From Dusk Till Dawn (VHS) Testbericht

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ab 7,44
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Erfahrungsbericht von Charlienschen

Ein einmaliger Film

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

From Dusk till dawn ist ein Titel, der den Film nicht besser hätte beschreiben können, zu deutsch übersetzt heißt es nämlich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, es dreht sich also rund um den dunklen Teil des Tages, und das trifft sowohl auf die äußere als auch auf die innere Handlung zu.

Inhalt:
Zu Beginn des Filmes bis etwa zur Hälfte könnte man meinen es handelt sich um einen Gangster-Movie:
2 Verbrecher auf der Flucht; Seth Gecko, dargestellt von Georg Clooney, und seinem irren Bruder Richard, gespielt von Quentin Terrentino. Diese haben soeben eine Bank überfallen und ergreifen nun die Flucht nach Mexico. Um dorthin zu gelangen ist ihnen jedes Mittel recht und so werden etliche Menschen erschossen, die sich ihnen in den Weg stellen.
Dann stoßen sie auf den Trailerfahrer Jacob Fuller (Harvey Keitel) und seine beiden Kindern Kate (Juliette Lewis) und Scott (Ernest Liu).
Sie nehmen sie als Geißeln und gelangen so mit ihrer Hilfe über die schwer bewachte Grenze nach Mexiko.
Dort wollen sich die 2 Verbrecher mit einem Mexikaner namens Carlos im Morgengrauen in einer Nachtbar, dem Titty Twister, treffen. Mit den Geißeln trifft man die Vereinbarung diese nach dem Treffen frei zulassen.
So fahren die 5 also zum besagten Club, der mitten im Nirgendwo liegt und warten auf das Morgengrauen.
Bis hierhin also ein Film ganz im Verbrechergenre gemacht.
Im Titty Twister bezirzen dann Tänzerinnen die männlichen Gäste der Show, allen voran Santanico Pandemonium, die von Salma Hayec gespielt wird.
Und von hier an, nach gut 60 Minuten Laufzeit wechselt der Film von dem einen Genre in das Horrorgenre.
Plötzlich werden aus den Nachtclubgästen und den Tänzerinnen blutrünstige Vampiere.
Die 5 auf der Flucht, zusammen mit ein paar wenigen Truckfahren müssen um ihr Überleben kämpfen.
Der Zuschauer fragt sich nun, ob es den 5 auf der Flucht mit Hilfe von wenigen Vampier-vernichtenden Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, gelingen wird, die Nacht zu überleben und das rettende Tageslicht wiederzusehen.
Ein spannender Film, der nicht für jeden der Hauptpersonen mit einem Happy End endet.

Meine Meinung:
Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich doch sehr überrascht. Nach einer Stunde Laufzeit hatte ich doch schwer den Eindruck es handele sich hierbei um einen guten Actionfilm; dass dann nach einer Stunde die Leute in einem Vampiernachtclub festsitzen und sich das ganze in einen Horrofilm wandelt, damit hätte ich nicht gerechnet und grade das ist es, was meiner Meinung nach den Film so interessant macht.
Statt nur einen spannenden Anfang zu setzten und dann diese Thema immer weiterzubehandeln und vor sich herdümpeln zu lassen, hat Terrentino, der hier auch Regie führte, gleich 2 Themen aufgegriffen und mitteinander verschmelzen lassen, so dass garantiert keine Langeweile aufkommt.
Außerdem lobenswert ist die Umsetzund beider Themen:
Terrentino gelang es hier das Leben 2 knallharter Typen darzustellen, die keine Mittel scheuen und ihrer Gewalt freien Lauf lassen um ihr Ziel zu erreichen. Dabei schreckt Terrentino nicht davor zurück, sehr gewalttätige Szenen einzubauen, und das Leben der einzelnen erschossenen kurz zu beleuchten, etwa durch kurze Nachrichtenfrequenzen, die kurze Infos zu den jeweiligen Personen geben, so dass man einen Einblick in das Leben der Erschossenen erhält; diese werden dadurch zu Charakteren und die beiden Verbrecher erscheinen als noch böser.
Auch der 2. Teil wurde perfekt inzeniert und zeigt nicht nur den harten Kapmf gegen die Vampiere, sondern lässt auch die Personen, die sich ehemals noch feindlich gegenüber standen, plötzlich zusammen agieren und zeigt somit auch positive Werte der bösen Buben.
Beide Teile spielen sozusagen gegeneinander, einmal sind die 2 die Bösen und plötzlich erscheinen sie in einem guten Licht, werden aber auch gleichzeitig vom Gewinner zum Verlierer.

Die Kameraführung, die immer mal wieder aus einer anderen perspektive filmt, ist hier genausogut gelungen, wie die einzelnen Einblendugen, die eigentlich weniger zum wirklichen Thema des Filmes gehören, als dass sie ihm mehr eine gelungene Terrentino-Note geben und dem Zuschauer auch diverse Eindrücke, die die Umwelt von der Verbrechern erhält, liefert.

Die Charaktere sind im Film ebenfalls sehr gut beleuchtet und ausgesucht worden.
Die Hauptpersonen, sowohl die guten als auch die Bösen haben alle irgendwo ein Problem, so dass sich der Filmtitel auch sehr gut auf ihr Leben übertragen ließe. Angefangen von Seth Gecko, der sein Leben lang als Verbrecher agierte, und dessen Leben sich schonmal alleine deshalb eher im Dunkeln abspielte.
Dann hätten wir da noch seinen Bruder Richard, der einfach nur durchgeknallt ist und sein Leben besser in einer geschlossenen Anstalt verbringen sollte, als als Vergewaltiger und Mörder auf offener Straße.
Aber auch der Trailerfahrer und seine Kinder befinden sich nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens. Die Mutter ist tot, was den Vater verzweifeln lässt und die Kinder gleich mit, und so befinden sie sich eigentlich auch auf der Flucht vor ihrem eigenen Leben ehe, die beiden Verbrecher diese Flucht behindern.
Ihr seht also, dass in diesem Film gleichwohl die Behandlung der Charaktere nicht zu kurz kommt.

Das wurde auch von den Schauspielern grandios umgesetzt. Neben vielen Actionszenen, die wohl eher den Körper forderten, als Geist und Verstand, wurde in Teilen auch der Charakter beleuchtet und hier kommt das Gelingen, wohl auf die Leistung der Schauspieler an. Und ich kann euch sagen, die Schauspieler haben eine tolle Leistung geboten. Jedem von ihnen kauft man seinen Charakter ab. Es gibt hier keinen, der seiner Figur kein Leben eingehaucht hätte.

Desweiteren hat mir am Film sehr gut die Kulisse gefallen. Hier wurde, wie immer bei Terrentino, sehr viel Wert auf Details gelegt, sowie ein unverkennbarer Stil und dadurch wirkt der Film auch sehr interessant.
Und auch die Maskenbildner haben gute Arbeit geleistet und wahre Kunstwerke erschaffen bei dem Schaffen von Vampiergestalten.

Als letzter Punkt ist noch der Soundtrack zu nennen, von dem ich ebenfalls ganz begeistert war, passend zum Film, düster und tragisch.


From Dusk Till Dawn
(From Dusk Till Dawn)
USA 1996, 108 Minuten
Regie: Robert Rodriguez

Drehbuch: Quentin Tarantino,
Musik: Graeme Revell
Kamera: Guillermo Navarro
Schnitt: Robert Rodriguez
Spezialeffekte: Kurtzman, Nicotero & Berger, EFX Group

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