzes Fazit, aber das wird durch die wirklich interessanten Zusatzinfos wieder ausgeglichen?!
-
02.04.2002, 14:28 Uhr von AnetteBauer
Bewertung: sehr hilfreichHab den Film noch nicht gesehen, werd ihn mir aber sicher - nach deiner Beschreibung - bald mal anschauen. CU ... Anette
Bewerten / Kommentar schreiben