Erfahrungsbericht von KleineHexe82
Nicht wirklich mein Humor...
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vor 2 Wochen, an einem Dienstag, wollte ich, zusammen mit einer Freundin, noch einmal den Half-Price-Day im Kino nutzen, bevor es mit den ganzen Klausuren, jetzt vorm Abi, los geht. Die richtig interessanten Filme, die zu der Zeit bei uns liefen, hatten wir aber alle schon gesehen. Also haben wir uns dann schließlich für Feuer, Eis und Dosenbier entschieden, der gerade angelaufen war. Zwar hatte ich schon vorher Kritiken gelesen, die nicht sonderlich begeistert von dem Film waren, aber wir dachten uns dann, solange er wenigstens lustig ist, ist das trotzdem OK. So zwischen dem ganzen Schulstress muss es ja dann auch kein allzu anspruchsvoller Film sein. Ausserdem ist es ja manchmal ganz lustig, Filme über Assi-Deutsche in ihren Lieblingsurlaubsgebieten zu sehen. Und die Vorschau, die ich vor anderen Filmen einige Male gesehen hatte, deutete ja stark darauf hin...
*****Der Film selbst*****
Los geht`s vor vielen Jahren auf der Alm. Der kleine Türlich spielt mit Heidi, findet eine Bierdose, trinkt sie und fällt im Suff in den Gebirgsbach. Der treibt ihn dann nach Wanne-Eickel...
Viele Jahre später dröhnt er sich dann, zusammen mit seinem Kumpel Josch, dauernd mit irgendwelchen Drogen zu und die beiden arbeiten als Zivis und fahren Krankenwagen. Nachdem sie dauernd Mist gebaut haben und schließlich auch noch mit dem Krankenwagen die einzige Miniskipiste im Ruhrgebiet heruntergefahren sind und dabei massig Leute mitgerissen haben, werden sie entlassen und von den Bundeswehrfeldjägern verfolgt.
Die beiden flüchten erst mal ins Kloster, wo Türlich aufgewachsen ist, und der Mönch der ihn erzogen hat zieht erst mal ein Bier hinter dem Altar vor. Dann gibt er Türlich einen Brief von Heidi, die ihm schreibt, dass sein Uropa, Alm Öhi sehr krank ist.
Türlich wusste gar nichts mehr von dieser Verwandtschaft und ist hoch erfreut. Die beiden machen sich also sofort auf den Weg zu ihnen nach Ischgl und hoffen dort auf ganz viel Party und Frauen.
In Ischgl treffen sie zunächst auf die, auch schon in der Vorschau gezeigten, kotzenden Touristen und die supertollen Skilehrer. Doch der Ur-Opa-Alm-Öhi wohnt total abgelegen auf einer Alm und da spielt sich dann auch die meiste Handlung ab.
Der Alm Öhi ist voll kauzig und empfängt die beiden erst einmal mit einem Jagdgewehr. Doch die mittlerweile großbusige Heidi rettet sie und die beiden kommen dann mit in die Hütte, wo auch noch der Geißenpeter ist. Dort spielen sich dann beim Essen einige recht eklige und nicht wirklich lustige Szenen ab.
Heidi ist zudem mit Geißenpeter zusammen. Dabei hatte Türlich sich doch sofort in sie verliebt...
Josch und Türlich ist es also schnell langweilig auf der Alm.
Der Alm Öhi nimmt sie dann mit zu einem amerikanischen Immobilienhai, der seine Hütte unbedingt haben will, um dort einen Skizirkus aufzuziehen. Doch der Opa weigert sich strikt. So versucht der reiche Ami mithilfe zweier Bikinigirls an Türlich, den zukünftigen Erben heranzukommen...
Türlich und Josch gehen dann auch auf eine Party des Milliardärs, wo Josch im dunkeln von einer ca. 70-jährigen verführt wird, was auch recht derb und eklig ist...
Der Amerikaner verschafft den beiden auch einen Skilehrer-Job, durch den sie Frauen aufreißen wollen. Dabei blamiert sich Josch dauernd voll und Türlich ist natürlich das Supertalent, das ununterbrochen arme, verletzte Frauen rettet...
Heidi ist natürlich sauer, dass die beiden mit dem bösen Immobilienhai zusammenarbeiten und so hat Türlich keine Chance mehr bei ihr...Doch dann wird Heidi von dem Amerikaner entführt und der Berg soll in die Luft gesprengt werden und auch der Geißenpeter ist plötzlich einer der Bösen...
Doch Josch und Türlich gelingt es natürlich , Heidi heldenhaft zu retten und so sind alle glücklich und der Berg wird natürlich nicht verkauft. Dann tauchen plötzlich wieder die Feldjäger auf und bringen Josch und Türlich zur Bundeswehr...
*****Mein Urteil zum Inhalt*****
Erwartet habe ich mir von dem Film nicht allzu viel, aber zumindest Gags über die ich lachen kann. Der Humor war allerdings so derb und plump, dass ich darüber echt nicht mehr lachen konnte. Als Gags waren sehr viele Rülpser der männlichen Darsteller, lange andauernde Fürze, die eine Bombe entschärfen, Fürze eines Hundes, ein abgewandelter Bundeswehr Gruß nach jedem Rülpser, ein Gebiss im Käsefondue und vieles weitere auf ähnlichem Niveau gedacht...Also wirklich unterste Schiene...Ausserdem sollte wohl auch das Gestottere vom Geißenpeter lustig sein, aber es nervte einfach nur noch, wenn der immer einen Minute brauchte, bis er einen Satz vollendet hatte.
Genauso nervig war der Dialekt vom Alm Öhi, der extra übertrieben unverständlich und grummelig war.
So richtig lustig waren höchstens ein paar der Gags, die sowieso schon in der Vorschau zu sehen waren.
Die Vorschau lässt einen auch annehmen, dass es in dem Film hauptsächlich um Parties und Skifahrer und so geht, doch das meiste spielt sich dann plötzlich doch auf der einsamen Alm und in deren Umfeld ab.
Die Story mit Alm-Öhi, Geißenpeter, dem Immobilienhai und Heidi ist auch nicht wirklich geistreich und hat, zumindest mich, nach einiger Zeit ziemlich gelangweilt.
*****Die Darsteller*****
Josch, der kleine Dicke Zivi, wird von Axel Stein, der auch in Harte Jungs und Knallharte Jungs in ähnlichen Rollen zu sehen ist, gespielt. Türlich, der Rasta, von Rick Kavanian, der auch im Schuh des Manitu mitgespielt hat.
Eva Habermann spielt die blonde, dralle Heidi im Dirndl und Christoph M. Orth den reichen Amerikaner. Der schrullige Alm Öhi wird von Herbert Fux gespielt. In einer Nebenrolle ist auch noch Andreas Elsholz als Skilehrer zu sehen.
Insgesamt musste wohl keiner der Schauspieler eine allzu große schauspielerische Leistung bringen, da die Story das auch gar nicht verlangt.
Gedreht wurde der Film übrigens hauptsächlich in der Slowakei, da man für Ischgl keine Dreherlaubnis bekam...
*****Fazit*****
Eine Reportagesendung auf RTL2 hätte uns wohl fast mehr unterhalten. Der Humor ist leider so derb und einfach, dass man da nicht mehr drüber lachen kann. Laut Regisseur Mathias Dinter ist der Film auch speziell auf junge Männer zugeschnitten...Vielleicht ist es ja auch wirklich deren Humor. Meiner jedenfalls nicht. Man kann einfach nur hoffen, dass derartige Filme nicht zum Standard des deutschen Films werden, weil sie einfach höhere Zuschauerzahlen als richtig gute deutsche Filme bringen. Doch zur Zeit scheint das leider Trend zu sein, wenn man sich die deutschen Filme, die demnächst kommen, so anschaut.
Na ja, wenigstens hat mich dieser Film nur 3 Euro Eintritt gekostet, muss ich mich also nicht allzu sehr ärgern...
27 Bewertungen, 6 Kommentare
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08.04.2002, 13:00 Uhr von Spocht
Bewertung: sehr hilfreichÜber GEschmack läßt sich halt trefflich streiten...
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29.03.2002, 17:05 Uhr von M@tze
Bewertung: sehr hilfreichSo derber Humor muß einfach manchmal sein, auch wenn man sich einbildet man gehört zu Bildungselite! Trotzdem gut deine Meinung rübergebracht!
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25.03.2002, 13:22 Uhr von Peter16jh
Bewertung: sehr hilfreichMir gefällt alleine die Aufmachung, nicht. Damit ist ess nur richtig so, dass er so schlecht weg kommt. Nachdem ich den trailer gesehen habe, musste fürd mich dieser Film nciht mehr sein!
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25.03.2002, 11:25 Uhr von Schlegel
Bewertung: sehr hilfreichMir reichte schon der Trailer...
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12.03.2002, 20:22 Uhr von Pakki
Bewertung: sehr hilfreich3€ ist ziemlich billig für einen Kinobesuch.
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12.03.2002, 20:20 Uhr von madhead
Bewertung: sehr hilfreichScheint ja nicht gerade der Bringer zu sein! Madhead
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