Garfield - Der Film (VHS) Testbericht

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ab 9,34
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Erfahrungsbericht von dani___

Komm Odie, tanz mit mir!

Pro:

super lustig, spannend, humorvoll aber auch etwas actionreich, fauliger und gemütlicher Garfield, viel Essen +gg+, etwas romantisch, Hund-und-Katz-Spiel

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Ich glaube jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um zum Kühlschrank zu gehen, er ist unbewacht.“
oder
„Ach, Jon, ich will auch Lasagne!“
Genau DAS würde auf Garfield zutreffen, das sind nämlich seine Gedanken, die ihm so Tag für Tag durch den Kopf surren, und er hat eigentlich auch nichts anderes zu tun, als zu Essen.
Er liebt die regelmäßige Begegnung mit dem Kühlschrank und diversen Fertigpackungen von Lasagne.

Danach liegt er immer, wie soll man das nennen, vielleicht etwas hilflos am Boden und zwar auf dem Rücken, um diese etwas mehr oder weniger üppigen Speisen verdauen zu können, was zugegeben etwas länger dauern kann bei Garfield, dem treuen Kater, der Jon auf Tritt und Schritt folgt – solange er Hunger hat und auf Essen lauert ;)

Kleine Mäuse fängt Garfield eigentlich auch eher ungern, er hat nur ein kleines Abkommen mit der bekannten Maus, dass er sie „fressen“ darf, wenn John sie im Haus sieht, dass Garfield als treuer und guter alter Kater dasteht.
So führt Garfield ein ruhiges Leben auf dem Sofa, von welchem er sogar ab und zu aufsteht und zur Küche wandert. Zu erwähnen wäre natürlich noch der steile Anstieg in das Schlafzimmer, welchen er auch noch jeden Abend hinter sich bringen muss, um in sein kleines Katzenbett zu gelangen.

Das Leben könnte so schön sein – Herrchen früh morgens aufwecken, weil man Hunger hat, Fernsehschauen, so lange man Lust hat und einfach tun und lassen, was man will.
Wäre da nicht so eine Fressattacke gewesen und hätte Jon ihn nicht mit zum Tierarzt mitgenommen, dann hätte er niemals „Dr. Liz“ begegnet müssen, die seinem Herrchen prompt Odie – Garfields Meinung nach ein dummer ekeliger Hund – in die Hand drückte, nur weil er sich nicht traute, sie um ein Date zu fragen. Er will schon lange etwas von ihr und geht immer zu ihr in die Praxis, um sie zwischendurch mal zu sehen.
Er lässt sich breitschlagen und nimmt den Hund auf, weil sie so an ihm hängt. Die beiden verabreden sich für nächsten Sonntag, um zu einer Hundeshow zu gehen.

Doch bis es Sonntag wird, hat es sich Odie schon einmal gewaltig mit Garfield versaut. Er will sich dummerweise überall breitmachen und das passt dem alteingesessenen und gefressigen Kater weniger. Er verteidigt sein Revier aufs Äußerste und beginnt einen gnadenlosen Krieg.

Odie dagegen wirkt immer recht schüchtern und will sich Garfield als Spielgefährten klarmachen. Zwischen den Beiden beginnt also etwas, was man nicht genauer beschreiben kann. Einer dackelt hinter dem anderen her, aber der Andere will nichts von dem Einen wissen.

Wäre es für Garfield nicht schon schlimm genug, darf Odie nun auch noch in Jons Bett mitschlafen und das durfte Garfield in seinem ganzen langen Katerleben noch nicht. Er ist wütend, erst recht, als er sieht, dass Jon, Liz und Odie zusammen wegfahren. Er rennt ihnen hinterher und landet schließlich auf der Hundeshow.
Als die Hunde ihn entdecken, gerät alles durcheinander und nur durch ein Glück entkommt er den fletschenden Zähnen der Hunde und Odie wird auch noch Star des Tages – zum Leidwesen von Garfield, der nun immer mehr in den Schatten rückt.

Als er ankommt, verwüstet er durch eine banale Bewegung die ganze Wohnung. Und die Folge? - Er muss draußen schlafen. Odie kommt nach draußen, will ihm beim Übernachten Gesellschaft leisten und trickst den Hund so aus. Dieser verirrt sich und kommt nicht mehr zurück.

Er gelangt in die falschen Hände und Jon und Liz suchen ihn, doch ohne Erfolg...
Schließlich läuft auch Garfield noch davon, um ... (!?!) ... Odie zu suchen, weil er sich mitlerweile eingestanden hat, dass er einen Fehler begangen hat.

Eine witzige und unterhaltsame Geschichte in der Stadt beginnt, in der Garfield und auch sein Herrchen und Liz einige Hürden überstehen müssen, bis ... ja, bis was? - seht es euch selbst an ;)



-_-_-_ Garfield und die Schauspieler _-_-_
Garfield ist wie bestimmt schon bekannt der mollige, alte und faule Kater, der sich von seiner Straße nicht wegbewegt, weil er sonst verhungern könnte und der immer Lasagne von Jon klaut.
Mir ist dieser Charakter sympathisch – weniger, weil ich auch so sein könnte und nur noch rumgammeln würde, sondern weil es eine Art Gemütlichkeit ausstrahlt.

Auch das Übertriebene hat mir an ihm Gefallen, trotz seines eigentlich eintönigen Lebens ist er immer für einen Spaß zu haben und wenn es ums „blanke Überleben“, sprich Essen, geht, dann kann er auch ganz schön schnell sein. Genauso, wenn er Odie eins auswischen will, dann tragen ihn seine Füsschen ziemlich schnell ans Ziel!
Ziemlich lustig fand ich auch seinen Hängebauch, sah ulkig aus, so ein richtig verfressenes Kätzchen, dem man schön im Fell rumkraulen kann +gg+

Thomas Gottschalk als seine Synchronstimme hat auch irgendwie gepasst – hat etwas Chaotisches und auch Faules. Nicht dass ich Thomas Gottschalk diese Eigenschaften unterstellen würde, aber Garfields Aussehen und die Stimme haben sich gut vermischt und ergaben eine perfekte Mixtur.
Die Animationen waren grundsätzlich gut gemacht, er sah zwar nicht wie eine normale Katze aus, aber trotzdem irgendwie fast real. Manchmal konnte man aber sehen (zum Beispiel gleich an dem einen Morgen am Anfang des Films), wie er auf der Bettdecke herumtappst und die Decke dann nicht einknickt... auch Katzen sind nicht federleicht +gg+ Ansonsten sah alles super aus, man hatte nicht das Gefühl, dass das gar nicht echt aussah.


Jon Arbuckles – Breckin Meyer

Breckin Meyer spielt die Rolle des verliebten aber eigentlich total hilflosen Katzenliebhabers sehr gut. Er mutiert zwar dann zum Hundehalter, aber das mindert seine schauspielerischen Talente in keinster Weise.
Wie er seine Angebetene immer ansieht – total verträumt und erwartungsvoll, er würde auf die Knie gehen für sie.
Auch als er total verzweifelt ist, als er merkt, dass Odie verschwunden ist, kann er nicht lügen. Er sagt Liz die Wahrheit, weil er ein so ehrlicher Mensch ist.
Für mich ein Charakter, der einfach gut in das Bild gepasst hat und der seine Rolle auch super gespielt hat.


Die Tierärztin Liz - Jennifer Love Hewitt

Strahlende Augen, vielversprechendes Lächeln und total aufgeschlossen. So wirkt sie, wenn man sie das erste Mal sieht. Sie ist nicht schüchtern, geht immer auf Jon zu und frägt ihn zum Schluss, ob sie sich nicht einmal treffen könnten. Während Jon nur rumstammelt, ergreift Liz das Wort und tritt so als selbstbewusste junge Frau auf, die dennoch extrem emotional sein kann, wie man gesehen hat, als Odie weg war.
Sie sorgte sich um ihn, wollte ihn sogleich suchen gehen und wollte einfach nur wissen, wo er war. Auch um Garfield kümmerte sie sich während den „regelmäßigen Kontrollen“ immer sehr gut.
Tierlieb und auch einfühlsam, so bekommt man sie in der Tierärztin – Rolle in „Garfield“ zu sehen und für mich die ideale Besetzung, um dem schüchternen Jon ein Gegenstück zu geben.



-_-_-_ Meinung _-_-_-
Ich habe mich bei diesem Film kringelig gelacht. Es waren zwar nicht übelste Brecher darin enthalten, wie man sie von anderen Filmen kennt, aber für einen Kinderfilm auch schon ganz schön lustig.
Als ersten Pluspunkt muss ich natürlich erwähnen, dass es sehr gut rüberkommt, dass Garfield dick, faul und verfressen ist. Er kommt kaum auf den Sessel oder andere Podeste hinauf, muss sich immer mit letzter Kraft hinaufziehen, weil seine Körpermasse etwas vom Normalgewicht abweicht und auch seine Fressattacken in der Küche, nach denen er immer regungslos am Boden liegt, sprechen für Garfield und sein träges Leben.

Diese kleinen Szenen wurden so liebevoll bearbeitet, dass man desöfteren Grinsen kann, weil er sehr schlau ist und andere Katzen und Hunde hinters Licht führen kann, obwohl er etwas schwerfällig zu sein scheint.
Auch wenn es in Garfield brodelt, weil Odie ihm immer mehr von seinem Terretorium wegnimmt, sieht sein Gesicht einfach zum Lachen aus. Man kann nicht anders. Wie ein trotziges Kind ketscht er dann mit Odie, will ihm eines auswischen und schafft das auch teilweise.

Doch als er dann merkt, dass er wirklich über die Strenge geschlagen hat, weil Odie nun weg ist, sieht er es ein und will ihn zurückholen. Das ist vielleicht auch ganz gut, denn den Film schauen ja auch viele kleine Kinder an, die dann sehen, dass es durchaus vernünftig sein kann, wenn man einen Schritt zurückgeht und sich etwas eingesteht.
Nicht, dass man sich jetzt Garfield als Vorbild nehmen soll, nein, es sind lediglich einige gute Strukturen in dem Film vorzufinden, die für ihn sprechen.

Was natürlich nicht so prall ist, ist die Tatsache, dass der Film nicht genau nach den Comics gedreht wurde. Er bekommt den Hund nicht auf die Weise, wie es in dem Film dargestellt wird und auch einige andere Dinge tragen sich in den Comics anders zu.
Aber das tut der Qualität des Filmes keinen Abbruch, denn Lachen kann man trotzdem und enttäuscht ist man wegen kleiner Änderungen auch nicht gleich.

Wie auch schon kurz erwähnt, hat sich die liebevolle Bearbeitung des Filmes wirklich ausgezahlt, man glaubt wirklich, dass ein Garfield über die Wiese streift und auf der Suche nach Delikatessen ist.
In dem Film sind zwar keine großartigen Effekte oder dergleichen zu finden, aber jede Menge ausgeklügelte Tricks und Gaunereien von Garfield, über die man lachen kann. Ich will an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten, für die, die ihn noch sehen wollen.

Ich war anfangs noch wirklich skeptisch, weil ich mir dachte, dass kann doch unmöglich gut gegangen sein. Man hat auch nicht so viel von diesem Film gehört, aber ich habe mich dann doch noch breitschlagen lassen und ich muss sagen, ich habe es keine Minute bereut.

Der Film ist spannend, an wirklich keinem Punkt langweilig, besonders zum Ende hin steigert er sich noch mal gewaltig, weil es dann um den Hund geht, sozusagen ;)
Wer also einen entspannenden Film mit viel Witz und Humor und einer Prise Action sehen will, der sollte sich doch in nächster Zeit eine Eintrittskarte für Garfield kaufen. Viel Spaß dabei ;)



-_-_-_ Sonstiges _-_-_-
Garfield (2004)
USA
Laufzeit: 80 Minuten
FSK: nicht vorhanden

Regie: Peter Hewitt
Komödie



-_-_-_ Fazit _-_-_-
„Gib mir doch auch eine Lasagne, Jon!“
„Garfield, du weißt, die sind nicht für dich, denk gar nicht erst dran!“
5 Minuten später ...
„Garfield, du hast fünf Packungen Lasagne gegessen, die waren nicht für dich!“
Garfield liegt regungslos am Boden und muss das erst mal verdauen +gg+

Für mich war Garfield wirklich ein super Film, den ich mir auf jeden Fall noch mal anschauen würde.
Er ist lustig, einfallsreich, weil er eine Menge Gags, Tricks usw. beinhaltet, die Garfield ausheckt, um Odie loszuwerden.
In dem Film gibt es ja dann auch eine Wende in Garfields denken, die zwar eigentlich klar ist, aber die dann auf angenehme Weise spannend gemacht wird.

So wirkt der Film nie langweilig und ist einfach ein Spaß für jedermann. Ich bin mir da nicht verloren vorgekommen, auch wenn um uns herum im Kino nur kleine Kinder saßen und wir genauso loslachen mussten wie sie.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht dani ;)


+++

67 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    07.05.2006, 13:45 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • Anubis71

    20.09.2004, 04:35 Uhr von Anubis71
    Bewertung: sehr hilfreich

    aber da ich ein riesiger Fan das Garfield Comics bin und ich den Bericht zum Film (Making of) gesehen habe, weiss ich, dass ich mir diesen Streifen nicht ansehen muss, denn die haben so einige Sachen aus den Comics (also einige klassische Garfield-Klischee

  • Iris8

    17.09.2004, 07:10 Uhr von Iris8
    Bewertung: sehr hilfreich

    haben den Film vorgestern gesehen, ist echt lustig :o) LG Iris