Erbarmungslos (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
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Erfahrungsbericht von peryk
Der Tod hat einen Namen ....
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Anmerkung zu Beginn: Den Film werdet ihr nicht mehr als Einzel-DVD im Handel kaufen können. Es gibt ihn nur noch im Rahmen der "Clint Eastwood Collection 1" zusammen mit "Pale Rider" (***) und Der Texaner (*****) für ca 65 DM, die Box lohnt schon allein wegen "Erbarmunglos", und man bekommt noch 2 weitere gute Western !]
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HANDLUNG:
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Zwei Cowboys vergnügen sich im Bordell des Westernstädtchens "Big Whiskey". Als eine Prostituierte sich über die Manneskraft eines der beiden lustig macht, zieht dieser ein Messer, und zersticht dieser das Gesicht. Die Männer kommen glimpflich davon, da der Sheriff des Städtchen, Little Bill Daggett (2. Oscar für Gene Hackman) auf eine Bestrafung verzichtet, und sich damit zufrieden gibt, dass die Männer den "Schaden" durch die Übergabe von einigen Pferden an den Besitzer des Bordells begleichen.
Unzufrieden mit diesem Urteil setzen die Kolleginen der Frau ein Kopfgeld von $1000 auf die beiden Cowboys aus.
Szenenwechsel auf William Munnys Farm. Der verwitwete, verarmte Bauer (Clint Eastwood) lebt dort eher schlecht als recht von der Schweinezucht. Als ihm einige seiner Schweine verenden sieht er sich gezwungen dem Drängen des jungen Revolverheldens "Schofield Kid" (Jaimz Woolvett) nachzugeben, der Munny, einen gealterten früher sehr berüchtigten Revolverhelden, dazu bewegen möchte mit ihm zusammen die $1000 einzustreichen.
Die beiden reiten los, und lesen unterwegs Ned Logan (Morgan Freeman) auf, der einst Munnys Partner war. Zusammen machen sie sich auf den Weg, um Gerechtigkeit walten zu lassen ....
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FILMKRITIK:
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Clint Eastwoods´ "Erbarmungslos" ist der ultimative Spätwestern. Er setzt dem Genre, dass von Costners "Der mit dem Wolf tanzt" Anfang der 90er nochmal belebt wurde, einen eindrucksvollen Schlußpunkt.
Zu Beginn weiss man recht wenig über die Charaktere. Im Verlauf des Films gewinnen sie, unter Eastwoods´ meisterhafter Regie (Oscar!) Profil.
William Munny, dessen Vergangenheit zu Beginn des Films im Unklaren gelassen wird, entpuppt sich mit dem Fortlauf der Handlung, als gewalttätiger Psychopath, der nicht nur für Geld töten würde. Gegen Ende des Films fürchten ihn sogar seine Partner. Die Schießerei im Salloon, die eher an eine Massenexekution erinnert, tut ihr übriges dazu. Die Mythen die über Munny erzählt werden (vorgetragen von Schofield Kid) werden im Laufe des Films entzaubert, je mehr man von Munny erfährt, desto mehr verachtet man ihn
Schofield Kid, der Munny zu Beginn dazu überreden möchte das Kopfgeld einzustreichen, entpuppt sich als grüner Junge, der kaum die Hand vor Augen sieht. Als er dann seinen ersten Menschen getötet hat, wendet er sich von seinem Idol Munny (desen Taten er nur vom Hören-sagen kennt) schockiert ab, und reitet nach Hause.
Ned Logan, ist die sympathischte Figur im Film. Ähnlich wie William Munny versucht er mit seiner Vergangenheit zu schließen, und ein friedliches Leben als Bauer zu führen. Im Gegensatz zu Munny sieht er allerdings keinen Sinn mehr im Töten und macht sich egen Mitte des Films auf den Weg nach Hause.
Little Bill widerum, den man als Vertreter des Gesetzes, zu den "Guten" zählen könnte, hat einen ähnlichen Charakter wie Munny. Es macht ihm Spass andere zu quälen. Dies wird schon zu Beginn des Films deutlich, als er die 2 Cowboys nur auspeitschen möchte (er begünstigt damit Unrecht), und im Verlauf des Films jeden, der sich in "seiner" Stadt, auch nur des kleinsten Vergehens schuldig macht, drakonisch bestraft.
Die Prostituierten setzen ein Kopfgeld auf beide Männer aus, obwohl sie genau wissen, dass einer der beiden unschuldig ist, und den anderen auch noch davon abgehalten hat noch mehr Unheil anzurichten. Zu keinem Zeitpunkt des Films wird dies von den Prostituierten wieder aufgegriffen.
Der Wilde Westen ist ein kalter Ort, in dem es nur von Mördern, und skrupellosen Geschäftemachern wimmelt. Versucht sich eine Person dem zu entziehen bekommt sie die Quittung. Gewalt ist das einzige Mittel zur Lösung von Konflikten.
Dadurch, das kein Charakter ein reines Gewissen hat, wird es dem Zuschauer unmöglich gemacht sich auf eine bestimmte Seite zu stellen (Viele Seher mögen den Film aus diesem Grund nicht - Er hat keine Figuren, mit denen sich der Zuschauer identifizieren kann).
Regisseur Eastwood benutzt hier das Mittel der Gewalt, um auf deren Falschheit aufmerksam zu machen. Deutlich wird dies an der Person eines Ghostwriters, der vom Kopfgeldjäger English Bob (Richard Harris) nach Big Whisky gebracht wird, um dessen Auto-Biographie zu schreiben. Nachdem English Bob von Little Bill aus der Stadt gejagt wird, übernimmt er den Ghostwriter, und entlarvt die Geschichten von English Bob als Lügen. Er will dem Ghostwriter, ein unscheinbares Männchen von der Ostküste, der den Westen nur aus den Zeitungen kennt, dass der Wilde Westen nur durch eine "Harte Hand" gezügelt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt weiss er nicht, dass der Tod, in Gestalt William Munnys, die Stadt bald heimsuchen wird
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Zur DVD:
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Die DVD ist Zweiseitig (A: Dt./Spanisch, B: Englisch) - Kleiner Kritikpunkt: Dt. & Engl. sollten auf der selben Seite sein, um leichter zwischen den 2 gängigsten Sprachen wechseln zu können.
Bild: Ganz Ok, aber scheinbar niedrige Bitrate
Sound:Engl (DD 5.1), Dt./Spanisch (DSS) - Ok. Englische Fassung ist aber vorzuziehen.
Special Features: Nichts nennenswertes - außer den bei Warner üblichen "Zusatzinfos zum Film" auf Text-Tafeln, und die obligatorische Werbung, Untertitel in 13 Sprachen
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FAZIT:
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FÜR WESTERNFANS EIN ABSOLUTES MUSS, Fans von Popcorn-Kino werden den Film wohl nicht lieben.
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TECHNISCHE INFOS ZUR DVD
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USA 1992, 125 min.
4 Oscars (1992):
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Bester Schnitt
Beste Regie (Clint Eastwood)
Bester Film
Bester Nebendarsteller (Gene Hackman)
4 weitere Nominierungen:
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Bester Darsteller (Clint Eastwood)
Bester Ton
Bestes Drehbuch
Beste Kameraführung
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HANDLUNG:
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Zwei Cowboys vergnügen sich im Bordell des Westernstädtchens "Big Whiskey". Als eine Prostituierte sich über die Manneskraft eines der beiden lustig macht, zieht dieser ein Messer, und zersticht dieser das Gesicht. Die Männer kommen glimpflich davon, da der Sheriff des Städtchen, Little Bill Daggett (2. Oscar für Gene Hackman) auf eine Bestrafung verzichtet, und sich damit zufrieden gibt, dass die Männer den "Schaden" durch die Übergabe von einigen Pferden an den Besitzer des Bordells begleichen.
Unzufrieden mit diesem Urteil setzen die Kolleginen der Frau ein Kopfgeld von $1000 auf die beiden Cowboys aus.
Szenenwechsel auf William Munnys Farm. Der verwitwete, verarmte Bauer (Clint Eastwood) lebt dort eher schlecht als recht von der Schweinezucht. Als ihm einige seiner Schweine verenden sieht er sich gezwungen dem Drängen des jungen Revolverheldens "Schofield Kid" (Jaimz Woolvett) nachzugeben, der Munny, einen gealterten früher sehr berüchtigten Revolverhelden, dazu bewegen möchte mit ihm zusammen die $1000 einzustreichen.
Die beiden reiten los, und lesen unterwegs Ned Logan (Morgan Freeman) auf, der einst Munnys Partner war. Zusammen machen sie sich auf den Weg, um Gerechtigkeit walten zu lassen ....
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FILMKRITIK:
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Clint Eastwoods´ "Erbarmungslos" ist der ultimative Spätwestern. Er setzt dem Genre, dass von Costners "Der mit dem Wolf tanzt" Anfang der 90er nochmal belebt wurde, einen eindrucksvollen Schlußpunkt.
Zu Beginn weiss man recht wenig über die Charaktere. Im Verlauf des Films gewinnen sie, unter Eastwoods´ meisterhafter Regie (Oscar!) Profil.
William Munny, dessen Vergangenheit zu Beginn des Films im Unklaren gelassen wird, entpuppt sich mit dem Fortlauf der Handlung, als gewalttätiger Psychopath, der nicht nur für Geld töten würde. Gegen Ende des Films fürchten ihn sogar seine Partner. Die Schießerei im Salloon, die eher an eine Massenexekution erinnert, tut ihr übriges dazu. Die Mythen die über Munny erzählt werden (vorgetragen von Schofield Kid) werden im Laufe des Films entzaubert, je mehr man von Munny erfährt, desto mehr verachtet man ihn
Schofield Kid, der Munny zu Beginn dazu überreden möchte das Kopfgeld einzustreichen, entpuppt sich als grüner Junge, der kaum die Hand vor Augen sieht. Als er dann seinen ersten Menschen getötet hat, wendet er sich von seinem Idol Munny (desen Taten er nur vom Hören-sagen kennt) schockiert ab, und reitet nach Hause.
Ned Logan, ist die sympathischte Figur im Film. Ähnlich wie William Munny versucht er mit seiner Vergangenheit zu schließen, und ein friedliches Leben als Bauer zu führen. Im Gegensatz zu Munny sieht er allerdings keinen Sinn mehr im Töten und macht sich egen Mitte des Films auf den Weg nach Hause.
Little Bill widerum, den man als Vertreter des Gesetzes, zu den "Guten" zählen könnte, hat einen ähnlichen Charakter wie Munny. Es macht ihm Spass andere zu quälen. Dies wird schon zu Beginn des Films deutlich, als er die 2 Cowboys nur auspeitschen möchte (er begünstigt damit Unrecht), und im Verlauf des Films jeden, der sich in "seiner" Stadt, auch nur des kleinsten Vergehens schuldig macht, drakonisch bestraft.
Die Prostituierten setzen ein Kopfgeld auf beide Männer aus, obwohl sie genau wissen, dass einer der beiden unschuldig ist, und den anderen auch noch davon abgehalten hat noch mehr Unheil anzurichten. Zu keinem Zeitpunkt des Films wird dies von den Prostituierten wieder aufgegriffen.
Der Wilde Westen ist ein kalter Ort, in dem es nur von Mördern, und skrupellosen Geschäftemachern wimmelt. Versucht sich eine Person dem zu entziehen bekommt sie die Quittung. Gewalt ist das einzige Mittel zur Lösung von Konflikten.
Dadurch, das kein Charakter ein reines Gewissen hat, wird es dem Zuschauer unmöglich gemacht sich auf eine bestimmte Seite zu stellen (Viele Seher mögen den Film aus diesem Grund nicht - Er hat keine Figuren, mit denen sich der Zuschauer identifizieren kann).
Regisseur Eastwood benutzt hier das Mittel der Gewalt, um auf deren Falschheit aufmerksam zu machen. Deutlich wird dies an der Person eines Ghostwriters, der vom Kopfgeldjäger English Bob (Richard Harris) nach Big Whisky gebracht wird, um dessen Auto-Biographie zu schreiben. Nachdem English Bob von Little Bill aus der Stadt gejagt wird, übernimmt er den Ghostwriter, und entlarvt die Geschichten von English Bob als Lügen. Er will dem Ghostwriter, ein unscheinbares Männchen von der Ostküste, der den Westen nur aus den Zeitungen kennt, dass der Wilde Westen nur durch eine "Harte Hand" gezügelt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt weiss er nicht, dass der Tod, in Gestalt William Munnys, die Stadt bald heimsuchen wird
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Zur DVD:
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Die DVD ist Zweiseitig (A: Dt./Spanisch, B: Englisch) - Kleiner Kritikpunkt: Dt. & Engl. sollten auf der selben Seite sein, um leichter zwischen den 2 gängigsten Sprachen wechseln zu können.
Bild: Ganz Ok, aber scheinbar niedrige Bitrate
Sound:Engl (DD 5.1), Dt./Spanisch (DSS) - Ok. Englische Fassung ist aber vorzuziehen.
Special Features: Nichts nennenswertes - außer den bei Warner üblichen "Zusatzinfos zum Film" auf Text-Tafeln, und die obligatorische Werbung, Untertitel in 13 Sprachen
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FAZIT:
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FÜR WESTERNFANS EIN ABSOLUTES MUSS, Fans von Popcorn-Kino werden den Film wohl nicht lieben.
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TECHNISCHE INFOS ZUR DVD
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USA 1992, 125 min.
4 Oscars (1992):
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Bester Schnitt
Beste Regie (Clint Eastwood)
Bester Film
Bester Nebendarsteller (Gene Hackman)
4 weitere Nominierungen:
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Bester Darsteller (Clint Eastwood)
Bester Ton
Bestes Drehbuch
Beste Kameraführung
19 Bewertungen, 4 Kommentare
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10.02.2003, 16:31 Uhr von Heyzl
Bewertung: sehr hilfreichkönntest mehr über die dvd schreiben. würde dir die special edition empfehlen. diese version scheint bekackt zusein
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26.02.2002, 20:34 Uhr von mloidl
Bewertung: sehr hilfreichHab den Film schon mal gesehen. War nicht schlecht, aber es gibt trotzdem bessere. Dein Bericht jedoch ist wirklich top.
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26.02.2002, 20:17 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichtop Bericht -> Klasse
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26.02.2002, 20:11 Uhr von krawallo
Bewertung: sehr hilfreichwie immer top ! ! !
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