Ein Königreich für ein Lama (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von suppengirl
Suppi mag keine Disney-Filme - oder vielleicht doch?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Story:
*****
Irgendwo in Südamerika herrscht der junge Prinz Kuzco über sein Reich. Er ist ebenso arrogant wie egozentrisch und selbstverliebt. Seine Untertanen sind ihm egal, lediglich sein eigenes Wohlergehen und Luxusleben liegt ihm am Herzen.
Eines Tages schmeißt er aus einer Laune heraus seine langjährige Beraterin Yzma hinaus. Die schwört Rache. Mit Hilfe ihres aktuellen "Hanswursten", des eigentlich gutmütigen, jedoch nicht gerade mit Intellligenz verwöhnten Kronk, plant sie, Kuzko zu vergiften, um danach selbst die Herrschaft zu übernehmen. Doch das Attentat gelingt nicht ganz: Statt in einen Toten verwandelt Kuzko sich in ein Lama. Kronk soll das Tier endgültig entsorgen, doch sein schlechtes Gewissen lässt ihn zögern (erinnert doch irgendwie an "Schneewittchen" - und Lama Kuzko kommt ihm abhanden.
Er landet ausgerechnet bei dem Bauern Pacha, den er kurz zuvor - noch als Herrscher - mehr als schlecht behandelt hat. Beide schließen jedoch eine Zweckgemeinschaft, und es beginnt der abenteuerliche Weg zurück zum Palast und zur menschlichen Gestalt.
"Darsteller":
**********
Tja, was kann man über die Darsteller eines animierten Films sagen? Das Lama glänzt in der Rolle des Lamas, Pacha überzeugt als gutherziger Bauer Pacha und Yzma gibt eine gnadenlos hässliche und bösartige Yzma, sicherlich die Rolle ihres Lebens! ;o)
Nein nein, auch Suppi weiß mittlerweile, dass es diese Leute nicht wirklich gibt, sie sind ja nur gezeichnet.
Aber die Besetzungsliste für die Stimmen der Charaktere ist auch ganz interessant. Allen voran natürlich Michael "Bully" Herbig als Kuzco, der eigentliche Grund, wieso ich überhaupt auf die Idee kam, mir einen Disney-Film anzusehen. Er macht seinen ersten Synchronisations-Job ziemlich gut, sein komödiantisches Talent macht es für ihn einfach, den arroganten Prinz ebenso wie das verunsicherte Lama überzeugend "darzustellen". Und für alle Bully-Insider: Seine Stimme erinnert mehr als einmal an eine seiner zahlreichen Rollen in der Bullyparade (ich sage nur: "Franzl!!!").
Als böse Yzma glänzt Elke Sommer. Das ehemalige deutsche "Frollein Wunder" der 60er Jahre passt seine Stimme exakt der Yzma an. Keifend, kreischend und quengelnd ergänzt sie das Äußere der ollen, schrumpeligen Hexe perfekt. In der Originalversion wird sie übrigens von Eartha Kitt gesprochen, was sicherlich auch nicht schlecht klingt.
Regisseur:
********
Hier stößt Quatschkopf Suppi an ihre Grenzen. Was kann man über den Regisseur eines Zeichentrickfilms sagen? Ehrlich gesagt ist mir nicht ganz klar, wie der Job dieses Mannes aussieht. Er weist die Darsteller weder dazu an, eine Szene noch einmal zu spielen, noch gibt er ihnen Tipps zu Mimik oder Gestik.
Wie auch immer: Mark Dindal hat einen guten Job gemacht. Erfahrung genug hat er ja, zwar nicht Regisseur, aber als an diversen anderen Zeichentrickfilmen der Firma Disney Beteiligter. So war er etwas bei "Arielle, die Meerjungfrau" für die Visuellen Effekte verantwortlich.
Umsetzung:
*********
Hier komme ich endlich auf den Hintergrund des Titels meines Berichts zurück. Ich bin absolut kein Fan des klassischen Walt-Disney-Trickfilms. Ok, ok, sie sind in der Regel gut gemacht, bestechen durch eine bestimmt Portion an Humor. Jedoch haben sie meist zwei Dinge gemeinsam: In der Story steht fast immer eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt - eingebettet in ein Märchen oder eine vermeintliche historische Begegebenheit ("Pocahontas") -, die an Kitsch kaum zu überbieten ist. Darüber würde ich noch hinweg sehen, verzeiht man doch Zeichentrickfiguren mit groooooßen Augen viel mehr als reellen Darstellern. Die zweite Regel - und das ist der Punkt, der mich noch immer vom der absoluten Begeisterung für diese Filme abhielt, bzw. der mich in den letzten Jahren generell davon abhielt, mir einen Disney-Streifen im Kino anzutun - ist, dass von Zeit zu Zeit gesungen werden musste. Ob nun die Schöne mit dem Biest trällert (oder mit dem Hausinventar), ob Balou (Ja, steinigt mich, aber auch hier stört mich das!) oder der König der Löwen: Mich nervt das tödlich. Ich bin kein Fan von Musicals, egal ob nun auf der Bühne oder aber als Zeichentrickfilm getarnt.
Nun hat mir wie gesagt schon der Name "Michael Herbig" verführersch von den Kinoplakaten zugeblinzelt, aber ich zögerte noch. Als ich aber hörte, dass Disney in diesem Film einige Traditionen über Bord geworfen hat - keine Liebesgeschichte, und vor allem kein Gesang außer dem Eröffnungslied -, konnte mich nichts mehr halten.
Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch ansonsten überraschte mich der Film.
Zum Einen dadurch, dass es sich bei "Ein Königreich für ein Lama" tatsächlich um eine 100%ige Komödie handelt. Sogar bei den wenigen dramatischeren Szenen wurde nie auf die komischen Elemente verzichtet. Und der Humor bleibt nicht immer so kindlich, wie man es erwarten würde, manchmal erscheint er richtig abstrakt. Das Highlight ist zweifelsohne die aberwitzige Verfolgungsjagd am Ende des Films, bei der sogar ich von den mehrfachen Wendungen begeistert war (Normalerweise mag ich es gar nicht, wenn sich der Show-Down derart hinzieht!).
Das Andere ist, dass die Handlung mehrfach unterbrochen wird. Kusco erzählt seine Geschichte dem Publikum nämlich, und schaltet sich immer wieder verbessernd oder jammernd ins Geschehen ein. Das und noch einige andere Elemente sorgen für Überraschungsmomente, die den Film nicht langweilig werden lassen.
Über die technische und zeichnerische Umsetzung traue ich mich kein Urteil fällen. Dazu bin ich nicht Experte genug. Auf jeden Fall blieben die Disney-Leute zumindest ihrem Zeichenstil treu: Die Protagonisten haben grooooße Augen, kleine Füße (die Guten), oder sind abgrundtief hässlich und steinalt (die Bösen). Das sind natürlich fürchterliche Stereotypen, über die ich normalerweise nicht hinweg sehen könnte, aber naja, was soll´s? ;o)
Fazit:
****
Ich habe einmal wieder einen äußerst vergnüglichen Kino-Abend verbracht. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt und ich musste mehr als einmal hellauf lachen (Und wer mich kennt, weiß, dass ich eher der Typ bin, der in sich hinein lacht, weil er nicht riskieren will, den nächsten Dialog zu verpassen! Aber diesmal konnte ich nicht an mich halten.). Der richtige Film als, wenn man sich amüsieren will, und das für alt und jung. Was will man mehr?
*****
Irgendwo in Südamerika herrscht der junge Prinz Kuzco über sein Reich. Er ist ebenso arrogant wie egozentrisch und selbstverliebt. Seine Untertanen sind ihm egal, lediglich sein eigenes Wohlergehen und Luxusleben liegt ihm am Herzen.
Eines Tages schmeißt er aus einer Laune heraus seine langjährige Beraterin Yzma hinaus. Die schwört Rache. Mit Hilfe ihres aktuellen "Hanswursten", des eigentlich gutmütigen, jedoch nicht gerade mit Intellligenz verwöhnten Kronk, plant sie, Kuzko zu vergiften, um danach selbst die Herrschaft zu übernehmen. Doch das Attentat gelingt nicht ganz: Statt in einen Toten verwandelt Kuzko sich in ein Lama. Kronk soll das Tier endgültig entsorgen, doch sein schlechtes Gewissen lässt ihn zögern (erinnert doch irgendwie an "Schneewittchen" - und Lama Kuzko kommt ihm abhanden.
Er landet ausgerechnet bei dem Bauern Pacha, den er kurz zuvor - noch als Herrscher - mehr als schlecht behandelt hat. Beide schließen jedoch eine Zweckgemeinschaft, und es beginnt der abenteuerliche Weg zurück zum Palast und zur menschlichen Gestalt.
"Darsteller":
**********
Tja, was kann man über die Darsteller eines animierten Films sagen? Das Lama glänzt in der Rolle des Lamas, Pacha überzeugt als gutherziger Bauer Pacha und Yzma gibt eine gnadenlos hässliche und bösartige Yzma, sicherlich die Rolle ihres Lebens! ;o)
Nein nein, auch Suppi weiß mittlerweile, dass es diese Leute nicht wirklich gibt, sie sind ja nur gezeichnet.
Aber die Besetzungsliste für die Stimmen der Charaktere ist auch ganz interessant. Allen voran natürlich Michael "Bully" Herbig als Kuzco, der eigentliche Grund, wieso ich überhaupt auf die Idee kam, mir einen Disney-Film anzusehen. Er macht seinen ersten Synchronisations-Job ziemlich gut, sein komödiantisches Talent macht es für ihn einfach, den arroganten Prinz ebenso wie das verunsicherte Lama überzeugend "darzustellen". Und für alle Bully-Insider: Seine Stimme erinnert mehr als einmal an eine seiner zahlreichen Rollen in der Bullyparade (ich sage nur: "Franzl!!!").
Als böse Yzma glänzt Elke Sommer. Das ehemalige deutsche "Frollein Wunder" der 60er Jahre passt seine Stimme exakt der Yzma an. Keifend, kreischend und quengelnd ergänzt sie das Äußere der ollen, schrumpeligen Hexe perfekt. In der Originalversion wird sie übrigens von Eartha Kitt gesprochen, was sicherlich auch nicht schlecht klingt.
Regisseur:
********
Hier stößt Quatschkopf Suppi an ihre Grenzen. Was kann man über den Regisseur eines Zeichentrickfilms sagen? Ehrlich gesagt ist mir nicht ganz klar, wie der Job dieses Mannes aussieht. Er weist die Darsteller weder dazu an, eine Szene noch einmal zu spielen, noch gibt er ihnen Tipps zu Mimik oder Gestik.
Wie auch immer: Mark Dindal hat einen guten Job gemacht. Erfahrung genug hat er ja, zwar nicht Regisseur, aber als an diversen anderen Zeichentrickfilmen der Firma Disney Beteiligter. So war er etwas bei "Arielle, die Meerjungfrau" für die Visuellen Effekte verantwortlich.
Umsetzung:
*********
Hier komme ich endlich auf den Hintergrund des Titels meines Berichts zurück. Ich bin absolut kein Fan des klassischen Walt-Disney-Trickfilms. Ok, ok, sie sind in der Regel gut gemacht, bestechen durch eine bestimmt Portion an Humor. Jedoch haben sie meist zwei Dinge gemeinsam: In der Story steht fast immer eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt - eingebettet in ein Märchen oder eine vermeintliche historische Begegebenheit ("Pocahontas") -, die an Kitsch kaum zu überbieten ist. Darüber würde ich noch hinweg sehen, verzeiht man doch Zeichentrickfiguren mit groooooßen Augen viel mehr als reellen Darstellern. Die zweite Regel - und das ist der Punkt, der mich noch immer vom der absoluten Begeisterung für diese Filme abhielt, bzw. der mich in den letzten Jahren generell davon abhielt, mir einen Disney-Streifen im Kino anzutun - ist, dass von Zeit zu Zeit gesungen werden musste. Ob nun die Schöne mit dem Biest trällert (oder mit dem Hausinventar), ob Balou (Ja, steinigt mich, aber auch hier stört mich das!) oder der König der Löwen: Mich nervt das tödlich. Ich bin kein Fan von Musicals, egal ob nun auf der Bühne oder aber als Zeichentrickfilm getarnt.
Nun hat mir wie gesagt schon der Name "Michael Herbig" verführersch von den Kinoplakaten zugeblinzelt, aber ich zögerte noch. Als ich aber hörte, dass Disney in diesem Film einige Traditionen über Bord geworfen hat - keine Liebesgeschichte, und vor allem kein Gesang außer dem Eröffnungslied -, konnte mich nichts mehr halten.
Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch ansonsten überraschte mich der Film.
Zum Einen dadurch, dass es sich bei "Ein Königreich für ein Lama" tatsächlich um eine 100%ige Komödie handelt. Sogar bei den wenigen dramatischeren Szenen wurde nie auf die komischen Elemente verzichtet. Und der Humor bleibt nicht immer so kindlich, wie man es erwarten würde, manchmal erscheint er richtig abstrakt. Das Highlight ist zweifelsohne die aberwitzige Verfolgungsjagd am Ende des Films, bei der sogar ich von den mehrfachen Wendungen begeistert war (Normalerweise mag ich es gar nicht, wenn sich der Show-Down derart hinzieht!).
Das Andere ist, dass die Handlung mehrfach unterbrochen wird. Kusco erzählt seine Geschichte dem Publikum nämlich, und schaltet sich immer wieder verbessernd oder jammernd ins Geschehen ein. Das und noch einige andere Elemente sorgen für Überraschungsmomente, die den Film nicht langweilig werden lassen.
Über die technische und zeichnerische Umsetzung traue ich mich kein Urteil fällen. Dazu bin ich nicht Experte genug. Auf jeden Fall blieben die Disney-Leute zumindest ihrem Zeichenstil treu: Die Protagonisten haben grooooße Augen, kleine Füße (die Guten), oder sind abgrundtief hässlich und steinalt (die Bösen). Das sind natürlich fürchterliche Stereotypen, über die ich normalerweise nicht hinweg sehen könnte, aber naja, was soll´s? ;o)
Fazit:
****
Ich habe einmal wieder einen äußerst vergnüglichen Kino-Abend verbracht. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt und ich musste mehr als einmal hellauf lachen (Und wer mich kennt, weiß, dass ich eher der Typ bin, der in sich hinein lacht, weil er nicht riskieren will, den nächsten Dialog zu verpassen! Aber diesmal konnte ich nicht an mich halten.). Der richtige Film als, wenn man sich amüsieren will, und das für alt und jung. Was will man mehr?
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