Grand Theft Auto: Vice City (Action PC Spiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von king-halo
Sei der Herrscher von Vice City
Pro:
gute Atmosphäre
Kontra:
manchmal pixelig
Empfehlung:
Ja
Schauplatz: \"Vice City\", eine fiktive Stadt irgendwo im Süden Amerikas, die Miami verdammt ähnlich sieht.
Zeit: Die wilden achtziger Jahre; Goldketten, billige Hawaihemden in heutzutage peinlich wirkenden Farben gehören zum guten Ton, genauso wie pinke Cabriolets oder ein Paar Rollschuhe für den morgendlichen Auflug am Boulevard.
Glück hat er ja keines, unser bereits bekannte Held aus \"GTA III\". Tommy Vercetti handelt für seinen Boss Forelli gerade in besagter Gangsterstadt \"Vice City\" einen wichtigen Deal ab, als plötzlich alles schief geht: Der Kontaktmann wird aus dem Hinterhalt erschossen, Tommy bleibt angesichts des Kugelhagels vermummter Einheiten nur die Flucht - lässt aber Ware samt Geldkoffer zurück.
Klar, dass das dem Auftraggeber nicht schmeckt, im lokalen Hotel \"Ocean View\" werden Alternativen überlegt, wie man schnellstmöglich zu der verlorenen Kohle kommen kann. Kontakteknüpfen mit der örtlichen Gangsterunterwelt ist angesagt, um an lukrative Aufträge zu kommen. Bei der nächsten Party von einem Obergauner namens \"Colonel\" lernen Sie die fädenziehenden Charaktere in Vice City kennen- und bekommen gleich einmal die erste Bewährungsprobe: Die hübsche Tochter des Gangsterbosses will gelangweilter Weise mitsamt männlicher Begleitung einen Abflug zur In-Diskothek \"Malibu Club\" machen - Sie helfen natürlich gerne aus, und kassieren gleich mal die ersten Geldscheine.
Nach und nach gelangen Sie durch das Erfüllen von kleineren Aufträgen später zu immer wichtigeren Leuten, die Ihnen dementsprechend anspruchsvollere Herausforderungen zuteil werden lassen. Abwechslung in den einzelnen Missionen steht bei \"Vice City\" auf jeden Fall groß geschrieben: So sollen Sie später beispielsweise einen Übergabeplatz von gesicherter Position aus überwachen, und die Kontaktmänner vor plötzlich auftauchenden rivalisierenden Gangs schützen.
Mitten im Gefecht gelingt es dann aber plötzlich einem der kubanischen Rivalen, den Geldkoffer an sich zu reißen und per Motorrad zu fliehen. Sie sollen sich nun schnellstmöglich einen der herumliegenden Zweiräder schnappen und den Flüchtling nach einer filmreifen Verfolgungsjagd stoppen. Dank geskripteter Sequenzen, auf die der Spieler keinen Einfluss hat, steigen Dramatik und Abwechslung immens. Vor allem die Action abseits der Strassen sorgen für Unterhaltung: Da platzieren Sie beispielsweise einmal unter Zeitdruck via funkgesteuertem Helikopter kleine Bomben an einer Baustelle oder liefern sich mit der Konkurrenz in schnellen Motorbooten ein Wettrennen um heißbegehrte Ware.
Sogar eine Motocross-Meisterschaft steht später am Plan. Oft wechseln Sie sich in solchen Missionen mit ihrem Kumpel Lance bezüglich der Aufgaben ab: Im Motorbootrennen beispielsweise sitzen am Steuer und versuchen via Landkarte den schnellstmöglichen Weg zum Ziel zu finden, während Sie am Rückweg bei einer rasanten Flucht nahende Polizeihubschrauber samt unliebsamer Konkurrenz mittels Maschinengewehr auf Distanz halten und Lance nun das Boot steuert.
Wie auch im Vorgänger muss es nicht unbedingt das \"Game Over\" bedeuten, wenn Sie mal bei einer Mission alle Lebenspunkte aushauchen oder von der Polizei geschnappt werden: Sie finden sich nach wenigen Sekunden nach Scheitern der Mission vor dem Polizeirevier bzw. dem Spital wieder, ein auf Sie wartendes Taxi bringt Sie praktischerweise gegen Bezahlung zum Auftraggeber, wo Sie die Mission beliebig oft in Angriff nehmen können. Umständliches Neuladen eines alten Spielstandes fällt somit aus - prinzipiell reicht das Speichern vor Beenden einer Spielesession aus. Hierfür haben Sie das Hotel \"Ocean View\", quasi ihr Hauptquartier. Dorthin können Sie jederzeit zurückkehren, bei Bedarf ihre Kleidung wechseln und eben auf einen der zehn verfügbaren Slots ihren Spielstand absichern.
Was schon die Vorgänger auszeichnete, macht auch in \"Vice City\" verdammt viel Spaß: in der aus mehreren Inseln bestehenden Spielwelt bleibt im Prinzip Ihnen überlassen, was Sie als nächstes tun; Sie können durch die belebte Stadt wandern und bei Bedarf einen fahrbaren Untersatz \"entwenden\" um mit Tempo hundert auf Ampeln und Verkehrsregeln pfeiffen, (marginale) Grenzen setzt Ihnen dabei gerade einmal die örtliche Polizei. Ein 5-Sterne Indikator am rechten oberen Bildschirmbereich zeigt Ihnen, wie \"begehrt\" Sie sind: Während Sie recht schnell durch kleine Rempeleien schon mal auf der Fahndungsliste landen, rückt Ihnen bei der höchtens Einstellung schon mal der Spezialtrupp mitsamt Helikoptereinsatz, Swatteam und Militär auf den Pelz.
Eine Minimap links unten gibt Aufschluss über wichtige Örtlichkeiten - wo Sie beispielsweise Ausrüstung kaufen oder eben neue Aufträge entgegen nehmen. Neu ist, dass Sie dieses Mal auch einen Teil der Gebäude betreten können: Neben besagtem \"Malibu Club\" und dem \"Ocean View\" dürfen Sie später auch den In-Stripteaseschuppen \"Pole Position\" besuchen, und - den nötigen Kontostand vorausgesetzt- genauso wie alle anderen wichtigen Gebäude im Spiel später auch kaufen, um dank der abspringenden Gewinne weiters zu profitieren.
Geblieben sind die teils nicht unwichtigen Gimmicks aus GTA III: IM \"Pay`n`Spray\"-Shop dürfen Sie in brenzligen Situationen ihr Fluchtauto gegen Bares reparieren und umlackieren lassen, um bei Bedarf unliebsame Verfolger loszuwerden. Und die auf der Strasse herumwandernden Prostituierten haben ebenfalls ihre Vorteile: Einmal eingestiegen, müssen Sie sich nur ein ruhiges Plätzchen suchen, um nach einer recht \"unterhaltsamen\" Sequenz ihre Lebensenergie um bis zu ein Viertel des Maximums zu erhöhen ...
Der Sound
Was die Atmosphäre von \"GTA Vice City\" aber vor allem auszeichnet, ist die rundum gelungene Soundkulisse: Zwar haben die Entwickler auf eine deutsche Sprachausgabe verzichtet, was bei genauerer Betrachtung aber nur Vorteile bringt: Bekannte Größen wie Burt Reynolds, Dennis Hopper und Jenna Jameson (!) haben den durchwegs charismatischen Protagonisten ihre Stimmen geliehen. Wahlweise aktivierbare Untertitel in sowohl englischer als auch deutscher Sprache sorgen auch so für den nötigen \"Überblick\". Eines dürfte \"GTA III\"-Fans zumindest anfangs stutzig machen: Der ehemals stumme Hauptcharakter Tommy Vercetti kann reden, und zwar mit der Stimme von Schauspieler Ray Liotta (besser bekannt aus \"Good Fellas\",\"Hannibal\")- was vielleicht recht ungewohnt wirkt, stellt sich mit der Zeit aber als sinnvolle Verbesserung heraus, Tommy wird dank der neuen Interaktionsmöglichkeiten mit dem Umfeld eine ganz eigene Persönlichkeit verliehen, die vor allem in den Cutscenes so richtig schön zu Geltung kommt.
Ebenfalls qualitativ hochwertig: Die passende Musikuntermalung. Wie schon in Teil 1 der \"GTA\"-Reihe kann man in jedem fahrbaren Untersatz zwischen mehreren Radiosendern umschalten, die vor Abwechslung nur so glänzen und für perfektes 80er Jahre Flair sorgen: Da dröhnen auf über 9 in Musikrichtung unterteilten Sendern alte Hits wie Totos \"Africa\", Michael Jacksons \"Billie Jean\" oder Kim Wildes \"Kids in America\", während sich für die wahren Fans auf \"VRock\" Iron Maiden, Slayer und Konsorten wegkreischen. Toll, bisweilen nicht ohne eine gewisse Portion Selbstironie sind vor allem die zwischen den Songs eingebetteten Werbeansagen oder Talkshows. Wem die ca. acht Stunden Musikmaterial irgendwann einmal langweilig werden sollten, darf jederzeit via MP3-Unterstüzung seinen ganz eigenen Radiosender zusammenstellen- Vorbildhaft!
Die Grafik
Grafisch mag \"Vice City\" auf den ersten Blick nicht unbedingt jeden \"Unreal 2\"Verwöhnten vom Hocker reißen: Texturenschärfe und Polygonanzahl sind deutlich geringer als bei den Kollegen, was nicht zuletzt aufgrund der Konsolenherkunft(PS2) zu begründen ist.
Dass \"GTA Vice City\" dennoch wunderschön aussieht, liegt an dem stimmungsvollen Gesamtbild: Neben weiten Stränden wehen aneinander gereihte Palmen im Wind, pastellfarbene Gebäude samt stylischer Leuchtreklamen sorgen für einen tollen 80er jahre Look.Dei Bewohner sind wunderschön animiert, gerade in den Cutscenes kommen die Bewegungsabläufe der Protagonisten beeindruckend rüber. PC-Spieler profitieren vor allem von der stufenlos einstellbaren Auflösung, größerer Sichtweite und einem deutlich flüssigerem Spielablauf. Überhaupt wirkt \"Vice City\" dank der farbenfrohen Umgebung viel malerischer als die düstere \"Liberation City\"-Metropole aus \"GTA III\". Einzig der \"Motion Blur\" Effekt wurde im neuesten Teil wieder von der Featureliste gestrichen, was die wenigsten stören dürfte.
Und wer will, darf dank der PC-Möglichkeiten seinem Alter Ego sogar individuelle Skins verpassen oder gleich selber welche erstellen. Die Hardwareanforderungen sind indessen gleich geblieben bzw. nur marginal angestiegen: Schon ab 1 Ghz samt 32MB-Grafikkarte dürfen Sie bei allen Details recht flüssig über die Straßen düsen.
Die Steuerung
In Sachen Steuerung hat man sich auf das Nötigste beschränkt: Dei Menüs sind schlicht, dafür aber übersichtlich gehalten neben Tastatur und Maus dürfen Sie optional auch Gamepads verwenden; Dank neuer \"Classic\"-Steuerung macht diese zumindest in \"Vice City\" auch Sinn, da Sie endlich den Charakter recht einfach steuern können. Eine Umkonfigurierung ist trotzdem empfehlenswert, da vor allem bei den Zwischenspielchen (z.B. den Helikopter- oder Motorbootmissionen) die Standartkonfiguration ein akkurates Manövrieren beinahe unmöglich macht. Ansonsten wäre nur eine optionale automatische Ausichtung der Kamera, vor allem bei Ingame-Sequenzen aufgrund teils ungünstiger Positionierung selbiger wünschenswert gewesen.
Zusammenfassung
Unglaublich, dass vor einem halben Jahr noch unklar war, ob es überhaupt jemals eine \"Vice City\" Version für den PC geben würde. Denn was Rockstar Games hier abliefert ist zumindest für \"GTA\" und \"Mafia\" Fans einen Pflichtkauf wert. Wobei die Verbesserungen im Vergleich zu \"GTA III\" eher im Detail liegen: Beide Spiele sehen optisch fast ident aus, bessere Texturen oder zusätzliche Grafikeffekte sollten Sie nicht erwarten.
Dafür können Sie nun endlich neben Autos auch diverseste Motorräder benutzen, in Summe ist die Zahl der fahrbaren Untersätze auf weit über hundert Modelle angestiegen; Endlich wurde Protagonist Tommy eine ordentliche Synchronstimme spendiert. Überhaupt schien Rockstar bei \"Vice City\" die Spendierhosen angehabt zu haben: Neben der beeindruckenden Auswahl bekannter Synchronsprecher sind es vor allem die tollen Audiotracks auf den obligatorischen Radiosendern, die das 80er Jahre Flair so toll rüberbringen.
Nebenbei gefallen im Vergleich zum Vorgänger die deutlich abwechslungsreicheren Missionen, die an Komplexität und geskripteten Sequenzen nur strotzen. Kurzum: Eine klare Kaufempfehlung für alle Actionadventurefans.
Zeit: Die wilden achtziger Jahre; Goldketten, billige Hawaihemden in heutzutage peinlich wirkenden Farben gehören zum guten Ton, genauso wie pinke Cabriolets oder ein Paar Rollschuhe für den morgendlichen Auflug am Boulevard.
Glück hat er ja keines, unser bereits bekannte Held aus \"GTA III\". Tommy Vercetti handelt für seinen Boss Forelli gerade in besagter Gangsterstadt \"Vice City\" einen wichtigen Deal ab, als plötzlich alles schief geht: Der Kontaktmann wird aus dem Hinterhalt erschossen, Tommy bleibt angesichts des Kugelhagels vermummter Einheiten nur die Flucht - lässt aber Ware samt Geldkoffer zurück.
Klar, dass das dem Auftraggeber nicht schmeckt, im lokalen Hotel \"Ocean View\" werden Alternativen überlegt, wie man schnellstmöglich zu der verlorenen Kohle kommen kann. Kontakteknüpfen mit der örtlichen Gangsterunterwelt ist angesagt, um an lukrative Aufträge zu kommen. Bei der nächsten Party von einem Obergauner namens \"Colonel\" lernen Sie die fädenziehenden Charaktere in Vice City kennen- und bekommen gleich einmal die erste Bewährungsprobe: Die hübsche Tochter des Gangsterbosses will gelangweilter Weise mitsamt männlicher Begleitung einen Abflug zur In-Diskothek \"Malibu Club\" machen - Sie helfen natürlich gerne aus, und kassieren gleich mal die ersten Geldscheine.
Nach und nach gelangen Sie durch das Erfüllen von kleineren Aufträgen später zu immer wichtigeren Leuten, die Ihnen dementsprechend anspruchsvollere Herausforderungen zuteil werden lassen. Abwechslung in den einzelnen Missionen steht bei \"Vice City\" auf jeden Fall groß geschrieben: So sollen Sie später beispielsweise einen Übergabeplatz von gesicherter Position aus überwachen, und die Kontaktmänner vor plötzlich auftauchenden rivalisierenden Gangs schützen.
Mitten im Gefecht gelingt es dann aber plötzlich einem der kubanischen Rivalen, den Geldkoffer an sich zu reißen und per Motorrad zu fliehen. Sie sollen sich nun schnellstmöglich einen der herumliegenden Zweiräder schnappen und den Flüchtling nach einer filmreifen Verfolgungsjagd stoppen. Dank geskripteter Sequenzen, auf die der Spieler keinen Einfluss hat, steigen Dramatik und Abwechslung immens. Vor allem die Action abseits der Strassen sorgen für Unterhaltung: Da platzieren Sie beispielsweise einmal unter Zeitdruck via funkgesteuertem Helikopter kleine Bomben an einer Baustelle oder liefern sich mit der Konkurrenz in schnellen Motorbooten ein Wettrennen um heißbegehrte Ware.
Sogar eine Motocross-Meisterschaft steht später am Plan. Oft wechseln Sie sich in solchen Missionen mit ihrem Kumpel Lance bezüglich der Aufgaben ab: Im Motorbootrennen beispielsweise sitzen am Steuer und versuchen via Landkarte den schnellstmöglichen Weg zum Ziel zu finden, während Sie am Rückweg bei einer rasanten Flucht nahende Polizeihubschrauber samt unliebsamer Konkurrenz mittels Maschinengewehr auf Distanz halten und Lance nun das Boot steuert.
Wie auch im Vorgänger muss es nicht unbedingt das \"Game Over\" bedeuten, wenn Sie mal bei einer Mission alle Lebenspunkte aushauchen oder von der Polizei geschnappt werden: Sie finden sich nach wenigen Sekunden nach Scheitern der Mission vor dem Polizeirevier bzw. dem Spital wieder, ein auf Sie wartendes Taxi bringt Sie praktischerweise gegen Bezahlung zum Auftraggeber, wo Sie die Mission beliebig oft in Angriff nehmen können. Umständliches Neuladen eines alten Spielstandes fällt somit aus - prinzipiell reicht das Speichern vor Beenden einer Spielesession aus. Hierfür haben Sie das Hotel \"Ocean View\", quasi ihr Hauptquartier. Dorthin können Sie jederzeit zurückkehren, bei Bedarf ihre Kleidung wechseln und eben auf einen der zehn verfügbaren Slots ihren Spielstand absichern.
Was schon die Vorgänger auszeichnete, macht auch in \"Vice City\" verdammt viel Spaß: in der aus mehreren Inseln bestehenden Spielwelt bleibt im Prinzip Ihnen überlassen, was Sie als nächstes tun; Sie können durch die belebte Stadt wandern und bei Bedarf einen fahrbaren Untersatz \"entwenden\" um mit Tempo hundert auf Ampeln und Verkehrsregeln pfeiffen, (marginale) Grenzen setzt Ihnen dabei gerade einmal die örtliche Polizei. Ein 5-Sterne Indikator am rechten oberen Bildschirmbereich zeigt Ihnen, wie \"begehrt\" Sie sind: Während Sie recht schnell durch kleine Rempeleien schon mal auf der Fahndungsliste landen, rückt Ihnen bei der höchtens Einstellung schon mal der Spezialtrupp mitsamt Helikoptereinsatz, Swatteam und Militär auf den Pelz.
Eine Minimap links unten gibt Aufschluss über wichtige Örtlichkeiten - wo Sie beispielsweise Ausrüstung kaufen oder eben neue Aufträge entgegen nehmen. Neu ist, dass Sie dieses Mal auch einen Teil der Gebäude betreten können: Neben besagtem \"Malibu Club\" und dem \"Ocean View\" dürfen Sie später auch den In-Stripteaseschuppen \"Pole Position\" besuchen, und - den nötigen Kontostand vorausgesetzt- genauso wie alle anderen wichtigen Gebäude im Spiel später auch kaufen, um dank der abspringenden Gewinne weiters zu profitieren.
Geblieben sind die teils nicht unwichtigen Gimmicks aus GTA III: IM \"Pay`n`Spray\"-Shop dürfen Sie in brenzligen Situationen ihr Fluchtauto gegen Bares reparieren und umlackieren lassen, um bei Bedarf unliebsame Verfolger loszuwerden. Und die auf der Strasse herumwandernden Prostituierten haben ebenfalls ihre Vorteile: Einmal eingestiegen, müssen Sie sich nur ein ruhiges Plätzchen suchen, um nach einer recht \"unterhaltsamen\" Sequenz ihre Lebensenergie um bis zu ein Viertel des Maximums zu erhöhen ...
Der Sound
Was die Atmosphäre von \"GTA Vice City\" aber vor allem auszeichnet, ist die rundum gelungene Soundkulisse: Zwar haben die Entwickler auf eine deutsche Sprachausgabe verzichtet, was bei genauerer Betrachtung aber nur Vorteile bringt: Bekannte Größen wie Burt Reynolds, Dennis Hopper und Jenna Jameson (!) haben den durchwegs charismatischen Protagonisten ihre Stimmen geliehen. Wahlweise aktivierbare Untertitel in sowohl englischer als auch deutscher Sprache sorgen auch so für den nötigen \"Überblick\". Eines dürfte \"GTA III\"-Fans zumindest anfangs stutzig machen: Der ehemals stumme Hauptcharakter Tommy Vercetti kann reden, und zwar mit der Stimme von Schauspieler Ray Liotta (besser bekannt aus \"Good Fellas\",\"Hannibal\")- was vielleicht recht ungewohnt wirkt, stellt sich mit der Zeit aber als sinnvolle Verbesserung heraus, Tommy wird dank der neuen Interaktionsmöglichkeiten mit dem Umfeld eine ganz eigene Persönlichkeit verliehen, die vor allem in den Cutscenes so richtig schön zu Geltung kommt.
Ebenfalls qualitativ hochwertig: Die passende Musikuntermalung. Wie schon in Teil 1 der \"GTA\"-Reihe kann man in jedem fahrbaren Untersatz zwischen mehreren Radiosendern umschalten, die vor Abwechslung nur so glänzen und für perfektes 80er Jahre Flair sorgen: Da dröhnen auf über 9 in Musikrichtung unterteilten Sendern alte Hits wie Totos \"Africa\", Michael Jacksons \"Billie Jean\" oder Kim Wildes \"Kids in America\", während sich für die wahren Fans auf \"VRock\" Iron Maiden, Slayer und Konsorten wegkreischen. Toll, bisweilen nicht ohne eine gewisse Portion Selbstironie sind vor allem die zwischen den Songs eingebetteten Werbeansagen oder Talkshows. Wem die ca. acht Stunden Musikmaterial irgendwann einmal langweilig werden sollten, darf jederzeit via MP3-Unterstüzung seinen ganz eigenen Radiosender zusammenstellen- Vorbildhaft!
Die Grafik
Grafisch mag \"Vice City\" auf den ersten Blick nicht unbedingt jeden \"Unreal 2\"Verwöhnten vom Hocker reißen: Texturenschärfe und Polygonanzahl sind deutlich geringer als bei den Kollegen, was nicht zuletzt aufgrund der Konsolenherkunft(PS2) zu begründen ist.
Dass \"GTA Vice City\" dennoch wunderschön aussieht, liegt an dem stimmungsvollen Gesamtbild: Neben weiten Stränden wehen aneinander gereihte Palmen im Wind, pastellfarbene Gebäude samt stylischer Leuchtreklamen sorgen für einen tollen 80er jahre Look.Dei Bewohner sind wunderschön animiert, gerade in den Cutscenes kommen die Bewegungsabläufe der Protagonisten beeindruckend rüber. PC-Spieler profitieren vor allem von der stufenlos einstellbaren Auflösung, größerer Sichtweite und einem deutlich flüssigerem Spielablauf. Überhaupt wirkt \"Vice City\" dank der farbenfrohen Umgebung viel malerischer als die düstere \"Liberation City\"-Metropole aus \"GTA III\". Einzig der \"Motion Blur\" Effekt wurde im neuesten Teil wieder von der Featureliste gestrichen, was die wenigsten stören dürfte.
Und wer will, darf dank der PC-Möglichkeiten seinem Alter Ego sogar individuelle Skins verpassen oder gleich selber welche erstellen. Die Hardwareanforderungen sind indessen gleich geblieben bzw. nur marginal angestiegen: Schon ab 1 Ghz samt 32MB-Grafikkarte dürfen Sie bei allen Details recht flüssig über die Straßen düsen.
Die Steuerung
In Sachen Steuerung hat man sich auf das Nötigste beschränkt: Dei Menüs sind schlicht, dafür aber übersichtlich gehalten neben Tastatur und Maus dürfen Sie optional auch Gamepads verwenden; Dank neuer \"Classic\"-Steuerung macht diese zumindest in \"Vice City\" auch Sinn, da Sie endlich den Charakter recht einfach steuern können. Eine Umkonfigurierung ist trotzdem empfehlenswert, da vor allem bei den Zwischenspielchen (z.B. den Helikopter- oder Motorbootmissionen) die Standartkonfiguration ein akkurates Manövrieren beinahe unmöglich macht. Ansonsten wäre nur eine optionale automatische Ausichtung der Kamera, vor allem bei Ingame-Sequenzen aufgrund teils ungünstiger Positionierung selbiger wünschenswert gewesen.
Zusammenfassung
Unglaublich, dass vor einem halben Jahr noch unklar war, ob es überhaupt jemals eine \"Vice City\" Version für den PC geben würde. Denn was Rockstar Games hier abliefert ist zumindest für \"GTA\" und \"Mafia\" Fans einen Pflichtkauf wert. Wobei die Verbesserungen im Vergleich zu \"GTA III\" eher im Detail liegen: Beide Spiele sehen optisch fast ident aus, bessere Texturen oder zusätzliche Grafikeffekte sollten Sie nicht erwarten.
Dafür können Sie nun endlich neben Autos auch diverseste Motorräder benutzen, in Summe ist die Zahl der fahrbaren Untersätze auf weit über hundert Modelle angestiegen; Endlich wurde Protagonist Tommy eine ordentliche Synchronstimme spendiert. Überhaupt schien Rockstar bei \"Vice City\" die Spendierhosen angehabt zu haben: Neben der beeindruckenden Auswahl bekannter Synchronsprecher sind es vor allem die tollen Audiotracks auf den obligatorischen Radiosendern, die das 80er Jahre Flair so toll rüberbringen.
Nebenbei gefallen im Vergleich zum Vorgänger die deutlich abwechslungsreicheren Missionen, die an Komplexität und geskripteten Sequenzen nur strotzen. Kurzum: Eine klare Kaufempfehlung für alle Actionadventurefans.
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