Garfield - Der Film (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von DieEine

Lasagneliebender Montagshasser auf 4 Pfoten

Pro:

authentische Darstellung von Garfield, Geschichte am Comic orientiert, sehr lustig, wenn man selbst Katzen hat.

Kontra:

Ist eben nicht genauso wie im Comic

Empfehlung:

Ja

Gestern war bei uns mal wieder Kinotag angesagt. Eigentlich gehe ich ja nur an den verbilligten Tagen, aber gestern hat es sich so ergeben, dass mein Vater und ich die Zeit totschlagen mussten und deshalb beschlossen uns ins Kino zu setzen.
Zu Hause konnten wir uns schon nicht auf einen Film einigen, aber als wir im Kino waren, wurde es richtig schlimm. Fast alle Filme, die ich gerne gesehen hätte, liefen nur in Originalversion, was dumm ist, weil mein Vater nicht gut Englisch kann.
Schließlich blieb uns nur noch \"Garfield\", den ich zwar eigentlich nicht sehen wollte (dazu später mehr), aber da ich nicht bezahlen musste, war es mir letztendlich egal.

Also, saß ich gestern mit sage und schreibe 11 anderen Leuten in einem riesigen Kinosaal und habe mir den fetten, faulen und gefräßigen Kater angesehen...und hier kommt mein Bericht:

_Die Story
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Der wohl fetteste und faulste, Lasagne-liebende, Montage-hassende Kater Garfield lebt alleine mit seinem Herrchen Jon Rbuckle (Breckin Meyer) in einem großen Haus und tanzt diesem ganz schön auf der Nase herum - wie Katzen das nunmal so tun.

Jon ist der eher schüchterne Typ, der seit Jahren versucht Garfields Tierärztin Dr. Liz Wilson (Jennifer Love Hewitt) seine Liebe zu gestehen.
Bei einem Routinebesuch bei dieser Ärztin, fasst Jon endlich seinen Mut zusammen und ist kurz davor Liz um ein Date zu bitten.
Die hübsche Ärztin kommt ihm allerdings zuvor und bittet Jon um einen Gefallen. Sie hat einen kleinen Hund, den keiner haben will und da sie Jon für einen guten Kerl hält, bittet sie ihn den Hund namens Odie bei sich aufzunehmen.

Garfield kann sich so gar nicht mit seinem neuen Mitbewohner anfreunden, zumal Odie bei allen Leuten Verzückung hervorruft und den roten Kater in den Hintergrund drängt.
Garfield möchte Odie loswerden - so schnell wie möglich.

Odie haben möchte hingegen der erfolglose Fernsehstar Happy Chapman (Stephen Tobolowsky), der dringend einen neuen tierischen Partner für seine neue Show braucht und von Odie, den er bei einer Hundeausstellung gesehen hat, total begeistert ist.

Eines Abends sperrt Garfield Odie vor die Tür, woraufhin Odie wegläuft und ziellos durch die Stadt irrt.
Bei einer alten Dame findet er Unterschlupf, aber die nette Lady möchte Odie nicht behalten und hängt in der Stadt Flugblätter aus, um Odies Besitzer zu finden.
Auf dieses Flugblatt meldet sich Happy Chapman und nimmt Odie mit zu sich und macht aus dem Hund einen TV-Star.

Währenddessen macht Jon sich große Sorgen um Odie, was bei Garfield das Gewissen auf den Plan ruft.
Zufällig sieht der Kater Happy Chapman zusammen mit Odie im Fernsehen und startet daraufhin zu seinem \"Rettet Odie\"-Feldzug in die große Stadt.

_Meine Meinung
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Ich bin ein Katzennarr. Zu Hause habe ich 4 von der Sorte und darunter ist auch ein kleiner, dicker roter Kater. Der heißt zwar nicht Garfield hat aber viel Ähnlichkeit mit der Comickatze.

Ich mag also Katzen und habe auch die Garfield-Comics und die Zeichentrickserie als Kind geliebt und trotzdem wollte ich den Kinofilm nicht sehen, oder vielmehr gerade deswegen.

Erstens konnte ich mich nicht damit anfreunden, dass Thomas Gottschalk Garfield seine Stimme leiht, weil Garfield eigentlich eine langsame, träge, fast schon phlegmatische Stimme hat - in meiner Vorstellung.
Zweitens fand ich es etwas verwirrend, dass Garfield das einzige computeranimierte Tier im Film ist und drittens fand ich den Aspekt mit der Liebesgeschichte zwischen Jon und Liz sehr kitschig und nicht zu Garfield passend.

Der Zufall hat mich aber trotzdem in \"Garfield\" gehen lassen und ich bin positiv überrascht.
Bis auf die Tatsache, dass das kleine Kätzchen Nermal nicht richtig umgesetzt wurde, hat mir der Kinobesuch gestern sehr viel Spaß gemacht.

Schon die Anfangsszene des Films, in der Garfield sein Herrchen (oder Dosenöffner, wie er Jon nennt) unsanft aus dem Schlaf reißt, hat mich umgehauen, weil diese Szene so realitätsnäh dargestellt ist. Auch meine Mieze stellt Morgens allerhand dummes Zeug an, damit ich aufstehe und ihr was zu fressen gebe.

Der dicke, gemütlich Garfield ist den Machern des Films auch wirklich gut gelungen. Obwohl alle anderen Tiere im Film echt sind, merkt man nach kurzer Zeit einfach keinen Unterschied mehr, so authentisch sind zum Beispiel die Zeichnung des Fells und die Bewegungen des Tieres.

Auch an die Stimme von Thomas Gottschalk kann man sich gewöhnen, denn sie passt irgendwie zu den Charakter, den Garfield im Film hat.
Er hat sich zwar nur minimal an die Trägheit Garfields angepasst, aber die trockenen Äußerungen des Vierbeiners perfekt rübergebracht.

Aber nicht nur die Stimme von Thomas Gottschalk (im Original wird Garfield von Bill Murray gesprochen) passt zu der Rolle, auch Breckin Meyer als schüchterner, etwas vertrottelter Jon ist perfekt besetzt - so habe ich mir Jon immer vorgestellt. Er ist liebenwert, lässt sich von seinen Tieren auf der Nase herumtanzen. Dabei ist er stets bemüht sein Liebesleben in den Gruff zu bekommen. Dieser Normalo-Charakter wird von Breckin Meyer, von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe, sehr schön verkörpert.

Wo wir bei schönen Körpern sind, wäre vielleicht noch Jennifer Love Hewitt zu erwähnen, die in \"Garfield\" eigentlich nur schönes Beiwerk ist. Ihre Rolle als Tierärztin verlangt der Schauspielerin nicht viel von ihrer Kunst ab, weshalb an ihrer Darstellung auch nichts zu bemängeln ist.

Der dritte Hauptdarsteller im Bunde, Stephen Tobolowsky ist der schrägste Charakter im Film und auch er mimt den durchgeknallten Bösewicht mit der Katzenallergie sehr überzeugend.

Besonders schön an \"Garfield\" ist, dass Teile der Story doch aus den Comics resultieren, wie die Szene, in der Garfield von Tierfängern gefangen wird und ins Tierheim kommt.

Die Gags im Film sind allerdings nur richtig lustig, wenn man selber Katzen zu Hause hat und sie in sämtlichen Szenen wiedererkennt.
Einige Witze sind zwar ziemlich platt, aber man darf ja auch nicht vergessen, dass \"Garfield\" hauptsächlich ein Film für Kids bzw. die ganze Familie ist.

_Mein Fazit
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\"Garfield\" ist großer Kinospaß für Katzenbesitzer. Hardcore-Comic-Fans werden viel zu mosern haben, aber wenn man einfach nur gute Unterhaltung sucht, ist man bei Garfield richtig.

31 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    12.09.2004, 22:49 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    An wen ? Den heimischen Garfield-ähnlichen heimischen Kater :) ... Gruß, schönen Abend, Sven (Zoobremia) P.S.: Den Film werde ich mir nach dem Erscheinen auf DVD anschauen, kenne aber 2 oder 3 putzige Ausschnitte bereits ...

  • Dickerchen

    12.09.2004, 18:13 Uhr von Dickerchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nervt die Synchronisation nicht etwas ? Die Stimme des Garfields klingt doch wie eine Haribo-Dauerwerbung!!!

  • BlueDione

    05.09.2004, 00:26 Uhr von BlueDione
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den Film würd ich mir aber auch sehr gerne anschauen, obwohl ich weder Comicfreak noch Katzenbesitzer bin :-). Die Vorschau war jedenfalls lustig.