From Dusk Till Dawn (VHS) Testbericht

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ab 7,44
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Erfahrungsbericht von der_dominator

Es darf gesplattert werden...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es gibt Filme, die kann man getrost im Regal stehen lassen und weiß, dass man nicht verpasst, wenn sie ein anderer kauft. Bei „From Dusk till Dawn“ ist das anders und so legte ich, den Film ein erstes Mal gesehen, immerhin stolze 66 DM für den derzeit, ebenso wie heute, noch indizierten Tarantinofilm. Stehen lassen sollte man den Film aber nicht allzu lange…


# Vorgeplänkel
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[von Tarantino & Co]

Wenn Quentin Tarantino (Pulp Fiction, Reservoir Dogs, Jackie Brown) und Robert Rodriguez (Desperados, The Faculty, Spy Kids) gemeinsame Sache machen, dann kann dabei nur ein Kultfilm entsehen. Niemand in Hollywood versteht es wie diese Beiden, komische Elemente, gepaart mit, an die grenze gehenden Brutalszenen zu einem absoluten Meisterwerk verschmelzen zu lassen. Vergleichbar mit den beiden ist lediglich noch Guy Richie, dessen Snatch einige Spuren von Tarantinos’ „Pulp Fiction“ aufweist. Wenn sie meine Begeisterung nicht verstehen sollten: das wäre als ob Jimmy Hendrix eine Tournee mit den Rolling Stones spielen würde, jedenfalls was den Erfolgsfaktor Weltweit betrifft, und ihre Genialität.


# Lauf Zombie, lauf…
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[Inhalt]

Seth und Richard sind Brüder, sicherlich kein alltägliches Paar, handelt es sich bei ihnen immerhin um Frauenschwarm George Cloony und Kultregisseur Quentin Tarantino. Und weil auch die etwas zum Leben brauchen, sie aber nicht so wirklich auf Berufe wie Bäcker oder Feuerwehrmann stehen, entscheiden sie sich, sich als Diebe zu versuchen. Als ihren bislang größten Coup verzeichnen sie einen Banküberfall, bei dem sie einige hunderttausend Dollar ergaunern und eine Bankangestellte als Geisel nehmen. Jetzt sind wir auch schon mitten im Film und die beiden haben sich zu den am meisten gesuchten Ganoven im Land gemausert, und weil man ja seinen neuen Reichtum mit den „Bullen“ im Rücken nicht so wirklich genießen kann heißt ihr neues Ziel Mexiko. Sie kennen das vielleicht aus anderen Filmen: die Lösung für das umgehen einer Strafe, heißt prinzipiell, ab nach Mexiko. Ab über die Grenze. Ich möchte gar nicht wissen wie es da mittlerweile aussieht. Aber noch sind wir ja nicht da.

Der Film beginnt in einem Spirituosengeschäft den George und Quentin nach einigem hin und her und einer Kurzschlussreaktion von Richard, in die Luft sprengen. Nicht weiter erwähnenswert, also, weiter Richtung Mexiko. Nachdem, Richard ihre Geisel, eine rund 40 jährige Bankangestellte, erschießt, suchen die Beiden nach einer Möglichkeit zu fliehen und finden diese in Jacob (Harvey Keitel), einem vom Glauben abgefallenen Priester, seinen beiden Kindern und deren Wohnmobil. Endlich über die Grenze, verabredet Seth ein Treffen mit einem anderen Kriminellen, der ihnen Unterkunft und Wohnrecht in „el Ray“, der Hochburg für Kriminelle, beschaffen soll. (Beim Mexiko-Urlaub unbedingt außer Acht lassen) Sie verabreden sich für den nächsten Morgen im „Titty Twister“, einer Gauner- und Truckerspielunke an der Grenze zu den USA. Jetzt soll gefeiert werden, und glauben sie mir, zumindest sie werden feiern...


[meine Meinung]

Mit diesen Horrorfilmen ist das so eine Sache, entweder man mag sie, oder man mag sie nicht. Dabei sieht man „From Dusk till Dawn“ zunächst gar nicht an, das es ein Horrorfilm sein, bzw. werden soll. Vielmehr wirkt der erste Teil des Filmes wie ein Roadmovie, ein wirklich guter sogar, ehe das ganze beim Eintreffen in der mexikanischen Bar zum bösen Splatterstreifen mutiert.

Was dann aber abgeht, das dürfte nur noch für Horrorfans interessant sein und allzu zart besaitete Gemüter dürften wohl ebenso abschalten. Es wird geflockt, getötet und verbrannt was das Zeug hält. Dabei sind es vornehmlich die Vampire die um ihr Leben bangen müssen. Diese kommen jedoch ganz ohne Eckzähne und Vampirumhang daher, sehen im Gegenteil eher wie Zombies aus und verhalten sich dementsprechend auch eher dumm, was dem Metzelspaß natürlich zu gute kommt.

Ein Kompliment muss man der Make-Up Crew des Filmes machen, denn was heute vielleicht nicht mehr ganz Standesgemäß ist, war zumindest 1996 aller erste Sahne. Genauso wie die Schauspielerischen Leistungen im Film, bei denen man vor allem George Clooney hervorheben muss, denn niemand könnte Seth wohl besser mimen; es gibt kein anderes Wort als: cool. Tarantino, der Regisseur wurde, weil man ihn als Schauspieler nicht wollte und er nur so an Rollen heran kam, also in seinen eigenen Filmen spielen konnte, macht wohl die Rolle seines Lebens, denn irgendwie nimmt man ihm den kranken Trottel sofort ab.

Auch ich bin kein Freund von Splatterfilmen und mache um so manchen Horrorfilm einen großen Bogen, aber was das Duo Tarantino / Rodriguez hier initiiert ist wirklich gelungen. In kaum einem anderen Film findet man Kameraeinstellungen aus dem Kofferraum oder derart abgefahrene Dialoge. Lediglich Pulp Fiction beziehungsweise Reservoir Dogs, Tarantinos erstes Werk, übertreffen From Dusk Till Dawn in Sachen Originellität und Wortwitz. So ist der Film nicht nur Horrorfilm sondern in gewissermaßen auch noch Komödie, wenn auch eine etwas derbe.


# Fazit
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Alles in allem ist „From Dusk Till Dawn“ allen ans Herz zu legen die einen höllisch wilden Cocktail aus Roadmovie und Horrorstreifen suchen. Im wesendlichen findet man hier all das was heraus kommt, wenn sich zwei Erwachsene spielen: Frauen, Gewalt und extrem witzige, wenn auch oft sinnfreie Gespräche. Für die zart Besaiteten unter uns ein kleiner Tipp, viell. vorher in der Videothek mal ausleihen, die ab und an eklige Szenen sind sicher nicht jedermanns Sache. Ansonsten ist „From Dusk Till Dawn“ einer der kurzweiligsten und unterhaltsamsten Filme die ich je gesehen hab.


# Das sollte man noch wissen
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Originaltitel: From Dusk Till Dawn USA 96
Laufzeit: 104 Minuten
FSK: 18 (indiziert)

Regie: Robert Rodriguez

Darsteller: George Clooney, Harvey Keitel, Quentin Tarantino, Juliette Lewis, Salma Hayek

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